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Gedichte

Henrik Ibsen: Gedichte - Kapitel 22
Quellenangabe
typepoem
authorHenrik Ibsen
booktitleGedichte
titleGedichte
publisherS. Fischer Verlag
seriesHendrik Ibsen sämtliche Werke - Volksausgabe in fünf Bänden
volumeBand 1
editorJulius Elias, Paul Schlenther
year1907
translatorEmma Klingenfeld, Max Bamberger, Christian Morgenstern
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20070807
projectid5966446a
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An die Thingmänner

(17. Mai 1860)

Männer, denket,
Was euch schenket
Saga, lehrenvoll!
Daß euch doch beschämte
Egil, der dem Jämte-
Jarl es lehrte,
Der ihm wehrte
Seinen Königszoll!

Egils Mannen
Flohn von dannen,
Doch der Alte blieb.
Mann um Mann sich wandte,
Da der Jämte spannte
Seine Sehne; –
Rings die Lehne
Rote Rosen trieb.

Schwarz zusammen
Zogen Flammen
Zorns des Alten Brau'n;
In des Feindes Kralle,
Schildlos in der Falle
Sitzt der Helde.
Saga, melde,
Was nun war zu schaun!

Bergwärts lief er,
Brach sich Schiefer,
Band mit Bast ihn gut
Um die Brust und schreitet,
Keiner ihn begleitet,
Seinem Ziel zu; –
Da zerfiel zu
Nichts des Jämten Mut.

Ehrfurchtsvoll er-
legt den Zoll er,
Reicht ihm Schild und Speer.
Freundlich scholl die Rede;
Met beschloß die Fehde.
Seither wollte,
Egil sollte
Fallen, keiner mehr. –

Freigeborne,
Volkserkorne,
Ihr, von Tal und Strand, –
Egils Erb' ist euer;

Laßt nun auch sein teuer
Angedenken
Streng euch lenken!
Steht, wie Er einst stand!

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