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Eine Familiengeschichte. Erster Band

Hugh Conway: Eine Familiengeschichte. Erster Band - Kapitel 11
Quellenangabe
authorHugh Conway
titleEine Familiengeschichte. Erster Band
publisherVerlag von J. Engelhorn
year1886
translatorNatalie Rümelin
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20181223
projectid805f27fd
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Zehntes Kapitel.
Der Stiefvetter im dritten Glied

Fräulein Clauson hatte wenig Interesse für den erwarteten Besuch. Diesem sonderbaren, fast apathischen jungen Mädchen schienen alle jungen Männer gleichgültig zu sein. Was Herrn Carruthers betraf, so war es ihr nur lieb, daß er kein Geistlicher, aber unangenehm, daß er ein Vetter war; sie machte sich wenig aus Geistlichen und glaubte, Vettern nehmen sich im Vertrauen auf ihre Verwandtschaft leicht zu viel heraus. Sie kümmerte sich nicht einmal so viel um den Gast als sonst eine Hausfrau zu thun pflegt, da Onkel Herbert das nötige Bettzeug selbst herausgegeben und auch noch für Streichholzschachtel und Stecknadelkissen gesorgt hatte.

So sah Beatrice den jungen Mann mit vollständiger Gleichgültigkeit anfahren; sie bemerkte nur, daß er sehr bleich und angegriffen aussah, und schloß aus seinem Gepäck, daß er sich für einen längeren Aufenthalt eingerichtet habe. Dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Buch zu, das viel interessanter war, als irgend ein junger Mann.

Es war kurz vor der Essenszeit; Beatrice war schon angekleidet; die Talberts führten ihren Gast deshalb gleich in sein Zimmer, wo sie ihn verließen, damit er seine Abendtoilette machen konnte. Unmittelbar, ehe der Gong erschallte und zu Tische rief, traten die drei Herren in das Wohnzimmer, wo Frank Fräulein Clauson in aller Form vorgestellt wurde.

Frank Carruthers schien zu denken, daß es besser sei, von Anfang an zu viele Förmlichkeiten zu vermeiden, wenn man mehrere Wochen in dem nämlichen Hause zusammen leben müsse und außerdem noch miteinander verwandt sei; wenigstens sprach er von vornherein mit Beatrice, als ob er sie zeitlebens gekannt hätte. Beatrice war überzeugt, daß er auf die Verwandtschaft poche. Trotzdem war sie freundlich und höflich und hieß ihn in Hazlewood House willkommen.

Im Lauf der leichten Unterhaltung machte er eine Bemerkung, die Beatrice originell erschien und ihr Interesse wenigstens so weit erregte, daß sie ihn näher betrachtete.

Er war blaß, mager und überarbeitet; neben Horace und Herbert erschien er klein, obgleich er Mittelgröße hatte; war er auch mager, so schien er doch starke Muskeln zu haben. Er war in seiner Art ein hübscher Mann mit klugem, geistvollem Gesicht; seine dunklen, durchdringenden Augen schienen jeden Gegenstand auf den ersten Blick voll und ganz zu erfassen. Um seinen Mund spielte ein leiser Anflug von Sarkasmus und sein Kinn ließ auf Willensstärke schließen. Ehe Beatrice mit ihrer Untersuchung zu Ende und zu einer anderen Ansicht über ihn gekommen war, als daß er durchaus nicht häßlich sei, ertönte der Gong, Horace bot ihr den Arm und führte sie, von Herbert und Frank gefolgt, ins Speisezimmer. Sie speisten an einem runden Tisch, der ganz nahe an das Fenster gerückt worden war. Es war um diese Zeit des Jahres angenehm, in den Garten hinausblicken zu können. Wenn alle Leute einsähen, wie behaglich ein runder Eßtisch für eine kleine Gesellschaft ist, so würde der ganze Vorrat an solchen im Lande auf einmal aufgekauft werden. Trotz seinem angegriffenen Aussehen schien Frank ganz wohl zu sein, wenigstens aß er wie ein gesunder Mann und sprach wie einer, dessen Geist durchaus nicht überangestrengt ist.

»Es ist sehr gütig von Ihnen,« sagte er zu Beatrice über den Tisch, »daß Sie sich eines armen Kranken annehmen wollen.«

»Sie müssen meinen Onkeln danken, ich bin selbst ein Gast wie Sie, Herr Carruthers.«

»Und beide herzlich willkommen,« sagte Horace höflich.

»Ganz gewiß,« bestätigte Herbert.

»Sagen Sie 'mal,« sagte Frank zu Horace, »wie ich Sie und Ihren Bruder anreden soll. Ich könnte Sie, wie Fräulein Clauson, Onkel nennen, aber Sie sind nicht alt genug dazu.«

»Ich denke, da wir Vettern sind, wäre es am einfachsten, nur die Vornamen zu gebrauchen.«

Das war ein ungeheures Zugeständnis, denn sonst durften nur Personen, die sie wie Lady Bowler von Kindheit auf gekannt hatten, die Talberts mit ihrem Taufnamen anreden.

»Danke herzlich,« sagte Frank, »aber, bitte, kläre mich nun auch über meine Verwandtschaft mit Fräulein Clauson auf.«

Herbert erklärte ihm das Verhältnis. Beatrice fürchtete, er wolle auch sie bei ihrem Taufnamen nennen. Sie täuschte sich; es verging mancher Tag, ehe er sie anders als Fräulein Clauson anredete.

Nun ließen sich die Talberts, die es verstanden, sich für die Angelegenheiten ihrer Freunde zu interessieren, allerlei von ihres Gastes Leben in Oxford berichten.

»Leben!« sagte er; »man kann es kaum Leben nennen. Während des ganzen Kurses bin ich von neun Uhr morgens bis neun Uhr abends damit beschäftigt, einen von der Natur erschaffenen und offenbar von ihr nicht verabscheuten leeren Raum in den Gehirnen junger Leute auszufüllen. Ihr haltet wohl den Beruf eines Lehrers für einen intellektuellen, nicht wahr?«

»Natürlich thun wir das!«

»Dann laßt euch eines Besseren belehren. Ein Mann, der einen Laden hält, braucht viel größere Fähigkeiten. Er hat die verschiedensten Dinge zu verkaufen und die verschiedensten Kunden mit dem zu versehen, was sie brauchen. Meine Kunden sind einander alle gleich – meine Waren sind immer dieselben. Ich versichere Sie, Fräulein Clauson, die stumpfe, flache Dummheit der Studenten ist oft entsetzlich.«

»Dann braucht man aber kluge Leute, um dieselben auszubilden,« sagte Beatrice.

»Mag sein – aber klug in was? Nicht in Gelehrsamkeit, sondern in der Kenntnis dessen, was im Examen gefragt wird. – Sahen Sie je eine Feuerwerkfabrik?«

Er hatte die Frage an Beatrice gerichtet, die natürlich nie eine gesehen hatte.

»Nun, man stopft dort, wie ich, allerlei in leere Hülsen. Salpeter – Lateinisch, Schwefel – Griechisch, Holzkohle – Geschichte und so weiter. Ich stopfe und stopfe. Die Hülse ist voll und am richtigen Platz; der Examinator entzündet sie …«

»Und da platzt sie zur unrechten Zeit,« sagte Beatrice lustig.

»Ja, viele platzen und zerstreuen das unverbrannte Material in alle vier Winde; manche fliegen allerdings auch gerade hinauf und fallen wie Stöcke nach vollbrachter Aufgabe wieder herunter.«

»Aber manche haben Erfolg, wie du selbst,« warf Horace ein.

»Mein lieber Horace,« – Frank gewöhnte sich schnell an die vertrauliche Anrede – »je mehr ich von dem Studenten sehe, je bescheidener werde ich. Ich hatte allerdings Erfolg, aber wenn meine Mitbewerber den jungen Leuten glichen, die ich einpauke, so habe ich keine Ursache, mir etwas darauf einzubilden.«

»Aber dein Wissen führt dir diese Schüler zu.«

»Durchaus nicht! Ich habe ein gewisses Geschick darin, träge Leute vorwärts zu bringen – das ist alles.«

»Und vielleicht liegt darin auch der Grund, warum Sie alle trägen Leute bekommen,« sagte Beatrice.

»Das hat 'was für sich,« entgegnete Frank lachend.

Plötzlich wandte er sich an Beatrice und fragte: »Sie treiben Latein?«

»Ja. Wie können Sie dies wissen?«

Er lachte und warf ihr einen seiner raschen Blicke zu: »Sie haben eine kleine, ganz kleine Falte zwischen den Augenbrauen, die nur von schweren Studien herrühren kann, und Lateinisch ist ein schweres Studium für eine Dame.«

»Derartige Linien können auch durch andere Ursachen entstehen,« sagte Beatrice fast abweisend.

»Ja, durch Kummer, aber Sie können keinen haben. Auch der Stolz kann solche Linien ziehen. Sie sind zwar stolz, aber nicht übermäßig. Also habe ich recht.«

Offenbar war der junge Mann anmaßend. Beatrice schwieg unangenehm berührt.

»Trinkst du keinen Champagner mehr, Frank?« fragte Horace, als er sah, daß dieser Whittaker abwinkte, der sein Glas wieder füllen wollte.

»Nein, danke schön. Ich trinke wenig, obgleich euer Wein gut genug ist, um die Strenge eines Anachoreten zu erschüttern!«

»Das ist Byron, nicht wahr?« fragte Herbert.

»Byron, ja, aber falsch citiert,« sagte Beatrice ruhig. Frank warf einen raschen Blick auf sie.

»Wissen Sie das gewiß?« fragte Frank.

»Ganz gewiß: es heißt ›Heiligkeit‹, nicht ›Strenge‹ – ich schlug es erst vorige Woche nach.«

»Ich wollte die Stelle vor einigen Monaten nachsehen,« sagte Frank, »fand aber das Buch nicht und vertraute meinem Gedächtnis, worin ich, wie es scheint, unrecht that.«

»Wozu brauchten Sie denn die Stelle?«

»Ach, das weiß ich nicht mehr – ich will mich aber darüber besinnen, sobald ich meinen Kopf wieder anstrengen darf, und es Ihnen dann mitteilen.«

»Bemühen Sie sich nicht – ich weiß es. Ich sah das falsche Citat vorige Woche.«

Frank zuckte die Achseln.

»Natürlich sind Sie der Verfasser der Abhandlung,« fuhr Beatrice fort.

»Sie sind unheimlich scharfsinnig, Fräulein Clauson.«

»Was hat Frank geschrieben?« fragte Horace.

Beatrice lächelte; sie wollte jetzt Rache nehmen für Franks Bemerkung über ihr Latein. »Den Aufsatz in der Saturday Review ›Ueber die Verantwortlichkeit der Gutsbesitzer‹,« sagte Beatrice mit ernsthafter Miene.

»Unsinn, Beatrice! Frank kann das nicht geschrieben haben! Nicht wahr, Frank?« fragte er zweifelnd, als er sah, daß sein Gast bei der Beschuldigung gar keinen Schrecken zeigte.

»Junge Damen sollten die Saturday Review nicht lesen,« sagte Frank.

»Anonyme Schriftsteller sollten wenigstens richtig citieren,« gab Beatrice zurück.

»Aber hast du es wirklich geschrieben, Frank?« fragte Herbert. Die beiden Brüder saßen da, wie die verkörperte Angst. Frank lachte.

»Fräulein Clauson ist entsetzlich scharfsinnig.«

Die Brüder begriffen, daß Frank wirklich der Verfasser jenes Artikels war, der durch die kühnen und originellen Ansichten, die er vertrat, allgemeines Aufsehen erregt hatte.

»Frank,« sagte Horace in feierlichem Ton, »du bist gewiß ein Radikaler.«

»Ein Radikaler,« echote Herbert bekümmert.

»Gott bewahre – ich bin keiner! Bist du denn einer, Horace?«

Alle mußten über die Ungereimtheit dieser Frage lachen. Nein, die Brüder dankten Gott, daß sie nicht radikal waren.

»Aber es gibt doch gewiß auch anständige und angesehene Radikale?« fragte Frank mit scheinbarer Harmlosigkeit.

»Einige wenige,« sagte Horace. So traurig diese Wahrheit war, so fühlte er sich doch verpflichtet, zu gestehen, daß es unter seinen Bekannten zwei Radikale gab, deren gesellschaftliche Stellung derart war, daß man sich über ihr politisches Glaubensbekenntnis hinwegsetzen mußte. Es war dies ein Mangel in der sonst so wohlgeordneten Welt. Im übrigen war es höchst befriedigend, daß man Franks Versicherung hatte, daß er nicht zu den Radikalen gehöre. Die Brüder sagten ihm dies auch ganz ernsthaft.

»Ich vermute, daß Herr Carruthers ein Kommunist ist,« sagte Beatrice schalkhaft.

»Das erschüttert meine eben ausgesprochene gute Meinung von Ihrem Scharfsinn wieder.«

»Aber welches sind deine wirklichen Ansichten, Frank?« fragte Horace.

»Ich habe eigentlich keine besonderen Ansichten und will mich gern von euch leiten lassen. Aber warum hassest du die Radikalen so, Horace?«

»Sie sind so – so – wenig englisch.«

»Also dann hasse ich sie auch. Ich bin – so englisch – seid ihr es auch?«

Sie versicherten ihm feierlich, sie hofften durch und durch englisch zu sein; sich selbst aber sagten sie, sie seien wohl Engländer, hätten aber durch ihre Reisen im Ausland alle insularischen Auswüchse abgeschliffen.

»Ja, es ist ein großes Ding, ein Engländer zu sein. Wenige Leute vermögen noch den vollen Wert der Zugehörigkeit zu dieser Nation zu schätzen; ich kann dies voll und ganz.«

»Das ist recht,« sagte Horace. Trotz des Artikels über die Grundbesitzer beruhigte er sich vollständig über seinen Gast.

»Wenn es auf mich ankäme,« fuhr Frank ernsthaft fort, »würde ich ein Gesetz erlassen, das jedem Engländer verböte, eine andere als seine Muttersprache zu erlernen. So oft ein englisches Kind französische oder deutsche Zeitwörter konjugiert, verzögert sich das Kommen des tausendjährigen Reiches.«

»Des tausendjährigen Reiches!« wiederholte Beatrice.

»Ja – ich denke mir, daß das tausendjährige Reich da ist, wenn die ganze Welt englisch spricht. Wenn wir nur unsere Sprache sprechen würden, müßten die anderen Nationen sie auch lernen, und so würde der glückliche Tag eher anbrechen. Wo das Englische einmal festen Fuß faßt, siegt es auch.«

»Sie sprechen also nur englisch?« fragte Beatrice.

»In meinem Unverstand habe ich noch ein paar andere Sprachen gelernt, aber ich bemühe mich, sie wieder zu vergessen, doch gelingt es mir nicht.«

»Auf welche andere Weise würdest du deinen Patriotismus sonst noch zeigen?« fragte Horace belustigt.

»Ich würde jeden Fußbreit fremden Landes festhalten, einerlei, ob wir es durch Gewalt, Betrug, Kauf oder Entdeckung an uns gebracht haben, ob es uns Einnahmen bringt oder Ausgaben verursacht. Es muß die Besitzer beglücken, anglisiert zu werden, und welches Land es auch ist, es wird doch sicher einmal Nutzen bringen.«

»Kein Wunder, daß du die Radikalen nicht liebst,« sagte Herbert beifällig.

»Nun, und was sonst noch?« fragte Beatrice, an die er seine Worte gerichtet hatte und die also zu dieser Frage berechtigt war.

»Wohl eine Unmenge mehr – aber erlauben Sie mir eine Frage. Kränkt es Ihren Stolz nicht ab und zu einmal, daß wir als Engländer Vollblutdeutsche als unsere Könige und Königinnen anerkennen müssen? Wieviel Tropfen englisches Blut fließen wohl noch in den Adern des Prinzen?«

Das war eine sehr beunruhigende Frage. Die Talberts begannen sich sogleich mit dem königlichen Stammbaum zu befassen.

»Ich will es euch bildlich zeigen,« sagte Frank und ergriff ein Stück Brot. »Ihr werdet erschrecken.« Er zerbrach das Brot in zwei Teile und bei jedem neuen Namen, den er von Jakob dem Ersten bis zur Königin Viktoria nannte, brach er wieder ein neues Stück ab und hatte zuletzt nur noch ein klein winziges Stückchen übrig, das er Beatrice auf eine Gabel gespießt mit den Worten überreichte: »Sehen Sie, das ist Albert Edward, Gott erhalte ihn! – Ist das nicht ein trauriger Zustand für uns Engländer? Haben Sie keine Sympathie für die Jakobiten, Fräulein Clauson?«

»Sie reden eitel Hochverrat,« sagte Beatrice, die – wie vermutlich er selbst – nicht recht wußte, ob er im Ernst oder Scherz spreche.

Das ansehnliche Mahl war zu Ende und Whittaker kam mit der Tafelbürste und kehrte Jakob den Ersten und seine sämtlichen Nachkommen von weiblicher Seite fort. Mit ihm trippelte Beatrices kleiner Schützling herein, der stets, wenn keine Gesellschaft da war, um diese Zeit erscheinen durfte. Die Talberts dachten an ihre Theorie und bewaffneten sich mit ihren Augengläsern, um besser beobachten zu können, ob ihr Gast väterliche Gefühle an den Tag lege oder nicht.

»Hoho,« rief dieser, »noch eine Ueberraschung! Wer ist denn dies?«

Der Kleine lief zu Beatrice.

»Will er nicht zu mir kommen? Ich habe Kinder so lieb!«

Der Junge trippelte, durch eine vorgehaltene Weintraube verführt, um den Tisch herum zu Frank, der ihn aufhob, küßte, sein goldenes Haar streichelte und ihn höchlich bewunderte, aber keine Spur der Gemütsbewegung verriet, auf die seine Wirte gefaßt waren. Sein Benehmen zerstreute ihren Verdacht vollständig und sie freuten sich dessen, obgleich sie nun wieder ganz im Dunklen tappten. Im Grunde hatten sie nie recht an ihre Vermutung geglaubt. Sie erzählten ihm nun auf seine Frage nach dem lachenden, fröhlichen Jungen, die ganze Geschichte seiner Ankunft und fügten hinzu, daß sie ihn auf Beatrices Bitten behalten hätten, die sich nicht mehr von ihm trennen wolle.

»Das verstehe ich vollständig; ich wollte, es brächte mir jemand ein ähnliches Kind!«

Beatrice warf ihm einen dankbaren Blick zu, und nun erst sah er, was graue Augen auszudrücken vermögen.

Sie verließ nun die Herren und schloß sich ihnen erst wieder an, als sie durch den Garten schlenderten, wo Frank allerlei praktische Einrichtungen kennen lernte und erfuhr, wie die Brüder den Verbrauch von Korn und Hafer im Stall und den von Coaks im Warmhause regelten.

Er hatte einen scharfen Blick für Eigentümlichkeiten in den Menschen und wunderte sich deshalb nicht allzusehr, als er später im Wohnzimmer ein Stück schöner geklöppelter Spitzen sah und erfuhr, daß die angefangene Arbeit nicht Fräulein Clauson, sondern dem vollendeten Künstler, Onkel Herbert, gehöre.

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