Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Henrik Ibsen >

Gedichte

Henrik Ibsen: Gedichte - Kapitel 31
Quellenangabe
typepoem
authorHenrik Ibsen
booktitleGedichte
titleGedichte
publisherS. Fischer Verlag
seriesHendrik Ibsen sämtliche Werke - Volksausgabe in fünf Bänden
volumeBand 1
editorJulius Elias, Paul Schlenther
year1907
translatorEmma Klingenfeld, Max Bamberger, Christian Morgenstern
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070807
projectid5966446a
Schließen

Navigation:

Macht der Erinnerung

Hört, wißt ihr wohl, wie ein Bärenbändiger
Wird seines Tieres Vergeßlichkeit Endiger?

Er läßt es in einen Braukessel sitzen;
Drauf läßt er den Kessel mit Kohlen hitzen;

Indessen er voll erziehlichen Strebens
Ihm vordrehorgelt: »Freut euch des Lebens!«

Freund Petz zersticht es den Fuß wie mit Lanzen;
Er kann nicht mehr stehn, und so muß er denn tanzen.

Und kommt danach dies Lied in den Sinn ihm,
Flugs regt sich ein Teufel des Tanzens in ihm. –

Kam selbst einst in solch einen Kessel zu sitzen,
Bei voller Musik und beträchtlichen Hitzen.

Und dazumal sengte nicht nur mein Fell an;
Da brannte beinah schon der ganze Gesell an.

Und summt mir bisweilen dies Einst vor den Ohren,
So wird mir, als wollt' man von neuem mich schmoren.

Ich fühl's wie ein Stechen unter den Nägeln, –
Und da tanz' ich auch schon nach der Verskunst Regeln.

 << Kapitel 30  Kapitel 32 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.