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Fromme Lieder

Julius Sturm: Fromme Lieder - Kapitel 11
Quellenangabe
typepoem
authorJulius Sturm
titleFromme Lieder
publisherF. A. Brockhaus
printrunSechste Auflage
year1867
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150618
projectid7a04ff4d
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Sorge nicht!

Herz, laß dein Sorgen sein,
Sorgen schafft Angst und Pein,
Und frommt doch nicht;
Vertrau' auf Gott den Herrn,
Sein' Hülf' ist dir nicht fern,
Gott schlummert nicht.

Sieh nur die Lilien an,
Wer hat sie angethan
Mit solcher Zier?
Gott webt zu aller Zeit
Ihnen das Feierkleid,
Webt es auch dir.

Nimm doch der Vöglein wahr,
Die, aller Sorgen bar,
So fröhlich sind:
Gott nährt sie spät und früh;
Bist du nicht mehr als sie,
Nicht Gottes Kind?

Gotteskind, hörst du nicht,
Wie so vernehmlich spricht
Dein Jesus Christ?
»Herz, laß dein Sorgen sein,
Trachte nach dem allein,
Was droben ist.«

*

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