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Ein Skizzenbuch

Heinrich Seidel: Ein Skizzenbuch - Kapitel 2
Quellenangabe
typenarrative
booktitleEin Skizzenbuch (Gesammelte Schriften, VI. Band)
authorHeinrich Seidel
firstpub1878-1886
year1889
publisherA. G. Liebeskind
addressLeipzig
titleEin Skizzenbuch
created20070612
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1 Der Haselwurm.

3 Eine so grosse Stadt wie Berlin birgt eine Menge von Originalen, allein sie machen sich nicht sehr bemerklich, da sie bei dem ewigen Wogenschlag strömenden Lebens zu hastig an uns vorübertreiben, während sie in einem kleinen Städtchen gleichsam unter einer Glasglocke eingesperrt der täglichen Beobachtung sich darbieten. Jedoch im Laufe der Zeit sammelt man auch in Berlin die Kenntniss einer ganzen Reihe von wunderlichen Persönlichkeiten. Dieser Gedanke kam mir, als ich in einer Conditorei vor dem Potsdamer Thore an einem heissem Junitage Selterwasser mit Kognak schlürfte und mir gegenüber der Lachonkel vor seiner Zeitung sass. So nannte man im Kreise meiner Bekannten einen Mann in mittleren Jahren mit einem 4 erdgrauen, ziemlich nichtssagenden Antlitz, welchen man in den Conditoreien vor dem Potsdamer Thore wechselweise beobachten konnte, wie er süssen Kuchen mit Schlagsahne verzehrte und dazu eifrig in irgend einer beliebigen Zeitung las. Das Wunderliche war nun, dass er nie über die erste Seite hinauskam und stets auf dieser, selbst im Reichsanzeiger oder im Militärwochenblatt, eine Fülle von Humor zu entdecken schien, denn alle Augenblicke brach er in ein anhaltendes lautes Kichern aus. Sah ihn deswegen jemand verwundert an, so nahmen seine Züge wie der Blitz den Ausdruck finsteren Ernstes an und mit einer Miene des tiefsten Nachdenkens, vergrösserten Augen und gerunzelter Stirn betrachtete er den erschrockenen Beobachter. Sonst war er harmlos und still für sich hin, die Stammgäste dieser Lokale hatten sich längst an sein schnurriges Wesen gewöhnt und beachteten ihn gar nicht mehr.

Heute hatte er seine Lektüre, die erste 5 Seite des Intelligenzblattes, bereits unter unglaublichem Kichern beendet und stand nun an der Wand vor seinem Regenschirme und seinem Hute, im Begriffe fortzugehen. Diese Situation schien von erschütternder Komik für ihn zu sein, denn im Anblicke dieses Parapluies brach er in erneutes Kichern aus und schüttelte wie überwältigt den Kopf dazu. Plötzlich aber erhob er die Hand und stiess sie mit ausgestrecktem Zeigefinger heftig nieder, als wolle er sagen: »Nun aber ist's genug,« ergriff Hut und Schirm und ging mit dem finstersten Ernst davon. Ich habe schon manchen herzlich lachen sehen bei seiner Lektüre, ja ich kannte einen Mann, der, wenn er die Hand nach den »Fliegenden Blättern« ausstreckte, in Erwartung des sicheren Genusses stets schon pränumerando lachte, allein solche Genügsamkeit und Erheiterungsfähigkeit, die selbst aus Reichsanzeiger und Intelligenzblatt und dem Anblicke eines Regenschirmes den Honig des Vergnügens saugt, ist mir weiter nicht vorgekommen.

6 Als ich dann mit den Gedanken an diesen wohl geistig etwas gestörten Sonderling beschäftigt dem Thiergarten zuschlenderte, begegnete mir der Mann mit dem Höhrrohr, ein alter kleiner und etwas fetter Herr, der sich durch eine unermüdliche Neigung für Gänsebraten auszeichnet, den der Berliner zu jeder Jahreszeit verzehrt. Dieser fast taube, alte Herr besteht mit unerbittlicher Energie darauf, dass ihm stets ein Bruststück gereicht wird und zeichnet sich dabei durch beträchtliche Grobheit aus. Ich sass einmal in einem Bierhause, als er ankam, mit gewaltiger Stimme den Kellner herbeirief und Gänsebraten bestellte. » Aber ein Bruststück!« setzte er mit drohender Stimme hinzu. Nach einer Weile kam der Kellner zurück und äusserte sein tiefstes Bedauern, dass leider nur noch Keule vorhanden wäre. Der Mann setzte sein ungeheures grünlackirtes Höhrrohr, das er stets an einem Lederriemen wie eine Art Gewehr umgehängt trug, ans Ohr und liess sich die Sache wiederholen. »Ich will 7 aber Bruststück!« donnerte er furchtbar; der Kellner kroch ganz in sich zusammen, blieb aber bei seinem ersten Bescheide. Der Mann stiess sein Höhrrohr wüthend auf den Tisch und schrie: »Kenne ich schon! Flausen! Wollen mir bloss keins geben! Gut! – Bringen Sie mir Keule!« – fügte er plötzlich mit solchem Gebrüll hinzu, so dass der Kellner fast in die Kniee sank und zitternd davoneilte. Die Pause, bis das Essen kam, füllte der Mann durch Lesen aus, indem er sich sechs Zeitungen verschiedener Richtung herbeiholte und eine nach der anderen ruckweise und heftig, wie von tiefem inneren Zorn über die Erbärmlichkeit ihres Inhaltes erfüllt, durchblätterte und sie dann verächtlich auf den Tisch schmetterte. So war er mit allen sechs politischen Organen fertig, als der Gänsebraten kam, welchen er unter heftigem Knurren und vielen Flüchen auf Kellner und Wirth, die Polizei, welche solche Schändlichkeiten duldet, und die Menschheit, die solche Auswürflinge hervorbringt, verzehrte.

8 Kaum war der Mann mit dem Höhrrohr vorüber, als die Pelztante in Sicht kam. So nannten mein Freund Abendroth und ich eine weitere sonderbare Erscheinung des Viertels vor dem Potsdamer Thore, eine hagere, ungeheuer grosse Dame am Ende der dreissiger Jahre mit einem langen Leichenbittergesicht, welche sowohl im Sommer wie im Winter sich in kostbare Pelze kleidete. Sie trug trotz des heissen Juniwetters auch heute einen wunderbar schönen Samtmantel, der an den Aermeln und dem unteren Rande fussbreit mit köstlichem Rauchwerk besetzt war. Diesen Mantel hatte sein Verfertiger auf eine reiche Fülle von Unterzeug berechnet; da jedoch diese sonderbare Dame ein Kleid trug, welches ganz eng um die Füsse schlackerte, so stand der Pelz nach allen Seiten weit ab, also dass man dies wunderliche Geschöpf einer Glocke vergleichen konnte, die auf ihrem etwas zu langen Klöppel einherwandelt. So schwankte sie an mir vorüber, zuweilen mit ihrem Sonnenschirm 9 einen energischen Ausfall machend auf einige Strassenjungen. welche sie umschwärmten wie die kastilianischen Bremsen einst den edlen Rosinante.

Das war ja ein Glückstag heute, denn als ich zwischen vier und fünf Uhr in den Thiergarten kam, fand ich dort richtig den »Mann von der Luiseninsel« vor. Dort stand er, in etwas vorgebeugter Haltung auf seinen Stock gestützt, und sah mit seinem leeren Blicke auf den Weg hin, der an der Luiseninsel vorüberführt. Dieser Mann ist eine der bekanntesten Erscheinungen solcher Art in Berlin und vieles ist über ihn geschrieben und gefabelt worden. Zu jeder Jahreszeit und bei jedem »Wetter kann man ihn um die genannte Stunde dort antreffen; er steht dort längere Zeit, als warte er auf jemand, und wandert dann langsam wieder den Weg zurück, den er gekommen ist, durch die Thiergarten und die Bellevuestrasse. Er ist ein schöner alter Mann mit einem langen zweigetheilten grauen Vollbart und fällt besonders auf 10 durch zwei wohlgedrehte weisse sogenannte Schönheitslocken, die sorgfältig an seine Schläfen geklebt sind. Man erzählt, vor langen Jahren habe ihn seine Geliebte an diesen Ort bestellt, sie sei aber nicht gekommen, sondern mit einem andern davongegangen. In Folge dieser Thatsache fiel er in eine schwere Krankheit, und nachdem er von dieser körperlich wieder genesen war, wanderte er Jahr für Jahr Nachmittags zu derselben Stunde hinaus und wartete auf die Ungetreue.

Als ich nun weiter in den Thiergarten hineinschritt und die kühle grüne Dämmerung mich aufnahm, da dachte ich: »Wenn mir nur noch der ›Vogelfritze‹ begegnet, dann ist meine Sammlung vollständig.« Also hatte ich einen Stammgast des Thiergartens getauft, einen behaglichen kleinen Herrn in höheren Jahren, der mir bei meinen Spaziergängen überall auch in den abgelegensten Theilen zu begegnen pflegte und sich einen grossen Theil des Tages hindurch dort aufzuhalten schien. Zuerst 11war er mir, der ich selber ein grosser Vogelfreund bin, aufgefallen durch seine Theilnahme an diesen gefiederten Geschöpfen. Bald traf ich ihn, wie er die wilden Enten fütterte, welche sich in den letzten Jahren so massenhaft dort angesiedelt haben, bald fand ich ihn vor, indem er zu den Staaren emporsah, welche auf einer der kleinen Inseln in dem Wipfel der grossen Silberpappel ihre Abendversammlung abhielten, bald sah ich ihn das Treiben einer rothbraunen Nachtigall verfolgen, die auf dem mit welkem Laub bedeckten Boden in zierlichen Sprüngen ihrem Erwerbe nachging. Und so traf ich ihn nie, ohne dass er sich in einer oder der anderen Art mit irgend einem fröhlichen Gefieder beschäftigt hätte. Das seltsamste aber war, dass er immer mit den Thieren sprach und auf ihre Stimmen und Laute mit Gebärden und Worten Antwort gab. Mehrfach hatte ich schon bemerkt, dass er auf einen Vogelruf sich nach der Richtung wendete, wo dieser erschallte und ausrief: 12 »Ja, ja, das sagst du wohl!« oder: »Na, na, so schlimm ist es wohl nicht!« oder auch: »Ganz recht, mein Sohn, sehr richtig!«

Als ich ihn einmal in der Gegend des Floraplatzes traf, wo in den alten Eichen zahlreiche Dohlen zu kläffen pflegen, da sah ich, wie er einer solchen lärmenden Gruppe aufmerksam zuhörte. Als ich an ihm vorüberkam, schwenkte er die erhobene Hand mehrmals an seinem Ohre hin und her, sah mich pfiffig an und sagte: »'s ist alles Schwindel, alles Schwindel, so 'ne Dohle kann lügen wie gedruckt.« Dann ging er, in sich hineinlachend und seine Hand noch mehrfach wie zur Abwehr schwenkend, weiter.

Dergleichen wunderliches Betragen hatte mich längst aufmerksam gemacht auf diesen Mann und auch ich war ihm im Laufe der Zeit wohl bekannt geworden, so dass er mir mit Vorliebe, wenn wir uns begegneten, allerlei kurze sonderbare Bemerkungen zurief. Einmal, vor acht Tagen, 13 kam er mir sehr eilig entgegen. Er deutete mit dem Daumen über seine Schulter und rief schnell weiterschreitend: »In einer halben Stunde gibt's Platzregen! Ich hab's vom Pirol! Ein sehr zuverlässiger Vogel!« Ich lachte darüber und musste dies bald dadurch büssen, dass ich bis auf die Haut nass wurde. Als ich in diesem Zustande mit blanken, glänzenden Kleidern vor der kleinen Conditorei an der Bendlerstrassenecke vorbeikam, sass der Vogelfritze am offenen Fenster und grinste mich überaus freundlich an. Dann pfiff er wunderschön mehrere Male wie ein Pirol und wollte sich ausschütten vor Lachen.

Der Thiergarten war wegen des heissen Nachmittages heute noch wenig besucht; auf den Spielplätzen sassen einige Kindermädchen, deren Schützlinge im Sande die herrlichsten Bauten ausführten, zuweilen traf ich auf einer einsamen Bank ein zärtliches Pärchen, das vor dem Vorübergehenden mit höchst mangelhaftem Erfolge Gleichgültigkeit gegeneinander zu heucheln 14 versuchte, einige ältere Gewohnheitsspaziergänger liefen ihr Pensum ab und manchmal tauchte ein gelangweilter Schutzmann auf, der mit dem Auge des Gesetzes vergeblich nach irgend einer Unordnung spähte. So gelangte ich allmählich an den neuen See, setzte mich dort auf eine leere Bank und sah den wilden Enten zu, welche zahlreich dort umherschwammen, sowie den wenigen jungen Leuten, welche auf den kleinen Fahrzeugen des Bootverleihers meist ziemlich ungeschickt umhergondelten. Ich hatte bereits eine Weile mit dämmernden Gedanken mich diesem angenehmen Nichtsthun hingegeben, als ich Schritte in meiner Nähe vernahm, die ich jedoch weiter nicht beachtete, bis plötzlich Jemand auf derselben Bank Platz nahm und die bekannte Stimme meines Vogelfreundes sagte: »Guten Tag, lieber Herr . . .« mit jener eigenthümlichen Dehnung des letzten Wortes, welche andeutet, man würde gern Namen oder Titel hinzufügen, wenn man ihn nur wüsste. Ich erwiderte den Gruss höflich, und nun 15fuhr er mit schlauem Lächeln fort: »Wie ist Ihnen neulich der Platzregen bekommen?«

»O, sehr gut,« sagte ich, »aber ich wollte doch lieber, ich hätte Ihnen und dem Pirol Glauben geschenkt, denn mein neuer Sommeranzug hat diese Behandlung sehr übel vermerkt.« Er lächelte scheinbar sehr befriedigt, so dass in seinem alten Gesichte hundert kleine Fältchen sichtbar wurden, und fragte dann: »Sie sind auch ein Vogelfreund, lieber Herr?«

Als ich dies bejahte, fuhr er fort: »Nun, da freuen Sie sich auch über die wilden Enten, nicht wahr? Vor einigen Jahren erst haben sie sich hier angesiedelt und nun zählen sie schon nach vielen Hunderten. Das macht Spass!« schloss er und rieb sich die Hände.

Wir kamen nun in ein angeregtes Gespräch, wie es sich unter zwei Liebhabern so leicht entspinnt und während desselben bemerkte ich gar nichts Sonderbares an ihm, nur dass er einmal einem Buchfinken, 16 der in der Nähe sich vernehmen liess, mit halbzugekniffenen Augen beifällig und schlau zunickte und ein andermal einer krächzenden Krähe höhnisch zurief: »Ja, das möchtest du wohl!«

Als ich im Laufe des Gespräches der stillen Freuden erwähnte, welche einem Freunde und Kenner der gefiederten Welt erblühen aus der Beobachtung der so mannigfaltigen Gewohnheiten und Eigenschaften seiner Lieblinge und wie die Natur durch diese sangeskundigen Geschöpfe gleichsam mit lieblichen Stimmen zu ihm spricht, da nahmen die Gesichtszüge des alten Herrn einen geheimnissvollen Ausdruck an, er rückte mir etwas näher und sagte: »Aber den wahren Genuss hat man doch erst, wenn man ihre Sprache wirklich versteht.«

»Ja, gewiss,« sagte ich, »ihre Lock- und Warnrufe, ihre Ausdrücke für Schreck und Wonne, Hass und Liebe.«

»Nein, nein,« sagte er, zog die Stirn kraus und drehte seine Hand mit ausgespreizten Fingern schnell vor dem Gesichte 17hin und her, »das meine ich nicht, ich meine ihre wirkliche Sprache. Sie reden miteinander, ganz wie die Menschen. Ich muss das wissen.«

Ich sah ihn verwundert an: »Wieso denn?« fragte ich.

Er rückte mir ganz nahe, sah mit seinen weitgeöffneten grünlichen Augen mir starr in's Gesicht und sagte: »Weil ich die Vogelsprache verstehe! – Ja, ja!« fügte er dann hinzu und nickte einigemal sehr eindringlich mit dem Kopfe.

Ich muss gestehen, mir ward ein wenig wunderlich zu Muth, denn im Grunde der seltsamen Augen dieses Mannes glomm es wie ein irrer Schein, jedoch ich fasste mich schnell und um nur etwas zu sagen, fragte ich: »O, wirklich? Wie gelangten Sie zu dieser Kenntniss?«

Der Mann lehnte sich in die Bank zurück, sah vor sich hin über den See hinweg und sprach, indem er leise den Kopf dazu schüttelte: »Das ist eine absonderliche Geschichte. Ich fürchte, Sie werden mir 18 nicht glauben.« Er schien mir jedoch nicht abgeneigt zu erzählen und so ermunterte ich ihn ein wenig dazu. Nachdem er meine Gesichtszüge mit einem seltsam prüfenden Blicke gemustert hatte, begann er ohne weiteres: »Der kleine Ostsee-Badeort Dannenhagen ist Ihnen wohl nicht bekannt?«

»Gewiss kenne ich ihn,« sagte ich fast freudig überrascht, »dort habe ich ja die Geschichte mit dem Tausendmarkschein erlebtSiehe Band III.: Neues v. Leber. Hühnchen. und bei meinem Freunde Johannes die famose Pfirsichbowle getrunken, zu welcher der liebe Gott selber vermittelst eines gewaltigen Hagelschlages das Eis geschickt hatte.«

»So, so,« sagte er, »um die beiden Geschichten bitte ich nachher, wenn Sie die meine erfahren haben. – Also desto besser, da kennen Sie die Gegend und die ungeheure Strandwaldung, in welcher dieser Ort gelegen ist. – Vor etwa zwanzig Jahren hielt ich mich dort auf und streifte bei gutem und schlechtem Wetter redlich in 19 der Gegend umher. Ich war damals noch ein tapferer Fussgänger und tägliche Märsche von acht bis zehn Stunden waren mir nichts Ungewöhnliches, so dass ich nach dem Verlaufe von drei Wochen die ganze Waldung so ziemlich zu kennen glaubte. Um so überraschter war ich an einem heissen Julitage, als ich in einer schon häufig durchstreiften Gegend an einen Ort gerieth, der mir gänzlich unbekannt war. Wie konnten mir diese mächtigen Eichen bisher entgangen sein, dergleichen gab es ja sonst in der ganzen Heide nicht. Es überkam mich etwas wie Ehrfurcht vor der Majestät dieser düsteren Stämme, die in gewaltige knorrige Aeste sich theilten, deren vielfache Verzweigung die mächtigen Kuppeln grünen Laubes trug. Es war ganz still dort und trotz des hellen Sonnenscheins ein wenig dämmerig. Nur aus der Höhe kam der tiefe, dumpfe Ruf eines Kolkraben, sonst kein Ton. Im Weiterschreiten schreckte ich ein Eichhörnchen aus dem trockenen Laube; ich hörte 20 deutlich das Einhäkeln seiner scharfen Zehennägel, als es an einem rauhen Stamme in die Höhe sprang und dann listig hinter einem Baumknorren auf mich herablugte. Nun vernahm ich wieder das dumpfe Rufen des Kolkraben, der hoch in der blauen Luft seine Kreise zog, und als ich mit meinen Blicken durch das Laubgewirr zu ihm emporzudringen versuchte, entdeckte ich im Gipfel der höchsten Eiche einen mächtigen Horst dieses bei uns schon so selten gewordenen Vogels. Sie können sich denken, dass dies für mich ein Vergnügen war. Dann schritt ich aus der Dämmerung der alten Eichen hervor und nun lag dort ein muldenförmiger Grund, eingeschlossen von Hochwald und ganz erfüllt mit Haselsträuchern, zwischen welchen die glühende Sonne brütete. Dergleichen Haselsträucher waren mir in meinem Leben nicht begegnet. Gruppenweise schossen sie aus den mächtigen Wurzelstöcken hervor, jede Pflanze mehr einer Versammlung von stattlichen Bäumen vergleichbar, als einem 21 Strauche; ich musste mich erst durch die zahlreichen, noch grünen Früchte überzeugen, dass ich wirklich Haseln vor mir hatte. Wunderlich, wunderlich, dachte ich, wie konnte dir dies alles bis jetzt entgehen? Diese Haselbäume mussten übrigens uralt sein; manche von den Stämmen hatten über einen Fuss im Durchmesser. Ich kann Ihnen kaum deutlich machen, wie wunderbar unheimlich still es dort in der glühenden Sonne zwischen dem mächtigen Strauchwerk war; die Rabenrufe waren verstummt und nur zuweilen ging ein seltsames Rascheln durch das welke Laub am Boden, so dass es mir jedesmal kalt den Rücken herablief. Kennen Sie die Sage vom Haselwurm? Sehen Sie, dies war der richtige Ort für ihn. Unter solchen uralten Haselbäumen wohnt die weisse Schlange oder der Haselwurm, und ganz sicher darf man auf seine Anwesenheit rechnen, wenn auf den Zweigen dieser Bäume die sonderbare Mistelpflanze schmarotzend angetroffen wird. Dies hatte ich, langsam 22 weiterschreitend, kaum gedacht, als ich wie von einem elektrischen Schlage getroffen zusammenfuhr, denn ich erblickte bei einer Wendung plötzlich vor mir eine Baumgruppe, die wie der Grossvater aller der übrigen in der Gegend erschien und auf allen Zweigen mit den wunderlichen Nestern der Mistelpflanze bedeckt war. Ich vermag es nicht auszudrücken, ein wie ehrwürdiges und greisenhaftes Aussehen diese Baumansammlung durch die mächtigen Bärte des wuchernden Gewächses erhielt und welchen Eindruck des Uralten, von aller Kultur Unberührten dieser Anblick auf mich machte. Ich stand eine Weile und schaute, und eine Angst befiel mich vor der Einsamkeit. In dem ungeheuren Wurzelstocke der Hasel und in dem etwas erhöhten Boden, auf welchem sie stand, waren allerlei kleine Höhlen und Vertiefungen mit glatten Rändern, als würden sie zum- Aus und Einschlüpfen täglich benutzt; sie lagen schwarz in der grellen Sonne da und ich erwartete alle 23Augenblicke ein weisses züngelndes Schlangenköpfchen daraus hervorschauen zu sehen.

Aber nichts dergleichen geschah, alles blieb so still, dass ich fast das Niedergleiten der Ströme des Sonnenlichtes zu vernehmen glaubte. Es war doch wohl nur eine Sage, die Geschichte vom Haselwurm oder der weissen Schlange, von der man nur ein ganz kleines Stückchen zu essen braucht, um die Sprache der Vögel zu verstehen, fest gegen Schuss und Hieb und Stich, und der Liebling aller Weiber zu werden. Kaum hatte ich dies gedacht, da raschelte es wieder durch Gras und dürres Laub und zwar auf der anderen Seite der Hasel. Ich sprang schnell zu, konnte aber nur die Halme sich noch ein wenig bewegen sehen, dann war es wieder still. Offen gesagt, mir ward etwas unheimlich zu Muthe und ich strebte weiter, um in bekannte Gegenden zu kommen. Zu meiner Verwunderung lichtete sich der Wald jetzt und durch eine Lücke zwischen den Zweigen sah ich ein Stück von einem 24 uralten, mit Moos und Hauslauch bewachsenen Strohdach ragen; aus dem Schornstein kam heller Rauch. Dies nahm mich ganz besonders wunder, denn von einer menschlichen Ansiedelung hatte ich in dieser Gegend ebenfalls niemals etwas bemerkt. Weiterhin am Strande lag allerdings eine sogenannte Heringshütte, allein diese ward nicht mehr benutzt, da man den Fischfang an dieser Küste schon seit einer Reihe von Jahren aufgegeben hatte. Ich gelangte auf einen unbetretenen, mit hohem Grase bewachsenen Weg, der an dem Hause vorüberführte. Eine langhaarige weisse Ziege von unbeschreiblich ehrwürdigem Aussehen war dort angebunden, sah eine Weile forschend auf mich hin und graste dann ruhig weiter. Das Haus war ebenfalls uralt, wie ich beim Näherkommen sogleich sah, die Balken schwarz und verwittert und auf dem bemoosten Strohdach mit wunderlich geschnitzten Pferdeköpfen am Giebel standen unzählige, röthlich blühende Dolden des Hauslauches empor. Ein 25 vielhundertjähriger Hollunderbusch, dessen mächtige Kuppel ganz mit weissen Blüthentellern bedeckt war, stand wie ein alter Freund daneben. Nur der Unterflügel der alten morschen Thür war geschlossen, der obere geöffnet und zeigte die schwarze Finsterniss des inneren Flures. Ich hob die Klinke und trat in den verräucherten Vorraum. Oben an den Balken nisteten die Schwalben und schossen zwitschernd durch den offenen Thürflügel aus und ein, im Hintergrunde auf dem grossen Ziegelsteinherde hing ein Kessel über dem Feuer und sang, sonst war es einsam und still. Ich klopfte an die Thür zur Linken; es kam keine Antwort. Dann trat ich ein in eine saubere Bauernstube, wie man sie bei solchen Leuten findet, die eine kleine Gastwirthschaft betreiben. Der Fussboden war weiss gescheuert und mit Sand bestreut, um den alten schwarzglasierten Kachelofen, der auf hölzernen Füssen stand, lief eine Bank und einige saubere braune Tische waren von ebensolchen Stühlen und Bänken 26 umgeben. Aus einem grossen Glasschranke lugten Flaschen und Gläser hervor und an den Wänden hingen schöne Bilder, die Schicksale der Genoveva, das Erdbeben von Lissabon, Napoleon auf Elba und zwei wunderschöne spanische Jungfrauen, namens Elvira und Bianka, darstellend. In der einen Ecke tickte mit lautem Schlage eine alte Standuhr, und das einzig Lebendige von Betracht war ein zahmes Rothkehlchen, welches, nachdem es den ersten Schreck über meine Ankunft verwunden hatte, eifrig hinter den summenden Fliegen her war. Mein Marsch hatte mich hungrig und durstig gemacht; ich setzte mich auf einen Stuhl und wartete, ob nicht Jemand kommen würde. Der Pendel der Uhr ging hin und wider, die Fliegen summten, das Rothkehlchen flatterte, draussen zwitscherten die Schwalben und sang der Kessel, aber Niemand kam. Ich trat ans Fenster und blickte hinaus. Dort blühten brennende Liebe, Lawendel und Fingerhut und weiterhin erstreckte sich ein Grasgarten 27 mit mächtigen Obstbäumen. Da erblickte ich einen alten Mann bei einem Bienenstaude und klopfte an die Scheiben, um mich bemerklich zu machen. Dies hatte Erfolg, und nach einer kleinen Weile schlürften langsame Schritte über den Flur und der alte Mann trat ein. O, wie uralt war der. Er trug ein schwarzes Käppchen, unter welchem spärliches weisses Haar sich hervorstahl. Die pergamentene Haut seines Antlitzes war von hundert kleinen Fältchen und den zierlichen Flussgebieten feiner blauer Aederchen durchzogen und der zahnlose Mund ein wenig geöffnet. Er war in die alte Tracht des Landes gekleidet, trug weisse Hemdärmel, eine lange Weste mit grossen Taschen, Kniehosen, schwarze Strümpfe und Schnallenschuhe, auf denen er sich langsam schurrend fortbewegte.

»Wat will de Herr?« fragte er. – »'n beten to eten un to drinken, müch ik woll,« sagte ich. – »To drinken känen Sei kriegen – Melk un Snaps,« erwiderte der Alte. »Warm Eten kann ik Sei nich geben. – 28 Hier is keiner in, as ik. – Sei sünd all in't Heu. – Aewer groff Brot känen Sei kriegen – un schöne Bodder – un Honnig – un Pimkees – un'n beten suren . . . Aal is ok noch dor.« Es war merkwürdig; als sträube er sich, das Wort Aal auszusprechen, machte er vorher eine kleine Pause und drückte es dann scheinbar mit Widerstreben hervor. – »God,« sagte ich, »denn bringen Sei mi ein Glas Melk – un'n Aquavit – un groff Brot – un schöne Bodder – un Honnig – un Pimkees – un ok 'n beten suren Aal.« – Der Alte zog die Stirn in Falten, liess seine Lider einige Male schnell über den hellblauen Augen, die aussahen, als seien sie vor Alter ausgeblasst, auf und nieder spielen und wiederholte mit einem gewissen Nachdruck: »Un ok 'n beten suren . . . Aal.«

Dann schurrte er im Zimmer umher und auf den Flur hinaus und brachte mir alles einzeln heran, so dass es eine Weile dauerte, bis alle die Sachen beisammen waren.

29 »Dei Flietigen lopen sik dot, dei Fulen drägen sik dot,« sagte ich, »nich wohr, Olling?« Darüber musste der alte Mummelgreis so sehr lachen, dass er in's Husten kam und einen kleinen Erstickungsanfall erlitt. »Is richtig, is richtig?« sagte er, als er endlich wieder zu sich kam, »Sei sünd 'n spassigen Herr! Jejajeja!«

Ich that den guten Dingen alle Ehre an, während der Alte immer im Zimmer herumlauerte, mit Gläsern klapperte oder aus dem Fenster sah, mich aber dabei nicht aus den Augen liess. Als ich mich an den sauren Aal machte, merkte ich, wie er still ward, und ein Seitenblick überzeugte mich, dass er mit den Händen auf dem Rücken und etwas geöffnetem Munde vorgebeugt dastand und mich mit einiger Spannung beobachtete.

»Dei Aal hett jo so 'ne witte Hut,« sagte ich. Der Alte zog wieder die Stirn kraus und seine Lider gingen unglaublich schnell auf und nieder: »Hei is von die witte Ort,« erwiderte er, »dat sünd jo dei besten!«

30 Ich wollte mir nun nicht die Blösse geben zu bekennen, dass mir von einer Art des Aales mit weisser Haut bis dahin noch nicht das Geringste bekannt geworden war und machte mich tapfer an das gut aussehende Gericht. Ich fand es vorzüglich. Das Fleisch war schneeweiss und zart, schmolz auf der Zunge und hatte einen ganz besonderen Haselnussgeschmack – mir däuchte, ich hätte noch nie ein so köstliches Gericht gegessen. Ich liess nichts übrig, und als der Alte das merkte, ging er mit stillem Händereiben hinaus. Das zahme Rothkehlchen war unterdess auf meinen Tisch gepflogen und immer dreister einhergekommen:

»Ach wat, ich nehm' mi 'n beten Kees, hei ward mi woll nix dohn!« sagte es plötzlich, hüpfte dreist herzu und nahm ein wenig von dem weissen Käse auf. Ich war ganz starr vor Schreck und stierte mit entsetzten Augen auf den Vogel hin. Da ich mich nun so ruhig verhielt, so ward das Thierchen noch muthiger und pickte 31 sich etwas von der Butter ab. Dann rief es: »Dank ok schön, min leiwe Herr!« hüpfte auf das Fensterbrett und putzte sein Gefieder.

In diesem Hause blieb ich keinen Augenblick länger bei diesem Hexenmeister, wo die Rothkehlchen sprechen konnten und man weissen Aal vorgesetzt bekam, den es gar nicht giebt. Der Alte kam wieder in die Thür, ich zog meine Börse und fragte nach der Schuldigkeit. »Ich bedank mi velmals vör de Ihr, die Sei mi andahn heben,« sagte er, »un kosten deiht dat nix. Un laten Sei sik den suren . . . Aal god bekamen.« Dabei plinkte er wieder so wunderlich mit den Augenlidern und um seinen zahnlosen Mund lag ein sonderbares Lächeln. Ich stammelte ein paar Dankesworte und machte, dass ich fortkam. Draussen stand wie vorhin die alte ehrwürdige Ziege, sie sah mich wieder aufmerksam forschend an und meckerte dann, dass es klang wie ein Gelächter. Ich lief weiter durch den Haselbusch, doch nun 32 war die brütende Mittagsstille vorüber und überall Vogelstimmen vernehmlich. O welch ein Kichern und Geschwätz, ich vernahm deutlich Spottworte, die nur auf mich gemünzt sein konnten. Hatte ich denn zuviel von dem guten Rostocker Aquavit getrunken? Unter den Eichen war es stiller; ich setzte mich auf eine alte hervorragende Baumwurzel am Fusse eines der riesigsten Stämme, fühlte mir den Puls, rieb mir die Schläfe und kniff mich schmerzhaft und schonungslos; es war hohe Zeit, dass ich aus diesem Traume endlich aufwachte. Aber es blieb alles wie es war, ja aus der alten Eiche zu meinen Häupten, die den Rabenhorst trug, kamen nun auch tiefe, grobe Stimmen und ich hörte, wie ein alter Rabe den jüngeren von der guten alten Zeit erzählte, da noch vor jeder Stadt ein vielbenutzter Galgen stand, an welchem fleissig gehängt wurde, so dass die Raben es gut hatten. Die Welt begann sich zu drehen vor meinen Augen, ein Schwindel überkam mich; ich sank 33 zurück gegen den Stamm der alten Eiche und verlor die Besinnung.

Bis hierher enthält meine Geschichte ja nur wenig des Wunderbaren, aber von dem, was nun folgt, werden Sie – so fürchte ich – mir manches nicht glauben. Denn, denken Sie, als ich wieder zu mir kam, lag ich nicht unter einer alten Rieseneiche, sondern unter einer jungen Kiefer in einer mir durchaus wohlbekannten Gegend. Die einzigen Eichen in der Nähe waren solche, die soeben erst aus Samen aufgegangen mit nur zwei Blättern aus dem Moose hervorsahen. Ferner habe ich trotz aller aufgewendeten Mühe weder die Eichen, noch den Haselhorst, noch das alte Haus jemals wiedergefunden. Alles war wie von der Erde hinweggelöscht. Sie werden sagen, ich sei auf meiner Wanderung eingeschlafen und habe die ganze Geschichte nur geträumt. Aber wie wollen Sie dann erklären, dass ich von diesem Tage ab die Sprache der Vögel verstehe in allen Dialekten, von dem des 34Zaunkönigs bis zu dem des Kondors. Erst vorgestern hatte ich mit dem alten Kondor im zoologischen Garten einen längeren Gedankenaustausch. Er hat Heimweh nach den Anden, wo, wie der Dichter so schön sagt:

»Der Kondor überm Abgrund hängt,
Den Orchideen bunt umrahmen.«

»Wie wollen Sie das erklären, wenn ich nicht damals von dem sauren . . . Aal gegessen hätte? Ich bin übrigens sehr zufrieden damit, denn diese Kenntniss gewährt mir viel Unterhaltung und unerschöpfliches Vergnügen. Nur manchmal läuft eine kleine Enttäuschung mit unter. Sie wissen, was die Dichter dem Gesange der Nachtigall unterlegen, dass er Lust und Leid der Liebe jauchze und klage. Wollen Sie ein Stückchen dieses Liedes in wortgetreuer deutscher Uebersetzung, so hören Sie:

»Fette, fette, fette, fette Flieg'n,
Mück'n, Mück'n, Mück'n, Mück'n,
Käf-, Käf-, Käf-, Käf-, Käferchen,
35 Zuck-, zuck-, zuck-, zuck-, zuckersüsse Holderbeer'n
Schmeck'n, schmeck'n, schmeck'n fein,
De-, de-, de-, de-, de-, delikat!«

Ich fürchte, Sie haben sich das anders gedacht. Wie es mit der Festigkeit gegen Schuss, Hieb und Stich aussieht, das habe ich noch nicht ausprobieren können, gegen Hexenschuss bin ich jedenfalls nicht gefeit« – hier rieb er sich ein wenig mit der Faust die Kreuzgegend – »ebenso, wie Sie sehen, nicht gegen Mückenstich.« Damit erschlug er eine Mücke, welche soeben auf seiner Hand sich den durchsichtigen Hinterleib prall voll Blut gesogen hatte. Dann fuhr er fort: »Und was das Glück bei den Weibern betrifft, so ist es damit auch nichts, und vielleicht ist das nicht gerade das Schlimmste.«

Ein mir unbekannter Vogel hatte schon seit einiger Zeit aus der Ferne einen Lockruf von seltsam eindringlichem Tone erschallen lassen und jedesmal hatte der alte Herr, ohne sich in seiner Erzählung unterbrechen zu lassen, mit der Hand 36 nach jener Richtung hin abgewinkt. Jetzt wurden die Rufe immer dringender; der Alte murmelte: »'s ist gut, ich komme ja schon!« und stand auf: »Ich habe die Ehre, mein Herr,« sagte er, indem er mit der Hand an seinen Hut griff. »Sie hören, man ruft mich.« Damit machte er sich auf und ging eilig davon, während er, wie damals bei den Dohlen, seine Hand in der Gegend des Ohres eifrig auf und ab schwenkte.

Mit äusserster Verblüffung sah ich ihm nach. Ich war, was man mit einem vulgären Ausdrucke »baff« nennt. Und seitdem zergrübele ich mir den Kopf und kann nicht in's Klare darüber kommen, ob der Mann verrückt ist, oder ob er mich ganz ungeheuer zum besten gehabt hat. Was denkst du, lieber Leser?

 

 

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