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Ergötzliche Nächte

Giovanni Francesco Straparola: Ergötzliche Nächte - Kapitel 2
Quellenangabe
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typenarrative
authorStraparola
titleErgötzliche Nächte
publisherVerlag Kurt Desch
printrun1. bis 10. Tausend
year1947
translatorHanns Floerke
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090109
projectidc19533f9
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1

Der Pfarrer Scarpacifico wird von drei Taugenichtsen einmal angeführt, er legt sie dafür dreimal hinein und bleibt mit seiner Nina zu seiner nicht geringen Freude Sieger.

In der Nähe von Imola, einer rachsüchtigen und in unseren Tagen von ihren Parteien fast in Grund und Boden ruinierten Stadt, liegt ein Flecken namens Postema, in dessen Kirche in der Vergangenheit ein Priester namens Pfarrer Scarpacifico amtierte, ein sehr reicher, aber über die Maßen geiziger Mann. Dieser hielt sich eine Haushälterin namens Nina, die so verschlagen und gerissen war, daß sie es mit jedem Manne aufnehmen konnte. Überdies war sie treu und verwaltete sein Hauswesen verständig, so daß er sie sehr schätzte. Der biedere Pfarrer war in seiner Jugend einer der unternehmendsten Männer im Imoleser Gebiet gewesen, doch jetzt, da er hoch in die Jahre gekommen war, konnte er die Anstrengungen des Zu-Fuß-Gehens nicht mehr recht vertragen. Deshalb redete ihm die gute Frau oft zu, ein Pferd zu kaufen, damit er durch das viele Zu-Fuß-Gehen seinem Leben nicht vorzeitig ein Ziel setze. Von den Bitten und Vorstellungen seiner Haushälterin besiegt, suchte Pfarrer Scarpacifico eines Tages den Markt auf. Dort sah er ein Maultier, das seinem Bedürfnis angemessen schien und kaufte es für sieben Goldflorinen. Zufällig befanden sich auf dem Markte drei lockere Kumpane, die lieber von fremdem Eigentum als von eigenem lebten, wie es auch heute noch keine Seltenheit ist. Diesen entging es nicht, daß Scarpacifico das Maultier kaufte, und der eine von ihnen sagte: »Kameraden, das Maultier muß unser sein.« »Und auf welche Weise?« fragten die andern. »Laßt uns«, antwortete er, »auf der Straße, die er passieren muß, auf ihn warten, einer vom andern eine Viertelmillie entfernt und ihm – jeder einzeln – sagen, sein Maultier sei ein Esel, und wenn wir fest bei dieser Behauptung beharren, wird das Maultier uns ohne Mühe zufallen.« Der Vorschlag gefiel, sie machten sich auf den Weg und verteilten sich auf der Straße, wie sie es verabredet. Sobald Pfarrer Scarpacifico dem einen der Wegelagerer nahe war, tat dieser als käme er anderswoher als vom Markte und begrüßte ihn mit einem: »Gott behüte Euch, Messere!« »Glück auf den Weg, lieber Bruder!« antwortete Pfarrer Scarpacifico. »Wo kommt Ihr her?« fragte der Wegelagerer. »Vom Markte«, antwortete der Priester. »Und was habt Ihr Schönes gekauft?« »Dieses Maultier.« »Welches Maultier?« »Das, auf dem ich jetzt reite.« »Ist das Euer Ernst, oder macht Ihr Euch über mich lustig?« »Wieso?« »Weil mir dies kein Maultier, sondern ein Esel scheint.« »Was? ein Esel!« rief der Pfarrer und setzte, ohne weiter ein Wort zu verlieren, eilig seinen Weg fort. Er war aber kaum zwei Bogenschüsse weiter getrabt, da kam ihm der zweite Bursche entgegen und sagte: »Guten Tag, Messere, woher kommt Ihr?« »Vom Markt.« »War er gut bestellt?« »Jawohl.« »Habt Ihr einen guten Einkauf gemacht?« »O ja, ich habe das Maultier gekauft, das du hier siehst.« »Sprecht Ihr im Ernst? Habt Ihr ihn für ein Maultier gekauft?« »Freilich.« »Aber es ist ja doch ein leibhaftiger Esel!« »Was, ein Esel?« rief der Pfarrer da aus, »wenn mir das noch einer sagt, mache ich ihn ihm zum Geschenk!« Und als er dann seinen Weg fortsetzte, begegnete er dem dritten Gesellen, der zu ihm sagte: »Gott grüß Euch, Messere, solltet Ihr etwa vom Markte kommen?« »Jawohl.« »Und was habt Ihr dort Schönes gekauft?« »Ich habe dieses Maultier hier eingehandelt.« »Was? Maultier? Ihr wollt mich wohl aufziehen?« »Ich spreche im vollen Ernst und spaße durchaus nicht«, antwortete der gute Pfarrer. »Ja seht Ihr denn nicht, armer Mann, daß es ein Esel und kein Maultier ist? O die Spitzbuben, wie gründlich sie Euch angeschmiert haben!« Als Pfarrer Scarpacifico dies hörte, rief er: »Kurz vorher haben es mir bereits zwei andere gesagt, und ich habe es nicht geglaubt«, damit stieg er ab und fügte hinzu: »Da, nimm, ich schenke ihn dir!« Der Kumpan nahm das Tier, bedankte sich für die Freigebigkeit, ritt zu seinen Genossen zurück und ließ den Pfarrer zu Fuß weitergehen. Zu Hause angekommen, erzählte Pfarrer Scarpacifico der Nina, er habe ein Reittier gekauft im Glauben es sei ein Maultier, es sei jedoch ein Esel gewesen, und da er unterwegs von vielen darauf aufmerksam gemacht worden sei, habe er ihn dem letzten von ihnen geschenkt. »O du heilige Einfalt!« rief da Nina aus, »merkt Ihr denn nicht, daß man Euch einen Streich gespielt hat? Ich hätte Euch für schlauer gehalten. Meiner Treu, mich hätten sie nicht angeführt!« »Beruhige dich«, sagte darauf Pfarrer Scarpacifico, »haben sie mir einen Streich gespielt, so werde ich ihnen deren zwei spielen, zweifle nicht daran; denn sicherlich werden sie, die mich betrogen haben, sich damit nicht zufrieden geben, sondern versuchen, ob sie nicht durch eine neue List noch mehr aus mir herausholen können.«

Nun wohnte in dem Flecken nicht weit von dem Hause des Pfarrers ein Bauer, der hatte unter seinen Ziegen zwei, die einander so ähnlich waren, daß man sie nicht leicht voneinander unterscheiden konnte. Um diese handelte der Priester nun mit ihm und bezahlte sie ihm bar. Am folgenden Tag trug er der Nina auf, ein gutes Mittagessen zuzurichten, weil er einige Freunde zu Gast bitten wolle und befahl ihr, das vorrätige Kalbfleisch zu nehmen und zu kochen, und die Hühner und die Lende zu braten. Darauf gab er ihr einige Gewürze und trug ihr auf, ein Ragout und eine Torte nach ihrer Art zu machen. Dann nahm er eine von den Ziegen, band sie an einen Zaun im Hofe und gab ihr zu fressen, der anderen legte er einen Strick um und ging mit ihr zu Markte. Kaum war er dort angekommen, als die drei Kumpane vom Esel ihn auch schon entdeckt hatten, sich ihm näherten und ihn anredeten: »Willkommen lieber Herr! Was führt Euch her? Wollt Ihr vielleicht etwas Schönes einkaufen?« »Ja, ich bin hergekommen, um allerlei einzuhandeln, weil heut' mittag einige Freunde bei mir essen, und wenn Ihr ebenfalls bei mir vorliebnehmen wollt, so soll es mir sehr angenehm sein.« Jene nahmen die Einladung sehr gerne an. Nachdem Pfarrer Scarpacifico das Nötige eingekauft hatte, lud er alles auf den Rücken der Ziege und sagte zu ihr in Gegenwart der drei Gesellen: »Geh' nach Hause und sage der Nina, sie solle dieses Kalbfleisch sieden und das Lendenstück und die Hühner braten, und sage ihr ferner, sie möge mit diesen Gewürzen eine gute Torte und ein Ragout nach unserer Weise bereiten. Hast du gut verstanden? Dann geh' in Frieden!« Die mit den Lebensmitteln beladene Ziege sah sich nicht sobald in Freiheit, als sie fortlief – doch in wessen Hände sie geriet, weiß man nicht. Der Pfarrer, die drei Gesellen und einige seiner Freunde gingen eine Zeitlang auf dem Marktplatz umher, und als es ihnen an der Zeit schien, begaben sie sich in Scarpacificos Haus. Als die Gesellen den Hof betraten, erblickten sie sofort die an den Zaun gebundene Ziege, welche das abgeweidete Gras wiederkäute und glaubten es sei jene, die der Priester mit den Lebensmitteln nach Hause geschickt hatte und verwunderten sich darüber nicht wenig. Als sie alle ins Haus getreten waren, fragte Pfarrer Scarpacifico die Nina: »Nina, hast du das besorgt, was ich dir durch die Ziege sagen ließ?« Klug wie sie war, verstand sie sofort, was der Pfarrer sagen wollte und antwortete: »Jawohl, Messere, ich habe die Lende und die Hühner gebraten und das Kalbfleisch gesotten und hierauf habe ich die Torte und das Ragout mit den Gewürzen darin gemacht, genau wie die Ziege mir's gesagt hat.« »Recht so!« erwiderte der Pfarrer. Die drei Gesellen, die den Braten, das Gesottene und die Torte auf dem Feuer sahen und Ninas Antwort gehört hatten, verwunderten sich noch viel mehr als zuvor und begannen bei sich zu überlegen, wie sie die Ziege in ihren Besitz bringen könnten. Als das Essen zu Ende war und sie viel darüber nachgedacht hatten, wie sie die Ziege stehlen und den Pfarrer betrügen könnten, und keinen Ausweg gefunden hatten, sagten sie zu ihm: »Messere, wir möchten, daß Ihr uns jene Ziege verkauftet.« Da antwortete ihnen der biedere Priester, er wolle sie nicht verkaufen, denn sie sei unbezahlbar; wollten sie sie aber trotzdem haben, so schätze er sie auf fünfzig Goldflorinen. Die Kumpane, die ein glänzendes Geschäft zu machen glaubten, zählten ihm sofort die fünfzig Goldflorinen hin. »Aber ich mache Euch darauf aufmerksam«, bemerkte der Pfarrer, »daß Ihr Euch nicht über mich beschweren dürft, wenn die Ziege, die Euch ja nicht kennt, in den ersten Tagen, eben weil sie noch nicht an Euch gewöhnt ist, vielleicht nicht das leistet, was sie leisten sollte.« Aber die Gesellen gaben ihm weiter keine Antwort darauf, führten die Ziege höchst vergnügt nach Hause und sagten zu ihren Frauen: »Morgen braucht Ihr nicht eher etwas zum Mittagessen zuzubereiten, als bis wir Euch das Nötige dazu nach Hause schicken.« Am anderen Morgen gingen sie auf den Markt, kauften Hühner und andere für ihr Mittagessen erforderliche Lebensmittel, luden sie auf den Rücken der Ziege, die sie mitgenommen hatten, und unterrichteten sie in allem, was sie tun und ihren Frauen sagen sollte. Als die mit den Vorräten beladene Ziege sich in Freiheit sah, empfahl sie sich und ward nicht mehr gesehen. Um die Mittagsstunde kehrten die biederen Kumpane heim und fragten ihre Frauen, ob die Ziege mit den Viktualien zurückgekehrt sei, und ob sie getan, was sie ihr gesagt haben. »O Ihr Dummköpfe und Narren!« riefen da die Frauen, »könnt Ihr Euch denn einbilden, ein Tier werde Eure Dienste verrichten! Gewiß seid Ihr angeschmiert worden, – weil Ihr täglich andere zu betrügen trachtet, seid Ihr am Ende die Betrogenen geblieben!« Als die Biedermänner sahen, daß der Pfarrer sie zum besten gehalten und um fünfzig Goldgulden geprellt hatte, gerieten sie in solche Wut, daß sie ihn durchaus umbringen wollten, griffen zu ihren Waffen und eilten davon, um ihn aufzusuchen. Aber der kluge Pfarrer Scarpacifico, der nicht ohne Besorgnis für sein Leben und immer auf der Hut war, daß die Gesellen ihm keinen bösen Streich spielten, sagte zu seiner Haushälterin: »Nina, nimm diese Blase voll Blut und verbirg sie unter deinem Rock; denn wenn jene Spitzbuben kommen, werde ich die ganze Schuld auf dich schieben, so tun, als sei ich heftig auf dich erzürnt und dir mit dem Messer hier einen Stich in die Blase geben, worauf du, als seiest du tot, zu Boden fallen sollst, – das übrige laß meine Sorge sein.« Kaum hatte Pfarrer Scarpacifico seine Rede beendet, als die Spitzbuben erschienen und sich auf den Priester stürzten, um ihn zu töten. Dieser aber rief: »Brüder, ich weiß nicht, warum Ihr mir ans Leben wollt, wahrscheinlich hat Euch meine Haushälterin hier etwas Unangenehmes zugefügt, wovon ich nichts weiß.« Und damit zog er das Messer, sprang auf sie zu, stieß nach ihr und stach in die blutgefüllte Blase. Und sie tat, als sei sie tot und fiel zu Boden, und das Blut lief wie ein Bächlein überall hervor. Der Priester tat, als ob er beim Anblick dieses schrecklichen Ereignisses Reue empfinde und schrie überlaut: »O ich Unglücklicher, o ich Elender, was habe ich getan! Gleich einem Verrückten habe ich meine Nina, die Stütze meines Alters, getötet! Wie werde ich je ohne sie leben können!« Also jammernd nahm er eine Pfeife, die er sich nach seinem Sinn gemacht hatte, hob ihr die Kleider hoch, steckte sie ihr zwischen die Backen des Hintern und blies solange hinein, bis die Nina wieder zu sich kam und heil und gesund auf die Füße sprang. Als dies die Spitzbuben sahen, standen sie stumm und starr, und allen Zorn vergessend, kauften sie die Pfeife für zweihundert Florinen und kehrten vergnügt nach Hause zurück. Eines schönen Tages geschah's, daß einer der Spitzbuben einen Wortwechsel mit seiner Frau hatte und ihr in seinem Zorn das Messer in die Brust stieß, und zwar so wuchtig, daß sie tot hinsank. Da griff er zu der vom Pfarrer gekauften Pfeife, steckte sie ihr zwischen die Hinterbacken und machte es so, wie der Priester es gemacht hatte, in der Hoffnung, sie werde zum Leben zurückkehren. Er verschwendete seinen Atem jedoch vergebens; denn die arme Seele hatte dieses Leben verlassen und war in das andere eingegangen. Als der Zweite dies sah, rief er: »O du Dummkopf, das hast du nicht richtig gemacht, komm, ich will dir's zeigen!« Damit packte er seine eigene Frau bei den Haaren und schnitt ihr mit seinem Rasiermesser die Kehle durch, worauf er die Pfeife nahm und ihr in den Hintern blies – aber die Unglückliche lebte nicht wieder auf. Der Dritte machte es ebenso, und so sahen sich alle drei ihrer Frauen beraubt. Voller Wut rannten sie daher zu des Pfarrers Haus. Sie wollten nichts mehr von seinen Torheiten wissen, packten ihn und steckten ihn in einen Sack, in der Absicht, ihn im benachbarten Fluß zu ertränken. Doch während sie ihn trugen, um ihn im Flusse zu ertränken, kam ihnen irgend etwas in die Quere, was sie zwang, den Sack, in dem der Priester gefesselt stak, fallen zu lassen und zu flüchten. Während nun der Priester auf diese Weise im Sacke eingeschlossen lag, kam zufällig ein Schafhirt mit seiner Herde des Weges, die das Gras abweidete und während er sie so weiden ließ, hörte er eine klagende Stimme, die da rief: »Sie wollen sie mir durchaus geben und ich will sie nicht; denn ich bin Priester und kann sie nicht nehmen«, und er war ganz bestürzt; denn er konnte sich nicht denken, woher diese immer aufs neue erschallende Stimme kam. Und wie er sich bald hierhin, bald dorthin wandte, sah er endlich den Sack, in dem der Priester gebunden lag, näherte sich ihm – während der Priester in einem fort rief –, band ihn auf und fand den Pfarrer. Auf seine Frage, weshalb er in den Sack gesperrt worden sei und so laut schreie, antwortete er ihm, daß der Gebieter der Stadt ihm eine seiner Töchter zur Frau geben wolle, er sich jedoch dagegen sträube, erstens weil er sehr bejahrt und dann, weil er sie von Rechts wegen nicht nehmen dürfe, da er Priester sei. »Glaubt Ihr, daß der Fürst sie mir geben würde, Messere?« fragte der Hirt, der den erdichteten Worten des Pfarrers vollen Glauben schenkte. »Ich glaube ja«, antwortete dieser, »wenn du wie ich in diesem Sacke gebunden liegst.« Da kroch der Hirt in den Sack, und der Pfarrer band ihn fest zu und entfernte sich mit den Schafen von der Stelle, wo er lag. Es war noch keine Stunde vergangen, da kehrten die drei Spitzbuben an den Ort zurück, wo sie den Priester im Sacke zurückgelassen hatten, luden ihn, ohne hineinzusehen auf die Schulter und warfen ihn in den Fluß. So endete der arme Hirt anstatt des Pfarrers sein Leben auf klägliche Weise. Die Spitzbuben kehrten um und schlugen den Weg nach ihrem Hause ein, und als sie sich miteinander unterhielten, sahen sie die Schafe, die nicht weit davon weideten. Da beschlossen sie, ein paar Lämmer zu stehlen, doch als sie sich an die Herde heranschlichen, erblickten sie Pfarrer Scarpacifico, der ihr Hirt war und verwunderten sich höchlichst; denn sie hatten geglaubt, er sei im Fluß ertrunken.

Sie fragten ihn daher, wie er es fertiggebracht habe, aus dem Fluß herauszukommen. Da antwortete ihnen der Pfarrer: »O Ihr Narren, Ihr wißt auch gar nichts! Hättet Ihr mich noch tiefer hineingeworfen, so wäre ich mit zehnmal soviel Schafen wieder herausgekommen.« Als dies die drei Kumpane vernahmen, riefen sie: »Messere, würdet Ihr uns wohl den Gefallen tun, uns in Säcke zu stecken und uns in den Fluß zu werfen, damit wir aus Beutelschneidern Herdenbesitzer werden?« »Ich bin bereit zu tun, was Euch gefällt«, erwiderte der Pfarrer, »es gibt nichts auf der Welt, was ich nicht gern für Euch täte.« Und damit holte er drei feste dichte Säcke aus Zwillich, steckte sie hinein und band sie so fest zu, daß sie nicht herauskonnten, worauf er sie in den Fluß warf. Und so gingen ihre Seelen auf jämmerliche Weise in die Orte der Finsternis ein, wo sie ewige Qual zu erdulden haben. Priester Scarpacifico aber kehrte reich an Geld und Schafen nach Hause zurück und verlebte mit seiner Nina noch einige vergnügte Jahre.

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