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Die Zeitmaschine

Herbert George Wells: Die Zeitmaschine - Kapitel 18
Quellenangabe
typefiction
authorHerbert George Wells
titleDie Zeitmaschine
publisherrororo
year1951
translatorFelix Paul Grewe
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150313
projectid88fe3eac
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Epilog

Man kann sich nur wundern. Wird er je zurückkehren? Vielleicht ist er in die Vergangenheit zurückgefegt und fiel unter die bluttrinkenden, behaarten Wilden der Zeit des ungeglätteten Steins; in die Abgründe des Kreidemeers; oder unter die grotesken Saurier, die riesigen Reptilbestien der Jurazeit. Vielleicht wandert er eben jetzt – wenn ich so sagen darf – auf einem von Plesiosauren besuchten oolithischen Korallenriff oder neben den einsamen Salzseen der Triasperiode. Oder ging er vorwärts in eine nähere Zeit, da Menschen noch sind, die aber die Rätsel unserer Zeit beantwortet, ihre Probleme löst? In das Mannesalter des Geschlechts; denn ich meinerseits kann mir nicht denken, daß unsere Tage schwachen Experimentierens, fragmentarischer Theorie und gegenseitiger Mißklänge wirklich der Höhepunkt des Menschen wären. Ich sage, ich meinerseits. Er, das wußte ich – denn die Frage war schon längst, ehe die Zeitmaschine gemacht wurde, unter uns erörtert worden – dachte nicht freudig an den Fortschritt der Menschheit und sah im wachsenden Turm der Zivilisation nur ein törichtes Häufen, das unweigerlich auf seine Schöpfer zurückstürzen und sie vernichten mußte. Wenn es so ist, bleibt es unser Teil, zu leben, als wäre es nicht so. Aber mir ist die Zukunft noch dunkel – sie ist ein ungeheures Nichtwissen, das nur an ein paar gelegentlichen Stellen durch die Erinnerung an seine Geschichte beleuchtet wird. Und ich trage zu meinem Trost zwei fremdartig weiße Blumen bei mir – verschrumpft jetzt, braun und platt und zerbrechlich – als Zeugnis, daß selbst, als der Geist und die Kraft gewichen waren, Dankbarkeit und gegenseitige Liebe im Herzen der Menschen weiterlebten.

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