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Baruch de Spinoza: Ethik - Kapitel 12
Quellenangabe
typetractate
authorBaruch de Spinoza
titleEthik
publisherDeutsche Bibliothek
editorArtur Buchenau
firstpub1841
translatorBerthold Auerbach
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20071004
projectid80ac770a
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Anhang

Was ich in diesem Teile über die wahre Lebensweise gesagt, ist nicht so angeordnet, daß es mit einem Blick überschaut werden kann, ich habe es vielmehr zerstreut bewiesen, je nachdem ich nämlich eines aus dem anderen leichter ableiten konnte. Ich will es daher hier wieder zusammenfassen und in einigen Hauptsätzen darlegen.

§ 1.

Alle unsere Bestrebungen oder Begierden folgen so aus der Notwendigkeit unserer Natur, daß sie entweder durch sie allein, als ihre nächste Ursache, verstanden werden können, oder insofern wir ein Teil der Natur sind, der aus sich ohne andere Individuen nicht adäquat begriffen werden kann.

§ 2.

Die Begierden, welche so aus unserer Natur folgen, daß sie aus ihr allein verstanden werden können, sind solche, die sich auf den Geist beziehen, sofern dieser als aus adäquaten Ideen bestehend begriffen wird; die übrigen Begierden aber beziehen sich nur auf den Geist, sofern er die Dinge inadäquat begreift, und ihre Macht und ihr Wachstum kann nicht als das menschliche, sondern muß als das Vermögen der Dinge, welche außer uns sind, definiert werden, und deshalb werden jene richtig Handlungen, diese aber Leidenschaften genannt. Denn jene zeigen stets unser Vermögen an, diese hingegen unser Unvermögen und unsere verstümmelte Erkenntnis.

§ 3.

Unsere Handlungen, d. h. die Begierden, welche aus dem Vermögen des Menschen oder aus der Vernunft erklärt werden, sind stets gut, die übrigen aber können sowohl gut als schlecht sein.

§ 4.

Es ist daher für das Leben vor allem von Nutzen, den Verstand oder die Vernunft soviel als möglich zu vervollkommnen, und hierin allein besteht das höchste Glück oder die Glückseligkeit des Menschen; denn die Glückseligkeit ist nichts anderes als eben die Zufriedenheit der Seele, welche aus der intuitiven Erkenntnis Gottes entspringt; den Verstand vervollkommnen ist aber auch nichts anderes, als Gott und Gottes Attribute und Taten, die aus der Notwendigkeit seiner Natur erfolgen, verstehen. Deshalb ist der letzte Zweck des von der Vernunft geleiteten Menschen, d. h. die höchste Begierde, nach welcher er alle übrigen zu lenken trachtet, diejenige, durch welche er dahin gebracht wird, sich und alle Dinge, die in den Bereich seiner Einsicht fallen können, adäquat zu begreifen.

§ 5.

Es gibt daher kein vernünftiges Leben ohne Erkenntnis, und die Dinge sind nur insofern gut, als sie den Menschen fördern, das Geistesleben zu genießen, das als Erkenntnis definiert wird. Was aber hingegen den Menschen hindert, die Vernunft zu vervollkommnen und das vernünftige Leben zu genießen, das allein nennen wir böse.

§ 6.

Weil aber alles, wovon der Mensch die wirkende Ursache ist, notwendig gut ist, so kann daher dem Menschen nur durch äußere Ursachen Böses begegnen, insofern er nämlich ein Teil der ganzen Natur ist, deren Gesetzen die menschliche Natur gehorchen und sich ihr auf fast unendliche Weisen anpassen muß.

§ 7.

Es ist unmöglich, daß der Mensch nicht ein Teil der Natur ist und nicht ihrer gemeinschaftlichen Ordnung folgen muß; wenn er sich aber unter solchen Individuen befindet, welche mit der Natur des Menschen selbst übereinstimmen, so wird eben dadurch das Tätigkeitsvermögen des Menschen erweitert und genährt. Wenn er hingegen unter solchen ist, welche mit seiner Natur gar nicht übereinstimmen, so wird er ohne große Veränderung seiner selbst sich ihnen kaum anpassen können.

§ 8.

Alles, was es in der Natur gibt, was wir für schlecht oder für möglicherweise hinderlich halten, um das Dasein oder das vernünftige Leben genießen zu können, das dürfen wir auf die Weise, die uns sicherer scheint, von uns entfernen, und dagegen dürfen wir zu unserem Vorteil anwenden und auf jegliche Weise alles benützen, was es gibt, das wir für gut oder nützlich zur Erhaltung unseres Seins und zum Genuß des vernünftigen Lebens erachten; und nach dem höchsten Recht der Natur darf jeder absolut das tun, wovon er glaubt, daß es zu seinem Nutzen gereicht.

§ 9.

Nichts kann mehr mit der Natur eines Dinges übereinstimmen als die übrigen Individuen derselben Art, und folglich gibt es (nach § 7) nichts, was zur Erhaltung seines Seins und zum Genuß des vernünftigen Lebens für den Menschen nützlicher wäre als der Mensch, den die Vernunft leitet. Weil wir ferner unter den Einzeldingen nichts kennen, was vortrefflicher ist als der Mensch, den die Vernunft leitet, so kann jeder am meisten dadurch zeigen, wieviel Geschick und Geist er besitzt, daß er die Menschen so heranbildet, daß sie endlich nach eigener Vernunftherrschaft leben.

§ 10.

Insofern die Menschen von Neid oder irgendeinem Affekt des Hasses gegeneinander getrieben werden, insofern sind sie einander entgegengesetzt, und folglich um so mehr zu fürchten, je mächtiger sie sind als die übrigen Individuen der Natur.

§ 11.

Die Herzen werden jedoch nicht durch Waffen, sondern durch Liebe und Edelmut überwunden.

§ 12.

Es ist den Menschen vor allem von Nutzen, Verbindungen einzugehen und sich durch solche Bande aneinander zu knüpfen, durch welche sie besser aus sich allen eins machen und absolut das zu tun, was dazu dient, die Freundschaftsverbindungen zu befestigen.

§ 13.

Dies erheischt aber Geschick und Wachsamkeit. Denn die Menschen sind wankelmütig (sind doch deren, die nach der Vorschrift der Vernunft leben, nur wenige) und dabei meistenteils neidisch und mehr zur Rache als zum Mitgefühl geneigt. Es gehört daher eine besondere Kraft der Seele dazu, um einen jeden nach seinem Sinne zu ertragen und sich davor zu bewahren, dessen Affekte nachzuahmen. Diejenigen aber hingegen, die die Menschen zu tadeln und, statt sie Tugenden zu lehren, ihnen Fehler vorzurücken und ihren Geist nicht zu stärken, sondern zu brechen verstehen, die sind sich und den anderen zur Last. So haben viele, aus allzu großer Unduldsamkeit ihres Geistes und aus falschem Religionseifer, lieber unter Tieren als unter Menschen leben wollen; wie Knaben oder Jünglinge, die die Vorwürfe der Eltern nicht gleichmütig ertragen können, unter die Soldaten fliehen und die Unbequemlichkeiten des Krieges und den Befehl willkürlicher Oberherrschaft den häuslichen Bequemlichkeiten und elterlichen Ermahnungen vorziehen und sich jede Last auferlegen lassen, nur um sich an den Eltern zu rächen.

§ 14.

Obgleich daher die Menschen alles meist nach ihren Neigungen einrichten, so ergeben sich doch aus ihrem gemeinschaftlichen Vereine viel mehr Vorteile als Nachteile. Deshalb ist es besser, ihre Beleidigungen mit Gleichmut zu ertragen und das eifrig zu betreiben, was zur Erlangung der Eintracht und Freundschaft dient.

§ 15.

Was Eintracht erzeugt, ist das, was zur Gerechtigkeit und Ehrbarkeit gehört. Denn die Menschen ertragen außer dem Ungerechten und Unbilligen auch das ungern, was man für unehrbar hält, oder wenn jemand die gebräuchlichen Sitten eines Staates nicht achtet. Um aber Liebe zu gewinnen, ist hauptsächlich das nötig, was sich auf Religion und Frömmigkeit bezieht. Hierüber siehe man Anm. 1 und 2 zu Lehrsatz 37, Anm. zu Lehrsatz 46 und Anm. zu Lehrsatz 73 dieses Teils.

§ 16.

Durch Furcht wird gewöhnlich auch Eintracht erzeugt, aber ohne Treue. Dazu kommt, daß Furcht aus dem Unvermögen der Seele entspringt und deshalb nicht zum Gebrauch der Vernunft gehört, sowenig als Mitleid, obgleich es den Anschein der Frömmigkeit äußerlich zu haben scheint.

§ 17.

Die Menschen werden auch durch Freigebigkeit gewonnen, diejenigen besonders, die nichts haben, wodurch sie sich das zur Erhaltung des Lebens Notwendige verschaffen können. Aber jedem Bedürftigen Hilfe zu leisten, übersteigt bei weitem die Kräfte und den Nutzen eines einzelnen Mannes. Denn der Reichtum eines Privatmannes reicht bei weitem nicht hin, dies zu leisten. Zudem ist die Fähigkeit eines einzelnen Mannes zu beschränkt, um sich alle durch Freundschaft verbinden zu können. Deshalb liegt die Sorge für die Armen der ganzen Gesellschaft ob und gehört bloß zum Gemeinwohl.

§ 18.

In der Annahme von Wohltaten und Dankbezeigungen muß unsere Sorge wieder eine ganz andere sein; siehe hierüber Anm. zu Lehrsatz 70 und Anm. zu Lehrsatz 71 dieses Teils.

§ 19.

Auch buhlerische Liebe, d. h. die Geschlechtslust, welche aus gefälligem Äußeren entspringt, und absolut jede Liebe, welche eine andere Ursache als die Freiheit des Geistes anerkennt, geht leicht in Haß über, wenn sie nicht, was noch schlimmer ist, eine Art des Wahnsinns ist, und dann findet die Zwietracht mehr Nahrung als die Eintracht. Siehe die Anmerkung zu Lehrsatz 31, Teil 3.

§ 20.

Was die Ehe betrifft, so ist es gewiß, daß sie mit der Vernunft übereinstimmt, wenn die Begierde nach körperlicher Vermischung nicht durch gefälliges Äußere allein entsteht, sondern auch durch die Liebe zum Erzeugen und zur vernünftigen Erziehung von Kindern; und wenn überdies die Liebe beider, des Mannes und des Weibes, nicht allein das gefällige Äußere, sondern vornehmlich die Freiheit der Seele zur Ursache hat.

§ 21.

Auch Schmeichelei erzeugt Eintracht, aber durch das schimpfliche Laster der Untertänigkeit oder durch Treulosigkeit. Denn niemand wird mehr durch Schmeichelei gefangen als die Hochmütigen, die die ersten sein wollen und doch nicht sind.

§ 22.

In der Selbsterniedrigung steckt der falsche Schein der Frömmigkeit und Religion. Und obgleich die Selbsterniedrigung dem Hochmut entgegengesetzt ist, steht doch der sich selbst Erniedrigende dem Hochmütigen am nächsten. Siehe Anmerkung zu Lehrsatz 57 dieses Teils.

§ 23.

Auch Scham kann nur in solchen Dingen zur Eintracht führen, welche sich nicht verbergen lassen. Weil ferner Scham selbst eine Art der Unlust ist, hat sie keine Beziehung auf den Gebrauch der Vernunft.

§ 24.

Die übrigen Affekte der Unlust gegen die Menschen stehen unmittelbar der Gerechtigkeit, Billigkeit, Ehrbarkeit, Frömmigkeit und der Religion entgegen, und obgleich die Entrüstung den Anschein von Billigkeit zu haben scheint, so lebt man doch da gesetzlos, wo einem jeden gestattet ist, über die Taten eines anderen abzuurteilen und sich oder einem anderen sein Recht zu verschaffen.

§ 25.

Die Leutseligkeit, d. h. die Begierde, den Menschen zu gefallen, die durch die Vernunft bestimmt wird, gehört zur Frömmigkeit, wie wir in der Anmerkung zu Lehrsatz 37 dieses Teils gesagt haben. Aber wenn sie aus einem Affekt entspringt, so ist sie Ehrgeiz oder eine Begierde, durch welche die Menschen unter dem falschen Schein von Frömmigkeit meist Zwietracht und Aufruhr erregen. Denn wer den übrigen durch Rat oder Tat dazu zu verhelfen wünscht, daß sie alle zugleich das höchste Gut genießen, der trachtet vor allem danach, sich ihre Liebe zu erwerben, nicht aber sie zur Bewunderung zu verleiten, so daß seine Lehre seinen Namen trage, noch irgendwelche Veranlassungen zum Neid zu geben. Auch im gewöhnlichen Gespräch wird er sich hüten, die Fehler der Menschen aufzuzählen, und bemüht sich, nur spärlich von dem menschlichen Unvermögen zu sprechen, häufig dagegen von der menschlichen Tugend oder Macht und auf welche Weise sie vervollkommnet werden kann, damit die Menschen so, nicht aus Furcht oder Abscheu, sondern allein durch den Affekt der Lust getrieben, sich bestreben, soviel an ihnen liegt, nach der Vorschrift der Vernunft zu leben.

§ 26.

Außer den Menschen kennen wir kein Einzelwesen in der Natur, an dessen Geist wir uns erfreuen, oder was wir durch Freundschaft oder irgendeine Art des Zusammenlebens an uns knüpfen können; und was es also auch noch in der Natur außer den Menschen gibt, so fordert die Rücksicht auf unseren Nutzen nicht, es zu erhalten, sondern sie lehrt uns, es je nach seiner verschiedenen Anwendung zu erhalten, zu zerstören oder auf jegliche Weise zu unserem Gebrauche zu verwenden.

§ 27.

Der Nutzen, den wir von den außer uns seienden Dingen ziehen, besteht außer der Erfahrung und Erkenntnis, die wir dadurch erlangen, daß wir sie beobachten und aus einer Gestalt in die andere verwandeln, hauptsächlich in der Erhaltung des Körpers. Und in dieser Rücksicht sind diejenigen Dinge besonders nützlich, die den Körper so erhalten und nähren können, daß alle seine Teile ihre Funktionen gehörig verrichten können. Denn je befähigter der Körper ist, auf mehrere Weisen affiziert zu werden und die äußeren Körper auf die mannigfaltigsten Weisen zu affizieren, desto befähigter ist der Geist zum Denken (siehe Lehrsatz 38 und 39 dieses Teils). Es scheint aber sehr wenig dergleichen in der Natur zu geben; daher bedarf man, um den Körper, wie es erforderlich ist, zu nähren, vieler Nahrungsmittel von verschiedener Natur. Denn der menschliche Körper ist aus sehr vielen Teilen von verschiedener Natur zusammengesetzt, welche einer ununterbrochenen und mannigfaltigen Nahrung bedürfen, damit der ganze Körper zu allem, was aus seiner Natur folgen kann, gleich befähigt ist, und folglich damit auch der Geist gleich befähigt ist, vielerlei zu begreifen.

§ 28.

Um dies aber zu erreichen, würden die Kräfte jedes einzelnen schwerlich hinreichen, wenn sich die Menschen nicht gegenseitige Hilfe leisteten. Nun ist das Geld ein Darstellungsmittel aller Dinge geworden; daher kommt es, daß die Vorstellung desselben den Geist des großen Haufens am meisten beschäftigt, weil er sich fast gar keine Art der Lust vorstellen kann, mit welcher nicht die Idee des Geldes als Ursache verbunden wäre.

§ 29.

Dies ist aber nur bei denjenigen ein Fehler, die sich nicht aus Dürftigkeit, noch zu ihrem Bedürfnisse Geld erwerben, sondern weil sie die Handelskünste gelernt, mit denen sie großtun. Im Übrigen füttern sie den Körper aus Gewohnheit doch nur kärglich, weil sie von ihren Gütern so viel zu verlieren glauben, als sie auf die Erhaltung ihres Körpers wenden. Wer dagegen den richtigen Gebrauch des Geldes kennt und das Maß des Reichtums nur nach dem Bedürfnis bestimmt, lebt mit wenigem zufrieden.

§ 30.

Da also die Dinge gut sind, welche die Teile des Körpers unterstützen, ihre Funktionen zu verrichten, und die Lust darin besteht, daß das Vermögen des Menschen, sofern er aus Geist und Körper besteht, erweitert oder vermehrt wird, so ist alles, was Lust verschafft, gut. Weil die Dinge hingegen aber nicht zu dem Zwecke tätig sind, um uns mit Lust zu erfüllen, und ihr Tätigkeitsvermögen nicht unserem Nutzen gemäß gemildert wird, und da endlich die Lust sich meist hauptsächlich auf einen Teil des Körpers bezieht, so haben die Affekte der Lust (wenn nicht Vernunft und Wachsamkeit dabei sind), und folglich die von ihnen erzeugten Begierden, meist ein Übermaß. Hierzu kommt, daß wir vermöge des Affekts das für das Vorzüglichste halten, was im Augenblick angenehm ist, und das Künftige nicht mit gleichem Affekt schätzen können. Siehe die Anmerkung zu Lehrsatz 44 und Anmerkung zu Lehrsatz 60 dieses Teils.

§ 31.

Der Aberglaube scheint dagegen dasjenige als gut festzusetzen, was Unlust; und dasjenige dagegen als schlecht, was Lust bringt. Aber, wie schon gesagt (siehe Anm. zu Lehrsatz 45 dieses Teils), niemand als ein Neidischer freut sich über mein Unvermögen und meine mißliche Lage. Denn mit je größerer Lust wir affiziert werden, zu desto größerer Vollkommenheit gehen wir über und haben folglich um so mehr Teil an der göttlichen Natur; und eine Lust, welche durch die wahre Rücksicht auf unseren Nutzen gemäßigt wird, kann nie schlecht sein. Wer dagegen von der Furcht geleitet wird und das Gute tut, um das Böse zu vermeiden, der wird nicht von der Vernunft geleitet.

§ 32.

Das menschliche Vermögen ist aber sehr beschränkt und wird von dem Vermögen der äußeren Ursachen unendlich übertroffen, und folglich haben wir keine absolute Macht, die Dinge, welche außer uns sind, nach unserem Nutzen zu fügen. Doch werden wir alles gleichmütig ertragen, was sich uns dem entgegen ereignet, was die Rücksicht auf unseren Nutzen verlangt, wenn wir das Bewußtsein haben, unsrer Pflicht Genüge geleistet zu haben, und wissen, daß das Vermögen, welches wir haben, sich nicht so weit hat erstrecken können, um es vermeiden zu können, und daß wir ein Teil der gesamten Natur sind, deren Ordnung wir befolgen. Wenn wir dies klar und deutlich erkennen, so wird der Teil von uns, welcher als Erkenntnis definiert wird, d. h. der bessere Teil von uns, dabei völlig beruhigt sein und in dieser Beruhigung zu verharren streben. Denn insofern wir erkennen, können wir nur das begehren, was notwendig ist, und überhaupt nur bei dem Wahren uns völlig beruhigen; sofern wir daher dieses richtig erkennen, sofern stimmt das Bestreben des besseren Teils von uns mit der Ordnung der ganzen Natur überein.

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