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Europäische Minen und Gegenminen

Oskar Meding: Europäische Minen und Gegenminen - Kapitel 8
Quellenangabe
typefiction
authorOskar Meding
titleEuropäische Minen und Gegenminen
publisherGlobus Verlag G. m. b. H.
seriesUm Zepter und Kronen
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071208
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Achtes Kapitel.

Es war um die Mittagsstunde des ersten April.

Der Graf von Bismarck hatte im Kreise seiner Familie die Glückwünsche zu seinem Geburtstage von den nächsten Freunden seines Hauses entgegengenommen und sich dann in sein Arbeitszimmer zurückgezogen, wo er mit großen Schritten auf und nieder ging.

Er überdachte die Erklärung, welche er heute in der Sitzung des Reichstages auf die bereits angekündigte Interpellation in betreff der luxemburgischen Verhandlungen abgeben wollte.

Sinnend blieb er vor seinem Schreibtisch stehen.

»Die Geschichte Deutschlands und Europas steht vor einer großen Krisis,« sprach er langsam, »und von dem Wort, das ich heute sprechen werde, hängt der Krieg oder der Frieden ab! – Man wird in Frankreich die Wendung verstehen, welche ich der Frage gegeben habe, der Kaiser wird den hohen Ernst der Situation begreifen, er wird begreifen, daß ich in betreff der Abtretung Luxemburgs nicht weichen will und werde; wie ich ihn kenne, wird er nachdenken, überlegen – und zurückweichen, freilich mit dem Hintergedanken, später auf seine Pläne wieder zurückzukommen. – Dazu aber ist es nötig, daß ich ihm die Möglichkeit des Rückzugs lasse. Die Stimmung in Frankreich ist auf das Äußerste erregt, wenn ich heute ein Wort spreche, das wie eine Provokation, wie ein Verbot gegen Frankreich klingt, das den Verkauf von Luxemburg an Frankreich als geschehen, als feststehend annimmt und von Frankreich einen Rückzug verlangt– ein Wort, wie es mir auf der Lippe liegt und wie ich es am liebsten spräche nach dem Gefühl meines Herzens, dann würde der französische Nationalstolz aufwallen und der Kaiser würde wider seinen Willen gezwungen werden, den Krieg zu beginnen. – Den Krieg!« sprach er, wiederum langsam auf und nieder schreitend, – »den Krieg! – Ich habe ihn nicht zu fürchten, ich bin überzeugt, ich weiß es, daß wir siegen werden; nicht nur ist Moltke sowie Roon aus militärischen Gründen dessen sicher – nein,« rief er mit leuchtendem Blick, »ich fühle den Sieg Deutschlands in dem Kampf um deutschen Boden – alle diese trüben Wirrnisse, die jetzt langsam mit Vorsicht und diplomatischer Kunst der Lösung entgegengeführt werden müssen, sie würden verschwinden vor dem großen nationalen Atemzug des deutschen Volks, vor dem einstimmigen Kriegsruf, der die Oriflamme des deutschen Heerbannes begrüßen würde. Mit einem Schlag könnte ich das leuchtende Ziel meiner Gedanken erreichen – das geeinigte Reich der deutschen Nation erstehen lassen, wenn ich jetzt den Handschuh hinwerfe, oder vielmehr, wenn ich ihn aufnehme, der mir bereits hingeworfen ist!«

Er stand still und blickte nachdenkend zu Boden. Tiefer Ernst legte sich auf seine bewegten Züge.

»Aber,« sprach er dumpf, »wenn ich jetzt den Krieg entfessele, wenn ich der Versuchung nachgebe, die Hand auszustrecken nach dem lockenden Kranze des Sieges, so gilt es nicht einen Kampf, dessen Leiden und Opfer in einigen Jahren vergessen werden, nein – es gilt die Eröffnung einer fünfzigjährigen Ära des permanenten Kriegszustandes. Wir werden Frankreich besiegen, niederwerfen sogar, aber das besiegte und niedergeworfene Frankreich wird den Durst nach Rache in seinem Herzen behalten und jede Gelegenheit ergreifen, um den Kampf von Neuem wieder aufzunehmen, um das verlorene Prestige wiederzugewinnen, und der Friede, der diesem Kriege folgen wird, wird ein Friede sein, der die Hand am Schwert halten und sich vom Kopf zu den Füßen in eherne Kriegsrüstung hüllen muß! – Und dann –« fuhr er fort, »die Niederlage Frankreichs ist der Sturz des Kaiserreichs – und was wird ihm folgen? – die rote Republik oder der Kampf der Parteien, die Gärung, die Auflösung. – Das gärende, kochende Frankreich aber, das ist die stete Unruhe Europas – das ist die stete Drohung der Staats- und Gesellschaftsordnung! – Nein,« rief er mit fester Stimme, »ich darf der Versuchung nicht weichen – ich will der Vorsehung nicht vorgreifen. Ich entsage dem lockenden Reiz, durch ein kühnes und rasches Vorgehen alle Knoten der Gegenwart zu durchschlagen, ich will warten, in Ergebung warten auf die Führung Gottes. Wenn es nach seinen Ratschlüssen geschehen kann, daß mein großes Werk sich in friedlicher Entwickelung vollziehe, ohne das Blut und Elend langer Kriege, so will ich die verderbliche Flamme nicht entzünden, so lange es anders noch möglich ist, und sollte auch meine Hand dies Werk nicht mehr krönen – sollte auch mein Auge seine Vollendung nicht mehr schauen.«

Sein klares Auge blickte ruhig in fast weichem Ausdruck aufwärts.

»Diese holländische Indiskretion,« fuhr er nach einigen Augenblicken fort, »erlaubt mir so zu sprechen, daß der Friede erhalten bleiben kann, daß man in Frankreich ohne Demütigung zurückgehen kann, wenn man die Situation begreifen und den Wink verstehen, das Halt! hören will, das ich ihnen zurufe. Ich kann im Reichstage mit gutem Gewissen sagen, daß ich von den Verhandlungen Frankreichs mit Luxemburg nichts weiß, denn ich weiß in der Tat offiziell nichts davon, Benedetti hat mir keine Mitteilung darüber machen wollen oder können; man hat volle Gelegenheit, einen äußerlich ehrenvollen Rückzug anzutreten. Noch ist der Kaiser nicht engagiert, ich bin überzeugt, er wird es nicht zum Äußersten treiben wollen.«

Er trat an seinen Schreibtisch, ergriff ein Blatt Papier, auf welchem einige Notizen von seiner Hand verzeichnet standen, und las dasselbe aufmerksam, leicht die Lippen bewegend, durch.

»So ist es gut,« sagte er, »das zeigt den festen Willen und engagiert doch noch nicht, verletzt nach keiner Seite.«

Er blickte auf die Uhr.

»Es ist Zeit,« sagte er, »ich will pünktlich im Reichstag sein, um die Interpellation sogleich zu erledigen.«

Er ergriff die Militärmütze mit dem gelben Rand und seine Handschuhe.

Sein Kammerdiener trat in das Kabinett.

»Der französische Botschafter bittet Eure Exzellenz, ihn zu empfangen.«

Graf Bismarck blickte betroffen zu Boden.

»Sollte es zu spät sein?« flüsterte er.

»Ich komme,« sagte er dann laut und schritt durch die Tür, deren Flügel der Kammerdiener offen hielt, in den großen Vorsaal!, in welchen Herr Benedetti bereits eingetreten war.

Der Botschafter Napoleons III., in schwarzem Morgenanzug mit der Rosette der Ehrenlegion, trat dem Ministerpräsidenten entgegen. Auf seinem glatten Gesicht lag das gewöhnliche, höflich verbindliche Lächeln.

Graf Bismarck reichte ihm die Hand und sagte, bevor Herr Benedetti ihn anreden konnte, in gleichgültig ruhigem, artigen Ton:

»Sie sehen mich im Begriff, mein lieber Botschafter, zur Sitzung des Reichstags zu gehen, dessen Eröffnung ich heute nicht versäumen darf, wenn daher keine besonders dringliche und eilige Angelegenheit den Gegenstand der Unterhaltung bilden soll, mit welcher Sie mich beehren wollen, so möchte ich Sie bitten, dieselbe auf eine andere Stunde zu verschieben, wo wir mit Muße plaudern können.«

In den Zügen des Botschafters zeigte sich eine leichte Verlegenheit.

»Ich will Ihre Zeit jetzt durch keine lange Unterredung in Anspruch nehmen, Herr Graf,« sagte er, »wir werden ja im Laufe des Tages dazu noch Gelegenheit finden können, nur möchte ich mich des Auftrages entledigen, Ihnen eine Depesche zu übergeben, die ich soeben erhalten.«

Und er zog ein Papier aus der Tasche seines Rockes.

Graf Bismarck blickte ihn ernst an, er streckte die Hand nicht aus, das Papier in Empfang zu nehmen.

»Und was enthält die Depesche?« fragte er ruhig.

»Die Erklärung meiner Regierung in betreff der luxemburgischen Verhandlungen,« erwiederte Benedetti.

»Mein lieber Botschafter,« sagte der Graf, einen Blick auf die Uhr werfend, »es ist in der Tat die höchste Zeit für mich, zur Reichstagssitzung zu gehen, wollen Sie mich begleiten, wir können ja unterwegs noch sprechen. Sie verzeihen meine Eile – aber Sie werden meine parlamentarischen Pflichten begreifen.«

Ein wenig erstaunt, verneigte sich Herr Benedetti leicht und schickte sich an, den Grafen zu begleiten, der mit artiger Handbewegung den Botschafter voranschreiten ließ und ihm durch die Ausgangstür folgte. Sie stiegen die Treppe hinab, und gingen nach dem Durchgang, welcher durch die Gärten hinter dem Radziwillschen Palais vorbei nach der Leipzigerstraße führt.

Benedetti wartete schweigend auf die Anrede des Grafen Bismarck.

»Mein lieber Botschafter,« sagte dieser, als sie sich in dem Gartendurchgang befanden, »ich gehe soeben in den Reichstag, um die Interpellation zu beantworten, welche, wie Sie wissen, dort wegen der luxemburger Angelegenheit heute gestellt werden wird.«

»Um so mehr möchte ich bitten –« sagte Benedetti, abermals das Papier aus seiner Tasche hervorziehend.

»Erlauben Sie,« unterbrach ihn Graf Bismarck mit leicht abwehrender Handbewegung, »Ihnen zu sagen, was ich auf diese Interpellation antworten werde.«

Erwartungsvoll blickte Benedetti zu dem Grafen empor.

»Ich werde sagen,« fuhr der Ministerpräsident fort, jedes Wort scharf betonend, »daß die preußische Regierung die Empfindlichkeit der französischen Nation, soweit dies mit ihrer eigenen Ehre vereinbar, auf das Äußerste zu schonen bestrebt sei, und daß auch in dieser Frage die gerechte Würdigung des Einflusses maßgebend sei, welchen die friedlichen und freundlichen Beziehungen zu einem mächtigen und ebenbürtigen Nachbarvolke auf die Entwickelung der deutschen Angelegenheiten ausüben muß.«

Benedetti neigte leicht den Kopf. Sein Gesicht zeigte den Ausdruck erwartungsvoller Spannung.

»Ich werde ferner erklären,« fuhr Graf Bismarck in demselben ruhigen und festen Tone fort, »die Staatsregierung habe keinen Anlaß, anzunehmen, daß ein Abschluß über das künftige Schicksal des Großherzogtums bereits erfolgt sei, ich werde erklären, die verbündeten Regierungen glauben, daß keine fremde Macht zweifellose Rechte deutscher Staaten und deutscher Bevölkerungen zu beeinträchtigen gesonnen sein könne, ich werde mich daher enthalten, auf die bestimmte Frage der Interpellation mit Ja ober Nein zu antworten, und die feste Zuversicht aussprechen, daß die Rechte Deutschlands werden gewahrt werden auf dem Wege friedlicher Verhandlungen und ohne Gefährdung der freundschaftlichen Beziehungen, in denen sich Deutschland bisher mit seinen Nachbarn befunden.«

Benedetti hatte, während der Ministerpräsident sprach, mehrmals nachdenklich auf das Papier in seiner Hand geblickt.

»Herr Graf –« sagte er.

»Sie begreifen,« fuhr Graf Bismarck, ihn abermals in höflichstem Tone unterbrechend, fort, »daß nach dieser Erklärung, wie ich sie abgeben will, die freundschaftlichste Verständigung über die ganze Frage nach allen Seiten offen bleibt, der Kaiser wird Gelegenheit haben, über die Angelegenheit – und ihre Konsequenzen,« fügte er mit Betonung hinzu – »nachzudenken, ohne durch die aufgeregte öffentliche Meinung Frankreichs beunruhigt zu werden, und ich zweifle nicht, daß bei den Gesinnungen, welche für Ihre Regierung ebenso maßgebend sein müssen, wie sie mich beseelen, dieser ganze Zwischenfall sich ebenso leicht als freundlich erledigen lassen wird.«

»Gewiß, gewiß, lieber Graf,« sagte Herr Benedetti, »aber – mein Gott – diese Depesche, welche über den Abschluß des Vertrages –«

Sie waren an das Ende des Durchganges gekommen.

Graf Bismarck blieb stehen und sah den Botschafter, der das Papier in seiner Hand hin und her drehte, starr an.

»Sie werden aber auch begreifen,« sagte er mit metallisch klingender Stimme, »daß ich jene Erklärung nicht abgeben kann, wenn ich eine Depesche empfangen habe, welche mir nicht erlaubt, mit gutem Gewissen zu versichern, daß ich über den Abschluß eines Vertrages nichts wisse –«

»Mein Gott, Herr Graf,« rief Benedetti, »diese Depesche, lesen Sie wenigstens« und er hielt dem Grafen das Papier hin.

Abermals streckte der Ministerpräsident abwehrend die Hand aus.

»Sie begreifen,« sagte er kalt und ruhig, »daß wenn ich von dem Abschluß eines solchen Vertrages etwas weiß, ich dies nicht verschweigen kann, und dann,« fuhr er fort, sich hoch aufrichtend und den schneidigen Blick seines klaren Auges auf den Botschafter herabsenkend, »dann muß ich und werde ich hinzusetzen, daß die Ausführung eines solchen Vertrages nicht zugelassen werden wird, so lange das deutsche Volk in Waffen gegürtet an den nationalen Grenzen auf der Wacht steht!«

Die schmächtige Gestalt des Botschafters bog sich in sich zusammen. Die sonst so gleichgültigen Züge seines Gesichts arbeiteten in heftiger Erregung – schlaff hing sein Arm mit dem verhängnisvollen Papier herab.

»Nach einer solchen Erklärung aber,« sagte Graf Bismarck, »würden die zornig entflammten Gefühle beider Nationen sich gegenüber stehen, und welche Möglichkeit bliebe dann der Diplomatie, den Gang der Ereignisse zu beherrschen? – Eine solche Erklärung,« fuhr er fort, »wäre fast der Krieg – den ich nicht will, ebensowenig wie nach meiner Überzeugung der Kaiser!«

»Wahr – wahr!« rief Benedetti, indem er in heftiger Bewegung einige Schritte hin und her tat, während der Blick des Grafen Bismarck stolz und fest auf ihm ruhte. – »O mein Gott, mein Gott, welche Verantwortung, welche entsetzliche Verantwortung! Kann ich eine Depesche, die ich offiziell erhalten, um sie zu übergeben, unterdrücken? – Können Sie mir raten –«

»Ihnen einen Rat zu geben, habe ich nicht das Recht,« sagte Graf Bismarck, »ich habe Ihnen einfach gesagt, was ich erklären werde bei dem mir jetzt bekannten Stande der Sache – und, was ich erklären müßte, wenn ich auf offiziellem Wege anders als bisher über das Sachverhältnis unterrichtet würde. An Ihnen ist es, zu tun, was Sie für die höhere Pflicht gegen Ihren Kaiser und Ihr Land halten!«

Benedetti ging unruhig hin und her. In tiefen Atemzügen arbeitete seine Brust– er zerknitterte fast das Papier in seinen Händen.

»Es ist eine furchtbare Lage!« rief er, »ich wage meine Stellung – meine Zukunft!« lief er, »eine Depesche zu unterdrücken – das ist beinahe unmöglich – wenn der Kaiser –«

»Mein lieber Botschafter,« sagte Graf Bismarck in ruhigem Tone, indem er einen Blick auf seine Uhr warf, »ich habe in der Tat keinen Augenblick mehr zu verlieren, die Sitzung muß schon begonnen haben – und ich möchte Sie bitten, mich nicht länger zu begleiten, denn ich bedarf der Augenblicke, welche mir die wenigen Schritte bis zum Reichstag noch übrig lassen, um mich zu sammeln. – Erlauben Sie mir daher nun die bestimmte Frage: »übergeben Sie mir eine Depesche? Ja oder Nein?«

Benedetti stand einige Augenblicke schweigend in mächtigem, innerem Kampf, die Augen zu Boden gesenkt, mit zitternden Lippen. Graf Bismarck machte eine leichte Wendung zum Ausgang des Durchganges.

»Ich nehme sie zurück,« sagte Benedetti tonlos und steckte das zerknitterte Papier wieder in seine Tasche.

Ein heller Strahl erleuchtete das Auge des Grafen Bismarck. »Es ist gesagt!« sprach er ernst, »ein Wort bleibt ein Wort!«

»Ich muß die Verantwortung tragen,« flüsterte Benedetti mit zitternder Stimme, und rasch die artig dargebotene Hand des Ministerpräsidenten drückend, wendete er sich und eilte gedankenvoll mit fast schwankenden Schritten die Leipzigerstraße hinab.

Graf Bismarck aber ging langsam in militärisch fester Haltung dem Reichstagsgebäude zu, freundlich die Grüße der Vorübergehenden erwiedernd, denn jetzt blieben sie stehen und blickten ihm nach voll Bewunderung und sympathischer Teilnahme, diese guten Berliner, die früher für ihn nur Blicke voll Zorn und Unmut hatten. Der feudale Junker, der Anstifter aller Unruhe und alles Unheils, der Preußen herausgeführt hatte an die Spitze Deutschlands, begann vor ihren Augen emporzuwachsen zu dem mächtigen Erbauer des neu sich einenden Reichs, und der Hauch der Zukunft begann die Herzen zu erfüllen mit seinem mächtigen Wehen.

»Vielleicht habe ich in diesem Augenblick den Frieden der Welt erhalten,« sprach Graf Bismarck leise und sinnend vor sich hin, als er die wenigen Stufen zum Eingang des damaligen Sitzungsgebäudes des Reichstags emporstieg. – »Ruhm und schnelle Vollendung meiner Lebensaufgabe konnte der Krieg bringen, aber die Erhaltung von tausend und abertausend Menschenleben ist wohl des Wartens wert. Gott möge die Eiche der deutschen Macht und Herrlichkeit erwachsen lassen, wenn es möglich ist, ohne daß sie gedüngt werden darf mit neuen Strömen von Blut und Tränen!«

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