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Gedichte

Henrik Ibsen: Gedichte - Kapitel 41
Quellenangabe
typepoem
authorHenrik Ibsen
booktitleGedichte
titleGedichte
publisherS. Fischer Verlag
seriesHendrik Ibsen sämtliche Werke - Volksausgabe in fünf Bänden
volumeBand 1
editorJulius Elias, Paul Schlenther
year1907
translatorEmma Klingenfeld, Max Bamberger, Christian Morgenstern
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070807
projectid5966446a
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Aus meinem häuslichen Leben

Das Haus lag stille, die Gasse leer.
Ich blies in den dämmrigen Schimmer
Der Stube ein träumrisches Wolkenmeer:
Da zog es im Dampf der Havana einher,
Da kamen die Kinder ins Zimmer.

Mein flügelleicht Völkchen, ein wahrer Staat
Von munteren Mädchen und Jungen,
Mit frischen Backen, wie nach einem Bad.
Hei, ward da im Spiel jeder lockende Pfad
Der himmlischen Reiche gesprungen!

Doch als uns stieß just am tollsten der Bock,
Da mußte der Spiegel klirren,
Darin stand ein Gast, so steif wie ein Stock,
Mit blaugrauen Augen, geschlossenem Rock
Und in Filzschuhen, wenn wir nicht irren.

Da fiel's wie ein Alp auf den fröhlichen Kreis.
Eins lutscht an den Fingern befangen,
Ein anderes steht wie ein Zapfen Eis; –
Die Nähe von Fremden, wie männiglich weiß,
Verdutzt die gewecktesten Rangen.

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