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Europäisches Sklavenleben. Erster Band

Friedrich Wilhelm Hackländer: Europäisches Sklavenleben. Erster Band - Kapitel 21
Quellenangabe
typefiction
authorFriedrich Wilhelm Hackländer
titleEuropäisches Sklavenleben. Erster Band
publisherVerlag von Carl Krabbe
year1885
firstpub1854
illustratorArthur Langhammer
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131110
projectid3c7e02da
wgs9110
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20. Toiletten Geheimnisse

Das kleine Apartement des Grafen nahm sich bei Tage, trotzdem daß es Winter war, außerordentlich reizend und elegant aus. Wenn auch die meisten der Fenster auf den Garten gingen und man dort nichts sah als schneebedeckte Wege, kahle Aeste, eingehüllte Bäume und hie und da durch die nackten Gesträuche ein Stück der Gartenmauer, so bildete dagegen der Salon, in dem wir uns neulich Abends befanden, einen höchst angenehmen und wohlthuenden Kontrast. An diesen Salon nämlich stieß ein großes Glashaus, welches den Pavillon des jungen Grafen mit dem elterlichen Hause verband, und auf Befehl der alten Excellenz als neutraler Grund betrachtet wurde: das heißt, der junge Graf konnte hier wohl auch mit einigen Bekannten spazieren gehen, seinen Kaffee da nehmen, eine Cigarre rauchen; doch war ihm nicht erlaubt, dies allerliebste Gewächshaus insofern zu seinen Apartements mit heran zu ziehen, um auch hier kleine Fêten und Gesellschaften zu geben. Dies Recht hatte sich der Papa vorbehalten, weßhalb denn auch der Kammerdiener des jungen Grafen angewiesen war, so oft sich größere Gesellschaft bei seinem Herrn befand, die Eingänge zum Gewächshaus zu schließen, damit nicht unwillkürlich gegen den Befehl des Papa und Kriegsministers gehandelt werde.

Heute Morgen dagegen – es mochte zehn Uhr vorüber sein – standen die weiten Flügelthüren, die vom Salon aus in's Gewächshaus führten, offen, und es ist uns schon erlaubt, einen neugierigen Blick hineinzuwerfen.

Das Glashaus bildete den vierten Theil eines Kreises, sowie oben ein spitzes Gewölbe in gothischer Form, bestand auf beiden Seiten aus Eisen und Glas, und enthielt einen förmlichen Wintergarten. Von dem Salon des jungen Grafen aus stieg man ein paar Stufen hinab. Auf den hohen Ruhebänken dieser kleinen Treppe standen rechts und links Marmorfiguren in einem wahren Wald von blühenden Pflanzen aller Art, an deren Postament Schlinggewächse emporrankten und sich oben mit anderen Wucherstauden zusammenschlangen, die an der Decke des Glashauses emporkrochen und ihre sonderbaren Blüthen, tiefblaue und weiße Glocken, über die Häupter jener Figuren herabhängen ließen. Dunkler Epheu umschlang die Wände der kleinen Treppe sowie die Ruhebänke, und aus dem tiefen Grün dieser Blätter glänzte hie und da eine brennend rothe, fremdländische Blume, die jetzt ihren Sommer hatte, wo bei uns Schnee und Eis lag, hervor.

Die Wege des Glashauses waren mit dem feinsten hellgelben Sande bedeckt und schlängelten sich in der willkürlichsten, eigensinnigsten Form um Gruppen und Bosquete herum, die aus Orangen, Lorbeer, Citronen, fremden Nadelhölzern bestand und deren Ecken meistens mit Krystallgefäßen geschmückt waren, in welchen Goldfische herumschwammen oder irgend eine seltene Blume sich recht auffallend präsentirte.

Die Mitte des ganzen Glashauses bildete eine große Kuppel mit hochstämmigen Bäumen besetzt, die einen marmornen Springbrunnen umstanden, aus dessen oberster Etage ein Strahl emporsprang, der, sich in der Luft vertheilend, von Schale zu Schale mit melodischem Plätschern zurückfiel. An vier Seiten dieser Kuppel befanden sich Volieren, deren gefiederte Bewohner, arme Sklaven, schon jetzt freudig ihre muntern Lieder sangen, während draußen ihre freien Kameraden noch mit allen Mühen des Lebens, mit Hunger und Frost, zu kämpfen hatten.

Jenseits der Kuppel setzte sich das Glashaus in gleicher Weise wie diesseits fort; dort befand sich ebenfalls eine kleine Treppe mit Ruhebänken, Epheugewinden, mit Blüthen, Blumen, Schlingpflanzen und Marmorstatuen; doch waren die Flügelthüren, welche in das Haus Seiner Excellenz führten, fest verschlossen, sowie die inwendigen Vorhänge herabgelassen.

Aus dem diesseits geöffneten Glashause drang in den Salon des jungen Grafen ein äußerst angenehmer Duft; es strich die würzige Atmosphäre herüber, die in gut erhaltenen Glashäusern herrscht, jener nicht zu bezeichnende Geruch, bestehend aus den verschiedensten zarten Dünsten, welche die Pflanzen aushauchen, wenn nach dem Bespritzen mit frischem Wasser über die erquickten Blätter so langsam ein Tropfen nach dem andern herabrieselt.

Im Salon des Grafen war es behaglich warm, ohne heiß zu sein. Aus dem Glashause strömte auch erwärmte Luft herein, und im Kamin spielte ein lustiges Feuer. In der Nähe des letzteren stand ein großer runder Tisch mit Geschirren verschiedener Art beladen, aus deren Unordnung man ersah, daß dort eben gefrühstückt worden war; es befanden sich hier zwei Couverts mit darüber hingeworfener Serviette und leeren Stühlen davor, während ein dritter Sessel noch besetzt war und zwar durch den Baron Brand, der behaglich in demselben ausgestreckt lag, von Zeit zu Zeit eine neben ihm stehende Chokoladetasse an den Mund brachte, dazu eine Cigarre rauchte und in einem Journale las.

An diesen Salon stieß, wie wir bereits wissen, das Arbeitszimmer des Grafen, sowie Garderobe und Schlafgemach. In letzterem befand sich der Hausherr; vor einem großen Spiegel stehend war er beschäftigt, sich anzuziehen. Die Thüre ins Arbeitszimmer stand offen, und hier bemerkte man den Maler Arthur, der an einem Fenster saß, vor sich ein weibliches Porträt hatte und im Begriffe war, von demselben eine Kopie in Aquarell zu machen.

Der Eingang in den Salon war verschlossen und es hing diesseits vor demselben ein dicker persischer Teppich herab.

Graf Fohrbach hatte seine Toilette ungefähr halb beendigt, und an seinen Stiefeln mit Sporen und an einem Beinkleid mit rothen Streifen bemerken wir, daß er im Begriffe ist, sich in Uniform zu werfen. Der alte Kammerdiener stand mit dem ernstesten Gesichte von der Welt neben ihm und reichte ihm die verschiedenen nöthigen und unnöthigen Geräthschaften, die das wichtige Geschäft des Ankleidens erforderte. Jetzt hatte er eine kleine silberne Büchse mit weißer Bartwichse aufgeschraubt, der Graf nahm etwas davon mit Daumen und Zeigefinger und drehte mit Hilfe dieser wohlriechenden Masse seinen Schnurrbart keck in die Höhe, wobei er sich nicht ohne Wohlgefallen im Spiegel besah.

»Wenn man euch Herren so bei der Toilette sieht,« rief der Maler aus dem Nebenzimmer, »begreift man vollkommen, daß euch von der vielen Zeit, die ihr habt, doch so wenig übrig bleibt. Jetzt sind Sie bereits eine halbe Stunde mit Ihrem Anzug beschäftigt und, wie ich sehe, noch nicht übermäßig vorgerückt.«

»Der Anzug, mein Lieber, ist eine wichtige Sache,« gab der Graf zur Antwort, »namentlich wenn man, wie ich heute, den Dienst hat. Ich versichere Sie, da kommen eine solche Menge Leute in's Vorzimmer, die oft Stunden lang warten, Fremde, Herren vom Civil, Vorgesetzte und Kameraden; und das fängt zuerst an, die Wände zu besehen, Plafond und Fußboden, und dann kommen wir an die Reihe. Ah! ich versichere Sie, das Alles betrachtet uns genauer, als es eine Geliebte oder junge Frau thut.«

»Das habe ich nicht gewußt,« entgegnete Arthur lachend.

»Deßhalb müssen wir in unserem Anzug so außerordentlich, ja übermäßig korrekt sein. Glauben Sie mir, für die Minister und dergleichen, die zum täglichen Rapport kommen, oder überhaupt für Alle, die Audienz haben, sind wir Adjutanten ein wahrer Barometer. Auf uns fiel der erste allerhöchste Sonnenblick, wenn ein solcher da war, oder wir bemerkten die ersten Wolken am Horizont aufsteigen, und diese Witterung zeigen wir nun an oder verheimlichen sie, je nach Umständen.«

»Durch den Anzug?«

»Durch den Anzug, durch den Ausdruck unseres Gesichts, ja durch die Stellung unseres Bartes.«

»Ah! das ist ja erstaunlich!« rief Arthur. »Und wer versteht sich auf diese kleinen und seinen Nuancen?«

»Alle, denen Etwas daran gelegen ist. Ja, ihr meint, das Ding sei so leicht, man habe da nur im Vorzimmer zu stehen und eine Meldung zu machen. Nein, nein! Das will Alles durchdacht sein; denn ich versichere Sie, so gut es bei den Schauspielern denkende Künstler gibt, so gibt es auch bei uns denkende Adjutanten.«

»Erstaunlich!« entgegnete lustig der Maler. – »Und wie betrachtet man einen solchen Barometer, den Sie heute vorzustellen das Glück haben; das heißt, wie liest und versteht man seine Zeichen?«

»Das ist nicht leicht zu sagen,« erwiderte der Graf, indem er seinen Waffenrock zuknöpfte, den ihm der Kammerdiener zu gleicher Zeit fest in die Taille hineinzog. »Sehen Sie: zum Beispiel man hat seine Freunde, die man gerne avertirt, wie es drinnen aussieht, ohne ein Wort zu sprechen, denn Sie wissen, in dem Vorzimmer halten sich oft die Kammerdiener auf, die immens feine Ohren haben. Ist es ein schönes klares Wetter, so geht man vergnügt auf und ab, summt auch, natürlicherweise pianissimo, eine kleine Arie oder steht in ruhiger Beschaulichkeit an einem der Fenster. Gibt es dagegen Wolken, so macht man ein ernstes Kompliment, dreht den Schnurrbart ein klein wenig in die Höhe, oder rückt häufig an Säbel und Schärpe, um ja Alles in bester Ordnung zu haben.«

»Und wenn nun der Barometer Sturm anzeigen soll?«

»Dann lehnt man sich gedankenvoll an eine Tischecke,« erwiderte der Graf, indem er seinen Säbel festhakte, »und hält vor allen Dingen den Federhut unter dem Arm. Es zeigt das an, daß man jeden Augenblick gewärtig sein kann, zu irgend einer unangenehmen Kommission hinausgesprengt zu werden.«

Jetzt war die Toilette beendigt; der Kammerdiener steckte seinem Herrn ein parfümirtes Sacktuch in die linke Tasche des Waffenrocks, reichte ihm Federhut und Handschuhe, und verließ darauf mit unhörbaren Schritten das Zimmer. Der Graf trat in das Nebengemach, stellte sich hinter den Stuhl des Künstlers und betrachtete das bald fertige Aquarell mit Wohlgefallen.

Es war das Porträt einer schönen Frau, deren Jugend in die letzte Hälfte des vorigen Jahrhunderts fiel; das sah man an dem gepuderten Haar und dem eigenthümlichen Schnitt des Kleides, – das Bild der Großmutter des Grafen, von welchem Arthur seinem Freunde gerne eine schöne Kopie machte.

»Ich bin Ihnen für Ihre gelungene Arbeit sehr dankbar,« sagte der Hausherr; »ich habe schon lange gewünscht, dies Bild zu besitzen.«

»Von Dank kann keine Rede sein,« entgegnete der Maler. »Ich bin noch stark in Ihrer Schuld; die beiden alten köstlichen Reiterpistolen, die Sie mir neulich verehrten, sind wahre Meisterwerke und machen den schönsten Theil meiner Sammlung aus.«

»Kleinigkeiten!« versetzte der Graf, indem er sich auf die Lehne des Stuhles stützte. »Wenn das Aquarell fertig ist, so werde ich noch eine Büchse dazu auftreiben. Es ist schade, daß ich Ihre Liebhaberei für alte Waffen nicht früher kannte, ich habe schon so manches werthvolle Stück verschleudert. – Doch während ich hier plaudere, fällt mir ein, daß draußen der Baron sitzt und wahrscheinlich ungeduldig meine Rückkunft erwartet.«

»Das glaube ich nicht; er sitzt ruhig am Tische, trinkt seine Chokolade und liest die Zeitung. – Eigentlich ein seltsamer Herr.«

»Allerdings ist er in manchen Beziehungen ein sonderbarer Mensch, aber ein guter Kerl und ich mag ihn wohl leiden.«

Der Maler schaute sich nach dem Salon um; als er aber sah, daß der Teppich vor der Thüre hing, blickte er wieder auf seine Arbeit.

»Unbesorgt!« lachte Graf Fohrbach, der diese Bewegung gesehen; »das ist Alles bei mir wohlweislich eingerichtet. Ich mag es nicht leiden, wenn die Bedienten zu viel hören; ich muß doch irgend ein Asyl haben, wo ich vollkommen allein sein kann. – Beide Thüren, die zum Schlafzimmer und die zum Salon, haben geheime Federn und bleiben nie offen stehen. Sie fallen geräuschlos in's Schloß und find so sorgfältig gearbeitet, daß nicht das lauteste Wort durchdringen kann.«

»Kennen Sie den Baron schon lange?« fragte anscheinend gleichgiltig der junge Maler.

»Seit ungefähr einem halben Jahre; ich gehe sonst nicht leicht neue Bekanntschaften ein, aber er brachte mir von W., woher er kam, ganz außerordentliche Empfehlungen von guten Freunden. Auch amüsirt mich zuweilen sein geziertes Wesen; er ist dabei gutmüthig, sehr gebildet, hat viel gesehen und, wenn er will, erzählt er vortrefflich. Eine innige Freundschaft möchte ich gerade nicht mit ihm eingehen, aber zum gewöhnlichen Umgang gefällt mir die Art, wie er sich gehen läßt und wie man ihn ebenfalls gehen lassen kann. Jetzt sitzt er zum Beispiel draußen; wenn ich ihn ruhig da lasse und mich durch die Hinterthüre entferne, um meinen Geschäften nachzugehen, so findet er das ganz natürlich und kommt Abends zum Thee mit demselben freundlichen und unbefangenen Gesicht.«

»Ich brachte das Gespräch nicht ohne Absicht auf den Baron,« sagte Arthur.

»Wie so?«

»Ich will Ihnen das gelegentlich einmal erzählen, es ist ein höchst eigentümlicher Vorfall und doch vielleicht wieder ganz unbedeutend! Ich weiß selbst nicht, was ich davon denken soll. – Aber Sie sind eilig und ich will Sie heute Morgen nicht aufhalten.«

»Aufrichtig gesagt, ja, lieber Arthur,« erwiderte Graf Fohrbach. »Aber vergessen Sie Ihre Geschichte nicht, ich gestehe wohl, daß ich mich für den Baron interessire!«

»Hat er Vermögen?«

»Für das was er ausgibt, muß er reich sein. Ich traf ihn neulich bei Ihrem liebenswürdigen Papa – meinem Banquier, der ihm auf die freundlichste Art von der Welt ein Paket Banknoten einhändigte. Der Kassier verbeugte sich tief vor ihm, und das ist ein guter Barometer – wie Sie wohl am besten wissen –«

»Wie Sie im Vorzimmer Seiner Majestät!«

»Allerdings, junger Spötter! – Doch – – Teufel! wie vergeßlich ich bin! Da habe ich Sie um etwas bitten wollen – was war es doch? – Richtig, jetzt fällt mir's ein. – Wie viel Uhr ist es wohl?« unterbrach er sich. »Lassen Sie nur stecken, ich will im Salon nachsehen, da ist eine Standuhr, die täglich nach der im Schloß gerichtet wird.«

Damit hob er den Thürvorhang auf und ging in's Nebenzimmer.

Der Baron saß noch ruhig bei seiner Chokolade und las aufmerksam seine Zeitungen. Doch studirte er besonders die hinteren Seiten derselben, wo sich die Annoncen befanden. Als der Graf eintrat, wandte er kaum den Kopf herum, nickte vielmehr nur leicht, als ihm dieser sagte: »Verzeihen Sie, Baron, daß ich Sie sitzen ließ, aber Sie wissen, Herrendienst geht vor allem Anderen. Ich muß um elf Uhr in's Schloß, und es ist wahrscheinlich schon halb vorbei; da muß ich mich ungeheuer beeilen.«

»Ei, mein lieber Graf,« entgegnete der Baron mit sanfter Stimme, indem er seine Tasse niedersetzte und sich auf die zierlichste Art von der Welt den Schnurrbart strich, »da haben Sie Zeit genug. Ihr vortrefflicher Kutscher bringt Sie ja in zwei Minuten an die Thüre der Freitreppe.«

»Da haben Sie Recht, mein Bester,« versetzte der Graf, der aus einer mit Gold und Steinen incrustirten Mappe eine Lage Postpapier herausnahm. »Aber ich bin Geschäftsmann und muß vorher noch einen wichtigen Brief schreiben. Doch um Sie nicht in Ihrer Lektüre zu stören, will ich mich in's Nebenzimmer begeben.«

»Ich lese Anzeigen,« sprach gähnend der Baron, »fand aber da Etwas, was mich erschreckte. Da ist ein Kerl, der kündigt einen Odeur an, von dem er sagt, es sei das feinste Oel, was man den Rosen entziehen könne und habe den sanften Geruch dieser Blume, ohne jedoch an das Scharfe, Unangenehme des gemeinen Rosenöls zu erinnern.«

»Das wäre Ihr coeur de rose!« entgegnete Graf Fohrbach. »Ei, ei! Baron, am Ende hat Sie Ihr Armenier verrathen und Ihr Geheimniß ist in Jedermanns Munde.«

»Unbesorgt!« sagte der Baron, indem er sein Battisttuch hervorzog und es unter die Nase preßte; »diese Feinheit bringt nur er hervor, und wenn der Kerl da in der Zeitung wirklich etwas Aehnliches anpreist und verkauft, so wird doch die gemeinste Nase den Unterschied deutlich riechen.«

»Das ist ein Trost für Sie,« erwiderte der Graf, der mit diesen Worten in's Nebenzimmer eilte. Doch rief er noch durch die Thüre: »Nur einen Augenblick, Baron! Ich bin gleich wieder bei Ihnen.«

Die Thüre fiel zu und man hörte deutlich, wie das Schloß einschnappte.

 

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