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Frau Sorge

Hermann Sudermann: Frau Sorge - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
booktitleFrau Sorge
authorHermann Sudermann
year1997
publisherUllstein Verlag
addressBerlin
isbn3-548-24168-9
titleFrau Sorge
pages3-237
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1887
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16

Der Winter kam und verging... Die Heide schneite ein und grünte wieder... Die Ranunkeln hoben ihre goldigen Häupter... der Wacholder trieb seine zarten Sprossen, und vom blauen Himmel herab tönte Lerchengewirbel.

Nur in dem düsteren Heidehaus wollte es noch immer nicht Frühling werden. Wohl hatte Paul es möglich gemacht, das Korn zur Aussaat zu beschaffen, auch erhob sich bereits ein hölzerner Bau auf der Trümmerstätte, aber die Hoffnung auf bessere Zeiten war immer noch nicht eingekehrt. Dumpf und freudlos tat er seine Pflicht, und tiefer und tiefer gruben sich die Furchen in seine Stirn. Mehr denn je grübelte er in sich hinein, und die Sorge, einen Meineid geleistet zu haben, lastete schwer auf ihm.

Wohl Monate vergingen, ehe er sich klar wurde, daß sein Grämen nichts weiter war als müßige Tüftelei, die seinem verängstigten wortklauberischen Sinne entsprungen war. Er überlegte sich genau die Frage, die der Präsident an ihn gerichtet hatte, und fand, daß er nicht anders hätte antworten können. Es war ja in der Tat das erste Mal gewesen, daß er in den fremden Garten gedrungen war; was einst in einer wonnigen Mondennacht diesseits des Zaunes geschehen, was ging das die Herren vom Gerichte an?

»Nein, ein Meineidiger bin ich nicht«, sprach er zu sich, »ich bin nur ein Feigling, ein Pinsel, der vor dem bloßen Schatten einer Tat zurückschreckt. Hätte ich nicht stolz und freudig den falschen Eid schwören müssen um Elsbeths willen? Dann wäre ich doch etwas, dann hätte ich doch irgendwas getan, während ich nun stumpf und mutlos dahinlebe, ein Knecht und weiter nichts.«

Und in dem Hirne dieses Musterknaben stieg der glühende Wunsch auf, ein großer Verbrecher zu sein, nur weil es ihn drängte, sein Ich zu bestätigen. Die beiden Stunden, da er auf dem Dach und vor den Schranken gestanden, galten ihm jetzt als der Inbegriff irdischer Glückseligkeit, und je mehr er arbeitete und schuf, desto träger und nutzloser erschien er sich nun.

Der Vater war noch immer an seinen Tragestuhl gefesselt, den er allem Anschein nach nicht mehr verlassen sollte, denn das gebrochene Bein war schlecht geheilt. Mürrisch und müßig saß er in seinem Winkel, blätterte stumpfsinnig in einem alten Kalender und schalt auf jeden, der ihm in den Weg kam. Nur vor Paul hegte er eine Art widerwilligen Respektes, er grollte in sich hinein, sobald er ihn sah, wagte aber nicht mehr, ihm offen zu widersprechen. Und die Mutter!

Ein wenig müder war sie geworden, ein wenig stiller noch, sonst war wenig Veränderung an ihr wahrzunehmen, wer aber schärfer hinhörte, der vernahm in den Lüften ein Rauschen, als flöge ein Geier über dem Heidehause hin und her und zöge enger und enger seine Kreise, um sich eines Tages auf seinen Raub herabzustürzen.

Sie selbst hörte das Rauschen wohl, sie wußte auch, was es bedeutete, aber sie schwieg, wie sie ihr Lebtag geschwiegen.

Und das Glück war noch immer nicht gekommen...

Zu Anfang April legte sie sich nieder. »Allgemeine Schwäche«, konstatierte der Arzt und empfahl ihr den Besuch eines Stahlbades. Sie lächelte und bat ihn, zu niemandem von dem Stahlbade zu reden, denn sie wußte, daß Paul sich zuschanden arbeiten würde, um ihr die Kur zu ermöglichen.

Die Kur, die doch nichts half! Sie wußte wohl, was ihr fehlte: der Sonnenschein! Zu dicht hatte Frau Sorge den düsteren Schleier um sie gebreitet, als daß ein Strahl noch in ihre Seele hätte dringen können.

Den Zwillingen oblag nun die Sorge um die Wirtschaft. Und flink ging ihnen die Arbeit vonstatten, das mußte selbst Paul gestehen. Wenn sie etwas zerschlagen hatten, lachten sie, und wenn ihnen ein Spaziergang verwehrt wurde, weinten sie, aber das Weinen schlug bald wieder in Lachen um, und der Tisch war nie so prompt bestellt, das Milchgerät nie so blitzend blank gewesen.

Die Mutter sah das wohl von ihrem Fenster aus und sagte: »Es ist gut, daß ich von dannen gehe – ich war auch zu nichts mehr nütze auf der Welt.« Um die Pfingstzeit begann ihr der Schlaf zu fehlen, auch Fieber stellte sich ein...

»Ach, wie ist das Chinin so teuer!« seufzte Paul, wenn der Knecht in die Apotheke ritt, und schaute hilfesuchend auf die schwarze Suse, aber die rührte sich nicht. Oft mußten die Ackerarbeiten eingestellt werden, damit durch den Torfstich ein paar Groschen in die Wirtschaft kämen.

Die Mutter fing an, an Beängstigungen zu leiden, und wünschte dringend, daß jemand nächtlich bei ihr wache. Die Zwillinge aber, die sich tagsüber müde gearbeitet hatten, schliefen abends an der Seite der Kranken ein und sanken wohl quer über ihrem Bette, so daß die alte, schwache Frau oft noch die blühende Last der jungen Leiber zu tragen hatte.

Paul schickte die Schwestern zur Ruhe und übernahm selber das Wachamt.

»Geh schlafen, mein Sohn«, sagte die Mutter. »Du brauchst von uns allen die Rast am nötigsten.«

Aber er blieb – und in den Maiennächten, wenn draußen im Garten die Blüten flüsterten und der Fliederduft durch die Ritzen quoll, saßen die beiden oft stundenlang Hand in Hand und sahen sich an, als ob sie sich wunder was zu sagen hätten. So war es schon immer zwischen Mutter und Sohn gewesen. Die Fülle ihrer Liebe suchte nach Worten, aber die Sorge hatte ihnen die Sprache geraubt.

Morgens, wenn die Sonne aufgegangen war, tauchte er den Kopf in eiskaltes Wasser und ging an die Arbeit. –

Seine Gegenwart gab der Mutter soweit den Frieden, daß sie dann und wann zu schlafen vermochte. Alsdann schlich er sich auf Zehenspitzen in seine Kammer und holte die physikalischen Bücher herunter, in denen so gelehrt und unverständlich die Konstruktion der Dampfmaschinen beschrieben war. Sein Kopf, müde vom vielen Wachen und jeder Geistesarbeit entwöhnt, erfaßte nur schwer den Sinn der dunklen Worte – aber – er hatte ja Zeit, und unentwegt arbeitete er fort, Seite um Seite, wie wenn ein Ackersmann ein steiniges Brachfeld pflügt.

Schlug die Mutter die Augen auf, so fragte sie:

»Wie weit bist du, mein Sohn?«

Und dann mußte er ihr erzählen, und sie tat so, als verstände sie etwas davon.

Fragte sie aber: »Und wozu tust du das?«, dann machte er ein schlaues Gesicht und sagte: »Ich lerne Gold machen.«

»Mein armer Junge«, erwiderte sie und streichelte seine Hand.

Eine Nacht war's, gleich nach den Pfingstfeiertagen, da konnte sie wieder nicht einschlafen.

»Lies mir aus den gelehrten Büchern vor«, sagte sie, »die sind so hübsch langweilig. Vielleicht fallen mir dabei die Augen zu.«

Und er tat, wie sie geheißen, aber als er wohl eine Stunde gelesen hatte, bemerkte er, daß sie ihn mit großen fieberglänzenden Augen anstarrte und dem Einschlafen ferner war als je.

»Also daraus willst du Gold machen?« fragte sie.

»Ja, Mutter«, erwiderte er betreten, denn die Wiederkehr des Fiebers ängstigte ihn.

»Wie willst du das anfangen?«

»Du wirst schon sehen«, sagte er wie gewöhnlich.

Aber diesmal ließ sie sich nicht abtrösten. »Sag's mir lieber, mein Junge«, bat sie, »sag's mir gleich... Wer weiß, was geschieht?... Ich möchte wenigstens 'ne Kleinigkeit für mich zum Trösten haben, bevor ich einschlafe.«

»Mutter«, rief er erschrocken.

»Sei ruhig, mein Junge«, sagte sie, »was liegt daran? Aber erzähl' mir – erzähl!« Sie bat, wie in aufsteigender Angst, als könnte es in der nächsten Minute zu spät sein.

Mit stockendem Atem und wirren Worten sprach er von dem, was ihm vorschwebte, wie er die schwarze Suse zum Leben erwecken wollte, so daß das Moor ausgeschöpft werden könnte bis in seine tiefsten Tiefen – aber mitten im Reden überwältigte ihn die Angst, er stürzte schluchzend vor dem Bette auf die Knie und verbarg das Gesicht an ihrer Brust.

Sie hieß ihn sich aufrichten und sagte: »Es ist nicht recht von mir, daß ich dich bange gemacht habe. So Gott will, kann ja noch alles anders kommen. – Was du mir da sagst, hat mir große Freude bereitet. – Ich weiß, wenn du was in die Hand nimmst, läßt du's so bald nicht fallen. Ich wünschte nur, ich könnt's noch erleben.« So sprach sie ihm leise und unbemerklich wieder Mut ein, da sie für sich selber nichts mehr zu hoffen hatte.

In einer anderen Nacht, als er übermüdet auf dem Stuhle eingeschlafen war, rief sie seinen Namen.

»Was wünschest du, Mutter?« fragte er auffahrend.

»Nichts«, sagte sie. »Verzeih mir, ich hätte dich sollen ruhen lassen. – Aber, wer weiß, wieviel wir miteinander noch reden werden – ich möchte die Zeit gerne ausnutzen.«

Er war dieses Mal allzu schlaftrunken, um den Sinn ihrer Worte zu verstehen. Er setzte sich dichter neben sie und faßte ihre Hand, aber die Augen fielen ihm sogleich wieder zu.

Sie glaubte ihn wachend und fing an zu reden.

»Ich bin einmal ein sehr lustiges junges Ding gewesen, nicht viel anders wie deine Schwestern... Das Herz hat mir vor Jubel fast zerspringen wollen, und meine Augen haben immer in die Ferne geschaut, als müßte von dort irgend etwas ungeheuer Schönes dahergefahren kommen – ein Prinz oder sonstwas derart. Einmal hab' ich auch zu lieben angefangen – mit der anderen Liebe, der großen, der himmlischen, die wie das Schicksal über einen kommt. Aber er hat mich nicht haben wollen – er war schlank und blond und hatte eine Warze auf dem Kinn. Die Warze hab' ich immer küssen mögen, aber ich bin nie dazu gekommen. – – Er sah meine Liebe wohl, und eines Tages, als er besonders übermütig war, hat er mich in den Arm genommen und hat mich geherzt und dann wieder laufenlassen. – – Ich war aber fröhlich und freute mich, daß er mich doch einmal im Arm gehalten.«

Sie hielt inne. Ihr Auge leuchtete, ihre Wangen überfloß ein rosiger, fast mädchenhafter Schimmer – sie hatte sich wunderbar verjüngt. Da sah sie, daß er eingeschlafen war, und traurig schwieg sie stille.

Als er erwachte, sagte er: »Mir war so, Mutter, als ob du mir was erzähltest.«

»Du hast wohl nur geträumt«, sagte sie und lächelte, aber ihre Gedanken waren inzwischen weiter und weiter gewandert durch ihr ganzes Leben hin und hatten aus allen Winkeln die Restchen der Freude hervorgekehrt, die sich allda verkrochen.

»Ich weiß eigentlich nicht«, sagte sie, »warum ich mein Lebtag so traurig gewesen bin. Wenn ich zurückdenke, ein großes Unglück ist mir eigentlich niemals passiert. Zwar schön war es nicht, als wir von Helenenthal heruntermußten, und als ich die Stube von der brennenden Scheune blutrot beleuchtet sah, war mir der Schreck schlimm genug in die Glieder gefahren, aber im großen ganzen hab' ich's doch immer recht gut gehabt. – Ich hab' euch Kinder alle großgezogen und kein einziges durch den Tod verloren – zu essen und zu trinken haben wir auch immer gehabt. – Der Vater hat zwar manchmal gebrummt, aber das ist nicht anders in der Ehe, das wirst du selbst einmal erleben. – – Ihr Kinder habt mich alle liebgehabt. – Ihr Jungen seid tüchtige Männer geworden, und die Mädchen werden tüchtige Frauen werden, so Gott will und du sie nicht aus den Augen läßt. Was will ich denn nun eigentlich?«

Und so quälte dieses arme, allmählich zu Tode gemarterte Weib sich ab, um zu erfahren, wodurch es zu Tode gemartert worden. Langsam lüftete Frau Sorge den Schleier von ihrem Haupte, damit der Tod ihr ins Antlitz hauchen könne.

Und eines Abends starb sie... Die Augen fielen ihr zu, sie wußte selbst nicht wie. Der Arzt, der noch gerufen wurde, sprach von Entkräftung, Anämie; nur die Empfindsamen sagen in solchen Fällen: »Sie starb an gebrochenem Herzen.«

Bitterlich weinend knieten die Zwillinge an ihrem Bette, der Vater, der in seinem Stuhl hereingetragen worden, schluchzte laut und wollte sie mit Gewalt ins Leben zurückrufen... Paul stand zu Kopfenden des Bettes und biß sich auf die Lippen.

»Ich hab' doch recht behalten«, dachte er, »sie ist gestorben, eh' das Glück gekommen. Hungrig hat sie von der Mahlzeit des Lebens aufstehen müssen, ganz wie ich es sagte.«

Er wunderte sich, daß er keinen so großen Schmerz empfand, wie er es sich vorgestellt hatte. Nur die wirren Gedanken an allerhand dummes Zeug, die ihm fortwährend durch den Kopf schossen, wie Fledermäuse durch die Dämmerung, zeigten ihm, wie es mit seinen Sinnen bestellt war.

Es schlug Mitternacht, da sagte der Vater: »Wir wollen zur Ruh' gehn, Kinder... Wer schlafen kann, der schlafe... Schwere Tage stehn uns bevor.«

Er umarmte die Zwillinge, schüttelte Paul die Hand und ließ sich in sein Zimmer tragen.

»Wie gut der Vater heut ist!« dachte Paul. »Er ist zu ihren Lebzeiten nie so gewesen.« Die Schwestern klammerten sich schluchzend an seinen Hals und verlangten, daß er bei ihnen wache. Sie hätten solche Furcht.

Paul redete ihnen tröstend zu, geleitete sie in ihre Kammer und versprach, in einer Stunde nach ihnen sehen zu kommen.

Als er nach dieser Frist mit einem Lichte in der Hand leise an ihr Bette trat, fand er sie fest eingeschlafen. Sie hatten sich eng umschlungen, und auf ihren roten Wangen standen noch die Tränen.

Dann ging er an die Tür von Vaters Zimmer, um zu horchen, und als er auch hier keinen Laut vernahm, schlich er sich auf den Zehenspitzen in das Gemach, in welchem die Tote ruhte. Er wollte zum letztenmal an ihrer Seite Wache halten.

Die Schwestern hatten beim Schlafengehen ein weißes Tuch über ihr Antlitz gebreitet, das nahm er hinweg, faltete die Hände und sah zu, wie der flackernde Schein des Lichtes auf ihren wächsernen Zügen spielte. Sie hatten sich wenig verändert, nur das blaue Adergeäst in den Schläfen trat stärker hervor, und die Augenwimpern warfen tiefere Schatten auf die abgezehrten Wangen.

Er zündete die Nachtlampe an, die während ihrer Krankheit allnächtlich an ihrem Lager gebrannt hatte, setzte sich auf den Stuhl, auf dem er sonst gesessen, und gedachte eine stille Totenandacht zu halten.

Aber plötzlich fiel ihm ein, daß er vergessen hatte, nach dem Tischler zu schicken, damit er zeitig käme, Maß zu nehmen. – Ein schlichter Tannensarg sollte es sein – schwarz angestrichen – und ringsum eine Girlande von Erikazweigen, denn sie hatte das stille, zarte Pflanzenwesen vor allen andern geliebt.

»Was wird der Sarg wohl kosten?« dachte er weiter, und plötzlich erschrak er in tiefster Seele, denn er hatte nichts, wovon er die Tote begraben konnte. Er fing an zu zählen und zu rechnen, aber er konnte zu keinem Abschlusse kommen.

»Es ist das erste Mal, daß sie für ihre Person etwas braucht«, sagte er leise vor sich hin und gedachte des verschossenen Kleides, das sie jahraus, jahrein getragen.

Er rechnete alles zusammen, was er an Ausständen in Eile wohl eintreiben konnte, aber die Summe war klein und bei weitem nicht genügend, die Begräbniskosten zu bestreiten. Auch die drei Fuder Torf, die er morgen und übermorgen allenfalls nach der Stadt schicken konnte, vermochten daran nichts zu ändern.

Darauf nahm er ein Blatt Papier vor und fing an, die Kosten zusammenzuzählen:

Ein Sarg 15 Taler
Der Platz auf dem Kirchhof 10 Taler
Dem Küster 5 Taler
Das Linnen zum Totenhemde 2 Taler

Dann die Kosten des Begräbnisses, das der Vater wahrscheinlich so großartig wie möglich hergerichtet wissen wollte:

10 Flaschen Portwein 10 Taler
1 Kiste Zigarren 2 Taler
2 Achtel Bier 2 Taler

Zutaten für den Kuchen... das Weizenmehl war zwar im Hause, aber Zucker, Rosinen, Mandel, Rosenwasser usw. mußten neu beschafft werden. Wieviel würde das wohl ausmachen? Er rechnete eifrig, aber die Taxe wollte nicht stimmen. »Die Mutter wird's schon wissen«, dachte er, und eben wollte er sie um Rat fragen, da – sah er, daß sie tot war.

Er erschrak heftig. Erst jetzt, da seine Phantasie sie wieder lebendig gemacht hatte, begriff er, daß er sie verloren. – Er wollte laut aufschreien, aber er bezwang sich, denn er mußte weiterrechnen.

»Verzeih mir, Mütterchen«, sagte er, mit der Rechten ihre kalten Wangen streichelnd, »ich kann noch nicht um dich trauern, ich muß dich erst unter die Erde bringen.« – – –

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