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Flugzeuggedanken

Joachim Ringelnatz: Flugzeuggedanken - Kapitel 42
Quellenangabe
typepoem
booktitleFlugzeuggedanken
authorJoachim Ringelnatz
firstpub1929
year1929
publisherErnst Rowohlt Verlag
addressBerlin
titleFlugzeuggedanken
created20050217
sendergerd.bouillon
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Joachim Ringelnatz

Trostworte an einen Luftkranken

        Recht so! Speie, lieber Mitgast, speie!
Speie dreist und ungeniert und laut,
Daß sich einmal andersrum befreie,
Was für dich passée ist und verdaut.

Speie froh. Es wird dir polizeilich
Und moralisch jederseits verziehn. –
Ja, ich gebe zu: ich habe freilich
Da leicht reden, weil ich nie gespien.

Und der Himmel möge auch verhüten,
Daß es je geschieht. Ich stell mir bloß
Vor, wie unten deine Tüten
Landen in der Mutter Erde Schoß.

Andern Luft und Appetit verderben,
Kann ein schadenfröhlich freier Sport
Sein. Und niemand wird deswegen sterben.
Denn der Magen ist wie ein Abort.

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