Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Hölderlin >

Gedichte 1784 - 1800

Friedrich Hölderlin: Gedichte 1784 - 1800 - Kapitel 42
Quellenangabe
pfad/hoelderl/saemtged/saemtged.xml
typepoem
authorFriedrich Hölderlin
titleGedichte 1784 - 1800
publisherJ.G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger
seriesFriedrich Hölderlin: Sämtliche Werke, 6 Bände
volumeBand 1
year1946
correctorreuters@abc.de
senderwaltraud.lukasser@chello.at
created20130613
Schließen

Navigation:

An die Ehre

Einst war ich ruhig, schlummerte sorgenfrei
Am stillen Moosquell, träumte von Stellas Kuß –
Da riefst du, daß der Waldstrom stille
Stand und erbebte, vom Eichenwipfel –

Auf sprang ich, fühlte taumelnd die Zauberkraft,
Hin flog mein Atem, wo sie den Lieblingen
Die schweißbetraufte Stirn im Haine
Kühlend, die Eich und die Palme spendet.

Umdonnert, Meereswogen, die einsame
Gewagte Bahn! euch höhnet mein kühnes Herz,
Ertürmt euch, Felsen, ihr ermüdet
Nie den geflügelten Fuß des Sängers.

So rief ich – stürzt im Zauber des Aufrufs hin –
Doch ha! der Täuschung – wenige Schritte sinds!
Bemerkbar kaum! und Hohn der Spötter,
Freude der Feigen umzischt den Armen.

Ach! schlummert ich am murmelnden Moosquell noch,
Ach! träumt ich noch von Stellas Umarmungen.
Doch nein! bei Mana nein! auch Streben
Ziert, auch der Schwächeren Schweiß ist edel.

 << Kapitel 41  Kapitel 43 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.