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Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst

Johann Joachim Winckelmann: Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst - Kapitel 11
Quellenangabe
typetractate
titleGedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst
authorJohann Joachim Winckelmann
year1969
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-008338-9
pages1-127
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1755
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Erläuterung der Gedanken
von der Nachahmung der griechischen Werke
in der Malerei und Bildhauerkunst;

und Beantwortung des Sendschreibens
über diese Gedanken.

Ich habe nicht geglaubet, daß meine kleine Schrift einiges Aufmerken verdienen, und Urteile über sich erwecken würde. Sie ist nur für einige Kenner der Künste geschrieben, und dieserwegen schien es überflüssig, ihr einen gewissen gelehrten Anstrich zu geben, den eine Schrift durch Anführungen von Büchern erhalten kann. Künstler verstehen, was man mit halben Worten von der Kunst schreibet, und da es der größte Teil unter ihnen vor »töricht hält« und halten muß, »auf das Lesen mehr Zeit zu wenden als auf das Arbeiten«, wie ein alter Redner lehret, so macht man, wenn man sie nichts Neues lehren kann, sich wenigstens durch die Kürze bei ihnen gefällig; und ich bin überhaupt der Meinung, da das Schöne in der Kunst mehr auf feine Sinnen und auf einen geläuterten Geschmack, als auf ein tiefes Nachdenken beruhet, daß des Neoptolemos Satz, »philosophiere; aber mit wenigen«, sonderlich in Schriften dieser Art zu beobachten sei.

Einige Stellen in meiner Schrift würden eine Erklärung annehmen, und da eines Ungenannten Erinnerungen über dieselbe an das Licht getreten sind, so wäre es billig, daß ich mich erklärte und zugleich antwortete. Die Umstände aber, in welchen ich mich bei meiner nahe bevorstehenden Reise befinde, verstatten mir weder dieses noch jenes nach meinen gemachten Entwurfe auszuführen. Von etlichen Bedenken wird auch der Verfasser des Sendschreibens, seiner Billigkeit gemäß, meine Antwort im voraus haben erraten können; nämlich keine Antwort zu erhalten. Ebenso ungerührt höre ich das Geschrei wider die Stücke vom Correggio an, von denen man gewiß weiß, daß sie nicht allein nach Schweden gekommen, sondern daß sie auch im königlichen Stalle zu Stockholm gehänget haben. Meine Verteidigung würde wenigstens nicht viel anders werden, als des Aemilius Scaurus seine wider den Valerius von Sucro war: »Dieser leugnet, ich bejahe; Römer! wem von beiden glaubt ihr?«

Im übrigen kann diese Nachricht noch weniger bei mir als bei den Herrn Grafen von Tessin selbst zum Nachteil der schwedischen Nation gedeutet werden. Ich weiß nicht, ob der belesene Verfasser der umständlichen Lebensbeschreibung der Königin Christina anders geurteilet hat; weil er uns ohne alle Nachricht gelassen über den Schatz von Gemälden, der von Prag nach Stockholm gebracht worden; über die gegen den Maler Bourdon bezeugte unerfahrne Freigebigkeit der Königin; und über den schlechten Gebrauch, den man von so berühmten Stücken des Correggio gemacht hat. In einer Reisebeschreibung durch Schweden von einem berühmten Manne in Diensten dieser Krone wird gemeldet, daß in Linköping ein mit sieben Dozenten versehenes Gymnasium, aber kein einziger Handwerker noch Arzt sei. Dieses könnte dem Verfasser übel gedeutet werden, und gleichwohl muß es nicht geschehen sein.

Über die Nachlässigkeiten in den Werken der griechischen Künstler würde ich mich bei erlaubter Muße umständlicher erkläret haben. Die Griechen kannten die gelehrte Nachlässigkeit; wie ihr Urteil über das Rebhuhn des Protogenes zeiget: aber man weiß auch, daß es der Maler ganz und gar ausgelöschet hat. Der Jupiter des Phidias aber war nach den erhabensten Begriffen der Gottheit, die alles erfüllet, gearbeitet; es war ein Bild wie des Homers Eris, die auf der Erde stand, und mit dem Kopf bis in den Himmel reichte; es war gleichsam nach dem Sinn der heiligsten Dichtkunst entworfen: »Wer kann ihn fassen etc.« Man ist so billig gewesen, dergleichen Freiheit, die sich Raffael genommen, von den natürlichen Verhältnissen in seinem Karton vom Fischzuge Petri abzugehen, zu entschuldigen, ja dieselbe nötig zu finden. Die Kritik über den Diomedes scheinet mir gründlich; aber deswegen nicht wider mich: Die Aktion desselben an und vor sich betrachtet, der edle Umriß und der Ausdruck werden allezeit unsern Künstlern ein großes Beispiel zur Nachahmung bleiben können: und weiter war der Diomedes des Dioskurides meiner Absicht nicht gemäß.

Meine Gedanken von der Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst betreffen vier Hauptpunkte. I. Von der vollkommenen Natur der Griechen. II. Von dem Vorzug ihrer Werke. III. Von der Nachahmung derselben. IV. Von der Griechen ihrer Art zu denken in Werken der Kunst, sonderlich von der Allegorie.

Den ersten Punkt habe ich wahrscheinlich zu machen gesuchet: bis zur völligen Überzeugung werde ich hier, auch mit den seltensten Nachrichten nicht gelangen können. Diese Vorzüge der Griechen scheinen sich vielleicht weniger auf die Natur selbst, und auf den Einfluß des Himmels, als auf die Erziehung derselben zu gründen.

Unterdessen war die glückselige Lage ihres Landes allezeit die Grundursach, und die Verschiedenheit der Luft und der Nahrung machte unter den Griechen selbst den Unterschied, der zwischen den Atheniensern und ihren nächsten Nachbarn jenseit des Gebürges war.

Die Natur eines jeden Landes hat ihren Eingebornen sowohl, als ihren neuen Ankömmlingen eine ihr einige Gestalt, und eine ähnliche Art zu denken gegeben. Die alten Gallier waren eine Nation, wie es die Franken aus Deutschland, ihre Nachkommen geworden sind. Die erste und blinde Wut in Angriffen war jenen schon zu Cäsars Zeiten ebenso nachteilig, wie es sich bei diesen in neuern Zeiten gezeiget hat. Jene hatten gewisse andere Eigenschaften, welche der Nation noch itzo eigen sind, und Kaiser Julian berichtet, daß zu seiner Zeit mehr Tänzer, als Bürger in Paris gewesen.

Die Spanier hingegen handelten allezeit behutsam und mit einem gewissen kalten Blute; und ebendadurch machten sie den Römern die Eroberung ihres Landes so schwer.

Man urteile, ob die Westgoten, Mauretanier, und andere Völker, die dieses Land überschwemmet, nicht den Charakter der alten Iberer angenommen haben. Man nehme die Vergleichung zu Hülfe, die ein berühmter Skribent bei einigen Nationen über die ehemaligen und jetzigen Eigenschaften derselben machet.

Ebenso würksam muß sich auch der Himmel und die Luft bei den Griechen in ihren Hervorbringungen gezeiget haben, und diese Wirkung muß der vorzüglichen Lage des Landes gemäß gewesen sein. Eine gemäßigte Witterung regierte durch alle Jahrszeiten hindurch, und die kühlen Winde aus der See überstrichen die wollüstigen Inseln im ionischen Meere, und die Seegestade des festen Landes; und vermutlich auch aus diesem Grunde waren im Peloponnes alle Orte an der See angeleget, wie Cicero aus des Dikaiarchos Schriften zu behaupten suchet.

Unter einem so gemäßigten, und zwischen Wärme und Kälte gleichsam abgewogenen Himmel spüret die Kreatur einen gleich ausgeteilten Einfluß desselben. Alle Früchte erhalten ihre völlige Reife, und selbst die wilden Arten derselben gehen in eine bessere Natur hinüber; so wie bei Tieren, welche besser gedeihen und öfter werfen. Ein solcher Himmel, sagt Hippokrates, bildet unter Menschen die schönsten und wohlgebildetesten Geschöpfe und Gewächse, und eine Übereinstimmung der Neigungen mit der Gestalt. Das Land der schönen Menschen, Georgien, beweiset dieses, welches ein reiner und heiterer Himmel mit Fruchtbarkeit erfüllet. Das Wasser allein soll so viel Anteil haben an unserer Gestalt, daß die Indianer sagen, es könne keine Schönheiten geben in Ländern, wo kein gut Wasser sei; und das Orakel selbst gibt dem Wasser der Arethusa die Würkung, schöne Menschen zu machen.

Mich deucht, man könne auch aus der Sprache der Griechen auf die Beschaffenheit ihrer Körper urteilen. Die Natur bildet bei jedem Volke die Werkzeuge der Sprache nach dem Einflusse des Himmels in ihren Ländern, also daß es Geschlechter gibt, welche wie die Troglodyten mehr pfeifen als reden, und andere, die ohne Bewegung der Lippen reden können. Die Phasianer in Griechenland hatten, wie man es von den Engländern sagt, einen heiseren Laut.

Unter einem rauchen Himmel werden harte Töne formiert, und die Teile des Körpers, welche hierzu dienen, haben nicht die feinsten sein dürfen.

Der Vorzug der griechischen vor allen bekannten Sprachen ist unstreitig: ich rede hier nicht von dem Reichtume, sondern von dem Wohlklange derselben. Alle nordische Sprachen sind mit Konsonanten überladen, welches ihnen oftmals ein unfreundliches Wesen gibt. In der griechischen Sprache hingegen sind die Vokalen mit jenen dergestalt abgewechselt, daß ein jeder Konsonant seinen Vokalen hat, der ihn begleitet: zwei Vokalen aber stehen nicht leicht bei einem Konsonant, daß nicht sogleich durch die Zusammenziehung zwei in einem sollten gezogen werden. Das Sanfte der Sprache leidet nicht, daß sich eine Silbe mit den drei rauhen Buchstaben (ΘΦΧ) endige, und die Verwechselung der Buchstaben, die mit einerlei Werkzeug der Rede gebildet werden, hatte füglich statt, wenn dadurch der Härte des Lauts konnte abgeholfen werden. Einige uns scheinbar harte Worte können keinen Einwurf machen, da wir die wahre Aussprache der griechischen sowenig als der römischen Sprache wissen. Dieses alles gab der Sprache einen sanften Fluß, machte den Klang der Worte mannigfaltig, und erleichterte zu gleicher Zeit die unnachahmliche Zusammensetzung derselben. Ich will nicht anführen, daß allen Silben auch im gemeinen Reden ihre wahre Abmessung konnte gegeben werden, woran sich in den abendländischen Sprachen nicht gedenken läßt. Sollte man nicht aus dem Wohlklange der griechischen Sprache auf die Werkzeuge der Sprache selbst schließen können? Man hat daher einiges Recht zu glauben, Homer verstehe unter der Sprache der Götter die griechische, und unter der Sprache der Menschen die phrygische.

Der Überfluß der Vokalen war vornehmlich dasjenige, was die griechische Sprache vor andern geschickt machte, durch den Klang und durch die Folge der Worte aufeinander die Gestalt und das Wesen der Sache selbst auszudrücken. Zwei Verse im Homer machen den Druck, die Geschwindigkeit, die verminderte Kraft im Eindringen, die Langsamkeit im Durchfahren, und den gehemmten Fortgang des Pfeils, welchen Pandaros auf den Menelaos abschoß, sinnlicher durch den Klang als durch die Worte selbst. Man glaubt den Pfeil wahrhaftig abgedruckt, durch die Luft fahren, und in den Schild des Menelaos eindringen zu sehen.

Die Beschreibung des von Achilles gestellten Haufens seiner Myrmidonen, wo Schild an Schild, und Helm an Helm, und Mann an Mann schloß, ist von dieser Art, und die Nachahmung derselben ist allezeit unvollkommen geraten. Ein einziger Vers enthält diese Beschreibung; man muß ihn aber lesen, um die Schönheiten zu fühlen. Der Begriff von der Sprache würde bei dem allen unrichtig sein, wenn man sich dieselbe als einen Bach, der ohne alles Geräusch (eine Vergleichung über des Plato Schreibart) vorstellen wollte; sie wurde ein gewaltiger Strom, und konnte sich erheben, wie die Winde, die des Ulysses Segel zerrissen. Nach dem Klange der Worte, die nur einen drei- oder vierfachen Riß beschrieben, scheinet das Segel in tausend Stücke zu platzen. Aber außer einem so wesentlichen Ausdrucke fand man dergleichen Worte hart und unangenehm.

Eine solche Sprache erforderte also feine und schnelle Werkzeuge, für welche die Sprachen anderer Völker, ja die römische selbst nicht gemacht schienen; so daß sich ein griechischer Kirchenvater beschweret, daß die römischen Gesetze in einer Sprache, die schrecklich klinge, geschrieben wären.

Wenn die Natur bei dem ganzen Baue des Körpers, wie bei den Werkzeugen der Sprache verfähret, so waren die Griechen aus einem feinen Stoffe gebildet; Nerven und Muskeln waren aufs empfindlichste elastisch, und beförderten die biegsamsten Bewegungen des Körpers. In allen ihren Handlungen äußerte sich folglich eine gewisse gelenksame und geschmeidige Gefälligkeit, welche ein munteres und freudiges Wesen begleitete. Man muß sich Körper vorstellen, die das wahre Gleichgewicht zwischen dem Mageren und Fleischigten gehalten haben. Die Abweichung auf beiden Seiten war den Griechen lächerlich, und ihre Dichter machen sich lustig über einen Kinesias, einen Philetas, und über einen Agorakritos.

Dieser Begriff von der Natur der Griechen könnte dieselben vielleicht als Weichlinge vorstellen, die durch den zeitigen und erlaubten Genuß der Wollüste noch mehr entkräftet worden sind. Ich kann mich hierauf durch des Perikles Verteidigung der Athenienser gegen Sparta, in Absicht ihrer Sitten, einigermaßen erklären, wenn mir erlaubt ist, dieselbe auf die Nation überhaupt zu deuten: Denn die Verfassung in Sparta war fast in allen Stücken von der übrigen Griechen ihrer verschieden. »Die Spartaner«, sagt Perikles, »suchen von ihrer Jugend an durch gewaltsame Übungen eine männliche Stärke zu erlangen; wir aber leben in einer gewissen Nachlässigkeit, und wir wagen uns nichtsdestoweniger in ebenso große Gefährlichkeiten; und da wir mehr mit Muße, als mit langer Überdenkung der Unternehmungen, und nicht sowohl nach Gesetzen, als durch eine großmütige Freiwilligkeit der Gefahr entgegengehen, so ängstigen wir uns nicht über Dinge, die uns bevorstehen, und wenn sie wirklich über uns kommen, so sind wir nicht weniger kühn, sie zu ertragen, als diejenigen, welche sich durch eine anhaltende Übung dazu anschicken. Wir lieben die Zierlichkeit ohne Übermaße und die Weisheit ohne Weichlichkeit. Unser Vorzügliches ist, daß wir zu großen Unternehmungen gemacht sind«.

Ich kann und will nicht behaupten, daß alle Griechen gleich schön gewesen sind: unter den Griechen vor Troja war nur ein Thersites. Dieses aber ist merkwürdig, daß in den Gegenden, wo die Künste geblühet haben, auch die schönsten Menschen gezeuget worden. Theben war unter einem dicken Himmel gelegen, und die Einwohner waren dick und stark, auch nach des Hippokrates Beobachtung über dergleichen sumpfigte und wäßrigte Gegenden. Es haben auch die Alten schon bemerket, daß diese Stadt, außer dem einzigen Pindaros, ebensowenig Poeten und Gelehrte aufzeigen können, als Sparta, außer dem Alkman. Das attische Gebiet hingegen genoß einen reinen und heitern Himmel, welcher feine Sinne würkte, (die man den Atheniensern beileget,) folglich diesen proportionierte Körper bildete; und in Athen war der vornehmste Sitz der Künste. Ebendieses ließe sich erweisen von Sikyon, Korinth, Rhodos, Ephesos usw. welches Schulen der Künstler waren, und wo es also denselben an schönen Modellen nicht fehlen konnte. Den Ort, welcher in dem Sendschreiben aus dem Aristophanes zum Beweise eines natürlichen Mangels bei den Atheniensern angeführet worden, nehme ich, wie er muß genommen werden. Der Scherz des Poeten gründet sich auf eine Fabel vom Theseus. Mäßig völlige Teile an dem Orte, wo

sedet aeternumque sedebit
Infelix Theseus, Verg.

waren eine attische Schönheit. Man sagt, daß Theseus aus seinem Verhafte bei den Thesprotiern nicht ohne Verlust der Teile, von welchen geredet wird, durch den Herkules befreiet worden, und daß er dieses als ein Erbteil auf seine Nachkommen gebracht habe. Wer also beschaffen war, konnte sich rühmen, in gerader Linie von dem Theseus abzustammen, so wie ein Geburtsmal in Gestalt eines Spießes einen Nachkommen von den Spartis bedeutete. Man findet auch, daß die griechischen Künstler an diesem Orte die Sparsamkeit der Natur bei ihnen, nachgeahmet haben.

In Griechenland selbst war unterdessen allezeit derjenige Stamm von der Nation, in welcher sich die Natur freigebig, doch ohne Verschwendung erzeigte. Ihre Kolonien in fremde Länder hatten beinahe das Schicksal der griechischen Beredsamkeit, wenn diese aus ihren Grenzen ging. »Sobald die Beredsamkeit«, sagt Cicero, »aus dem atheniensischen Hafen auslief, hat sie in allen Inseln, welche sie berühret hat, und in ganz Asien, welches sie durchzogen ist, fremde Sitten angenommen, und ist völlig ihres gesunden attischen Ausdrucks, gleichsam wie ihrer Gesundheit, beraubet worden«. Die Ionier, welche Neleus nach der Wiederkunft der Herakliden aus Griechenland nach Asien führete, wurden unter dem heißeren Himmel noch wollüstiger. Ihre Sprache hatte wegen der gehäuften Vokalen in einem Worte, noch mehr Spielendes. Die Sitten der nächsten Inseln waren unter einerlei Himmelstrich von den ionischen nicht verschieden. Eine einzige Münze der Insel Lesbos kann hier zum Beweise dienen. In der Natur ihrer Körper muß sich also auch eine gewisse Abartung von ihren Stammvätern gezeiget haben.

Noch eine größere Veränderung muß unter entfernteren Kolonien der Griechen vorgegangen sein. Diejenige, welche sich in Afrika, in der Gegend Pithicussa niedergelassen hatten, fingen an die Affen so ernstlich als die Eingebornen anzubeten; sie nenneten ihre Kinder sogar nach diesem Tiere.

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