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Gedichte

Henrik Ibsen: Gedichte - Kapitel 4
Quellenangabe
typepoem
authorHenrik Ibsen
booktitleGedichte
titleGedichte
publisherS. Fischer Verlag
seriesHendrik Ibsen sämtliche Werke - Volksausgabe in fünf Bänden
volumeBand 1
editorJulius Elias, Paul Schlenther
year1907
translatorEmma Klingenfeld, Max Bamberger, Christian Morgenstern
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070807
projectid5966446a
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Feldblumen und Topfpflanzen

»Mein Gott, wie ist Ihr Geschmack zu verstehn,
Wo haben Sie nur Ihre Augen!
Sie ist keine Schönheit, und, kritisch besehn,
Sie scheint mir nur wenig zu taugen.« –

Ich träfe den Ton mehr, ja, das ist wahr,
Der üblichen Tagesdramen,
Dafern ich mir kieste ein Exemplar
Aus dem Kreis der normalen Damen.

Wie prangt das doch auf dem Fensterbrett
Als Winterflora so zierlich;
Im kachelofengewärmten Bett
Seines Topfs, wie grünt das manierlich!

Und nach ihrem Winterschlaf, – wie nach der Schnur
Die Zweiglein im Blütenschmuck strahlen!
Ja, wär' ich vernünftig, ich eh'lichte nur
Aus der Mitte der vielen Normalen.

Du predigst, Muhme Vernunft, in den Wind!
Du machst aus mir keinen Frommern!
Bedenk, sie ist ein Feldblumenkind
Von sechzehn schimmernden Sommern!

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