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Otto Erich Hartleben: Gedichte - Kapitel 48
Quellenangabe
typepoem
booktitleAusgewählte Werke Band 1
authorOtto Erich Hartleben
year1911
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleGedichte
pages222
created20120130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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        »Wie kommts, daß wenn der Mund auch schweigt,
das Herz nur um so lauter spricht –
wie kommts, daß unser Auge sich
im Einverständnis trifft?

Wie kommt es, daß dein Arm so oft
mir eine Stütze scheint,
daß in Gedanken meine Stirn
daran zu ruhen meint?«

Ich sehe, wie in deiner Brust
die Blüte schwillt und sich erschließt –
ich bin der Selige, den du liebst,
der ihren Duft genießt.

Von allem, was auf Erden blüht,
ist diese Blüte zart und jung –
ich küsse deine weiße Hand,
ich küsse deinen Mund . . .

 


 

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