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Ein Gang durchs Taubertal

Wilhelm Heinrich von Riehl: Ein Gang durchs Taubertal - Kapitel 19
Quellenangabe
typereport
authorWilhelm Heinrich Riehl
titleEin Gang durchs Taubertal
publisherEdition Europäische Kulturstätten
seriesLiterarische Landschaftsbilder
volume1
year1967
firstpub
correctorreuters@abc.de
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20080812
modified20160809
projectid914720d9
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Romanik und Rokoko in Bronnbach

siehe Bildunterschrift

Wertheim, vom Tauberufer aus gesehen. Nach einem Gemälde Ludwig Richters gest. von Frommel und Winklers, um 1830

Wer vor der ehemaligen Zisterzienserabtei Bronnbach um die Waldecke biegt, der erwartet wohl kaum hier im engen Tal den Mittelpunkt eines Ökonomiegutes von nahezu 2500 Morgen Flächengehalt zu finden, mit hochentwickelter Viehzucht und einer auf die Ausfuhr arbeitenden Brauerei. Wer sich aber dann die Wirtschaftsgebäude in ihrer weiland klösterlichen Rokoko- und Zopfpracht näher betrachtet, den überrascht wiederum innerhalb dieser verblichenen Herrlichkeit ein wahres Kleinod reiner und echter mittelalterlichen Kunst, die Abteikirche. Sie ist ein wenig gekannter, aber sehr kennenswerter spätromanischer Bau, dreischiffig, mit langem Chor und kurzen Querschiffen, das Mittelschiff bereits von ursprünglichen Kreuzgewölben überspannt, der Chor im Halbkreis abschließend, außen mit einem höchst originellen Rundbogenfries geschmückt, das Ganze einheitlich durchgeführt bis hinauf zu den beiden Dachreitern, welche, was gewiß selten ist, noch unversehrt die romanische Ornamentik tragen. Das Innere ist zwar mannigfach verzopft, dennoch aber im wesentlichen wohlerhalten. Der Bau als solcher entging der Zerstörungswut des 16. wie der Verbesserungswut des 17. und 18. Jahrhunderts und der innere Schmuck – bis jetzt wenigstens – auch der Wiederherstellungswut des 19.

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