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Fromme Lieder

Julius Sturm: Fromme Lieder - Kapitel 78
Quellenangabe
typepoem
authorJulius Sturm
titleFromme Lieder
publisherF. A. Brockhaus
printrunSechste Auflage
year1867
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150618
projectid7a04ff4d
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Streitlied

Wie sie höhnen, wie sie spotten,
Drohend sich zusammenrotten,
Du, mein Geist, sei unverzagt!
Wehe, wer nicht treu zur Seite
Seinem König bleibt im Streite
Und sein Alles für ihn wagt.

Muth, nur Muth! Es wird gelingen,
Wag' es mit der Welt zu ringen,
Du bist stärker als die Welt.
Brauche deine heil'ge Wehre,
Von des Wortes scharfem Speere
Wurden Tausende gefällt.

Machtlos sind die falschen Götter,
Und der Muth der frechen Spötter
Ist nur eitel Rauch und Dampf.
Wenn sie dich gerüstet schauen,
Ueberfällt sie schnell ein Grauen,
Und sie fliehen vor dem Kampf.

Denn es sind die Söldnerhaufen,
Die sich an die Welt verkaufen,
Schlecht gerüstet, schlecht bewehrt.
Mag auch Helm und Panzer gleißen,
Innen fraß der Rost das Eisen,
Stumpf und schartig ist ihr Schwert.

Auf! und du wirst sie vertreiben
Und es muß der Sieg dir bleiben,
Ihnen aber Schmach und Spott;
Und dein König wird's bezeugen,
Daß du ihm in Treue eigen,
Und die Palme reicht dir Gott.

*

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