Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Otto Erich Hartleben: Gedichte - Kapitel 134
Quellenangabe
typepoem
booktitleAusgewählte Werke Band 1
authorOtto Erich Hartleben
year1911
publisherS. Fischer Verlag
addressBerlin
titleGedichte
pages222
created20120130
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Matrei

        Es dunkelte schon im Tal. – Das Schloß am Berge stand
gespenstisch groß im gelben Abendsonnenschein.
Doch gegenüber auf dem Friedhof, der sich rings
mit weißer Mauer um die alte Kirche schloß,
ausbreitete still sich eine blaue, kühle Luft.

Und an den Gräbern gingen wir entlang. Sie zog
den Arm aus meinem Arm. – An jedem Kreuze hing
ein rostiges Becken voller Wasser und sie stieß
ein jedes Becken leise an und goß daraus
auf jedes Grab . . .

Dann sah sie mich mit einem ernsten Lächeln an
und sprach: die Stunde ist den armen Seelen lieb.

 


 

 << Kapitel 133  Kapitel 135 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.