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Otto Erich Hartleben: Gedichte - Kapitel 163
Quellenangabe
typepoem
booktitleAusgewählte Werke Band 1
authorOtto Erich Hartleben
year1911
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleGedichte
pages222
created20120130
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Campagna

        Ja! Die Ebne ruht in satten Düften,
    hingeschmiegt in sanfter Hügellinie –
drüben, hoch in noch durchsonnten Lüften,
    still und einsam-schattend steht die Pinie.

Alte Gräber dunkeln, morsche Steine –
    fern und unsichtbar berührt dich Rom –
doch empor aus goldnem Abendscheine
    steigt die Kuppel von Sankt Peters Dom.

Und du ahnest, wie sich Flügel heben,
    gleich den abendfarbnen Wolkenstreifen,
denn die Seele will zur Höhe schweben
    und der Wille durch die Fernen schweifen.

Wage nur zu lieben, was genossen,
    zu behaupten, was dich je entzündet –
alle Wonnen sind in dir beschlossen,
    jede Größe ist in dir begründet.

 


 

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