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Erlebnisse eines Erdenbummlers

Adam Karrillon: Erlebnisse eines Erdenbummlers - Kapitel 13
Quellenangabe
typenarrative
authorAdam Karrillon
titleErlebnisse eines Erdenbummlers
publisherG. Grote'sche Verlagsbuchhandlung
year1923
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorGerd Bouillon
senderwww.gaga.net
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»Es regt sich was im Odenwald«

Die erste Nacht kampierten wir bei meinem Vater, wo derweilen meine Frau und Kinder angekommen waren, um am nächsten Morgen schon mit dem Aufstellen der Möbel in der eigenen Mietwohnung zu beginnen. Alles war durch meinen alten Herrn gut vorbereitet worden, und beim Krämer Bundschuh prangte am Abend schon an der Hausecke ein Porzellanschildchen mit der Aufschrift: »Dr. Karrillon, praktischer Wundarzt« und, was weiß ich, was noch sonst für eine Sorte von Heilkünstler. Wer bei Bundschuhs Kaffeebohnen oder Gewürznelken kaufte, konnte gar nicht anders, er mußte die große Botschaft lesen, daß ein neuer Stern über Bethlehem aufgegangen sei. Als nun gar noch der Anzeiger in einem Arabeskenrahmen die staunenswerte Kunde brachte, da mangelte es schon bald nicht mehr an Patienten. Die ersten, die mir ihr Vertrauen schenkten, waren natürlich diejenigen, denen von den anderen Ärzten Mahnbriefe ins Haus geschickt worden waren. Doch ich wußte das nicht so und nahm zu meinen Gunsten an, es müsse meiner Person irgendein glänzender Strahl von einer geheimnisvollen Ruhmesaureole vorausgegangen sein.

Meiner Wohnung gegenüber hauste ein jüdischer Getreidehändler, bei dem die Bauern aus dem Odenwald vorsprachen, wenn sie ihre Kreszenz verkaufen wollten. Auch dieser Umstand kam mir zugute. Er trug meinen Namen in die entlegensten Bauerngüter hinaus, wo er übrigens durch meinen Vater zu besserem Glanze gekommen war, als ich ihm zu geben je vermocht hätte. So waren denn die Ferientage meines Gaules bald herum. Er stand wieder, wie hinterm Donnersberg, unterm Sattel und trabte mit mir in den Odenwald hinaus. Beersbach, Hilsenhain, Lampenhain und andere Seeplätze waren es, in denen meine Praxis blühte. Gerne verweilte ich bei den einfachen Menschen, deren Eigenart mir von Kindesbeinen auf bekannt war, und die auch mich so ganz und gar nicht als einen hereingeschneiten Fremdling nahmen. An ihren Apfelwein gewöhnte ich mich rasch, und für den Wohlgeschmack ihres Schüsselkäses hätte ich einige Wochen von der bestimmten Zahl meiner Lebensjahre hingegeben und täte es heute noch. In diesen entlegenen Dörfern herrschte nämlich noch die alte Sitte, daß dem Arzte bei seinem Besuche jedesmal ein Imbiß vorgesetzt wurde. Sie stammte aus einer Zeit, wo die Wirtshäuser noch keine Landplage waren. O, wie wir damals gelebt haben, mein edler Gaul und sein Herr! Während ich nämlich im Zimmer saß und kaute, tat er das gleiche im Hofe drunten an einem Kleehaufen oder vor einem Futtertrog mit Hafer, den eln Knecht ihm vors Gebiß geschoben hatte.

Als ich wieder einmal so in Beersbach saß und tafelte, kam von Steinach der Röhrig herein, ein Blutvergießer, wie es keinen größeren mehr geben konnte, denn er war Dorfbarbier. Wo seine Messer schabten, flogen nicht nur die Haare aus den Gesichtern, sondern es sprangen auch rote Quellen auf aus Bauernbacken. Er leerte heute seinen Rasierbeutel hin über den Tisch und hing den Streichriemen am Fensterriegel auf. Während er nun so sein Messer schärfte, sagte er verloren über die linke Schulter hinweg: »Am Jöstebauer zu Wünschmichelbach werd' ich heute den letzten Groschen verdient haben. Er ist für die Ewigkeit rasiert. Ja, wenn einer da wäre, der operieren könnte! Zu Darmstadt im Landkrankenhaus, da haben wir manchen durchgebracht, der schlimmer dran war als der Jöst trotz seiner vierundachtzig Jahre!«

Ich horchte auf. Der Barbier merkte etwas und fuhr mit Eifer fort: »Was wir Leute vom Fach einen eingeklemmten Bruch nennen oder Incaceration ist nichts wie eine Verschlingung von Därmen. Man schneidet ein, legt die Kutteln zurecht, die Winde finden ihren Weg und der Patient ist gerettet.«

»Er redet, daß du's hören sollst,« dachte ich bei mir, legte Messer und Gabel fort und bestieg mein Pferd. Ich ritt über die Höhe und konnte bald das Gorxheimer Tal hinunter auf die Ruine Windeck sehen. Die Sonne war am Untergehen, hielt aber die Gipfel der Berge noch in einem guten Licht. Ein Wäldchen war zu durchreiten.

Dann sah man auf der rechten Seite in einer grasbewachsenen Mulde den Hof des kranken Jöstebauern liegen. Die Giebelfenster spiegelten den roten Abendhimmel fröhlich wider und sahen nicht so aus, als ob hinter ihren Scheiben einer läge, der den nächsten Morgen nicht mehr schauen solle. Absichtlich nahm ich meinen Weg vom Pfade ab, so daß ich eine Bergwiese überqueren mußte. Ich dachte mir: »Ein Retter kann in dem Hause mit den vorhanglosen Fenstern nicht unbemerkt bleiben. Irgend jemand wird ihn sehen, und man wird einen Familienrat zusammenrufen und fragen, wer es sei. Die Bäuerin war gewißlich mit ihrer Butter auf dem Wochenmarkte zu Weinheim gewesen und in großer Gesellschaft nach Hause gegangen. Sollte da nicht zufällig die Rede auch darauf gekommen sein, daß im Städtle ein neuer Doktor wäre, wie die Welt noch keinen gesehen habe, fingerfertig wie ein Taschendieb und geschickt wie nur je ein Hexenmeister?«

Ich hatte nicht falsch kalkuliert. Als ich tiefer ins Tal herunterkam, stand am Wege einer, der die Mütze nicht auf dem Kopf, sondern unterm linken Ellenbogen trug. Er wünschte einen guten Abend und fragte, ob der Herr da auf dem Pferde der neue Doktor sei.

Als ich bejahte, sagte er bescheiden: »Der Röhrig war da und hat gemeint, wenn so ein richtiger Schinderhannes von Operateur zur Hand wäre, könne dem Großvater vielleicht doch noch einmal geholfen werden. Den Pfarrer haben wir schon gehabt, für eine gute Himmelfahrt ist gesorgt, wollt Ihr nun nicht so gut sein und nach dem Hofe da herüberkommen?«

Ich war natürlich sofort bereit zu gehen, ließ erst nur kurz den Gaul am Röhrenbrunnen vor der Treppe seinen Durst stillen und trat dann in die Stube. Eine Hand schob einen Bettvorhang über Seite. Ich fand meinen Patienten und an diesem alles, wie es der Streichriemen zu Beersbach geschildert hatte. Es war da mit nichts anderem zu helfen, als in der Tat nur mit einem raschen chirurgischen Eingreifen. Vorsichtig und mit schönen Worten wollte ich dieses eben in Vorschlag bringen, als der Kranke entschlossen meine Hand faßte und zu mir sagte: »Von Eurem Großvater habe ich auf dem Beerfelder Markt die beste Kuh gekauft, die je in meinem Stalle war. So kommt's, daß ich Vertrauen zu Euch habe. Wenn Ihr ein Messer bei Euch habt, ich bin bereit.«

Und der hochbetagte Greis wurde ohne weiteres auf den Tisch gebracht. Ohne Betäubung lag er schweigend da und ertrug die lange, schwierige Operation eines guten Viehhandels wegen.

Und er hatte Glück. Er kam mit dem Leben davon und mit soviel Rüstigkeit, daß er bald wieder in dem Felde stand und die Ochsen vor dem Pfluge hertrieb.

War's Einbildung von mir, oder war's Wirklichkeit?

Mir kam es nämlich vor, als ob die Leute den Hut tiefer vor mir abzögen, seitdem ich dem Bauer die Gesundheit wiedergegeben hatte. Menschen, die ich gar nicht kannte und die aus fremden Kirchspielen in die Gegend gekommen waren, blieben stehen und musterten mich und mein Pferd.

»Sollte da nicht der Röhrig die Hand im Spiele haben?« dachte ich mir und ich gab mir Mühe, wieder einmal mit ihm zusammenzutreffen. Seine Bahn war nämlich wie die eines Kometen zu berechnen. Am Samstag in aller Herrgottsfrühe ging er mit dem grünen Beutel in Steinach weg und kam lange vor Tag in Oberlöhrbach an. Von Hof zu Hof rasierte er die Bauern im Bett, das lange Tal hinunter. Um sich eine Abwechslung zu schaffen und anderen ein Vergnügen, kitzelte er auch nebenher einmal an einem Fuß der Bäuerin, wenn gerade ein solcher unter einer Bettdecke hervorschaute. Hatte er so seine Witze gemacht und die Bauern für den Sonntagsgottesdienst im Löhrbachtal zugestutzt, so überschritt er zu gleichem Zweck die Höhe von Buchklingen und kam nach Gorxheim herüber. Dort war er mit Sonnenaufgang zu erwarten. Also richtete ich es so ein, daß ich in Gorxheim war, wenn er aus dem Staatswald heraustrat. Nach den Buchen hatte ich seither vergeblich hinaufgespäht. Da sah ich den Bürgermeister des Dorfes auf seiner Treppe stehen, wie er mit einem grauen Handtuch das Blut aus seinem großen Vollmondsgesicht wischte.

»Guten Morgen,« sagte ich und »war der Röhrig da?«

»Wie Ihr seht,« gab er mir zur Antwort. »Was mir das Aas schon für Blut abgezapft hat, tät fast ein Mühlrad treiben. Aber ein Kerl ist er halt doch. Er haut die Stoppeln einem aus dem Gesicht, daß die Schwarten fliegen wie vor einer Kreissäge.«

»Ist er noch in der Nähe hier herum?«

»Hört Ihr nicht das Schaben seines Messers? Er wird im Wasserbau daneben sein und die Holzknechte bedienen.«

Gewiß, ich hörte ein Kratzen, aber ich hatte es für das Geräusch einer Wurzelbürste genommen; bis es plötzlich aufhörte und der Röhrig mit eiligen Schritten im Hofe erschien.

»Gott's en Dunner,« sagte er, »der Doktor schon in aller Herrgottsfrühe! Ihr werdet doch nicht schon wieder einem alten Mann den Bauch aufgeschnitten haben? Tut mir den Gefallen und laßt die Alten sterben. Sie sind so schwer zu rasieren mit den vielen Falten in den Judasgesichtern drin;« und er ließ mich stehen und lief ins Nachbarhaus hinein.

»Fort ist er, und wann trifft man den mal wieder?« fragte ich den Bürgermeister.

»Oh, wann die Bärte wieder gewachsen sind. Alle Samstag hier im Dorf. Aber hört doch nur, ein Fuhrwerk kommt soeben das Tal herabgesaust. Sind da die Pferde durchgegangen oder braucht einer eilig einen Doktor? Seht nur, dort biegt der Karren eben um die Ecke. Er muß von weither kommen aus der Hinterzent. Man sieht's am Messingzeug der Kopfgeschirre. Stell' dich am Weg auf, Liskathrin, und schrei dem Fuhrmann zu, wenn er einen Doktor braucht. Da wäre einer, sag'!«

Der Zuruf galt einer Magd, die am Brunnen stand.

Der Bürgermeister hatte richtig vermutet und nicht umsonst die Magd bemüht. Das Fuhrwerk hielt. Im Nu war ich aufgeladen. Der Wagen gedreht und fort ging es wieder das Tal hinauf.

»Wo geht es hin?« fragte ich den Kutscher.

»Zu einem großen Unglück. Denkt nur, überm Nonnenhof zu Eiterbach da schlagen schon die Flammen zusammen und die Hohlziegel knallen aufs Pflaster herunter, da läuft die Bäuerin noch in den zweiten Stock hinauf, um dem Sohne Bastian seine Militärpapiere herabzuholen. Als sie nicht wieder kommt, stürzt der Bauer nach.

Gleich drauf ein Geschrei aus dem brennenden Haus und ein Gerumpel. Die Zwei sind die Stiegen heruntergefallen und liegen, ein brennender Klumpen, im Hausgang. Mit den Feuerhaken hat man sie ins Freie gezogen und Wasser auf sie gegossen, bis sie nicht mehr rauchten und flammten. Sie leben noch, aber Gott wie sehn sie aus!«

»Hat man sie denn in ein anderes Haus gebracht?«

»Ja, zum Nachbar 'rüber, und der Hexenkonrad steht dabei und spricht Gebete gegen das wilde Brennen. Aber es hilft wenig. Der Bauer zwar ist wieder auf seinen Beinen. Die Bäuerin aber liegt auf dem blanken Stubenboden. Sie jammert gottserbärmlich, und kein Mensch hat den Mut, sie nur anzugreifen.«

»Fahrt mit der Peitsche aus, Fuhrmann, und laßt die Gäule laufen, was sie können!«

Es geschah nach meinem Wunsche. Die Taglöhnerhäuschen tanzten nur so an uns vorbei, und das gleiche tat sogar eine kleine Kapelle, die fromm am Wege stand. Es ging ein wundervolles Tal hinunter, aber ich sah wenig von seinen Wundern. Ein Mühlrad drehte sich im Bach, aber ich hörte nicht das Klappern seines Stuhles. Zu laut war das Schlagen der Wagenachsen. Staub hatte sich in meine Gehörgänge gelegt und auch auf die Schleimhäute meiner Nase.

Und doch, ich konnte mich nicht täuschen. Ein brandiger Gestank verletzte meine Geruchsnerven. Es konnte nach der Unglücksstelle nicht mehr weit hin sein.

Wir kamen durch ein Dorf. Schulkinder standen da herum, die Bücher unterm Arm und wußten nicht, was sie beginnen sollten.

Der Lehrer war offenbar dort, wo das Haus eingeäschert war und die Verunglückten sich befanden. Noch über eine Brücke hinüber. Hinter Bäumen her, die auf dem Anger standen, und die kahlen Giebel eines ausgebrannten Gebäudes starrten mir entgegen.

Grauschwarzer Rauch stahl sich aus den leeren Fensterhöhlen und mischte sich mit weißem Gewölk, das überm Tale schwebte. Hier und da leckte noch mit roter Zunge eine Flamme an verkohlten Dachsparren. So sah das aus, was vor wenig Stunden noch eine menschliche Wohnung war. Und was ums Haus herum Baum gewesen, streckte die laublosen schwarzen Zweige zum Himmel empor, und was Gras war, lag am Boden und war in den nassen Grund getreten mit Ziegelsteinen belastet, Feuereimern und Holzkohlen.

Der Fuhrmann lenkte an der Brandstelle vorbei der nächsten Hofraite zu. Ich stieg vom Wagen und mühte mich eine Treppe empor. Am Geländer standen Frauen, hatten den Schürzenzipfel zwischen den Zähnen und die Augen voller Tränen. Sie sahen mich an wie einen, nicht der retten, sondern der Not ein Ende machen solle, denn ein nervenzerreißendes Jammern drang zwischen blühenden Fuchsienstöcken hindurch aus dem Fenster heraus.

Auf das Schlimmste gefaßt war ich über die Schwelle ins Zimmer getreten. Aber was kann der Mensch ersinnen, das nicht die Wirklichkeit mit Übertreibung sogar längst hergestellt hat? Mit Dante hätte ich in die Unterwelt steigen müssen, um ein Schreckensbild zu suchen, wie es jetzt sich meinem Auge bot. Wachsbleich lag ein nackter Körper vor mir auf den sandbestreuten Dielen.

Das reiche Haar des Kopfes war zu einer verklebten Masse zusammengeronnen, die wie Pech den ganzen Schädel deckte. Über Stirn und Wangen zogen schwarze Streifen wie die Kohlezeichnung einer Kinderhand. Sie stiegen tiefer diese grauenvollen Schriftzüge und mit großen Brandblasen untermischt übermalten sie die Brust und den größten Teil des nackten Unterleibes. Um die Hüften schlang sich in verkohlten Resten alles das, was noch von dem Faltenwurf der Röcke übrig war. Die Ober- und Unterschenkel waren nichts mehr als eine fleischige Masse, aus der sich das schwarze Blut stahl in kleinen mit Wasser vermischten Tropfen. Und doch, der ganze übelduftende Klumpen lebte noch. Er zuckte, er schrie sogar auf, wenn jemand auf die Diele trat und die unbarmherzigen Bretter sich bewegten. Wird man's verstehen können, daß ich, der Arzt, wie versteinert dastand und kein Glied bewegen konnte? Nein, der unseligste aller Kriege war ja damals noch nicht dagewesen und hatte die menschlichen Gefühlsnerven verkalkt wie Quarzadern im Porphyr.

Und doch im Zimmer lief einer auf und ab, der von dem traurigen Vorgang wenig berührt schien. Er hatte die Hände mit Handtüchern fest umwickelt und gab zuweilen kurze Anweisung, was mit dem Vieh zu geschehen habe, das sich ohne Aufsicht in den Ackern und Wiesen herumtrieb.

»Ist das etwa der Mann der Sterbenden?« fragte ich einen der Umstehenden und erhielt durch Kopfnicken die Bestätigung meiner Vermutung. Im selben Augenblick trat der Pfarrer mit dem Sanktissimum in die Stube. Ich begrüßte sein Erscheinen wie eine Erlösung. Denn, um es nur offen zu gestehen, ich wußte mir keinen Rat, was ich mit dem Rest von einem Menschen anfangen sollte, der da zu meinen Füßen lag. Ich drückte mich also schweigend zur Türe hinaus, und die Leute folgten mir der heiligen Beichte wegen, die keine Teilnehmer duldete.

Im Hofe wartete ich zwischen betenden Frauen, bis der geistliche Herr wieder zum Vorschein kam. Der gute Mann schien mir von dem, was er gesehen, tief erschüttert, und doch – es lag in seinem Gesicht etwas, was wie Verwunderung aussah und zu fragen schien, ob niemand da sei, der in menschlichen Verhältnissen besser Bescheid wisse als er selber. Kaum daß ich mich ihm als Arzt vorgestellt hatte, so zog er mich am Rockärmel auf die Seite, um mir mit Flüsterstimme die Frage vorzulegen: »Haben Sie schon mit dem Manne der Sterbenden gesprochen?«

»Nein,« sagte ich, »ich will warten, bis die Ärmste da drinnen ausgelitten hat.«

»Sie werden einen merkwürdigen Heiligen an dem Hofbauer kennen lernen. Denken Sie nur, als ich jetzt oben einige tröstliche Worte an ihn richten wollte, unterbrach er meine Rede mit der Frage: ›Können Sie, Herr Pfarrer, sich noch an die Kaffeekannen mit den goldenen Rändern erinnern von der letzten Kindstauf her?‹ Ich nickte, und er fuhr fort: ›Sie waren doch schön, nicht wahr? Denken Sie, und die sind auch verbrannt.‹«

Der Pfarrer und ich sahen einander voller Staunen an und keiner wußte, was er sagen sollte, als plötzlich ein lautes Weinen der Umstehenden einsetzte und verkündete, daß die Seele der Schwergeprüften den Weg aus dem Körper gefunden habe.

Ich wartete noch ein wenig und ließ dann den Mann der Toten zu mir in ein Nebenzimmer rufen. Kunstgerecht verband ich seine stark verbrannten Hände, und als ich eine Pfeifenspitze aus der Innentasche seines Wamses herausgucken sah, so erlaubte ich mir die Bemerkung: »Sie sind nun verbunden, mein Lieber, und ich hoffe, Sie werden bald wieder die Hände gebrauchen und die Pfeife rauchen können.«

»Die Pfeife rauchen, wieso denn?« gab der Bauer staunend zurück. »Rauchen, ja was denn aber? Ich hatte noch ein frisches Päckel Tabak, als das Feuer kam.«

»Der Tabak wird mit verbrannt sein,« bemerkte ich.

»Verbrannt? Im Leben nicht! Ein Spitzbub von den Feuerwehrleuten hat es zu sich gesteckt. Ich wollte eine Sommergans drauf verwetten, und wenn's sein muß einen Scheffel Welschkorn zum Fettmachen.«

»Wenn Deutschland einmal einen Nero braucht, so kann ich ihm den besorgen,« dachte ich bei mir, bestieg den Wagen wieder und ließ mich heimwärts kutschieren.

Zu Trösel fuhr ich am Rasierer Röhrig vorüber. Natürlich wußte er längst, daß es im anderen Tale gebrannt hatte und auch bei wem, und er wollte von mir nur wissen, ob der Bauer noch am Leben sei. Als ich das bestätigte, sagte er traurig: »Schade dafür! Das Sohlleder wäre abgeschlagen, wenn unser Herrgott den und seine großen Füße zu sich in den Himmel genommen hätte.«

Ich dachte über die Worte nach und fuhr in den Abend hinein.

Beinahe einen ganzen Tag hatte ich in Weinheim gefehlt, und ich hatte manchen enttäuscht, der in der Sprechstunde auf mich wartete. Waren das nun alles Patienten gewesen? Keineswegs. Es waren Vereinsvorstände, die mich zum Beitritt in den Pfeifenklub, in den Sing-Sang- und Bruderverein, in die Tauben-, Kaninchen- und Blutegelgenossenschaft zu keilen bestrebt waren.

Ich trat natürlich überall ein und bezahlte bald mehr Beiträge als Hausmiete. Auch im Kasino wurde ich Mitglied, und da ich oft und ausgiebig im Skat zu verlieren pflegte, so war ich wegen dieser Eigenschaft in dem erlauchten Kreise mehr geschätzt als im Kirchengemeinderat. Außer im Kasino saß ich aber auch des öfteren im »Goldenen Schaf«, wo die Gebrüder Köhler meine Gesellschaft waren, oder beim Kochebäcker in der »Pfalz«, wo es Freitags Zwiebelkuchen gab und im zweiten Stock mein Vater wohnte. Wer zur Gesellschaft der »Rundbrenner« gehörte, kam in einer Woche in sämtlichen Wirtschaften der Stadt herum. Ich schloß mich diesem Kreise an, mehr, um bekannt zu werden, als weil ich auf den Traminerwein und die Schwartemagenspitzen versessen gewesen wäre, die bei diesen Feinschmeckern als Leckerbissen galten. Trotz alledem wollte meine Praxis in der Stadt sich nicht recht machen. Ich hatte Verwandte am Ort. Sie waren Vettern und Basen von meiner Frau. Sie hätten mir nützen können, wenn sie mich als Arzt genommen hätten. Da sie es einem Ministerssohne zu Gefallen nicht taten, schadeten sie mir, denn mancher wird sich gesagt haben: »An dem Schullehrersbub muß nicht viel sein, wenn die nächste Verwandtschaft sich ihm nicht anvertraut.« So kam es, daß an manchem Abend mein Pferd mehr verfressen, als ich verdient hatte, und daß ich manche Stunde beim Nachbar Maas plaudernd unterm weitgeästelten Kastanienbaume saß.

Herr Maas – daß ich dem Leser diesen Mann nun vorstelle – war ein Ökonom, der wie der Onkel Bräsig die Theorie des Ackerbaus aus dem Eff-Eff heraus verstand und die Feldwirtschaft deshalb aufgab, weil zur damaligen Zeit mit allem Fleiß doch kein Gewinn zu erzielen war.

Er hatte seinen Hof zu Straßenheim verpachtet und lebte als genügsamer Rentner in Weinheim. Da er aber trotz seiner respektablen Körperfülle das Schollentreten nicht lassen konnte, so hatte er sich eine Jagd zugelegt und natürlich den dazu gehörigen Hund, damit er die Hasen finge, an denen sein Herr vorbeizuschießen pflegte. Fingal hieß der Köter, und es war ihm gelungen, sich in den Jägerkreisen einen ehrlichen Namen zu machen, obwohl er im hohen Kartoffelkraut drinnen mehr Feldhühner verspeiste, als er seinem Besitzer in die Jagdtasche lieferte. Nun gut, dieser Hund, ohne den man sich den Herrn Maas so wenig vorstellen konnte wie den Alkibiades ohne seine Dogge, bekam einen Kropf an den Hals. Sein Besitzer scheute kein Geld. Er fütterte seinen Freund mit Jodeisen, ließ ihn eine Lehmkur bei einem Kurierpastor durchmachen, schickte ihn in die Klinik einer Veterinärschule. Es war alles umsonst. Der Kropf wuchs und hing seinem Besitzer wie eine Schnapsbulle am Halse herunter.

»Ich werde ihn totschießen müssen, den Fingal,« sagte eines Tages tieftraurig der Herr Maas zu mir, als wir zusammen unterm Kastanienbaum saßen.

»Wenn der Hund nicht gerade standesgemäß durch eine Kugel enden muß, sondern eventuell auch unter meinem Messer sterben kann, dann, Herr Nachbar, würde ich Ihnen den Vorschlag machen, Sie geben mir den Fingal zur Operation,« versetzte ich.

Herr Maas rief seine Töchter herbei, befragte sie um ihre Meinung und die Sache wurde perfekt. Der Fingal lag eines Tages auf dem Operationstische und hielt mit musterhafter Ergebung in den Willen des Schicksals still. Als alles vorüber war und die Operationswunde vernäht, lag das Tier hinterm Ofen und leckte vom Boden das Wundsekret auf, das ihm vom Halse lief, wobei er mich mit seltsamen Augen musterte.

»Sie werden gut tun, wenn Sie dem Hunde in Zukunft aus dem Wege gehen,« bemerkte Herr Maas. »Er ist verteufelt scharf, und wer sich vor ihm auch nur nach einem Stein bücken wollte, mag sehen, daß er seine Hosen behält. Er vergißt nichts und verzeiht nichts.«

Nun, es kam anders. Fingal war in ein paar Tagen wieder gesund und derart verliebt in mich, daß er unaufgefordert das Federvieh der ganzen Nachbarschaft packte und mir zutrug. Was noch lebend ankam, konnte mir nicht angerechnet werden. Für manches tote aber mußte ich mit dem Inhalt meines Geldbeutels herhalten.

Das kleine Ereignis hatte übrigens Aufsehen erregt. Man sprach darüber und vor allem im Freundeskreise des Herrn Maas.

Zu diesem gehörte auch ein alter Gerber namens Schmitz. Er war ein Sohn der roten Erde. Sie hatte ihm einen dicken Kopf mitgegeben und alle Sünden gegen die deutsche Grammatik, die ein Mensch sich nur denken kann. Das »mir« und »mich« verwechselte er in einem fort. Dieser Unverbesserliche hatte kaum erfahren, welche Kur der Fingal überstanden hatte, als er auch schon »su« dessen Leibarzt eine lebhafte »Suneigung« in sich erwachen fühlte und beschloß, denselbigen »su« seinem Hausarzt »su« erküren. Su meinem Glück bekam er alsbald einen Karfunkel ins Genick und mußte zu Bette liegen. Ich war einigermaßen überrascht, als ich bei meiner Ankunft im Krankenzimmer den Kollegen von der vierbeinigen Rasse schon vorfand. Wie ein Cherub stand er da, der vom anderen Getier, mit gezücktem Operationsmesser.

Herr Schmitz aber hub an, mit knappen Worten die Situation zu erklären: »Ich hab' Sie mal ein Ferd gehabt, dem hat kein Viehdoktor nich helfen können. Hat mich ein Menschenarzt, der Vohwinkel, den Gaul kuriert. Hab' ich dasumal zu meiner Frau selig gesagt: ›Wenn wieder was Krankes im Hause is, ziehen wir in Jottes Namen den Tierarzt zu Rate.‹ gestorben is sie nun trotz Viehdoktor, aber gelernt hab' ich was dabei und swar, daß ich für mein Part nun gleich die swei beiden nehme, die Tier- und Menschenarzt. Nun aber keene Genierlichkeit weiter. Denkt, daß Sie's mit einem Jerber und Westfälinger zu tun habt und nehmt dats Messer in die volle Faust.«

Was soll ich noch weiter sagen? Ich verständigte mich mit dem Vierbeinigen, und wir machten uns über den Patienten her.

»Hat die Fingal wirklich nicht gewinselt oder gebissen?« fragte der zu Operierende noch einmal.

»Nein,« war meine Antwort.

»Werd' ich das auch nicht tun,« sagte er, nahm Reitsitz auf seinem Stuhl und legte den Kopf über die Lehne.

Ich säbelte nun so eine gute halbe Stunde an ihm herum und schnitt aus seinem Kammstück einen Fetzen heraus, der immerhin ein Frühstück für einen hungrigen Pfarramtskandidaten abgegeben hätte. Dann stopften wir das Loch mit Jodoformgaze aus. Das letztere tat ich deshalb vor allem, weil dieser Stoff durch seinen Gestank den Hahnebüchenen verhindern sollte, unter die Leute zu gehen. Der Patient blieb auch so an acht Tage lang im Zimmer.

Dann aber suchte der Achtzigjährige die Gesellschaft der Rundbrenner zum ersten Male wieder auf. Da er den Kopf noch etwas gefroren über den Schultern trug, fragte ihn ein Spaßvogel: »Ob er etwa Geheimrat geworden wäre?«

»Nein,« gab er zur Antwort, »aber die swei Galgenvögel haben mich das janze Hornfleisch herausgeschnitten.«

Die Kunde von den zwei gelungenen Kuren machte natürlich die Runde im ganzen Städtchen herum und nicht zu meinem Nachteil. Ich wurde, wie ich glaube, einzig daraufhin Hausarzt in einem vornehmen Mädcheninstitut. Seine Vorsteherin, Miß Pannebacker, war meines Wissens eine geborene Amerikanerin und hatte eben erst wieder die Reise über den Atlantischen Ozean gemacht. »Ich soll Sie von dem Schiffsarzt der ›Lahn‹ grüßen,« sagte sie mir eines Tages. »Kennen Sie ihn nicht?«

»So wenig wie seinen Stammvater, wenn der nicht Abraham geheißen hat.«

»Das nicht, aber Venedey heißt er und Michel mit dem Vornamen. Er ist ein scharmanter Lebemann. Ich glaube, es gab während meiner letzten Reise außer mir wenig Damen an Bord, die nicht in diesen Schwerenöter verliebt waren.«

»Und weiter wissen Sie nichts von dem Don Juan zu berichten?«

»Weiter nichts außer dem Umstand, daß in Bremerhaven Würzburger Bier ausgeschenkt wird, sobald Venedeys Schiff an Land festgemacht hat.«

Wie mag der Michel nur zu dem Geschäft eines Schiffsarztes gekommen sein? Der Gedanke quälte mich, und als ich mal wieder einen gemeinsamen Bekannten traf, der in Mannheim Anwalt war, erkundigte ich mich bei diesem über Michel, den Nachkommen des berühmten Achtundvierzigers.

»Der Michel,« so klärte mich der Advokat auf, »hat nach vielen Semestern doch noch ein leidliches Examen gebaut. Nach diesem hat er sich in Haßmersheim am Neckar niedergelassen, als Arzt nämlich, und hat die Tochter des sehr vermöglichen Apothekers Runkele geheiratet. Die Brautreise machte er nach Venedig, und von dort aus hat er seinen Schwiegervater zum ersten Male um Geld angegangen. Dieser Akt hat sich vermutlich des öfteren wiederholt, bis der Schwiegervater seine Tochter wieder zu sich genommen. Sie war in gesegneten Umständen, starb im Wochenbett, und der Michel zog als lustiger Witwer in die Welt hinaus.«

»Hat er denn wenigstens dafür gesorgt, daß die Venedeys nicht aussterben?«

»Ja und nein, wie man will. Ein Töchterchen ist da, an dem der Großvater Vaterstelle vertritt. Seinen Familiennamen hat er sonach nicht fortgepflanzt.«

So hatte ich denn wieder einmal eine Kunde vom Michel erhalten. »Vielleicht, daß er seine Mutter in Oberweiler einmal besucht. Dann muß er ja die Bergstraße entlang fahren. Vielleicht, daß ihn die Dankbarkeit gegen seinen früheren Arzt veranlaßt, einmal hier in Weinheim einen Zug zu überspringen.«

So dachte ich mir und ging meinen alltäglichen Geschäften nach.

Die nahmen nun schon alle meine Zeit in Anspruch, denn der Arbeit war mehr geworden und die Tage kürzer. Weihnachten war vorüber, und ich freute mich auf den Silvesterabend, der mit befreundeten Familien zusammen uns das Abschiednehmen vom alten Jahre erleichtern sollte. Um mir die Gefahr, daß ich zu einem Nachtbesuche aufgefordert werden könnte, zu verringern, machte ich in der Dunkelheit noch ein oder den anderen Besuch bei Schwerkranken und kam so nach der Vorstadt Müllheim zu. Mein Erstaunen war nicht gering, als ich von weitem schon ein äußerst lebhaftes Schießen vernahm, untermischt mit Schreckensrufen und Hundegebell. »Was los da draußen?« fragte ich einen Schutzmann und fing wie andere zu laufen an. Ein Gerenne hub an übers gefrorene Pflaster hin, und ein Geklapper wie vor einem Brechloch. Jammerrufe dazwischen hinein. Bald ein roter Feuerschein in der Ferne, ein Spautzen und Spucken wie aus einer Schmiede heraus.

»Brennt's beim Sternwirt?« hörte man aus einem Fenster rufen.

»Es muß so sein,« antwortete aus dem Dunkeln eine Stimme.

Rauchballen wälzten sich uns entgegen. Man hustete, stieß wider Menschen und stand vor dem »Stern«. Seine Fensterscheiben waren eingeschlagen. Aus den leeren Gewändern zuckten Stichflammen, während Menschenleiber sich in Klumpen über die Sockelsteine aufs Pflaster wälzten. Einer der Gefallenen erhob sich in heller Verzweiflung und schlug wild mit den Händen um sich. Kein Wunder, unter seinem Wamse schien auf den Schulterblättern ein Maschinengewehr zu funktionieren.

»In die Bach mit ihm,« schrien die Leute, »ihm ist ein Pulverfrosch unter den Kittel geraten.«

Hände griffen zu und das feuergefährliche Individuum flog ins Wasser hinunter. Es zischte auf und die Dienstmädchen kreischten: »Der Schorsch, der Schorsch, es ist der Schorsch! Nun hat er's. Was bleibt er nicht vom Sternwirt weg, diesem Himmelsakramenter!«

»Was kann der Wirt dazu,« antwortete eine Mannesstimme. »Er hatte sich eine Kiste von Feuerwerkskörpern zugelegt, um ein Geschäft zu machen, ihr Schneegäns. Der Lenhard war's, er hat seine Zigarre in den Kasten unter die Schwärmer geworfen.«

Der Lenhard also war's, wer anders als der Lenhard? Diesmal soll er seinen Streich bereuen. War denn nicht der Armenbüttel aus dem Fenster gefallen? Ja, aber der Übeltäter bereute nicht. Wie ein Bajazzo sprang er von einem Bein aufs andere und hielt sich den Bauch vor Lachen.

Nun wird er sich dünn machen, denn es kommt soeben die Polizei. Aber nein, er verzog sich nicht. Er hatte einen Zigarrenstummel weggeworfen. Warum sollte er das nicht tun? Hätte der Wirt dort Sauerkraut hingestellt, wo der Stummel hinfiel, so wäre nichts passiert.

Die Diener des Gesetzes kümmerten sich auch um den Lenhard nicht. Sie hatten den Schankwirt zwischen sich genommen und fragten ihn nach seinem Gewerbeschein. Ja, darin lag der Schwerpunkt. Feuerwerkskörper verkauft ohne amtliche Genehmigung! Man wird ihm Mores beibringen, dem Zapfhahnen.

Der Wirt stand in der Tat wie vernichtet da. Ich konnte ihn beobachten, während ich den Schorsch verband und die anderen Leichtbeschädigten. Einem Ecce homo sah er gleich, ganz geknickt, ganz vernichtet. Der Silvester hätte ihm eine gute Einnahme bringen sollen, statt dessen stellte er ihn vor zerschlagene Flaschen, zertrümmerte Fenster und unbezahlte Zechen. Denn daran war nicht zu denken, daß einer seiner Gäste zurückgekehrt wäre, um zu fragen, was er schuldig geblieben. Nein, nein, die Rotte Korah hatte mit dem Sternwirt kein Mitleid. Johlend und lachend zog sie ab, um in einer anderen Schenke zu verzehren, was sie hier erspart hatte. Ich selber war mit der Herde nach der Stadt gezogen, aber meinem Bette entgegen im Bewußtsein, daß das scheidende Jahr mir noch einen schönen Abend geschenkt habe.

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