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Erkämpftes Glück Teil 1

Karl May: Erkämpftes Glück Teil 1 - Kapitel 29
Quellenangabe
pfad/may/waldroe5/waldroe5.xml
typefiction
authorKarl May
titleErkämpftes Glück Teil 1
publisherWeltbild
seriesWaldröschen oder Die Rächerjagd rund um die Erde
volume5
illustratorFiruz Askin
year1999
firstpub1901/1902
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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projectid0889013b
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28. Kapitel.

Beim Aussteigen in der Residenz erregte Geierschnabels ungewöhnliche Erscheinung natürlich kein geringes Aufsehen. Er entging demselben dadurch, daß er sich in eine Droschke setzte, deren Kutscher er als Ziel den Gasthof zur Stadt Magdeburg angab. Als er dort den Wagen verließ, wurde er nicht weniger angestaunt. Schon seine Physiognomie war auffällig, und seine Kleidung glich ganz derjenigen eines gewöhnlichen Mannes, der auf einem Volksmaskenball als altmodischer Dorfmusikus erscheint.

Er lächelte bei den erstaunt auf ihn gerichteten Blicken wohlgefällig in sich hinein und fragte den herbeigetretenen Oberkellner:

»Das ist der Gasthof zur Stadt Magdeburg?« – Ja«, antwortete der Gefragte. – »Kann ich ein Zimmer bekommen?«

Der Kellner betrachtete sich den Mann abermals und meinte dann:

»Hm. Sie sind jedenfalls nicht von hier?« – »Ich glaube nicht.« – »Haben Sie Legitimation?« – »Das glaube ich.« – »So kommen Sie.«

Damit führte der Kellner den sonderbaren Gast durch den Flur auf den Hof, wo er eine Tür öffnete.

»Hier herein!« sagte er.

Geierschnabel trat ein und blickte sich um. Es war ein dunkles, rauchiges Gewölbe. Auf dem Fenster standen verschiedene Wichs- und Schmierrequisiten, in einer Ecke lag ein Werkzeugkasten, an den Wänden hingen zahlreiche Kleidungsstücke, auf Reinigung harrend, und an einer Tafel saßen mehrere Personen bei Schnapsgläsern, sich mit einer schmutzigen Karte beschäftigend.

»Donnerwetter! Was ist denn das für ein Loch?« fragte er. – »Die Hausknechtstube.« – »Was habe ich bestellt, die Hausknechtstube oder ein Zimmer?«

Der Oberkellner lächelte vornehm und meinte:

»Allerdings ein Zimmer. Aber sagen Sie, was Sie darunter verstehen?« – »Nun, diese Hölle jedenfalls nicht.« – »Sie sind es wohl feiner gewöhnt?« – »Allerdings«, nickte Geierschnabel. – »Das sieht man Ihnen nicht an.« – »So etwas kommt öfters vor. Sie halten mich nicht für fein, und ich bin es doch. Bei Ihnen aber findet wohl das Gegenteil statt?« – »Wie meinen Sie das?« – »Sie sehen fein aus, sind es aber nicht.«

Da zog der Oberkellner ein höchst indigniertes Gesicht und erwiderte:

»Alter Freund, solche Retourkutschen sind bei uns nicht Mode. Wenn Sie bei uns bleiben wollen, müssen Sie vor allen Dingen höflich sein.« – »Sie versprechen sich wohl, es muß heißen, wenn ich bei Ihnen bleiben soll, müssen Sie vor allen Dingen höflich sein. Also ein Zimmer.« – »Wie hoch?« – »Neuntausendsechshundertfünfundachtzig Ellen.«

Die am Tisch sitzenden Handwerksburschen lachten, der Kellner aber zeigte ein verdrießliches Gesicht und antwortete:

»Sie scheinen sehr schwer von Begriff zu sein. Ich meine, wie hoch im Preis Sie das Zimmer verlangen.« – »Dann scheinen Sie sehr schwer in Ausdrücken zu sein. Sprechen Sie deutlich, wie es sich für einen Mann gehört, dessen Pflicht es ist, die Gäste zu bedienen. Ich verlange ein anständiges Zimmer. Der Preis ist Nebensache.«

Da machte der Kellner eine tiefe, höhnische Verbeugung und sagte:

»Ganz wie Sie befehlen. Kommen Sie.«

Er führte Geierschnabel nun zurück und eine Treppe empor. Droben auf dem ersten Korridor stand eine Tür offen. Sie führte in ein fein ausgestattetes Vorzimmer, an das sich ein noch eleganteres Wohnzimmer anschloß. Durch eine zweite Tür konnte man in ein daranstoßendes Schlafzimmer blicken.

»Genügt Ihnen das?« fragte der Oberkellner, in der Erwartung, daß der Gast ganz erschrocken zurücktreten werde.

Dieser aber warf einen gleichmütigen Blick um sich und antwortete:

»Hm. Vornehm noch lange nicht, aber auch nicht übel!«

Es ärgerte den Kellner, sich in seiner Erwartung getäuscht zu sehen. Er meinte schnell und in pikiertem Ton:

»Seine Erlaucht Graf Waldstetten haben zwei Tage hier logiert.« – »Das wundert mich. So ein Graf pflegt Ansprüche zu machen.« – »Sie doch nicht etwa auch?« – »Warum nicht? Ist der Titel etwa etwas so Besonderes? Sind zum Beispiel Sie etwa ein geringerer Orang-Utan als so ein Graf? Ich werde dieses Logement behalten.«

Der Kellner hatte sich nur einen Scherz machen wollen. Jetzt erschrak er. Wie nun, wenn dieser Kerl wirklich hier blieb und dann nicht bezahlen konnte? Diese elegante Ausstattung, diese feinen, neuüberzogenen Betten, und dieser Mensch, der aus Großmutters Rumpelkammer zu kommen schien.

»Das Logis kostet acht Taler pro Tag«, rief er eilig. – »Mir gleich.« – »Ohne Pension.« – »Ganz gleich.« – »Und ohne Servis.« – »Ist mir sehr gleichgültig.«

Da erschien die Gestalt eines Mädchens, das bisher im Schlafzimmer zu schaffen gehabt hatte. Es war dieselbe Kellnerin, die eine Jugendbekannte von Kurt Helmers war und diesen damals unterstützt hatte, das Geheimnis des Kapitäns Landola zu erforschen. Sie hatte den kurzen Wortwechsel gehört und war nun neugierig, den Mann zu sehen, der dem Oberkellner in dieser Weise zu schaffen machte.

»Ihre Legitimation?« sagte dieser jetzt. – »Donnerwetter, ist das hier so eilig?« fragte Geierschnabel.

Der Gefragte zuckte die Achseln und erwiderte:

»Wir sind polizeilich darauf angewiesen, kein Zimmer zu vergeben, ohne zu wissen, mit wem wir es zu tun haben.« – »So ist Ihr Haus wohl eine ganz gewöhnliche Kneipe, in der man gar nicht weiß, was ein Fremdenbuch ist?«

Geierschnabel sprach das in einem Ton, der dem Kellner doch imponierte.

»Sie können ein Fremdenbuch haben«, antwortete dieser. – »So bringen Sie es. Aber sagen Sie vorher, ob Sie einen gewissen Husarenleutnant Kurt Helmers kennen.« – »Nein.« – »Ist also nicht eingetroffen?« – »Weiß nichts von ihm.«

Da trat das Mädchen näher und sagte:

»Ich kenne den Herrn Leutnant sehr gut.« – »Ah! Hat er bereits hier logiert?« fragte Geierschnabel. – »Nein. Ich kenne ihn, weil ich nicht weit von Rheinswalden her bin.« – »So; ich komme von Rheinswalden. Ich traf ihn beim Herzog von Olsunna, und wir versprachen einander, uns heute hier zu treffen.« – »So kommt er sicher«, meinte das Mädchen freundlich. »Sollen Sie auch für ihn ein Zimmer bestellen?« – »Davon sagte er mir allerdings nichts. Aber«, wandte Geierschnabel sich an den Oberkellner, »was stehen Sie denn noch hier? Habe ich Ihnen nicht befohlen, mir das Fremdenbuch zu bringen?« – »Sofort, mein Herr«, meinte der Kellner, jetzt allerdings in einem ganz anderen Ton. »Befehlen Sie noch etwas?« – »Etwas zu essen.« – »Ein Frühstück? Ich werde die Karte bringen.« – »Nicht nötig, es ist mir ganz gleichgültig, was ich bekomme. Bringen Sie mir schnell ein gutes Frühstück. Aus was es besteht, ist mir schnuppe.«

Der Kellner eilte fort. Geierschnabel warf einen Sack, sein Futteral und seine Posaune auf die blauseidene Chaiselongue und wandte sich abermals an das Mädchen.

»Also bei Rheinswalden sind Sie her?« – »Ja.« – »So sind Sie hier wohl nicht sehr bekannt?« – »O doch, so ziemlich. Ich bin bereits einige Zeit in Berlin.« – »Haben Sie Bismarck schon gesehen?« – »Ja.« – »Wissen Sie, wo er wohnt und wie man von hier aus gehen muß, um zu ihm zu kommen?« – »Ja.« – »So beschreiben Sie mir es einmal.«

Das Mädchen blickte den Gast erstaunt an und fragte:

»Sie wollen wohl gar zu ihm?« – »Ja, mein Kind.« – »Oh, das ist schwer. Sie müssen sich im Ministerium melden oder so ähnlich. Ich weiß das nicht genau.« – »Unsinn. Da wird gar nicht so viel Federlesens gemacht.«

Das Mädchen erklärte Geierschnabel nun den Weg, den er einzuschlagen habe. Da kam der Kellner und brachte das Fremdenbuch. Geierschnabel schrieb sich ein und mahnte dann wegen des Frühstücks zur Eile, da er keine Zeit habe. Die beiden Bediensteten entfernten sich, und der wunderliche Gast machte sich an das Auspacken seiner Habseligkeiten, wobei er von dem Kellner überrascht wurde, der das Essen brachte. Dieser letztere machte sehr erstaunte Augen, als er den Inhalt des Sackes und des Futterals erblickte. Er eilte in die Küche, um seinem Chef Meldung zu machen.

Dieser wußte noch nichts, da er eben von einem Ausgang zurückgekommen war. Er war sehr bestürzt, als er hörte, was für einen Gast er bei sich habe.

»Und diesem Menschen haben Sie Nummer eins, das heißt, unser bestes Zimmer gegeben?« rief er aus. – »Ich führte ihn hinauf, um ihn zu foppen«, entschuldigte sich der Kellner. »Er aber behielt es gleich.« – »Wie hat er sich eingetragen?« – »Als William Saunders, Kapitän der Vereinigten Staaten.« – »Herrgott, das ist doch nicht etwa abermals ein solcher Schwindler und Verräter wie damals jener Parkert, welcher sich auch für einen US-Kapitän ausgab?« – »Das Aussehen hat er allerdings ganz dazu. Eine Nase wie der Griff eines alten Regenschirmes!« – »Alle Wetter!« – »Zwei Revolver, ein großes Messer mit scharfer, gebogener Klinge.« – »Ich bin ganz starr.« – »Ferner eine alte Posaune.« – »Eine alte Posaune? Das glaube ich nicht. Haben Sie es ganz genau gesehen, daß es wirklich eine Posaune ist?« – »Hm. Ich glaube wenigstens, daß es eine ist.« – »War sie aus Messing?« – »Das ist freilich schwer zu sagen«, antwortete der Kellner nachdenklich. – »Was hatte sie denn für Farbe?« – »Sie war allerdings gelb, so ähnlich wie Messing, aber nicht hellgelb, sondern dunkler, sehr verrostet.« – »Dunkler? Es wird doch nicht etwa Kanonenmetall gewesen sein.« – »Ja, das wäre möglich.« – »Mein Gott, dann ist es vielleicht eine Art Gewehr, ein Geschütz, eine Höllenmaschine! Haben Sie nicht einen Hahn daran gesehen, einen Drücker, einen Zeiger oder irgendein Räderwerk?« – »Nein.« – »Man muß sich überzeugen.« – »Aber wie? Der Mensch scheint nicht der Mann zu sein, der sich in seine Sachen blicken läßt.« – »So sieht er also kriegerisch aus, herausfordernd?« – »Im höchsten Grade. Und maliziös dazu.« – »Was ist da zu tun?«

Der Kellner sagte sich, daß er unvorsichtig gewesen sei, diesen Mann aufzunehmen. Er versuchte, diesen Fehler jetzt durch Eifer gutzumachen.

»Etwas muß geschehen«, sagte er. »Ich traue dem Kerl ganz gut irgendein Attentat zu.«

Da ergriff auch die Kellnerin, die bisher schweigend zugehört hatte, das Wort, indem sie rasch einfiel:

»Ein Attentat? Jesus Maria. Er hat nach Bismarck gefragt.«

Der Wirt erbleichte.

»Nach Bismarck?« rief er. »Was wollte er?« – »Ich mußte ihm beschreiben, wo Bismarck wohnt und ihm den genauen Weg dorthin angeben.« – »Weshalb? Will er etwa hin?« – »Er will mit ihm reden.« – »Himmel. Da hat man das Attentat.« – »Ich sagte ihm, daß es nicht leicht sei, bei Bismarck vorzukommen; er aber meinte, daß er da kein Federlesens machen werde.« – »Da ist es richtig, daß er ein Attentat beabsichtigt. Er will den Minister erschießen. Was ist da nur gleich schnell zu tun?« – »Schleunige Anzeige bei der Polizei.« – »Ja. Ja. Ich laufe gleich selber hin.«

Der Wirt eilte mit größer Schnelligkeit davon. Er fühlte in sich eine Angst, die sich nicht beschreiben ließ. Auf dem Polizeibezirk, der in ziemlicher Entfernung von seiner Wohnung lag, angekommen, konnte er vor Aufregung kaum die notwendigen Worte finden. Er schnappte nach Atem.

»Beruhigen Sie sich, mein Lieber«, meinte der Beamte. »Sie müssen allerdings in einer sehr eiligen Sache kommen, aber es ist besser, Sie warten, bevor Sie sprechen, erst ab, bis Sie die Luft dazu haben.« – »Luft? Oh, die findet sich schon. Ich – ich bringe ein Attentat.«

Der Polizist erschrak.

»Ein Attentat?« fragte er. – »Ja, ich bringe es hierher«, meinte der Wirt, noch ganz echauffiert. »Das heißt, ich bringe es hierher zur Anzeige.« – »Ah so. Das ist allerdings etwas sehr Ernstes. Haben Sie es sich auch reiflich überlegt, daß es sich dabei zwar um ein Verbrechen, eine große Gefahr, aber auch um eine ebenso große Verantwortung handelt, die Sie auf sich zu nehmen hätten?« – »Ich nehme alles auf mich, das Verbrechen, die Gefahr und auch die Verantwortung«, antwortete der Mann, der gar nicht bemerkte, wie konfus er war und sprach.

Der Polizist konnte ein Lächeln kaum unterdrücken.

»So sprechen Sie«, befahl er. »Gegen wen soll das Attentat sein?« – »Gegen den Herrn von Bismarck.« – »Alle Teufel! In Wirklichkeit?« – Ja. Ich weiß es ganz genau.« – »In welcher Weise soll das Attentat ausgeführt werden?« – »Mit Büchse, Revolver, Messer und Höllenmaschine.«

Jetzt machte der Beamte ein sehr ernstes Gesicht.

»Sind Sie wirklich überzeugt davon?« fragte er. – »Ich glaube, es beschwören zu können.« – »Wer ist der Attentäter, und wer sind seine Komplizen?« – »Da gestatte ich mir zunächst eine Frage. Erinnern Sie sich jenes Kapitäns Parkert, der bei mir gesucht wurde, dem es aber gelang, zu entkommen?« – Ja.« – »Er gab sich für einen Kapitän der Vereinigten Staaten aus?« – Ja, ich besinne mich noch ganz genau.« – »Nun, bei mir logiert ein Mensch, der sich ebenso für einen Kapitän dieses Landes ausgibt.« – »Das ist doch kein Grund, ihn für verdächtig zu halten.« – »Er hat sich geweigert, seine Legitimation vorzuzeigen, er hat vielmehr darauf bestanden, ihm das Fremdenbuch vorzulegen, in das er sich eingetragen hat.« – »Das ist allerdings ungewöhnlich. Wie nennt er sich?« – »William Saunders.« –»Ein englischer oder amerikanischer Name. Wann ist er angekommen?« – »Vor einer halben Stunde.« – »Wie ist er gekleidet?« – »Ganz ungewöhnlich, fast wie eine Maske. Er trägt alte Lederhosen, Tanzschuhe, einen Frack mit Puffen, Patten und Tellerknöpfen und einen geradezu regenschirmähnlichen Hut.« – »Hm. Der Mann scheint eher ein Sonderling, als ein Verbrecher zu sein. Wer ein Verbrechen, ein Attentat beabsichtigt, der kleidet sich so unauffällig wie nur möglich.« – »Aber seine Waffen.« – »Welche Art von Waffen führt er bei sich?« – »Eine Büchse, zwei Revolver und ein Messer. Die Hauptwaffe aber besteht in einer posaunenartigen Vorrichtung aus Kanonenmetall. Wer kann wissen, womit dieses Mordwerkzeug geladen ist!« – »Haben Sie es gesehen?« – »Zwar nicht ich selbst, sondern mein Oberkellner.« – Ist der Mann zuverlässig?« – Ja.« – »Warum haben Sie nicht auch sich selbst überzeugt?« – »Das wäre dem Fremden vielleicht aufgefallen. Ich wollte keinen Verdacht in ihm erwecken, damit wir ihn desto sicherer haben.« – »Wie aber wissen Sie, daß er gegen Herrn von Bismarck ein Attentat beabsichtigt?« – »Er hat sich nach der Wohnung desselben erkundigt und sich den Weg dorthin ganz genau beschreiben lassen.« – »Von wem?« – »Von einer meiner Kellnerinnen, die eine Verwandte von mir ist.« – »Das dürfte allerdings ins Gewicht fallen, ist aber nicht überzeugend.« – »Oh, er hat sogar gesagt, daß er mit Bismarck wenig Federlesens machen werde.« – »Kann das Mädchen dies beschwören?« – »Natürlich.« – »Hat er gesagt, wann er zu dem Minister gehen will?« – »Nein.« – »Wo befindet er sich jetzt?« – »Er frühstückt.« – »Wo?« – »Auf seinem Zimmer.« – »Gut. Vielleicht irren Sie sich, auf alle Fälle aber ist es meine Pflicht, dem Mann auf den Zahn zu fühlen. Das kann ich aber nicht auf mich allein nehmen. Ich habe es vorher noch anderweitig zu melden, werde aber innerhalb eines halben Stündchens bei Ihnen sein. Sie haben dafür zu sorgen, daß der Mann bis dahin das Haus nicht verläßt.« – »Darf ich, wenn es nötig ist, ihn mit Gewalt zurückhalten?« – »Nur im äußersten Fall. Ihre Klugheit wird schon einen Grund finden, der ihn zum Bleiben veranlaßt.« – »Ich werde das Meinige tun.«

Damit entfernte sich der Wirt.

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