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Die Welt des William Clissold. Zweiter Band

Herbert George Wells: Die Welt des William Clissold. Zweiter Band - Kapitel 27
Quellenangabe
authorH. G. Wells
titleDie Welt des William Clissold. Zweiter Band
publisherPaul Zsolnay Verlag
year1931
firstpub1927
translatorHelene M. Reiff und Erna Redtenbacher
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170602
projectidd92a84a2
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Mein Skeptizismus bezüglich der Schulen erstreckt sich auch auf die Universitäten und besonders auf jene, die man als Kinder-Universitäten bezeichnen könnte, wie Oxford, Cambridge Harvard und Yale, die alljährlichen Kricket-, Boot-Rennen-, Baseball- und Fußball-Universitäten, wo jede Art intellektueller Tätigkeit der Hauptaufgabe, unsere heranwachsende Jugend zu kleiden, zu beherbergen und zu amüsieren, untergeordnet ist. Ich finde, daß wir, die wir die Weltlage beherrschen, uns um alles, was man mit unseren Söhnen und Töchtern in diesen Instituten angefangen hat, sehr wenig gekümmert haben und daß wir ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken sollten, als wir es bisher getan haben. In England liefern sie für das Geld und die Achtung, die man ihnen bringt, nicht den vollen Wert – weniger sogar noch als die ›Public Schools‹ –, und ich hege den Verdacht, daß es in Amerika noch schlimmer ist als in England.

Alles, was ich von diesen Bildungsstätten weiß, weiß ich natürlich nur von außen her. Dickon und ich standen während unserer Studentenzeit in London unter keinerlei Aufsicht; die Londoner Universität kennt keine Proktoren und ihre Studenten sind in ihrem Privatleben so frei wie Laufburschen. Keine ›Tutors‹ hüten und bewachen ihre geistige Entwicklung; die Menschenmenge Londons zerstreut sie und saugt sie auf, bevor sie sich dessen bewußt werden können, daß sie zu einer Klasse und einem Typ gehören. Sie kommen niemals dazu, sich zu einer lokalen Farbe zu bekennen, und fühlen infolgedessen auch keinerlei Verpflichtung, geistvoll, unterhaltend und originell zu sein. Wir nahmen unsere Universität so unter anderen Dingen mit; wir dachten kaum daran, daß es eine Universität sei; sie drückte uns keinen Stempel auf.

Mein Neffe Dick war zwei Jahre in Oxford, und seiner Karriere dort wurde durch den Krieg ein Ende gemacht, so daß er also auch nicht mehr als teilweiser Zeuge ist. William weigerte sich standhaft, nach Oxford oder Cambridge zu gehen. Wenn man ihm sagte, man ginge doch auf eine Universität, um mit Gesinnungsgenossen zusammenzukommen und Gedanken auszutauschen, so behauptete er, daß man nichts anderes als Schibboleths austausche. Er dachte, er wäre gewitzigt genug, Schibboleths im Vorbeigehen aufzunehmen, ohne drei Jahre damit vertrödeln zu müssen, um sie sich anzueignen. Wenn man ihm vorhielt, welche Vorteile doch darin lägen, ausgezeichnete Männer zu treffen, so sagte er, daß erstens Professoren nicht eine Klasse ausgezeichneter Männer seien, sondern bloß Männer, die einander mit Auszeichnungen überhäuft hätten, und zweitens, daß man sie in Wirklichkeit niemals träfe, sondern bloß ihre ›verdammten Weiber‹ bei Teegesellschaften. Die wirklich hervorragenden Männer von Oxford und Cambridge kämen stets bei jeder möglichen Gelegenheit ›auf einen Sprung nach London‹, um aus der ›vertrockneten Schüleratmosphäre‹ herauszukommen. Es wäre viel eher möglich, sich mit ihnen in London zu unterhalten. ›Vertrocknete Schüler?‹ Über diesen bemerkenswerten Ausdruck befragt, meinte William, wie anders man sie denn nennen könnte.

»Und ich würde die Witze und Spässe nicht ertragen können«, sagte William. »Die Spässe, die ein so wunderherrlicher Bestandteil des Studentenlebens sind. Die Verkleidungen und oh! diese Dummheiten. Wenn die kleinen Blöcker mit so einem Spaß anfingen, könnte ich wohl hinausrennen und einige von ihnen umbringen.«

Deshalb wählte also William in treuem Gehorsam gegen das, was ihm sein wildes Clissold-Herz gebot, seinen Wohnsitz in Chelsea, um sich in Ateliers herumzutreiben und die Leute bei der Arbeit zu sehen, im 1917er Klub mit allen möglichen verrückten Leuten zu debattieren, zu schreiben, zu malen, alle neuen Theaterstücke, Filme und Tänze zu sehen, in Museen zu brüten, heißhungrig zu lesen und zu malen und zu malen.

Ich bin vollkommen auf Williams Seite. Ich glaube, daß die Tage Oxfords und Cambridges als des Hauptkernes der allgemeinen Erziehung des großen Weltreiches gezählt sind. Seit dem Kriege ist dies sehr auffällig zum Vorschein gekommen. Diese Universitäten versagen gänzlich darin, irgendeine angemessene erzieherische Wirkung auf den größeren Teil der Jungen auszuüben, die in ihren Colleges vielleicht die wichtigsten Jahre ihres Lebens verbringen. Eine Minorität nur leistet brauchbare Arbeit. Sie tut dies entgegen der herrschenden Meinung. Vieles könnte sie viel besser machen, stände sie zu London oder irgend einer anderen bewohnbaren Stadt in näherer Beziehung. Sowohl Oxford als Cambridge liegen in niedrigen Flußtälern, die schwere Luft erfordert jeden Tag viel Zeit für körperliche Übungen, und eine ungeheure rege Betriebsamkeit in Spielen hat sich entwickelt, um jede geistige Tätigkeit in den Hintergrund zu drängen. Und trotz aller dieser Anstrengungen herrscht noch immer Trägheit vor. Es gibt da eine traditionelle Gleichgültigkeit gegen alles, der sich nur die entschlossensten Arbeiter zu entziehen vermögen. Viel Zeit wird auf die ›Spässe‹ verwendet, jene sorgfältig organisierten, mit viel Arbeit verbundenen humoristischen Unterbrechungen des schläfrigen Ablaufs der Studien. Die Aufsicht von Seiten der ›Tutors‹, die eigentlich dazu da sind, das geistige Wachstum der Studenten zu überwachen, ist ungenügend, und eine beträchtliche Anzahl dieser Jungen vertrödelt ihre Zeit in kleinen musikalischen und dramatischen Gesellschaften, die weder zu musikalischen noch dramatischen Erfolgen führen, und in ähnlichen Formen des Dilettantismus.

Wenige der Professoren sind fähig, das Vorstellungsleben der Studenten zu begreifen. Einige der auffallendsten scheinen geradezu bewußt ›Sonderlinge‹ sein zu wollen, die darauf aus sind, daß man über sie spreche. Heutzutage scheinen die Professoren mehr dazu aufgelegt, die Traditionen der Entmutigung und Unterdrückung, die die großen englischen ›Public Schools‹ beherrschen, weiterzuführen, als eine neue Generation zu lebendigem Denken und kraftvollem Handeln zu begeistern. Die Universität von Cambridge leistete sich während des Krieges ein nicht gerade beneidenswertes Hauptstück durch ihre Behandlung Bertrand Russells, des hervorragenden englischen Mathematiker-Philosophen, und hat kürzlich ihr Bestes getan, einen berühmten Biologie-Professor zu entlassen, weil er in einem Ehescheidungs-Prozeß mitangeklagt war. Oxford, so sehe ich, hat vor, alle jugendlichen Kommunisten auszuschließen. Durch solches Vorgehen stellen diese Orte die Unterdrückung der Jugend durch die Erziehung über Wissenschaft und Gedankenfreiheit. Ich nehme eine wachsende Unzufriedenheit mit Oxford und Cambridge unter vielen meiner Freunde wahr, die dort ihre Söhne als Studenten haben. Ich kenne drei oder vier, die in ihren berechtigten Hoffnungen bitter enttäuscht worden sind. Sie schicken ihre Jungen voll Vertrauen und Erwartung in diese überschätzten Bildungszentren. Dann sehen sie sich plötzlich feschen, leichtlebigen, oberflächlichen jungen Menschen gegenüber, die zu nichts Besonderem taugen, denen Glaube, Leidenschaft und Ehrgeiz in der Schule ausgetrieben wurden.

Ich glaube, wir müssen uns entschließen, diese drei oder vier Jahre Ferien in Oxford und Cambridge und in ihren amerikanischen Gevatteranstalten aus dem Leben der jungen Leute, die wir führende Rollen in der Weltgeschichte spielen zu sehen hoffen, zu streichen. Sie sind ein zu ernster Zeitverlust in einer zu kritischen Periode. Sie erzeugen eine zu starke passive Haltung angesichts der drängenden Not des Lebens. Ich bringe hier keine Vorschläge über die Erziehung von Mädchen, weil ich sehr wenig davon weiß, aber in den letzten Jahren ist in mir die Überzeugung gereift, daß schon im Alter von fünfzehn oder sechzehn Jahren ein junger Mensch mit dem wirklichen Leben in Kontakt gebracht und von diesem Alter an in ständigem Kontakt damit gehalten werden sollte. Das heißt nicht, daß er zu dieser Zeit aufhören soll, zu lernen, nein, er wird auch fürderhin immer lernen – und bis an sein Lebensende fortfahren zu lernen –, freilich nicht die ›Gegenstände‹ eines Lehrplanes, sondern die realen Wirklichkeiten des Lebens, an die er herantritt. Wir machen mit dem alten Irrtum, daß Lernen ein vorübergehender Zustand ist, Schluß. Und der ganze veraltete Unsinn, der darin bestand, die Menschen Baccalaurei, Magistri, Doktoren der Kunst und Wissenschaft zu nennen, mag zusammen mit den Talaren und Mützen, die an einen medizinischen Alchimisten oder einen Inquisitor erinnern, zum Tartarus gehen. Sie haben gar keinen Sinn. Das einzige Gute, das ich jemals zum Vorteil eines Studententalars gehört habe, ist, daß er sich besser als ein Frack dazu eignet, die Kreide von der Tafel zu wischen. Und selbst dafür ist ein feuchter Schwamm vorzuziehen.

Man könnte einwenden, daß die Universitäten nicht zu bestehen aufhören würden, wenn man auch die Colleges ausfegte und jene Massen verdorbener und zielloser junger Leute, die heute unter dem Vorwand irgend eines hohen und endgültigen erzieherischen Segens, den tatsächlichen Bestand Oxfords, Cambridges, Yales und Harvards ausmachen, zerstreute; doch die Gültigkeit dieses Einwandes hängt von der Bedeutung ab, die wir dem Worte Universität beilegen. Ohne Zweifel verlangt die moderne Welt eine zunehmende Anzahl von Instituten, in denen Forschungen angestellt werden, Wissen gesammelt und dargeboten wird, die Gelegenheiten zu Diskussionen und Beratungen heftig interessierter Männer bieten und die sich unablässig mit den sich beständig erneuernden unzähligen Fragen, mit welchen der intelligente Erwachsene dem Leben gegenübersteht, beschäftigen. Aber sind solche Institute, die nicht die Absicht haben zu unterrichten, wirklich Universitäten im gewöhnlichen Sinne des Wortes? In gewissem Sinne könnte man die ›Royal Society‹ von London eine Universität nennen, doch mir scheint es, daß Universität im gewöhnlichen Sprachgebrauch zuerst und zuvörderst ein Bild von Fremden heraufbeschwört, die für das Staatsexamen büffeln, ein Theater von Kappen und Talaren, hellfarbigen Mützen und scharlachroten Gewändern, gelehrten Doktoren, von denen vorausgesetzt wird, daß sie all ihre kostbare Habe der aufnahmefreudigen Jugend zu ihren Füßen mitgeteilt haben, und von Kandidaten, die so lange geschüttelt werden, bis sie voll sind, dann geprüft und schließlich

»Alles zu wissen, was da wissenswert ist«

gestempelt in die Welt hinausgesandt werden, ohne irgend welchen weiteren Fortschritt für den Rest ihres Lebens nötig zu haben.

Das ist die herrschende Idee einer Universität, die die unschuldigen Errungenschaften eines vorübergehenden Zeitalters einbalsamieren will. Mir scheint, daß dieses Zeitalter seine Universitäten sehr wohl mit sich nehmen mag – in die Vergangenheit.

Die neuen Institutionen, die Forschungs- und Studier-Colleges, wenn man das Wort schon beibehalten will, werden keine allgemeine Erziehung, keine Rangeinteilung in Künsten oder Wissenschaften oder Weisheit geben. Die einzigen Studenten, die sie besuchen werden, werden junge Leute sein, die sich besonders dahingezogen fühlen und die Absicht hegen, mit den ganz in ihre Sache vertieften und hervorragenden Männern, von deren Resultaten die ganze Welt belehrt wird, in enger Fühlung als Assistenten, Sekretäre, Spezialschüler und Mitforscher zu arbeiten. Diese Männer werden dann unterrichten, wenn sie sich dazu aufgelegt fühlen. Sie werden schreiben, sie werden das, was sie zu sagen haben, in Konferenzen und besonderen Vorträgen und Darstellungen übermitteln, und ihre Sprache wird in der ganzen Welt gehört werden. Heutzutage besteht für niemanden mehr die Notwendigkeit, sich von einem gewöhnlichen Vorlesungskurs quälen zu lassen und andere damit zu quälen. Die neuen Institutionen zur Vermehrung der Wissenschaft werden die lebenswichtigen Ganglien einer einzigen Weltuniversität werden, und besonders erklärende und zusammenfassende Zeitschriften und Bücher werden alles, was von ihrer Tätigkeit allgemeine Bedeutung hat, allenthalben zugänglich machen. Die moderne Universität, hat Carlyle schon lange gesagt, ist eine Bücheruniversität. Soweit das die allgemeine Erziehung betrifft, stimme ich vollkommen damit überein.

Hier ist es, wo wir, denen die Macht zugefallen ist, noch immer gleichgültig sind. Wir haben nicht nur große Mittel, Stiftungen zu machen, wir haben auch große organisatorische Gelegenheiten. Je mehr der Glaube an Tradition und traditionelle Einrichtungen schwindet, ein desto stärkeres Verlangen nach Wissen, nach neuen, aufbauenden Ideen verbreitet sich durch die Welt. Es gibt Millionen von halb oder gänzlich ungebildeten Menschen, die sich dessen lebhaft bewußt sind, daß sie schlecht unterrichtet und geleitet sind, und die leidenschaftlich begierig sind, zu lernen und sich über den Zweck und Sinn ihrer Bestimmung und Bedeutung klar zu werden. Dieser neue Wunsch danach, unterrichtet, unterstützt und angefeuert zu werden, macht sich jetzt nicht nur in den atlantischen Staaten, sondern auch in zunehmendem Maße in Indien, China, Rußland und den orientalischen Staaten bemerkbar. Wir unternehmen keine entsprechenden Versuche, diesem Wunsche Genüge zu leisten. Wir lassen es zu, daß er in gemeiner Weise zu augenblicklichen Profiten ausgebeutet werde. Dieser große Hunger wird mit viel Mist, absolutem Mist, und mit noch ekligerer Nahrung gefüttert. Dieser Appetit, der durch das, was er zu essen bekommt, wachsen sollte, wird verdorben und pervers gemacht.

Es liegt bei uns, den Leuten mit Kapital und Unternehmungsgeist, die günstige Gelegenheit mit mehr Achtung wahrzunehmen, größere Freigebigkeit in der Förderung und Verteilung von Veröffentlichungen zu zeigen und die großen neuen Möglichkeiten, die uns dieses geistige Saatfeld bietet, würdig und fruchtbar zu verwerten. Die Weltuniversität muß eine große Bücherei sein. Wir können es nicht mehr länger zulassen, daß unsere fähigsten Lehrer ihre Stimmen in den Vorlesehallen von Provinzstädten ruinieren; wir wollen, daß sie zu aller Welt sprechen. Es muß eine Bücherei sein, die durch Übersetzungen jeder vorkommenden Sprache zugänglich gemacht ist. Auch weiterhin wird jede Sprache und jedes Volk seine eigene Literatur hervorbringen, um die ihr eigenen ästhetischen Anschauungen auszudrücken und ihre besonderen Fähigkeiten zu entwickeln, die Literatur der Ideen jedoch muß eine weltumfassende sein, auf der sich eine weltumfassende Kultur aufbaut.

An diese aufbauende zeitgenössische Literatur, an ihren Reichtum und ihre Vielfältigkeit werden sich die jungen Menschen aller Klassen wenden müssen, um sich eine allgemeine Auffassung vom Leben zu bilden, und in ihrem ganzen späteren Leben werden sie nach dieser Auffassung leben, sie verbessern und sich geistig in Beziehung zu ihr entwickeln. Derjenige persönliche Unterricht Heranwachsender, den es dann noch in der Welt geben wird, wird ihre Aufmerksamkeit auf das richten, was geschrieben und gesagt worden ist, und ihnen beim Studieren und Auswählen Ratschläge erteilen und behilflich sein. Dies ist auch eigentlich die wirkliche höhere Erziehung von heute, dies die Art, in der wir jetzt als denkende Gemeinschaft am Leben erhalten werden. Neben dem Modikum eines technischen Unterrichtes, den sie übermitteln, entpuppen sich die höheren Schulen und Universitäten unserer Welt bereits als ein Schwindel, der gute Absichten eher verdrängt, der zerstört und irreleitet, der ihre große Macht und ihren Einfluß eher dazu benutzt, Vorurteile zugunsten veralteter Institutionen und Traditionen, die das menschliche Leben gefährden und verkümmern, zu unterstützen, als in irgendeinem wirklichen Sinne zu erziehen. Es sind die mächtigsten Bollwerke, ein notwendiger und untrennbarer, ja ein höchst kräftiger und kampffähiger Teil jener verfallenden Ordnung, die unsere Revolution von Grund auf neu zu bauen sucht.

Wie bei der Monarchie und dem militärischen Nationalismus müssen wir auch hier nicht so sehr angreifen, als vielmehr allmählich einen neuen weltumfassenden Organismus von Erziehung und Verständigung, von Zeitschriften, Büchern, Enzyklopädien und großzügigen Übersetzungen, von Konferenzen und Forschungsinstituten entwickeln, um uns dadurch über das Alte hinwegzusetzen und es auszulöschen.

Es muß eine Zeit kommen, da Oxford und Cambridge im herrschenden geistigen Leben der Welt nicht mehr bedeuten werden als jetzt das Kloster vom Berge Athos oder die Lamaklöster in Tibet, da ihre Colleges nackt und leer für den Architekturliebhaber und den schaulustigen Touristen dastehen werden.

Vielleicht kann man Wachsstatuen mit Talaren und Gewändern im Senat-Haus unterbringen, um sich die sonderlichen Formalitäten vergangener Tage zu vergegenwärtigen. Oder vielleicht wird sich bis dahin ein Rückstand nicht geschiedener, streng orthodoxer und konservativer Professoren zu geeigneten Ausstellungsobjekten verknöchert haben.

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