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Gedichte 1784 - 1800

Friedrich Hölderlin: Gedichte 1784 - 1800 - Kapitel 16
Quellenangabe
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typepoem
authorFriedrich Hölderlin
titleGedichte 1784 - 1800
publisherJ.G. Cottasche Buchhandlung Nachfolger
seriesFriedrich Hölderlin: Sämtliche Werke, 6 Bände
volumeBand 1
year1946
correctorreuters@abc.de
senderwaltraud.lukasser@chello.at
created20130613
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Klagen

An Stella

Stella! ach! wir leiden viel! wann nur das Grab –
Komme! komme, kühles Grab! nimm uns beide!
Siehe Stellas Tränen, komme,
Kühles, ruhiges Grab.

O ihr Menschen! o so gerne wollt ich euch
Alle lieben, warm und treu! o ihr Menschen,
Sehet, diese Stella haßt ihr!
Gott vergebe es euch!

Reißt sie nur hinweg von mir! Quäler! ihr!
Ich will schweigen – Gott – Gott wird reden.
Lebe wohl – ich sterbe bald – O
Stella! Stella, vergiß mich.

Viele Wonnenaugenblicke gabst du mir –
Vater, Vater! bebt ich oft auf zum Ewgen,
Sieh, ich liebe sie so rein, dein Auge,
Vater, sieht ja mein Herz.

Stella! weinen werd ich bis ans Grab um dich,
Weinen, Stella, du um mich – weinen! aber
Am Gerichtstag will ichs sagen
Vorm versammelten Erdkreis:

Diese sinds, die Stella quälten – aber nein!
Gott im Himmel! nein! vergib diesen Quälern.
Laß mich sterben – oder tragen
Diese Leiden – mein Gott.

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