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Die Weltlichen Gesänge des Egidius Pfanzelter von Polykarpszell

Georg Queri: Die Weltlichen Gesänge des Egidius Pfanzelter von Polykarpszell - Kapitel 45
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie Weltlichen Gesänge des Egidius Pfanzelter von Polykarpszell
authorGeorg Queri
firstpub1909
year1912
publisherR. Piper & Co.
addressMünchen
titleDie Weltlichen Gesänge des Egidius Pfanzelter von Polykarpszell
created20050120
sendergerd.bouillon
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Beim Albrechten habens ein Kalbl mit zwei Köpf kriegt.

Beim Albrechtn hat 's Küahle kalbert gestern auf d' Nacht;
möcht ma 's glaubn oder net:
a Kaibi mit zwoa Köpf hat 's bracht!
Hast aber dees Kaibi von hint ohgschaugt,
da hat 's koan Schuß Pulver net taugt,
is hint bis zum Schwanz nauf zsammagwachsn gwen –
Ja, wo sollt denn jetz da der Mist hergehn?
Schwitzt 'n ja doh koan oanzigs Kaibi aussi beim Hirn
und derfst es noh so klystiern,
und was nutzn zwoa Köpf und a dopplts Gfrieß,
wann der natürli Ausweg net da is?

Und ma konn doh an Veterinärdokter dees teuer Geld net gebn
wegn jeder Handvoll Zibebn,
und an Kaibi a jedesmal deswegn an Bauch aufschneidn?
Wur an Kaibi schadn und wur 's an Bauern net leidn.

Vielleicht kunnt ma a Handlschaft machn?
D' Köpf san allaweil rare Sachn –
unser Bürgermoaster brauchat schoh lang oan,
an neuchn und bessern,
nehmat der von unsern Kaibi koan?
Herentgegn a Trumm von seine hintern Angelegnheitn
wur für 's Kaibi 's ganze Lebn bedeutn.

Moan schoh, daß unser Bürgermoaster da was hergebn dürft,
wo er aso allweil mit dee Einladunga so umananderwirft
und mit dee hintern Kompliment
wur 's Kaibi und d' Leut freun, und mit dene Einladunga hätt 's a End.

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