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Flugzeuggedanken

Joachim Ringelnatz: Flugzeuggedanken - Kapitel 99
Quellenangabe
typepoem
booktitleFlugzeuggedanken
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1929
year1929
publisherErnst Rowohlt Verlag
addressBerlin
titleFlugzeuggedanken
created20050217
sendergerd.bouillon
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Joachim Ringelnatz

Rückkehr zweier Thüringer aus England

Der Eine

Der Andere

Goodbye. I go,
Anybody to
irgendwo.
Lebe wohl, du Land, das ich verehre!

On the pier winks no girl, no man.
Oh, the Channel is larger than
Many many
Meere.

Only altogether was to me
The only English friend.
And it seems to be

Und muß wohl so sein:
Unser Kontinent hat einen wärmeren Sonnenschein.

Dennoch komme ich aus guter Zeit.
England was light and was polite.

England is a happy land,
Und es braucht uns nicht,
And it doesn't understand,
Was aus foreign Herzen sucht und spricht.

Wenn es wüßte!
Das Schiff rollt. Es entschwindet die Küste.
Ich fühle mich frei.
England, goodbye!

Nun war ich drüben überm Kanal
In London, fast eine Woche.
Nun fahre ich nach Schnepfental.
Für mich beginnt nun wieder einmal
Eine Epoche.

Muß ich auch für das letzte Stück
Einen Personenzug nehmen,
Nur in der Ferne liegt das Glück,
Durchaus nicht im Bequemen.

Anni ist Anni und immer ganz Ohr
Für Worte, wie ich sie wähle.
Nun stelle ich mir in Gedanken vor,
Wie ich ihr von London erzähle.

Ich habe studiert und photographiert –
Die Bilder kann ich auch zeigen.
Ich wollte nur, ich wäre blasiert.
Dann könnte ich unterwegs schweigen.

So aber bin ich zu mitteilsam,
Fast wie ein unmündiger Knabe.
Es ist beschämend und doch sehr heilsam,
Daß ich schreckliches Heimweh habe.

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