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Gedichte

Henrik Ibsen: Gedichte - Kapitel 25
Quellenangabe
typepoem
authorHenrik Ibsen
booktitleGedichte
titleGedichte
publisherS. Fischer Verlag
seriesHendrik Ibsen sämtliche Werke - Volksausgabe in fünf Bänden
volumeBand 1
editorJulius Elias, Paul Schlenther
year1907
translatorEmma Klingenfeld, Max Bamberger, Christian Morgenstern
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070807
projectid5966446a
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An Professor Schweigård

(Lied der Studenten zu seinem Jubiläum)

Eine Wildnis, lag in dichten Forsten
         Unser Vaterland.
Fruchtlos von des Bauern Pflug geborsten
         Ward der Heide Sand.
Licht gebrach zumeist dem armen Boden,
         Warmer Sonne Trank; –
Und so zogen denn mit Äxten blank
         Wackre Männer, seinen Grund zu roden.

Da kam Leben in die morschen Recken
         Auf der Heide braun;
Strunk und Wurzel flammten, freie Strecken
         Luden, Korn zu baun.
Und als erst das Rodewerk geschehn war,
         Hob sich Haus an Haus,
Schlug ein Stamm von starken Männern aus, –
         Dem wohl auch ein Sänger gern gesehn war.

Ihr im Reich des Geistes wackre Roder,
         Deren einer du,
Euer Tagwerk schreckte Nacht und Moder
         Endlich aus der Ruh'.
Sonne sank durch sturzgeweihte Tannen,
         Als dein Beil erklang; –
Darum grüßt dich heute Hochgesang
         Dankender, die Licht durch dich gewannen.

Für dein reiches Wirken rings im Norden
         Saga Lohn dir beut;
Wir, als Söhne nur vom Geistesorden,
         Huldigen dir heut.
Lange glomm dein Auge, glanzgefeuchtet,
         Über unser Land; –
Und man sagt, der Saaten junger Stand
         Treibt am besten, wenn es wetterleuchtet.

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