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Die weißen Götter - Erster Band

Eduard Stucken: Die weißen Götter - Erster Band - Kapitel 18
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typefiction
authorEduard Stucken
titleDie weißen Götter ? Erster Band
publisherC. A. Koch's Verlag Nachf.
year1956
firstpub1934
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20080921
projectid14b7d698
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Als der Sonnengott, das Kind der Zeit, der Adler mit den Feuer-Pfeilen, am nächsten Morgen aus Gletscherschnee emporstieg, saß Maisblüte wieder in ihrer zierlichen Sänfte und ließ sich die Porphyrtreppen der Gartenterrassen hinab und über den Steindamm der Lagune tragen. Anstatt aber wie sonst den Weg nach dem südwestlichen Stadtviertel Moyotla zu nehmen, wo im Großen Palast König Cacamas Krankenlager war, bogen die Sänftenträger nach Norden ab. Durch das Gassengewirr des ärmlichen Stadtviertels Cuepopan über zeltbeschattete Plätze und über zahllose Kanalbrücken trugen sie die Prinzessin nach Tlatelolco. Im Palastgarten der Königsschwester Papan setzten sie die Sänfte nieder. Maisblüte stieg aus und betrat das Schloß.

Kaum ein halbes Jahr war vergangen, seit Montezuma, vom Herrn des Fastens und der Schwarzen Blume ans Bett der Auferstandenen gerufen, aus ihrem Munde vernommen hatte, was sie in der Niederwelt erlebt: wie sie von Izpapalotl, dem furchtbaren Obsidian-Schmetterling, verfolgt, am Rande des wildschäumenden Bergstromes gehalten und gestützt worden war vom bleichen Gotte, der ihr sodann das Fürstengefängnis, an welchem Hirschmenschen bauten, und das Schädelgebirge zeigte und sinndeutend erklärte. Montezuma hatte sich, ohne Abschied von seiner Schwester zu nehmen, grausend abgewandt wie von einer Leichenschau. Sein Befehl an ihre Mägde, die Kranke zu pflegen und streng zu hüten, machte Papan fortan zu einer lebend Eingemauerten. Nie mehr seit jenem Tage besuchte er sie und fragte auch nie mehr nach ihr. Wäre sie zum zweitenmal gestorben, es hätte ihm niemand zu melden gewagt.

Sie blieb eine Kranke, obgleich sie nicht mehr krank war. Das Fieber, das sie aufs Lager niedergeworfen nach den Erschütterungen der Schauernacht, das Fieber ihres Körpers war in kurzer Zeit geheilt, aber nicht das Fieber ihres Herzens. Wie ihr eigener blasser Schatten wandelte sie durch die leeren gähnenden Säle des einstigen Königspalastes von Tlatelolco, eine Gefangene ihrer Dienerschaft. Ganze Wochen konnte sie bildstumm dasitzen, wenngleich ihre Augen sagten, daß sie fühlte und wußte und litt. Zu anderen Zeiten konnte sie gesprächig sein, lächeln, ja lachen sogar. Dann wiederum hatte sie Tage, da war sie verwandelt, eine gänzlich andere. Der Gott – ihr Gott – redete durch sie, kündete das Nahe, Unabwendbare. Nicht ihre, eine fremde, harte Stimme kam aus ihrem Munde. Ihre Umgebung aber hielt sie für wahnsinnig. Fünf Frauen mühten sich ab, sie zu bändigen, wenn sie, durch die Palastsäle rasend, die Orakelsprüche ihres bleichen Gottes in die Welt hinausschrie. Eines Tages gelang es ihr, sich den Umklammerungen der Pflegerinnen zu entwinden und, aus dem Schloßgarten entweichend, in die Stadt zu fliehen. Von einer Volksmenge umringt, irrte sie singend durch die Gassen. Die ihr nacheilenden Hüterinnen wurden vom Volk bedroht. So kam sie mit dem großen Haufen vor den Palast Montezumas, laut nach ihm rufend. Aber der Zornige Herr trat nicht heraus, die Heilige zu begrüßen, wie das Volk erwartet hatte. Vielmehr ließ er sie durch seine Leibwache an Händen und Füßen gefesselt nach Tlatelolco schaffen.

Prinzessin Maisblüte war nun heute zu Papan gekommen, um in ihrer Seelenbedrängnis sich Rat von der Seelenkranken zu erbitten. Trotz der Abneigung Montezumas gegen seine Schwester wurde Papan von jedermann als Heilige verehrt, nicht nur vom Volke. Für Maisblüte war sie immer die liebste ihrer Verwandten gewesen. Schrie der Gott nicht aus ihr – und selten waren die Tage ihrer Gesichte –, so mochte man glauben, daß eine Gottheit sanft und verständig und gütig aus ihr rede.

Doch Maisblüte hatte einen nicht glückhaften Tag gewählt. Als sie durchs Tor trat, schollen ihr aus dem Innern des Palastes wilde Rufe entgegen, und während noch der Torhüter ihr bedeutete, daß die Kranke heute von der Begeisterung ihres Gottes erfüllt sei, bot sich ihr ein erschütternder Anblick. Papan kam hereingewankt, an beiden Armen von ihren Frauen umklammert und gestützt, mit einem schmalen Streifen weißen Schaumes an den blutleeren Lippen und mit weit aufgerissenen, aus den Höhlen tretenden Augen. Ihre gellenden Aufschreie gingen durch Mark und Bein.

»Wehe über dich, du Tochter Montezumas!« schrie Papan, als sie ihre Nichte gewahrte. »Wehe über dich und deine Schwestern, die Mädchen und Frauen Mexicos! Bald wird der Komet bei Tageslicht scheinen, und die Sonne wird erbleichen und sich schwärzen vor ihm, der wie ein glühender Besen Tenuchtitlan fortfegt! Die Fratzen der Finsternis steigen aus dem Westhimmel herab auf die Erde – siehst du sie nicht? Die Heerscharen der weißgesichtigen Hirschmenschen kommen vom Meer des Himmels, sie sind schon nahe – siehst du sie nicht? Wo kannst du hinfliehen, Tochter Mexicos? Wer kann dich retten, wer kann dich in eine Truhe legen und verschließen? Zur Hure wirst du werden wie deine Schwestern alle! Deine Verderber lüstern nach dir! Ich weine über dich, du Tochter Montezumas, du armes Freudenmädchen! Sie nehmen dir die Türkisvogel-Stirnbinde vom Haar – und du bist ein Königskind nicht mehr! Sie nehmen dir die gestickte Schulterdecke vom Nacken – und du bist eine Adlige nicht mehr! Sie nehmen dir das Hemd, nehmen dir das Hüfttuch vom Leibe – und du wirst Beischläferin der Fremdlinge, die du Königin aller Königinnen warst! Deine jungen Brüste werden sie betasten, und du mußt es leiden! Der Menge preisgegeben werden sie deine Nacktheit, deinen Nabel und deine Schenkel zur Scheibe machen für die Giftpfeile ihrer Augen und ihres Spottes – bis du, wie die letzte der Huren, an den Gassenecken hockst und die Hand bettelnd ausstreckst nach einer Kakaobohne, du Tochter Mexicos, du Tochter Montezumas! Weine über dich, wie ich über dich weine, o du zerbrochener Smaragd im Netze der Unterirdischen, du zermalmte Goldperle! ...«

So laut auch Papan sprach – ihre Worte wurden übertönt vom Gewimmer der Prinzessin. Wild schrie Maisblüte, und immerwährend schlug sie sich selbst mit der rechten Hand auf den offenen, gellenden Mund – wie alle Azteken taten, wenn das Grauen sie packte.

Dann floh Maisblüte wie ein verwundetes Tier hinaus in den Schloßgarten.


Und wie ein verwundetes Tier suchte und fand die Prinzessin ein Versteck im großen Schloßgarten. Verborgen hinter dornigen Agaven und Kakteen, nur von Honigsaugern, Faltern und dem azurnen Himmel droben belauscht, warf sie sich ins Gras, schlug mit den Armen um sich, raufte sich das Haar in wahnsinniger Verzweiflung. Das Schluchzen, dessen Zuckungen ihren Leib durchkrampften, ebbte allmählich ab, und sie wurde fähig, nachzudenken. Immer noch blind von Tränen, sann sie und sann. Schließlich verebbten auch die Tränen. Da gewahrte sie plötzlich, daß, während sie sinnbetäubt dagelegen, ein handgroßer, dunkelbrauner Skorpion an ihren Kleidern emporgekrochen war und nun, augenblinzelnd und den Giftstachel hebend, auf ihrem türkisenen Brustschmuck dicht über ihrem Herzen saß. Entsetzt schnellte Maisblüte empor und schüttelte das Tier ab. Dieses fiel schwer zu Boden, krümmte mehrmals den Schweif gegen den eigenen Rücken und entschwand, blitzschnell laufend, zwischen zwei Steinen.

Die Prinzessin hatte sich wiedergefunden. Das Grauen vor dem körperlichen Schmerz hatte den seelischen Schmerz zurückgedrängt. Schnell ordnete sie das zerzauste Haar und die verstaubten Prachtgewänder. Und als sie sich den am Gartentor harrenden Sänftenträgern näherte, drückten ihre Züge einen fast kindlich heiteren Gleichmut aus. Unbeteiligt kühl, unergründlich war wieder ihre Schönheit eine gleißende Maske. Denn zumute war ihr, als säße immer hinfort der Skorpion auf ihrem Brustschmuck und wiche niemals, niemals mehr von ihrem Herzen ...

Sie fragte die Sänftenträger, ob sie wüßten, wo der alte Zauberer Zacatzin wohne. Die Tlamamas verneinten, und einer von ihnen entfernte sich, es in der Nachbarschaft zu erfragen. Er kehrte mit der Auskunft zurück, der Alte wohne in der Nähe, hier im Stadtviertel Tlatelolco, jedoch in einer verrufenen Gegend. Trotzdem befahl die Prinzessin, sie in die Wohnung des Zauberers zu tragen.

Erst seit kurzer Zeit machte der Zauberer von sich reden. Zulauf von Plebejern – armen Frauen, Haussklaven und bescheidenen Handwerkern – hatte er früher schon gehabt. Doch erst seitdem einige junge Adlige darauf verfallen waren, den vermeintlichen Betrüger spottlüstern aufzusuchen, dann aber, nachdenklich geworden über sein wundersames Ahnungsvermögen, ihm nachsagten, er stehe mit den Tzitimimê, den Dämonen der Sterne, in Verbindung – verschmähten auch hohe Würdenträger und selbst Prinzen es nicht, beim rätselhaften Alten sich Rat zu holen. Alles war Rätsel an ihm: seine Herkunft, sein selbstgenügsames Bettlertum und sein Wissen. Ob er immer in Tenuchtitlan gelebt, ob er, ein Fremder, zugezogen und seit wann und von wo – niemand wußte es.

Der Weg zu ihm führte zuerst an prunkvollen Wohnhäusern der Kaufmannschaft Tlatelolcos vorbei. Eine bunt und ausgesucht geschmackvoll gekleidete Volksmenge füllte die teils an den Kanälen entlangziehenden, teils sie kreuzenden Gassen, und die Sänftenträger mußten immerzu tocne! d.h. holla! rufen, um sich, ohne anzustoßen, durch ein Gewimmel sich fächelnder, behäbiger, zu Kapellen strömender Bürgerfrauen und mit Sonnenschirmen einherschreitender Handelsherren hindurchzuwinden. Das Straßenbild änderte sich, als man in die Nähe des großen Freudenhauses von Tlatelolco kam. Dieses war vor fünfzig Jahren noch, bevor Tlatelolco Mexico einverleibt wurde, ein Palast des letzten Stadtkönigs, des Dornenreichen Baumes, gewesen. Der umfassende Bau, reich an Kammern, Bädern und Lichthöfen, diente seither zur Beherbergung von einigen hundert Freudenmädchen. Um durch lechzende Glutblicke und Zurufe Männer anzulocken, füllten die Süßduftenden, so wurden die Dirnen genannt, die benachbarten Gassen, sorgfältig das Haar gekämmt und geflochten, sauber in der Kleidung. Die peinliche Sauberkeit der aztekischen Huren war berühmt. Sie standen umher und zeigten kichernd ihre mit Cochenille rot gefärbten Zähne. Manche kauten Tzictli-Harz, und das Zähneklappen klang wie das Klirren von Castagnetten. Halbwüchsig waren viele von ihnen und nur wenige alt, denn die Mädchen, die das Leben des großen Dirnenhauses gekostet hatten, pflegten sich freiwillig für den Opfertod auf der Tempel-Pyramide der Xochiquetzal, der Göttin der Liebe, zu melden.

Vom Dasein solcher Verlorenen hatte Maisblüte wohl gehört, aber noch nie welche mit eigenen Augen gesehen. Und sie starrte nicht minder erstaunt ringsum, als sie erstaunt von den Dirnen angestarrt wurde. Kaum daß einige ehrerbietig ihrer Sänfte aus dem Wege gingen. Hielt man sie doch für eine begüterte Insassin des Tanzhauses von Mexico, wo die den unverehelichten Kriegern zugewiesenen Mädchen vom Staate unterhalten wurden. Daß eine Tochter des großen Montezuma sich in diesen Gassen zeigen könnte, auf den Gedanken wäre keine verfallen.

Ein altes Weib mit einem von Schwären verwüsteten Antlitz trat unversehens an die Sänfte heran.

»Melde dich zum Opfertod, ehe es zu spät ist, mein Täubchen!« raunte sie heiser. »Auch ich war schön und reich ...«

Einer der Sänftenträger schlug die Alte mit einem Rohrstab zu Boden. Die Dirnen kicherten laut.

Die Prinzessin schloß die Augen. Sie wollte vergessen. Aber mehr noch als zuvor fühlte sie den Skorpion auf ihrem Herzen sitzen.


Vor einem unscheinbaren verfallenen Häuschen hielten die Sänftenträger. Während Maisblüte noch zögerte, ins dunkle Portal zu treten, kam ihr ein blinder Knabe entgegen, nahm sie bei der Hand und führte sie hinein.

Die brennende Kienfackel, die er trug, erleuchtete ihr – nicht ihm – den Weg. Und so wie sie eben die Sünde zum erstenmal mit der zarten Traubenhaut ihrer Augen gestreift, so streiften jetzt ihre Prinzessinnen-Augen zum erstenmal die häßliche Armut, streiften sie scheu und angstvoll, und schlossen sich, damit sie nicht in ihre Tiefen dringe. Die Räume waren kahl, schmutzig, modrig, Brutstätten für Ratten und Ungeziefer.

Der Knabe brachte sie in einen sonnengebackenen Hof. Nur unter der einen Wand war ein wenige Fuß breiter Schatten. Dort hockte auf einem Schemel der alte Zauberer.

Durch seinen Borstenbart, sein weißes Strähnenhaar, die zerschlissene fleckig geflickte Kleidung unterschied er sich kaum von den vielen im Lande umherziehenden Zauberern, meist olmekischer Abstammung, deren Künste darin gipfelten, sich selbst zu töten und zu zerstückeln, aus Töpfen Hornissen und Schlangen, qualmende Feuersbrünste und sogar Quellen emporzuzaubern, darinnen Fische schwammen. Er war bettelhaft ungepflegt, ja unsauber. Bei genauerem Hinsehen freilich mußte die mächtige Stirn auffallen und die kleinen tiefliegenden, alles und jeden durchleuchtenden Augen. Kein Wunder, daß das Volk von ihm sagte, er esse die Herzen lebender Menschen und trage, in eine fliegende Schlange verwandelt, die Schlafenden auf dem Rücken durch die Nacht.

Wenn die Prinzessin gehofft hatte, ihren Rang vor ihm verbergen zu können, so nahm er ihr diese Hoffnung mit den ersten Worten, indem er sie Cihuapiltzin, d.h. Prinzessin, anredete.

Sie erzählte ihm ihren Traum. Daß sie geträumt hatte in der Grotte, als der Gott sie geküßt – das stand für sie fest, das zu glauben zwang sie ihr Stolz. Nachdem sie den Bericht beendet, bat sie den Zauberer, ihr den Traum zu deuten.

Lange sann er nach. In der Hand hielt er einen verdorrten menschlichen Unterarm und zog damit kreuzweise Striche in ein vor ihm liegendes mit Sand bestreutes Brett. Auf die Felder legte er je ein oder zwei oder drei Maiskörner.

»Es war kein Traum«, sagte er.

»War es Tezcatlipoca?« fragte sie. »Stein und Holz? ...« fügte sie schaudernd hinzu. Schaudernd bedeckte sie ihr Gesicht mit den Händen.

Der Wahrsager schüttelte den Kopf.

»Du wärst eine Tote, hätte sein Mund deinen Mund berührt. Einst stieg er vom Himmel, die Tochter des Königs Huhemac in Bettlergestalt zu verführen. Doch das war, als noch die großen Tolteken in den Silberpalästen Tulas herrschten.«

Die Prinzessin starrte ihn stumm, ratlos, flehentlich an. Der Zauberer fuhr fort:

»Auch der Opfersklave kann es nicht gewesen sein, welcher ein Jahr lang der Gott ist und Flöte blasend einherzieht mit den vier Mädchen. Vor siebzehn Tagen wurde er geopfert, und der neu gewählte Gott wird erst zum Gott erzogen und streng beaufsichtigt. Er war es nicht.«

»Dann muß ich sterben«, sagte die Prinzessin leise.

»Nein«, sprach der Zauberer. »Doch mußt du erfahren, wer es war. Er wird wiederkommen. Und nun höre und befolge meinen Rat. Halte in der Grotte einen Topf mit rotgelber Axin-Farbe bereit und tauche die Finger hinein, wenn der Gott dich an der Hand faßt. Selbst heiße Bäder waschen das Axin nicht ab, in die Haut frißt es sich ein, und mindestens fünf Tage lang bleibt es sichtbar. So wirst du deinen Gatten finden und wiedererkennen. Dann vollbringe eine Schreckenstat, die deine Unschuld dartut vor aller Welt.«

Die Prinzessin reichte ihm ihre Edelsteinkette als Bezahlung. Der Zauberer wies sie lächelnd zurück.

»O Cihuapiltzin«, sagte er, »die Weisheit der Sterne hat keinen Preis. Verwahre deine Dankbarkeit, hebe sie auf für mich. Einst werde ich kommen, sie von dir fordern ...«

Die Sonne näherte sich dem Meridian, als Maisblüte das Krankenzimmer ihres Verlobten betrat. Sie sei beim Zauberer Zacatzin gewesen, und Gutes habe er gewahrsagt, erzählte sie mit ihrem verschleierten Lächeln. Sie wollte ihre Verspätung erklären und Gerüchten zuvorkommen.

Der Edle Traurige fragte nicht, was sie verschwieg. Und sein Schweigen klagte ihr Schweigen an, so daß es sich wand vor Scham und Schmerz.


Der Bildhauer und seine Werkleute wurden, während sie in Chapultepec am Felsenbildnis Montezumas arbeiteten, wahrhaft königlich besoldet. Im Auftrage des Großherrn gab der Vorsteher des Hauses der Teppiche jedem einzelnen von ihnen als Bezahlung: mehrere reiche Mäntel, Unterkleidung und Hemden, je eine Last Baumwolle, Kakao, Bohnen, Pfeffer und ein Boot voll Mais. Dafür verdoppelten und beschleunigten die Werkleute ihre Arbeit, und obgleich sie später begonnen hatten als die den Adlerstein meißelnden Steinmetzen, gelang es ihnen, fast gleichzeitig mit jenen ihr Werk zu vollenden.

Und gleichzeitig, an einem glückhaften, vom Kalender-Priester ausgewählten Tage, sollte die Einweihung des Adlersteines sowohl wie des Felsenbildnisses festlich begangen werden. Die fieberhafte Erregung der Stadtbevölkerung wurde am Vorabend des Einweihungfestes noch gesteigert durch die Nachricht, daß das aus Guatemala heimkehrende Heer nun endlich dicht vor den Toren stehe und daß der Herabstoßende Adler und der Irdene Krug vielleicht morgen schon, spätestens übermorgen ihren Triumphzug halten könnten. Glückhaft wahrlich, meinte das Volk, müßte der kommende Tag sein, an welchem drei so erhoffte, so hoffnungsreiche, allzu lange unerfüllt gebliebene Geschehnisse sich erfüllten. Mexico zweifelte noch nicht an den Wahrsprüchen seiner urheimatlichen Kalender. Jubelnd und rosengeschmückt sehnte Mexico, zuversichtlich sehnte Montezuma den Tag des Glückes heran, der jedoch, dem Kalender zum Trotz, für das Königshaus und für Mexico ein schwarzer Tag, ein Tag der Trauer zu sein bestimmt war.

Da nach Vorschrift des Zornigen Herrn der neue Adlerstein im Durchmesser eine Klafter mehr messen und zwei Ellen höher sein mußte als der schon riesenhafte Adlerstein des Königs Wassergesicht, so war es unmöglich gewesen, einen geeigneten Porphyrblock in der nächsten Umgebung Mexicos ausfindig zu machen. Die ausgesandten Steinmetzen hatten weite Wege zu gehen, ehe sie einen allen Wünschen gerechten Block in einem Flecken bei der Stadt Ayotzinco am Südufer des Chalco-Sees entdeckten. Der Süßwassersee von Chalco, eigentlich nur eine südlich sich hinstreckende Ausbuchtung der salzigen Lagune, war mit dieser durch einen Seearm an seiner Nordwestecke zwar verbunden, doch war die Schiffbaukunst der Azteken nicht hoch entwickelt, und ihre Kanoes und Flöße hätten eine Felsenlast nicht tragen können. Der nächste Weg von Ayotzinco nach Tenuchtitlan führte durch hügeliges Gelände über viele überbrückte Bewässerungskanäle und dann noch über den steinernen Lagunendamm von Itzapalapan.

Im Steinbruch hatten dreißig Werkleute mit Spitzhauen aus Obsidian an der Adlerschale gearbeitet, ihrer Oberfläche die Ewigkeitssymbole des Jahresumlaufes eingemeißelt und sie blinkend poliert. Dann hatten sie die Adlerschale mit weißem Kopalharz überklebt und ganz und gar mit Papier zugedeckt, damit ihr Porphyrglanz bei der Überführung nicht Schaden leide.

Schon in der Nacht, bevor der Tag der Einweihung aufleuchtete, war halb Mexico dem Steine entgegengegangen. Geschleppt wurde der Stein von den Chinampaneca – so wurden die Umwohner des Sees von Ghalco genannt –, und zwar waren es zehntausend Menschen, die die dicken, an Bergschlitten befestigten Hanfseile zogen. Lasttiere gab es ja in Anahuac nicht, die unterjochten Völker waren die Lasttiere. Und schaulustig stand das Volk von Tenuchtitlan an den Straßen und sah die zehntausend Keuchenden vorüberziehen.

Bis nach Iztapalapan war der Adlerstein gelangt, als die Sonne aufging. Der Weibliche Zwilling und die Priesterschaft kamen ihm entgegen, ihn beim Einzug in Mexico zu begrüßen. Die Greise Mexicos tanzten vor dem Stein zum Ton der Fellpauken und Muscheltrompeten. Unzähligen Wachteln wurde der Kopf abgerissen und mit ihrem Blute das umhüllende Papier des Steines rot gefärbt. Beweihräuchert wurde der Stein, und der weiße Kopal-Rauch zog wie eine Nebelwolke über den Schilfsee.

Aber jählings, gleich hinter Iztapalapan, verstummten die Trommeln und Muscheltrompeten. Die dicken Hanfseile rissen, und die Adlerschale sprach.

Mit einer Donnerstimme sprach die Adlerschale:

»Wie sehr ihr euch auch plagt, ihr bringt mich nicht hin!«

Die Tausende, die es hörten, lagen auf der Erde, regungslos, wie blitzzerschmettert.

Die ersten, die sich zu erheben wagten, waren die Priester und der halberblindete Weibliche Zwilling. Sie berieten, während ihre Hände und Lippen noch bebten. Sie beschlossen, eine Abordnung nach Chapultepec an Montezuma zu schicken, von dem sie wußten, daß er sich in den Morgenstunden nach Chapultepec begeben wollte, um dann, nach Beendigung der Zeremonien vor seinem Felsenbildnis, die inzwischen an ihren Bestimmungsort gelangte Opferschale zu begrüßen.


Zur selben Zeit, als die Seile rissen und der Stein sprach, hatten sich die jüngeren Prinzen des Königshauses vor der Felsenskulptur in Chapultepec vollzählig versammelt. Montezuma, mit seinen Krüppeln und Narren und den Würdenträgern, wurde erwartet, war aber noch nicht gekommen.

Da trat Prinzessin Maisblüte, nur von einer Sklavin begleitet, mitten unter die Prinzen. Wunderbar, sie gab den Blicken und Worten der Jünglinge ihre hehre, auf goldenen Sandalen schwebende Schlankheit preis. Aller Bewunderung war so groß wie die Verwunderung aller.

Die Prinzessin war in einen bis an die baren Schenkel reichenden Lederpanzer gekleidet, und ihre Stirn schmückte eine Federkrone, wie sie von den Ballspielenden im Ballspiel-Haus getragen wurde. Sie hatte geschmeidige Lederhandschuhe an, die auch den Unterarm bis an den Ellenbogen bedeckten. In den behandschuhten Händen hielt sie zwei Kautschukbälle und zwei polierte Gesichtsmasken aus schwarzem Lavagestein.

Heiteräugig ging sie auf ihren Bruder den Vom-Himmel-Gestiegenen zu, reichte ihm einen Ball und eine Gesichtsmaske und forderte ihn auf, mit ihr Ball zu spielen. Er solle als erster mit ihr spielen, sagte sie, denn sie habe vor, mit allen Prinzen der Reihe nach zu spielen.

Ihre Worte wurden mit Jubel begrüßt. Die Sänfte des Königs war ja noch nicht auf dem Lagunen-Damm zu sehen – also war noch Zeit. Alle folgten der Prinzessin in ihr kleines Ballspiel-Haus auf der obersten Terrasse des Felsengartens.

Der Schönling Coxtemexi, der diensteifrige, allzu gefällige Gefährte des Vom-Himmel-Gestiegenen, war ihm behilflich, die Rüstung des Ballspieles anzulegen. Als der Prinz sich seiner Kleidungsstücke entledigt, den Lederpanzer aber noch nicht angetan hatte, stand plötzlich Maisblüte dicht neben ihm und fragte, um welchen Preis sie spielen wollten. Und während sie dies fragte, glitten ihre Augen suchend über seinen unbekleideten Oberkörper. Da entdeckte sie an seinem Schlüsselbein den gelbroten Abdruck von fünf Fingern.

Er war es! Ihr Bruder!

Der Erdboden versank unter ihr. Sie glaubte zu taumeln.

Doch sie schrie nicht auf, und selbst ihre Augen verrieten den Sturm nicht, der in ihr tobte. Noch immer zauberhaft lächelnd, verließ sie das Ballspiel-Haus mit ihrer Sklavin, und sich entfernend, sagte sie: den Preis des Spieles ginge sie jetzt holen und werde bald zurück sein.

Die Prinzen warteten und vertrieben sich mit Scherzworten die Zeit. Dann fingen sie an, sich zu wundern, daß die Prinzessin nicht zurückkam.


Sie war in ihr Schloß gegangen. Auf dem Wege dahin wunderte sie sich, daß sie noch schreiten konnte. Eine Stürzende war sie, und dennoch stürzte sie nicht. Wie eine Wolke glitt sie über Wolken dahin, und da nichts sie trug, trug sie sich selbst.

Sie war nicht gefallen, aber die Welt lag tief unter ihr zusammengefallen.

Wie durch Nebel sah sie das kluge Antlitz des alten Zauberers und hörte seine Worte. Sein erster Rat hatte ihr zur Aufklärung des Rätsels verholfen. Nun wollte sie auch seinen zweiten Rat befolgen. »Vollbringe eine Schreckenstat, um der Welt deine Unschuld zu zeigen!« hatte er gesagt. Unerhörtes war ihr geschehen, nur Unerhörtes konnte sie rein baden. Durch Nebel klangen die Worte des Zauberers, doch unerläßlich, ein Befehl. Und sie war bereit.

Sie ging in ihr Schlafgemach und schloß sich ein. Sie nahm aus einem Edelsteinkästchen alle Kleinodien heraus und stellte das Edelsteinkästchen bereit für den Preis des Spieles. Dann wählte sie unter ihren Obsidian-Messern das schärfste. Und nun tat sie etwas Grauenvolles. Sie schnitt sich mit einem schnellen Schnitt ihre linke Brust ab und legte sie in das Edelsteinkästchen, dessen Deckel sie dann schloß.

Blutübergossen wankte sie zur Tür und rief ihre Frauen. Sie ließ sich die furchtbare Wunde verbinden. Bevor ihr die Sinne schwanden, befahl sie ihrer Sklavin, das Edelsteinkästchem ihrem Bruder im Ballspiel-Haus zu bringen, und sie ließe ihm sagen: »Da dir mein Leib so süß war, iß auch dies!«


Die Chronisten jener Zeit überliefern, daß Montezuma, als er ziemlich verspätet an diesem Morgen nach Chapultepec hinauskam und sein Bild erblickte, vor Stolz und Rührung in Tränen ausbrach. Auch seine Worte sind von aztekischen Schreibern aufgezeichnet worden:

»Niemals«, sagte er, »niemals wird mein Bild hinschwinden, ward es doch in einen guten Stein geschlagen! Wann sollte die Zeit kommen, daß mein Bild verblaßt? Wohl muß ich sterben und diese Welt verlassen, doch nie wird mein Name, nie mein Ruhm verloren sein. Mein Oheim, der Herr des Fastens, der König von Tezcuco, kannte er nicht sechshundert Zauberkünste und Zauberzeichen? Und dennoch starb er und hinterließ kein Denkmal wie ich! Und heute schon ist sein Ruhm vergessen ...«

Die vom Weiblichen Zwilling gesandten Abgeordneten waren inzwischen nach Chapultepec gelangt und wurden jetzt vom Vorsteher des Hauses der Teppiche vor den Weltherrn geführt. Sie berichteten das Unerhörte: die Adlerschale weigerte sich, nach Mexico zu kommen, sie hatte die Seile zerrissen und hatte geredet.

»Wagt ihr es, betrunken vor euren König zu treten ?« schrie Montezuma sie an. Und er befahl dem Vorsteher des Hauses der Teppiche, die Lügner gefangen abzuführen. Darauf entsandte er seinen Bruder, den Überwältiger, und andere Würdenträger nach Iztapalapan, mit dem Auftrag, die Fortschaffung des Adlersteines zu beschleunigen und über alles, was sie gesehen und gehört, ihm wahrheitsgemäß Melder zu sein.


Doch ehe dieser Befehl ausgeführt werden konnte, hatte der Adlerstein Mexico in noch größeres Grauen und Grausen versetzt. Die Berichte über sein Verschwinden gehen im Märchengewand. Doch auch Legenden sind wahr, wenn man sie zu betrachten versteht.

Die zerrissenen Hanfseile waren durch neue ersetzt worden, und beim Ton von Trommeln und Muscheltrompeten, umtanzt von Tänzerinnen und Greisen, hatte sich die Adlerschale wieder ein Stück Weges gutwillig, ohne Widerspruch zu erheben, schleppen lassen. Bis über den Schilfsee-Damm, der Iztapalapan mit Tenuchtitlan verbindet, war man gekommen. Durch die ersten Gassen der Vorstadt Xoloco noch glitt der Stein auf den Bergschlitten so leicht dahin, als beschleunige er selbst seine Fahrt. Aber mitten auf einer großen Kanalbrücke machte er halt. Von neuem zerrissen seine Stricke, und wieder sprach er, furchtbarer und dröhnender noch als das erstemal:

»Weiter schleppt ihr mich nicht!«

Und als er dies gesprochen, durchbrach der Adlerstein die Brücke und versank im Kanal, einen Wasserstrudel verursachend. Und die nachstürzende Brücke und die Hunderte, die zuschauend auf der Brücke gestanden, und die tanzenden Greise und die Räucherer und die Priester mit den Muscheltrompeten – sie alle verschwanden spurlos in der Wassertiefe. Der Schwarze Amber – so hieß der halberblindete Weibliche Zwilling – war einer der wenigen Begnadeten, die der Stein nicht mitnahm, denen er vielmehr gestattete, sich schwimmend zu retten. Denn der Stein wünschte, daß die Welt und der Zornige Herr vom Geschehnis Kunde erhielten.

»Geht, sagt es dem großen Montezuma«, rief die Adlerschale aus der Tiefe der Gewässer herauf, »es ist nicht mehr an der Zeit, Steine mit der Schnur zu messen! Götter und Blutschalen werden zertrümmert! Erkennet ihr nicht die Zeichen der Zeit? Wehe euch Armen!«

So erzählte der hundertjährige Schwarze Amber, als er, an Land gestiegen, dem Bruder Montezumas, dem Überwältiger, und den Würdenträgern begegnete, die im Auftrage des Königs die Fortschaffung des Adlersteines beschleunigen sollten. Das war nun nicht mehr ausführbar. Und so kehrten sie denn, als lebenden Zeugen den Weiblichen Zwilling mit sich führend, nach Chapultepec zurück.


In der Seele Montezumas war die Mückenstimme der Sorge für eine kurze Zeit verstummt, während die Priester, räuchernd, Papageien und Wachteln köpfend, die Weihung des Felsbildnisses vollzogen. Doch als er hiernach, sich mit einem reichverzierten Sonnenschirm beschattend, wehmütig und stolz vor seinem weltewigen unvernichtbaren Schattenriß in Betrachtung versunken dastand, schossen die Himmlischen drei Pfeile auf ihn ab, rasch hintereinander, und jeder der drei Pfeile durchbohrte und zerriß sein Herz. Fast gleichzeitig mit dem Überwältiger und dem Schwarzen Amber traf ein Eilbote vom Küstenland der Totonaken ein. Die grausige Kunde von der in den Kanal versinkenden Adlerschale, die Hunderte von Mexikanern mit hinabgenommen, ward gleichsam ergänzet durch die Nachricht, daß die weißen Götter in Sempoalla Götterbildnisse sowohl wie Opferblutschalen zertrümmert und von den Plattformen der Tempel hinuntergestürzt hatten. Was eben der versinkende Stein wahrsagend gerufen, war im Osten bereits Wirklichkeit geworden –: von den Wolkenhöhen der Tempel-Pyramiden hinabgestürzt wurden Götter und Opferschalen – »Erkennt ihr nicht die Zeichen der Zeit? Oh, wehe euch Armen! ...«

Darum hatte der Stein nicht nach Mexico gewollt! Es war nicht mehr an der Zeit, mit der Schnur zu messen!

Montezuma weinte.

Er wischte sich die Tränen mit Baumwollflocken ab, die er in einem Säckchen am Gürtel trug.

Da gewahrte er, daß ein weinender Jüngling vor ihm kniete. Hatte der lange vor ihm gekniet? Montezuma wußte es nicht. Keiner der Umstehenden hatte gewagt, die beiden Weinenden aus ihrem Jammer zu wecken.

Und der Jüngling sprach, er bat darum, getötet zu werden. Warum wollte er getötet werden? fragte sich Montezuma und dachte wieder an die Opferschale. War das nicht der Prinz, sein Sohn, der Vom-Himmel-Gestiegene ?

Und warum reichte er ihm das Edelsteinkästchen hin?

Der Prinz sprach, klagte sich an. Er erzählte, wie er seiner Schwester Gewalt angetan ...

Der Prinz öffnete das Edelsteinkästchen. Und Montezuma sah die blutige Brust seiner Tochter.

Nun begriff er erst, begriff alles. Die Götterbilder stürzten und rissen Mexico mit in die Tiefe.

Mit beiden Händen bedeckte er sein Gesicht.

Sein Zorn erlahmte an seinem Schmerz. Die drei Pfeile der Himmlischen hatten sein Herz zerrissen. Den schluchzenden Knaben, der um Sühne und Tod winselte, erdrosselte er nicht.

Den Priestern befahl er, die Ehe der Verführten und ihres Verführers zu heiligen, noch am selbigen Tage. Für Mexico, wo nicht nur Geschwistern, wo auch Verwandten weiterer Grade die Ehe bei Strafe des Todes verboten war, bedeutete Montezumas Befehl eine nahezu gotteslästerliche Neuerung. Doch allen angstvollen Einwendungen der Priester setzte er seinen Gewaltwillen entgegen.

Und er bestimmte, daß seine Zweitälteste Tochter Königin von Tezcuco werden sollte.

Schon tags darauf heiratete der kaum genesene Edle Traurige die Prinzessin Silber-Reiher. Er hatte aber den Hort von Tezcuco um einer andern willen nach Mexico gebracht.

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