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Friedrich der Große

Franz Kugler: Friedrich der Große - Kapitel 23
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authorFranz Kugler
titleFriedrich der Große
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Dreiundzwanzigstes Capitel.

Politische Verhältnisse bis zum siebenjährigen Kriege.

Durch die Friedensschlüsse von Dresden und von Aachen war Ruhe über Europa zurückgekehrt; aber es war die Ruhe eines schwülen Sommertages. Trübe Dünste umzogen den Horizont, hier und dort stiegen drohende Wolken empor, von allen Seiten hörte man das dumpfe Gemurmel des Donners; – plötzlich hatten sich die Wolken zum finstern Knäuel zusammengeballt, und auf's Neue, aber furchtbarer als zuvor, brach der verheerende Sturm los.

Vor Allem war es die Eifersucht der übrigen Rangmächte auf Preußen, was zu einer solchen Umdüsterung der öffentlichen Verhältnisse Anlaß gab. Man konnte sich nicht darein finden, daß Friedrich, während man die Königswürde seiner beiden Vorgänger als eine unschädliche Spielerei betrachtet hatte, nun auch die ganze Bedeutung dieser Würde in's Leben einführte. Man fand es unangemessen, daß der »Markgraf von Brandenburg« – denn immer noch liebte man es, spottweise gerade diesen Titel zu gebrauchen – sich einen entscheidenden Einfluß auf die europäischen Angelegenheiten errungen und dadurch die Stellung der seitherigen Großmächte in manchen Beziehungen wesentlich verändert hatte. Man hielt sich überzeugt, daß Friedrich bei dem einmal Erworbenen nicht stehen bleiben werde, sondern fort und fort, zum Nachtheil seiner Nachbarn und zum Nachtheil der bestehenden Verhältnisse, nur auf neue Vergrößerung seines Reiches sinne. Zu alledem kam endlich mancherlei persönlicher Widerwille, sodaß die Eifersucht und die Besorgniß sich hier und dort zu offenem Hasse steigerten.

Maria Theresia hatte Schlesien nicht vergessen können. Die steigende Blüthe des Landes unter der preußischen Regierung, die bedeutend vermehrten Einkünfte, die es Friedrich darbot, machten in ihren Augen den Verlust nur empfindlicher. Ihre religiöse Ueberzeugung fand sich in dem Gedanken, das Land in der Gewalt des »ketzerischen« Preußenkönigs zu wissen, tief verletzt. Auch jetzt noch betrachtete sie ihre Verzichtleistung auf Schlesien nur als eine Handlung, zu der sie, unfreiwillig, durch den gebieterischen Drang der äußern Umstände gezwungen worden sei. Sie dachte nur darauf, wie sie es möglich machen könne, das Verlorne dereinst mit besseren Kräften wieder zurück zu fordern. Aber sie ließ es nicht bei müßigem Grübeln bewenden. Mit männlicher Tüchtigkeit sorgte sie dafür, daß die innern Kräfte ihres Reiches erstarkten und daß sie durch enge Verbindung mit andern Staaten noch eine größere Furchtbarkeit gewann. Im Haushalt des Staates wußte sie so vortreffliche Einrichtungen zu treffen, daß, trotz der verschiedenen Einbußen, welche ihr Reich erlitten, ihre Einkünfte in kurzer Frist höher stiegen, als es unter ihrem Vater, Kaiser Karl VI., der Fall gewesen war. Unablässig, selbst mit persönlicher Theilnahme, war sie für die verbesserte Einrichtung, für die Ausbildung, für die gründliche Uebung ihres Heeres bemüht, so daß dasselbe bald geeignet war, ihr ein festeres Vertrauen einzuflößen. Unter den Beamten, die sie in diesen Bestrebungen förderlich unterstützten, waren besonders der Graf von Daun, der im Jahr 1754 Generalfeldmarschall wurde, und der Graf von Kaunitz, den sie um dieselbe Zeit zu ihrem Staatskanzler ernannte, von einflußreicher Bedeutung. Kaunitz begegnete seiner Herrin in ihrem Hasse gegen Friedrich, und er wußte die sichersten Mittel anzugeben, um dem erwünschten Ziele näher zu kommen. Er leitete mit großer Kunst die wichtigsten Staatsverträge ein. Nur der Gemahl der Maria Theresia, der Kaiser selbst, war ohne Bedeutung. An der Verwaltung der eigentlich österreichischen Angelegenheiten nahm er keinen Theil. Seine Hauptthätigkeit bestand in Geldgeschäften, wozu er ein gutes Talent besaß; er ging in dieser einseitigen Thätigkeit sogar so weit, daß er, als der neue Krieg zwischen Oesterreich und Preußen ausgebrochen war, zu Anfange selbst an Friedrich Lieferungen für Geld machte.

Sachsen, besonders der Graf Brühl, war nach dem Schlusse des Dresdner Friedens ebenfalls in derselben feindlichen Stimmung, wie früher, gegen Friedrich geblieben. Doch ward das Kurfürstenthum, durch die Gefahr seiner äußern Lage gegen die preußischen Staaten, zu behutsamen Schritten genöthigt. In Rußland war die Stimmung, sowohl der Kaiserin Elisabeth, als ihres allvermögenden Ministers Bestuscheff, Friedrich nicht minder ungünstig. Dies war von der österreichischen Politik schnell benutzt worden und schon im Jahr 1746 war zwischen beiden Mächten ein Vertheidigungs-Bündniß zu Stande gekommen; ein geheimer Artikel dieses Tractates besagte aber zugleich, daß, wenn Friedrich eine der beiden Mächte angreifen würde, er sein Recht auf Schlesien verwirkt haben solle und man unverzüglich dazu schreiten würde, dasselbe für Oesterreich wieder zu gewinnen. Sachsen ward zum Beitritt zu dieser Verbindung eingeladen und bezeigte sich sehr bereit dazu; doch berief es sich dabei wiederholt auf die Gefahr seiner Stellung, und so bestand man nicht weiter auf förmlichen Beitritt; der Gesinnungen des sächsischen Hofes war man durch genügende Zeugnisse versichert. Oesterreich und Sachsen aber ließen es sich besonders angelegen sein, Rußland immer mehr gegen Preußen aufzureizen; sie fanden dafür einen sehr wohl zubereiteten Boden. Friedrich hatte über den wenig ehrenvollen Charakter der russischen Kaiserin und ihres Ministers wohl manch ein beißendes Wort fallen lassen, das von geschäftigen Händen schnell hinübergetragen war; eine Menge von Erdichtungen und Verläumdungen kam hinzu, und endlich, im Jahre 1753, brachte man es dahin, daß es im russischen Staatsrate förmlich ausgesprochen ward, Preußen sei selbst in dem Falle anzugreifen, wenn einer der russischen Verbündeten den ersten Angriff mache.

Für einen solchen Entschluß hatten, neben jenen Ränken, auch die englischen Guineen vortheilhaft mitgewirkt. Das Verhältniß Oesterreichs zu England war zwar bereits loser geworden, da die erstere Macht die Schuld der Abtretungen, zu denen sie genöthigt worden war, vorzüglich auf England schob. Aber England stand seit früherer Zeit mit Rußland im Bunde, und jetzt glaubte es ebenfalls, sich durch solche Verbindung gegen Preußen verstärken zu müssen, vornehmlich deßhalb, weil es Preußen noch als den Bundesgenossen von Frankreich betrachtete. Zwischen Frankreich und England aber drohte, wegen gewisser Streitigkeiten in Nordamerika, ein Seekrieg auszubrechen, und in diesem Falle wünschte man nichts mehr, als Hannover gegen einen Angriff von preußischer Seite geschützt zu wissen.

Friedrich war nicht ohne Kunde über all diese Umtriebe geblieben. Der russische Thronfolger war sein feuriger Bewunderer und hatte ihm manche wichtige Nachricht aus Rußland mitgetheilt, ohne jedoch selbst, da er von der Kaiserin absichtlich zurückgesetzt ward, in die russischen Verhältnisse wirksam eingreifen zu können. Noch manche andre Kanäle hatte sich Friedrich geöffnet, um zur Kenntniß jener geheimen Verhandlungen zu kommen; besonders wichtig war es, daß er durch den Verrath eines sächsischen Kabinetskanzellisten Abschriften der sämmtlichen Verhandlungen, die zwischen Sachsen und den Kaiserhöfen von Wien und Petersburg Statt fanden, zugesandt erhielt. So konnte er, bei näherem Andringen der Gefahr, seine vollständigen Maßregeln treffen. Vorerst aber schaute er noch heitern Muthes in das verworrene Getriebe. Er schrieb – im Jahre 1753, eben als jener phantastische Bericht über das große Manoeuvre bei Spandau erschien – seine anonymen »Briefe an das Publicum,« in welchem er die diplomatischen Umtriebe der Zeit aus ergötzliche Weise parodirte. Der Berliner Hof, so berichtete er in diesen Briefen, hätte sich geweigert, bei seinen Festen die Menuets eines Musikanten aus Aix spielen zu lassen, da er lieber nach eigenen Tönen tanze; darauf hätten sich allerlei barbarische Staaten des Musikanten angenommen, es seien Bündnisse und Gegenbündnisse geschlossen worden, und es sei der fürchterlichste Krieg zu erwarten. Voltaire meinte damals, in resignirter Selbstgefälligkeit, Friedrich habe die Briefe nur geschrieben, um zu beweisen, daß er seiner Hülfe entbehren könne; und allerdings sieht man sehr deutlich, daß, wer eine so überaus anmuthige, eine so classische Satire, wie diese Briefe in der That enthalten, zu schreiben wußte, selbst eines Voltaire nicht bedurfte. Aber Friedrich hatte dabei wohl mehr im Sinn, als den französischen Poeten.

Indeß sah England sehr wohl ein, daß es beim Ausbruch eines Krieges mit Frankreich, ungleich vortheilhaftere Resultate gewinnen würde, wenn es den Frieden auf dem festen Lande erhalte, und daß im Gegentheil Oesterreichs Bemühungen nur dahin gingen, einen solchen Krieg, gegen Friedrich, zu erregen. Auch erkannte es, daß Friedrich ebenso nur den Frieden wünsche; denn in der That strebte dieser, dem der Ruhm und der Erwerb der ersten Kriege durchaus genügten, auf keine Weise, Gelegenheit zum Bruche mit seinen Nachbarn zu geben. Auch gab er davon, schon gegen Ende des Jahres 1754, an Frankreich ein hinlängliches Zeugniß, als er von dort zu einer Unternehmung gegen Hannover aufgefordert ward. »Es giebt dabei,« so ward dem preußischen Gesandten in Paris gesagt, »etwas zu plündern: der Schatz des Königs von England ist gut gefüllt, der König von Preußen braucht ihn nur wegzunehmen.« Friedrich hatte darauf antworten lassen, daß man dergleichen Anträge vielleicht sehr schicklich bei Andern vorbringe, daß er aber bitte, einen Unterschied unter den Personen zu machen. Auf solche Gesinnung versuchte England eine Annäherung an Friedrich, um ein freundschaftliches Verhältniß zu Stande zu bringen, und die beiderseitigen Interessen begegneten sich so wohl, daß am 16. Januar 1756 ein wirkliches Schutzbündnis zwischen beiden Mächten geschlossen ward. Dabei hatte man freilich sehr bestimmt darauf gerechnet, und die Cabalen am russischen Hofe hatten es zu bestätigen geschienen, daß Rußland auf Englands, somit auch auf Preußens Seite treten würde.

In den Tagen, als der Abschluß dieses Bündnisses erfolgte, war ein neuer französischer Gesandter bei Friedrich anwesend, der ihm den Antrag zur Erneuerung jenes früheren Bündnisses mit Frankreich, das eben jetzt zu Ende lief, antrug und ihm als Lohn die Oberherrschaft über – die Insel Tabago in Westindien verhieß. Den letzteren, stark abenteuerlichen Vorschlag nahm Friedrich nur als einen Scherz auf; im Uebrigen sprach er seine Absicht aus, daß er entschieden nur den Frieden erhalten wolle und daß er aus diesem Grunde jenes Schutzbündniß mit England geschlossen habe. Durch diese Erklärung aber fand sich der französische Hof empfindlich gekränkt, und man beklagte sich laut über die »Abtrünnigkeit« des preußischen Königs.

Dies führte schnell zu einer Verbindung zwischen Frankreich und Oesterreich. Schon lange hatte Kaunitz, die laue Stimmung Englands berücksichtigend, mit kluger Geschicklichkeit auf ein solches Ziel hingesteuert und Alles dazu vorbereitet. Schon gleich nach dem Frieden von Aachen hatte er Anträge solcher Art gemacht die zunächst zwar von dem französischen Ministerium zurückgewiesen wurden, die aber, als man sie wiederholte, wenigstens dem Gedanken an die Möglichkeit einer solchen Umwälzung der Politik Raum gaben. Wirksamer wurden diese Anträge, als Kaunitz die Maitresse des Königs von Frankreich, die Marquise Pompadour, dafür gewann. Sie mußte Friedrich hassen, denn er hatte es im königlichen Sinne verschmäht, sich um die Hochachtung der Buhlerin zu bewerben. Sein Gesandter war es allein, der ihr, unter allen fremden Ministern, nicht die Aufwartung machte. Voltaire hatte an Friedrich, als er 1750 nach Sanssouci kam, zarte Grüße von Seiten der Marquise mitgebracht; Friedrich aber hatte trocken geantwortet: »Ich kenne sie nicht.« Ueberhaupt verachtete er die ganze französische Maitressenregierung, und er pflegte die Epochen derselben, je nach den verschiedenen regierenden Unterröcken, in »Cotillon 1., 2., 3.« abzutheilen. Daß auch König Ludwig XV. selbst keine sonderlich freundschaftlichen Gefühle für Friedrich hegte, ist schon früher bemerkt worden. Dagegen war von österreichischer Seite Alles geschehen, um die Gunst der Alles vermögenden Marquise zu gewinnen. Sogar Maria Theresia opferte ihren hehren Stolz der Rache gegen Friedrich in solchem Maße, daß sie es über ihr Herz gewann, die Buhlerin in freundschaftlichen Briefen als »Prinzessin,« »Cousine,« »theuerste Schwester« anzureden. Der Letzteren aber lag persönlich Alles am Kriege, indem sie nur dadurch ihre Creaturen einflußreich genug machen konnte und die europäischen Mächte, wenn die Politik einmal an ihre Person geknüpft war, auch dafür sorgen mußten, daß jede Nebenbuhlerin aus der Nähe des Königs entfernt blieb. So waren schon im Herbste 1755, auf einem Lustschlosse der Pompadour, förmliche Conferenzen gehalten worden, die nun, am 9. Mai 1756, zu einem Schutzbündniß zwischen Frankreich und Oesterreich führten, welches dem englisch-preußischen entgegengesetzt wurde.

In Bezug auf Rußland aber hatten England und Preußen sich einer falschen Voraussetzung hingegeben. Das Gewicht der englischen Guineen war nicht so stark wie der Haß der Kaiserin und ihres Ministers gegen Friedrich, und wie die Bestrebungen, die von österreichischer Seite angewandt wurden. Mit Preußen wollte es keine Verbindung; so brach es jetzt auch mit England und trat zur Gegenpartei. Endlich, um die Zahl der Feinde noch weiter zu vermehren, war in Schweden eine Staatsumwälzung ausgebrochen, welche alle Macht in die Hände des vom französischen Gelde abhängigen Reichsrathes gab. Friedrich's Schwester Ulrike, die jetzige Königin von Schweden, war hierdurch, ebenso wie ihr Gemahl, aller Macht und alles Einflusses beraubt worden.

Der Seekrieg zwischen England und Frankreich war inzwischen ausgebrochen. Gleichzeitig wurden große Rüstungen in der Nähe der preußischen Grenzen vorgenommen. In Böhmen wurden ungewöhnliche Massen von Truppen zusammengezogen, Magazine angelegt und andre Einrichtungen getroffen, die nur bei kriegerischen Unternehmungen Statt finden. In Liefland sammelte sich ein bedeutendes russisches Heer. Friedrich wußte durch jene geheimen Kanäle, daß diese Rüstungen nur ihm gelten sollten, daß sie zwar noch nicht so weit gediehen waren, um einen Angriff schon in diesem Jahre befürchten zu lassen, daß sie aber noch bedeutend, namentlich durch ein großes Heer in dem noch ungerüsteten Sachsen, vermehrt werden sollten, und daß die Feinde nichts weiter wünschten, als ihn zum Angriffe zu reizen, damit sie den Schein des Rechts auf ihrer Seite hätten. Seine eignen Anstalten waren so, daß er jeden Augenblick zum Kriege fertig sein konnte; es stand bei ihm, seinen Gegnern unverzüglich zuvorzukommen, aber er wollte wenigstens das letzte Mittel zur Erhaltung des Friedens anwenden. Er ließ also, am 26. Juli 1756, die Kaiserin von Oesterreich um eine offene Erklärung über den Zweck ihrer Rüstungen ersuchen. Die Antwort, die Kaunitz der Kaiserin in den Mund legte, lautete dahin, »daß in der starken Krisis, worin sich ganz Europa befinde, ihre Pflicht und die Würde ihrer Krone erfordere, hinreichende Maßregeln zu ihrer eignen und zu ihrer Verbündeten Sicherheit zu ergreifen.« Die Erklärung war absichtlich mit so dunkeln Worten gegeben, damit man ungehindert in den Rüstungen fortfahren könne. Friedrich erbat sich nun, am 2. August, einen deutlicheren Bescheid und die ausdrückliche Zusicherung, daß er weder in diesem noch in dem nächsten Jahre werde angegriffen werden. Aber auch hierauf erfolgten nur ausweichende Redensarten und die verlangte Zusicherung ward ganz übergangen. Noch einmal fragte Friedrich in Wien an, da ward aber alle fernere Erklärung auf eine ungestüme, schnöde und stolze Art ganz abgeschlagen. Friedrich betrachtete diese dreimalige Weigerung als eine Kriegserklärung, und er beschloß, die Frist des Jahres noch schnell zu benutzen, damit die Gegner ihn nicht mit überlegener Kraft überfallen möchten.

Als der Krieg ausgebrochen war, sandte Voltaire eine poetische Epistel an Friedrich, worin er ihm dafür, daß er auf's Neue den Brand des Krieges angefacht, – denn so stellten es natürlich die Gegner dar, – den ganzen Untergang seines Ruhmes, den er als Held und als Weiser errungen, verkündete. Friedrich antwortete, ebenfalls in Versen, daß er wahrlich das Glück des Friedens dem Kriege vorziehe, daß er aber auch die Pflicht kenne, die das Schicksal ihm auferlegt. Voltaire, so fährt er fort, möge sich in sicherer Zurückgezogenheit der Ruhe des Weisen freuen; dann schließt er mit den Worten:

Doch ich, umdräuet von Verderben,
Muß kühn dem Sturm entgegen zieh'n.
Als König denken, leben, sterben!

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