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Franciscéische Curiosa

Franz Gräffer: Franciscéische Curiosa - Kapitel 17
Quellenangabe
typetractate
booktitleFranciscéische Curiosa
authorFranz Gräffer
firstpub1849
year1849
publisherIgnaz Klang
addressWien
titleFranciscéische Curiosa
created20051112
sendergerd.bouillon
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Don Miguel an Kaiser Franz,
und Dieser an Jenen, nach des Kaisers schwerer Krankheit.

1.

»Wien, den 2. April 1826.

»Sire! Die Vorsehung hat die Gebethe, welche ganz Österreich in ängstlicher Besorgniß für die Erhaltung des so kostbaren Lebens Ew. k. k. Majestät zum Himmel sandte, gnädig erhört.«

»Auch ich, Sire, habe meine Gebethe und mein Flehen aller Ihrer Unterthanen für die baldige Wiederherstellung der Gesundheit Ew. k. k. Majestät vereinigt, und an der allgemeinen Freude Theil genommen, welche sich, so bald man die trostvolle Gewißheit der Genesung Ew. k. k. Majestät erhalten hatte, auf eine so rührende Weise äußerte.«

»Diese Freude ist, was mich betrifft, leider durch die tiefe Betrübniß, in die ich versenkt wurde, und den unersetzlichen Verlust, den ich erlitten habe, wovon Ew. k. k. Majestät ohne Zweifel unterrichtet sind, unterbrochen worden.

»Der Allmächtige, in dem Er mir meinen Vater, den ich stets liebte und verehrte, genommen, hat es gnädig gefügt, daß ich in Ew. k. k. Majestät einen zweyten Vater finden sollte.« &c. &c.

»Ich habe die Ehre, mit den Gefühlen der innigsten Dankbarkeit zu seyn &c. &c.

»Don Miguel.«

2.
Kaiser Franz an Don Miguel.

»Wien, den 4. April 1826.«

»Mein Herr Vetter! Gerührt von den Beweisen von Anhänglichkeit, die Ew. königl. Hoheit während Meiner Krankheit an den Tag gelegt, und von dem Antheil, den Sie an der Wiederherstellung Meiner Gesundheit genommen haben, beeile ich Mich, Ihnen persönlich zu danken, und zu gleicher Zeit die aufrichtigste Theilnahme auszudrücken, die Ich bey dem schmerzlichen Verluste, den Sie so eben erlitten haben, empfinde. Ich weiß sehr wohl, daß nichts im Stande ist, den Verlust eines theuern Vaters genügend zu ersetzen; allein, wenn Meine Anhänglichkeit und Meine aufrichtige Freundschaft, auf welche Sie Sich während Ihres Aufenthaltes allhier so viel persönliche Ansprüche erworben haben, Ihnen zu irgend einem Troste gereichen können, so seyn Sie versichert, daß ich stets mit Freuden jede Gelegenheit ergreifen werde, Ihnen neue Beweise davon zu geben.«

Ew. königl. Hoheit sagen Mir, daß Sie Mich als Ihren zweyten Vater betrachten; Sie bitten Mich, Ihnen fernere Rathschläge zu geben &c. &c.

Es gereicht mir zur Freude Ew. königl. Hoheit diese Versicherung geben zu können, und die Meiner Freundschaft, und der hohen Achtung hinzuzufügen, mit welcher ich bin, mein Herr Vetter

Ew. königl. Hoheit guter Vetter
»Franz.«

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