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Die Todesfahrt der Advance im ewigen Eise

Elisha Kent Kane: Die Todesfahrt der Advance im ewigen Eise - Kapitel 9
Quellenangabe
typetravel
authorElisha Kent Kane
titleDie Todesfahrt der Advance im ewigen Eise
publisherLeipziger Graphische Werke AG
seriesSammlung interessanter Entdeckungsreisen
volume4
editorOtfried von Haustein
year1928
translatorHanns Reska
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060202
modified20161128
projectid989bc990
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Besuch von Eskimos

Seit Januar haben wir uns mit den Schlitten und anderen Vorbereitungen zu den geplanten Frühjahrsausflügen beschäftigt. Infolge des Hundesterbens, der durch die Beschaffenheit des Wintereises erwachsenen Hindernisse und der enormen Kälte mußte alles anders eingerichtet werden. Die Kajüte, der einzige geheizte Raum, ist Werkstatt, Küche, Saal und Sprechzimmer zugleich; hier wird geschustert, geschneidert und gezimmert; Pemmikanfässer stehen zum Auftauen in den Wandschränken; Büffelröcke trocknen am Ofen; die Ecken sind mit Lagerbedarf angefüllt. Die mittlere Temperatur in der ersten Märzhälfte war mindestens – 41°; bei solcher Kälte leistet der Schnee, der sich trocken und sandig anfühlt, dem Schlitten ungemeinen Widerstand; und die Kufen kreischen beim Darüberfahren. Noch am Morgen des 18. März herrschte eine Temperatur von – 49°; für eine Expedition vielleicht etwas zu kalt. Dennoch packten wir den Schlitten und banden das Boot auf, um festzustellen, wie der Zug sich machen würde. Acht Mann, die sich vorspannten, konnten ihn kaum von der Stelle schaffen, was teils von der starken Reibung auf dem Schnee, teils von den zu schmalen Kufen, die infolgedessen zu tief im Schnee gehen, herrühren muß. Da man jedoch aus verschiedenen Anzeichen einen baldigen Umschlag der Witterung erwarten durfte, so ließ ich die Expedition am 19. abgehen, nachdem ich die Schlittenladung, wenn auch ungern, um mehr als 200 Pfund erleichtert und auch das Boot zurückbehalten hatte. Es waren acht Mann unter Anführung von Brooks. Wir sahen sie den ganzen Tag vom Schiff aus, wie sie mühsam ihren Schlitten dahinschleppten. Die Sache befriedigte mich nicht; ich folgte ihnen daher um acht Uhr abends und fand sie nur fünf englische Meilen vom Schiffe am Lager. Ich gab ihnen keine neuen Befehle für morgen, hörte Petersens Lobrede auf ihren Schlitten mit an, der nur wegen der starken Kälte nicht fortwolle, sagte Gutenacht und ließ sie in ihren Pelzsäcken. An Bord wieder zurückgekehrt, brachte ich meine sämtlichen müden Leute auf die Beine. Ein großer Schlitten mit breiten Kufen wurde herabgelangt, geschabt, geputzt, geschnürt und mit Zugleinen versehen. Wir zogen über ihn ein vollständiges Segeltuchdach, und um 1 Uhr morgens war der Rest des Pemmikan samt dem Boot auf ihm verladen. Fort ging es nun zu dem Lagerplatz der Schläfer, deren Zeit wir durch Orientierung mittels der gestrandeten Eisberge wiederfanden. Leise holten wir ihren Eskimoschlitten zur Seite und packten die Ladung auf den großen Schlitten um. Jetzt spannten sich fünf Mann vor und zogen an: der Schlitten ging wie ein Schiffchen – der Versuch war glänzend gelungen. Mit drei Hurras weckten wir die Schläfer, sagten ihnen zum zweitenmal Lebewohl und kehrten mit dem abgedankten Schlitten zum Schiff zurück.

Auf der Brigg ging es nun an ein Eishacken, Schaufeln und Fegen, das wenigstens zehn Karrenladungen Abraum ergab. Unser Ueberbau hatte durch den Niederschlag der Dünste eine fünf Zoll dicke kristallne Eiskruste erhalten. Es schläft sich unter solch warmhaltender Decke ganz behaglich; jetzt aber muß sie wegen der zu befürchtenden Nässe herunter.

Dieser Tage fanden wir in unseren Fallen einen erfrorenen Fuchs. Er hatte sich bereits wieder durchgegraben, aber sein böses Geschick wollte nicht, daß er die schwer errungene Freiheit genießen sollte. Bevor er entrinnen konnte, war sein Pelz durch seinen eigenen Hauch an einem glatten Stein festgefroren. Ich bedauerte und verspeiste ihn. Am nächsten Tage fingen wir wieder einen weißen und einen blauen Fuchs. Nie waren zwei Füchse willkommener; wir aßen sie noch am gleichen Abend.

Mehrere Tage hatten wir mit den Vorbereitungen zu unserer großen Landexpedition alle Hände voll zu tun. Ueberall lagen Büffelfelle, Leder und Schneidereien. Jedes Pelzfleckchen wurde nun zu Handschuhen oder Ueberwürfen verarbeitet. Ende März war alles bereit, und wir warteten mit dem Aufbruch nur auf die Meldung, daß unsere Schlittenpartie ihre Vorräte sicher untergebracht habe. Eben nähten wir bei Licht noch eifrig an Pelzstiefeln, als wir gegen Mitternacht Schritte auf Deck hörten und in der nächsten Minute Sonntag, Ohlsen und Petersen die Kajüte betraten. Ihr Zustand war noch auffälliger als ihr unerwartetes Erscheinen. Sie sahen geschwollen und verstört aus und waren kaum fähig, zu sprechen. Ihr Bericht war grauenhaft: Sie hatten ihre Kameraden draußen im Eise zurückgelassen und ihr Leben gewagt, um die Nachricht aufs Schiff zu bringen, daß Brooks, Baker, Wilson und Pierre erstarrt und krank liegen geblieben seien. Wo, wußten sie nicht zu sagen. Irgendwo zwischen den Hummocks gegen Nordost – bei ihrem Abmarsch hatte wüstes Schneetreiben geherrscht. Der Irländer Tom war zurückgeblieben, um die Ermatteten zu pflegen und zu füttern; aber ihre Aussichten standen schlimm genug. Mehr war aus den Zurückgekehrten nicht herauszubringen. Augenscheinlich hatten sie ein weites Stück Weges zurückgelegt und fielen fast um vor Schwäche und Hunger. Kaum vermochten sie noch anzugeben, aus welcher Richtung sie gekommen.

Mein erster Gedanke war, mit einer unbelasteten Partie sofort aufzubrechen; denn schnellste Hilfe tat not. Am meisten ängstigte mich, daß man gar nicht wußte, wo man die Kranken zwischen den Schneewehen zu suchen hatte. Ohlsen schien seiner Sinne noch etwas mächtiger zu sein als die anderen; und ich glaubte, er werde uns als Führer dienen können. Doch er war völlig erschöpft; und wenn er uns begleiten sollte, mußte er transportiert werden. Kein Augenblick war zu verlieren. Während einige sich noch mit den Ankömmlingen beschäftigten und hastig etwas zu essen bereiteten, rüsteten andere den Schlitten »Little Willie« mit einer Büffeldecke, einem kleinen Zelt und einem Pack Pemmikan aus; Ohlsen wurde in einen Pelzsack gesteckt und daraufgeschnallt, seine Beine in Hundefelle und Eiderdaunen gewickelt – und fort ging es auf dem Eise.

Erschlagener Polarfuchs in der Falle

Unser Trupp bestand aus neun Mann und mir. Wir hatten nichts bei uns, als was wir auf dem Leibe trugen. Das Thermometer zeigte 46° Kälte (– 35° R.). Ein uns wohlbekannter, durch seine Form auffälliger Eisberg, den unsere Leute Pinnakel nannten, und späterhin andere in langen Ketten aufragende kolossale Eisberge dienten uns als Wegweiser. Aber nach sechzehnstündigem Marsch kamen wir allgemach aus der Richtung. Wir wußten, daß unsere Kameraden sich irgendwo auf der Fläche vor uns in einem Umkreise von etwa 40 englischen Meilen befinden mußten. Ohlsen, der 50 Stunden lang auf den Füßen gewesen, war in Schlaf gesunken, sobald wir uns in Bewegung gesetzt. Er erwachte jetzt mit unzweideutigen Zeichen von Geistesstörung. Es war klar; in dem Labyrinth von Eisbergen, die sich in Form und Farbe endlos wiederholten, vermochte er sich nicht mehr auszukennen; und bei der Gleichförmigkeit des ungeheuren Schneefeldes bestand keine Hoffnung, Orientierungspunkte zu entdecken.

Ich ging der Gesellschaft voraus, klomm über einige zackige Eispfeiler und bekam ein ebenes Eisfeld zu Gesicht, das mir geeignet schien, die Aufmerksamkeit todmüder Leute auf sich zu ziehen. Es war nur eine schwache Vermutung, aber ich gab ihr nach, da mir keine bessere zur Verfügung stand, und befahl den Leuten, den Schlitten stehen zu lassen und sich zu zerstreuen, um nach Fußspuren zu suchen. Wir errichteten unser Zelt, versteckten unser Pemmikan mit Ausnahme einer kleinen Portion, die jedem mitgegeben wurde; und der arme Ohlsen, der eben wieder stehen gelernt hatte, wurde aus seinem Sack erlöst. Das Thermometer war bis unter 49° gesunken, und ein scharfer Wind blies aus Nordost. Von Haltmachen war leine Rede; nur durch ständige Bewegung konnten wir dem Erfrieren entrinnen. Ich konnte nicht einmal Eis auftauen; und der Versuch, den Durst mit Schnee zu löschen, bestrafte sich bei dieser Temperatur mit blutigen Zungen und Lippen – er brannte wie Höllenstein. Somit blieb nichts anderes übrig, als vorwärts zu gehen und nach Fußspuren zu suchen. Wenn aber die Leute angewiesen wurden, sich der wirksameren Suche halber zu zerstreuen, so gehorchten zwar alle willig. Aber lag es an einem Gefühl vergrößerter Gefahr durch die Vereinzelung oder waren die wechselnden Gestaltungen der Eisfelder schuld – immer fanden sie sich wieder in geschlossener Gruppe zusammen. Die seltsamen Anfälle, die einige von uns erlitten, schreibe ich ebenso den angegriffenen Nerven als der furchtbaren Kälte zu. Männer wie Mac Gary und Bonsall, die schon die anstrengendsten Märsche ausgehalten, wurden von Gliederzittern und Kurzatmigkeit befallen; und ich selbst, trotz aller Bemühungen, ein gutes Beispiel zu geben, brach zweimal ohnmächtig zusammen.

Wir waren fast 18 Stunden unterwegs, als sich eine neue Hoffnung zeigte: einer von uns glaubte eine breite Schlittenspur zu sehen. Sie war fast verweht, und es konnte ebenso gut eine vom Winde gezogene Schneefurche sein. Doch wir folgten ihr durch den tiefen Schnee zwischen den Hummocks und entdeckten Fußstapfen. Und als wir diesen eifrig nachgingen, sahen wir endlich eine kleine amerikanische Flagge von einem Hummock flattern. Es war der Lagerplatz unserer Kranken, die wir nach einem ununterbrochenen Marsch von 21 Stunden erreichten. Das kleine Zelt lag fast völlig unter Schnee begraben. Ich gehörte nicht zu den ersten, die herankamen. Als ich mich dem Eingang näherte, standen die Männer auf beiden Seiten in stummer Reihe da. Mit mehr Zartgefühl, als man sie Matrosen in der Regel zutraut, obwohl sie an ihnen fast charakteristisch ist, gaben sie den Wunsch zu erkennen, daß ich allein hineingehen möchte. Als ich nun in das Dunkel hineinkroch und auf einmal mir das freudige Willkommen der in ihren Säcken hingestreckten armen Burschen entgegenscholl und ein zweiter Freudenruf draußen antwortete, überwältigten mich fast Rührung und Dankbarkeit. Sie hatten mich erwartet – sie waren sicher, daß ich kommen würde!

Jetzt zählten wir 15 Köpfe. Das Thermometer stand 75° unter dem Gefrierpunkt (33½° R.), und unser ganzes Obdach bestand in einem Zelte, das kaum acht Personen faßte. Die eine Hälfte der Gesellschaft mußte sich immer durch Herumwandern im Freien gegen die Kälte wehren, während die anderen innen schliefen. Bleiben konnten wir nicht lange; jeder hielt eine zweistündige Rast, und dann machten wir uns zur Heimreise fertig. Wir nahmen nichts mit als das Zelt, Pelze zur Bedeckung der Wiedergefundenen und Proviant für einen Marsch von 50 Stunden. Alles andere blieb zurück. Unsere Kranken packten wir sorgfältig in Pelze, so daß nur der Mund frei blieb, und setzten oder banden sie in halbsitzender Stellung auf den Schlitten. Diese notwendige Arbeit kostete uns viel Zeit und Mühe, doch hing ja das Leben der Leidenden davon ab. Nicht weniger als vier Stunden brauchten wir, um sie auszukleiden, zu erquicken und wieder und wieder einzupacken. Wenige von uns kamen ohne Frostschaden an den Fingern davon.

Endlich waren wir fertig. Nach einem kurzen Gebet traten wir unsern Rückzug an. Es war ein Glück, daß wir in solchen Schlittenreisen über das Eis Erfahrung hatten. Ein großes Stück unseres Weges ging zwischen Hummocks hin, die zum Teil lange, 15 bis 20 Fuß hohe, steile Wände bildeten, die auf großen Umwegen umgangen werden mußten. Andere, in der Längsrichtung laufende, über mannshohe Eislinien boten so enge Zwischenräume, daß der Schlitten nicht durchzubringen war. Auch fanden sich in diesen Zwischenräumen häufig nur leicht mit Schnee bedeckte Spalten, die gefährliche Fallen bildeten; denn jeder von uns wußte, daß ein Beinbruch oder eine Verstauchung sicheren Tod bedeutete. Zudem war der Schlitten durch Oberlast schwankend; und die gelähmten Leute konnten nicht so fest aufgebunden werden, um sie vor dem Herunterfallen zu sichern. Trotzdem wir alles Entbehrliche beiseite gelassen hatten, betrug die Ladung noch immer 1100 Pfund. Dennoch verlief unser Marsch während der ersten sechs Stunden recht gut. Durch kräftiges Anziehen und Lüften legten wir fast eine englische Meile in der Stunde zurück und erreichten das neue Eis, bevor wir ganz ermüdet waren. Unser Schlitten hielt die Probe vortrefflich aus. Durch die Hoffnung gestärkt, hatte sich Ohlsen wieder an die Spitze der Schlittenzieher gestellt; und ich rechnete sicher darauf, daß wir die Halbwegsstation vom vorigen Tage, wo wir unser Zelt gelassen hatten, erreichen würden. Aber als wir noch neun Meilen davon entfernt waren, verspürten wir alle – plötzlich und fast ohne Voranzeichen – ein bedenkliches Nachlassen der Kräfte. Das Gefühl der Klammheit infolge heftigen Frostes hatte ich schon auf dem ersten Marsche erfahren und es mit den Wirkungen einer galvanischen Batterie verglichen; aber an die unüberwindliche Schlaflust hatte ich nicht geglaubt. Jetzt erhielt ich die Bestätigung. Bonsall und Morton, zwei unserer festesten Männer, kamen und baten um die Erlaubnis, ein wenig schlafen zu dürfen. Sie frören nicht, sagten sie, sie litten nicht unter dem Winde; etwas Schlaf sei alles, wessen sie bedürften. Plötzlich fand man den Hans ganz steif unter der Schneedecke liegen; und Thomas ging kerzengerade, aber mit geschlossenen Augen, und konnte kaum noch ein Wort herausbringen. Endlich warf sich Blake in den Schnee und wollte nicht mehr aufstehen. Sie klagten nicht über Kälte. Aber vergebens rang, boxte und lief ich mit ihnen, umsonst waren Vorhaltungen, Spott und Tadel. Da blieb nichts übrig, als sofort halt zu machen.

Mit großer Schwierigkeit schlugen wir das Zelt auf. Unsere Hände waren zu kraftlos, um Feuer zu machen; und so mußten wir uns ohne Speise und Trank behelfen. Selbst der Whisky war zu den Füßen der Leute und trotz aller Pelzbedeckung gefroren. Wir legten die Kranken und Müden ins Zelt und stopften von den andern so viele nach, als darin Platz fanden. Dann ließ ich die Leute unter MacGarys Obhut zurück, ordnete an, daß sie nach vierstündiger Rast nachkommen sollten, und ging mit William Godfrey voraus. Meine Absicht war, das Zelt auf der Halbstrecke des Weges zu erreichen und, bis die anderen kämen, etwas Eis und Pemmikan aufzutauen. Das Eisfeld war völlig eben, und es ging sich ausgezeichnet darauf. Ich kann nicht sagen, wie lange wir zu den neun Meilen brauchten; denn wir befanden uns in einer seltsamen Art von Betäubung und hatten jedes Gefühl für Zeit verloren. Wahrscheinlich brauchten wir etwa vier Stunden. Nur dadurch hielten wir uns wach, daß wir uns gegenseitig zu fortwährendem Sprechen veranlaßten; es mag zusammenhanglos genug gewesen sein. Ich erinnere mich dieser Stunden als der elendesten, die ich je erlebt. Wir waren beide nicht bei klaren Sinnen und hatten nur eine verworrene Erinnerung an das, was sich bis zu unserer Ankunft beim Zelte zugetragen. Doch entsinnen wir uns beide eines Bären, der gemächlich vor uns her trottete und dabei eine Jacke verarbeitete, die MacLary tags zuvor achtlos hingeworfen. Er riß sie in Fetzen und ballte sie zu einem Knäuel zusammen, machte im übrigen aber durchaus keine Miene, uns in den Weg zu treten. Ich hatte eine dunkle Befürchtung, daß unser Zelt und die Büffelröcke das Schicksal der Jacke teilen mochten, und Godfrey, der bessere Augen hatte als ich, bemerkte in der Tat von weitem, wie das Zelt solch eine bärenhafte Behandlung erlitt. Ich glaubte es auch zu sehen. Doch wir waren so kältetrunken, daß wir vorwärts stolperten, ohne unsere Schritte nur im mindesten zu beschleunigen.

Wahrscheinlich rettete unsere Ankunft den Inhalt des Zeltes. Es war unbeschädigt, obgleich der Bär es umgeworfen und die Büffelröcke samt dem Pemmikan in den Schnee geschleudert hatte; wir vermißten nur ein paar Flanellsäcke. Mit großer Anstrengung richteten wir das Zelt wieder auf, krochen in unsere renntierfellenen Schlafsäcke und schliefen die nächsten drei Stunden einen traumvollen, aber festen Schlaf.

Als ich erwachte, war mein langer Bart eine Masse Eis, fest verwachsen mit dem Büffelfell; und Godfrey mußte mich mit dem Messer losschneiden.

Wir vermochten Eis zu schmelzen und etwas Suppe zu kochen, bevor die übrige Gesellschaft nachkam. Sie hatten die neun Meilen in fünf Stunden zurückgelegt, waren wohlauf und bei ausgezeichneter Stimmung. Der Tag blieb glücklicherweise windstill und sonnig. Alle erquickten sich an dem, was wir bereitet hatten. Dann wurden die Kranken wieder eingepackt, und wir machten uns ungesäumt auf nach den Hummockreihen, die zwischen uns und dem Pinnakelberg lagen. Es kostete verzweifelte Anstrengungen, uns einen Weg darüber hin zu bahnen – ja buchstäblich verzweifelt; denn unsere Kräfte verließen uns abermals, und wir verloren alle Selbstbeherrschung. Wir konnten uns nicht länger enthalten, Schnee zu essen; der Mund schwoll uns an, und einige verloren die Sprache. Glücklicherweise wurde die Luft durch den klaren Sonnenschein erwärmt; das Thermometer stieg bis –4° im Schatten (etwa 16° Kälte nach R.); andernfalls hätten wir erfrieren müssen. Wir machten immer öfter halt und fielen halbschlafend in den Schnee. Ich konnte es nicht hindern. Merkwürdigerweise erfrischte uns das. Ich wagte den Versuch selbst, nachdem ich Riley angewiesen, mich nach drei Minuten zu wecken; und ich fühlte davon so gute Folgen, daß ich auch die anderen dazu anwies. Sie setzten sich auf die Schlittenkufen und wurden mit Gewalt munter gemacht, wenn die drei Minuten um waren.

Gegen 8 Uhr abends traten wir aus dem Eislabyrinth heraus. Der Anblick des Pinnakelberges ermutigte uns wieder. Branntwein, ein unschätzbares Hilfsmittel in dringenden Notfällen, war schon früher löffelweise verabreicht worden. Jetzt hielten wir längere Rast, nahmen einen stärkenden Schluck und erreichten die Brigg um l Uhr morgens; ohne, wie wir glauben, noch einmal zu halten.

Ich sage: – wie wir glauben! Hierin liegt vielleicht der stärkste Beweis dafür, wieviel wir zu leiden gehabt. Wir befanden uns in einem förmlichen Delirium und hatten aufgehört, die Dinge um uns mit gesunden Sinnen zu betrachten. Wir bewegten uns wie im Traum. An unseren Fußstapfen sahen wir später, daß wir im Zickzack auf die Brigg zugetorkelt waren. Eine Art Instinkt muß uns geleitet haben; denn niemand hatte eine Erinnerung daran. Bonsall wurde vorausgeschickt und richtete pünktlich seinen Auftrag auf dem Schiff aus, das er Gott weiß wie erreicht haben mochte; denn er taumelte und fiel einmal um das andere. Ein paar Leute kamen uns mit den Zughunden entgegen, und wir kamen nun alle unter die Hände des Arztes, der uns reichlich mit Reibungen und Morphium behandelt. Er hielt unsere Gehirnsymptome nicht für bedenklich und von Erschöpfung herrührend. Ruhe und gute Kost würden schon helfen. Ohlsen blieb einige Zeit schielend und schneeblind, zwei anderen mußten erfrorene Zehen abgelöst werden, und zwei starben in der Folge trotz aller aufgewendeten Bemühungen. Vier Tage nach unserer Heimkehr war ich wieder gesund und bei Besinnung, nur daß mich alle Gelenke schmerzten. Die hereingeholten Kranken sind noch nicht außer Gefahr; doch ihre Dankbarkeit ist wahrhaft ergreifend.

Nun folgten für mich Tage der Angst und Sorgen. Fast die ganze Expeditionsmannschaft, Retter und Gerettete, lagen krank und vom Frost beschädigt darnieder. Einige mußten Amputationen über sich ergehen lassen, bei anderen zeigten sich die fürchterlichen Vorboten des Starrkrampfes. Am Morgen des 7. April weckte mich ein Ton aus Bakers Brust, so grauenhaft und unheilverkündend er jemals an das Ohr eines Arztes gelangen kann: der Kinnbackenkrampf hatte ihn erfaßt; dies schwarze Gespenst, das seinen Schatten noch auf so manchen von uns warf. Die Symptome nahmen rasch ihren Verlauf – am 8. starb er. Wir legten ihn am andern Tage in seinen Sarg, bildeten einen formlosen, aber tiefernsten Leichenzug und schafften die sterblichen Reste unsers Kameraden über den Eisfuß hinweg auf den Felsen hinauf, auf dem das Observatorium stand. Hier stellten wir den Sarg auf das Postament, das unsere Instrumente hatte, lasen die Totengebete, streuten aus Mangel an Erde Schnee und ließen unsern Gefährten, nachdem wir den Eingang verschlossen, in seinem stillen Hause allein.

Während wir des Morgens noch an Bakers Sterbebett saßen, meldete die Deckwache, daß Leute vom Lande her das Schiff anriefen. Begleitet von allen, die noch die Treppe steigen konnten, ging ich hinauf und sah wirklich auf allen Seiten der felsigen Bucht, vom Schnee und Felsen abstechend, seltsam wilde, aber augenscheinlich menschliche Wesen. Als wir auf dem Deck erschienen, erkletterten sie die höheren Stücke des Landeises, standen da wie Opernstatisten und bildeten fast einen Halbkreis um das Schiff. Sie schrien und gestikulierten unablässig, aber es war nichts zu verstehen als Hoe – he – keh – keh. Waffen schwangen sie nicht, wie ich bald bemerkte; auch waren sie nicht so zahlreich und nicht von solcher Riesengröße, wie es einigen von uns anfänglich scheinen wollte. Ich war Überzeugt, daß es Eingeborene seien; und so rief ich Petersen als Dolmetscher zu mir und ging, unbewaffnet und die leeren Hände schwenkend, auf eine sich vor den anderen auszeichnende stämmige Gestalt zu. Der Mann sprang von seinem Eisblock herunter und kam mir auf halbem Wege entgegen. Er war fast einen Kopf größer als ich, ungemein stark und gut gebaut, von schwärzlicher Hautfarbe und dunklen, stechenden Augen. Sein Anzug bestand aus einer mit Kapuze versehenen Pelzjacke, mit einigem Geschmack aus abwechselnden Streifen von blauem und weißem Fuchs zusammengesetzt, und Stiefelsohlen von weißem Bärenfell, die an den Zehen in die Klauen des Tieres ausliefen.

Kaum hatte meine Unterredung mit dem robusten Diplomaten begonnen, so strömten auch seine Gefährten herbei und umringten uns. Sie ließen sich jedoch bald bedeuten, daß sie zu bleiben hätten, wo sie wären, während »Metek« mit mir auf das Schiff ginge. Dies brachte mich in Vorteil bei der Unterhandlung und gab mir einen wichtigen Mann als Geisel in die Hand. Er ging furchtlos mit mir, obgleich er noch nie einen Weißen gesehen, und seine Kameraden blieben auf dem Eise zurück. Der Koch brachte ihnen hinaus, was er für seine größten Delikatessen hielt: Schnitte von gutem Weizenbrot, gesalzenes Schweinefleisch und mächtige Stücken weißen Zucker; aber sie wollten von alledem nichts anrühren. Uebrigens fürchteten sie offenbar keine Gewalttätigkeiten von uns. Später erfuhr ich, daß sie uns mit unseren bleichen Gesichtern für ein sehr schwächliches Volk gehalten, während es unter ihnen Leute gab, die einen Einzelkampf mit dem weißen Bären und dem Walroß bestehen.

Erste Begegnung mit Eskimos

Da unsere Unterredung in der Kajüte mich zufriedengestellt hatte, ließ ich nun hinaussagen, daß die übrigen Eskimos an Bord kommen dürften. Obwohl sie nicht wissen konnten, wie es ihrem Häuptling auf dem Schiff ergangen war, stürzten doch sofort neun oder zehn Mann in stürmischer Eile herbei. Andere brachten, als hätten sie uns einen recht langen Besuch zugedacht, hinter dem Landeis hervor nicht weniger als 56 schöne Hunde mit Schlitten herbei und legten sie etwa 200 Schritt vom Schiffe fest, indem sie ihre Lanzen in das Eis trieben und die Hunde mit Riemen daran banden. Die Tiere verstanden vollkommen, was vorging, und legten sich auf der Stelle nieder, sobald die Arbeit begann. Die Schlitten waren aus kleinen Knochenstücken zusammengesetzt, die man durch Riemen mit großem Geschick zu einem Ganzen vereinigt hatte. Der Kufenbeschlag war glatt wie polierter Stahl und aus Walroßzähnen gefertigt. Im Stiefel hatten sie ein Messer stecken. Ihre Lanzen aber, an die sie die Schlitten gebunden hatten, waren immerhin eine furchtbare Waffe. Die Schäfte bestanden aus dem Horn des Narwal, aus Schenkelknochen des Bären oder starken Knochen vom Walroß, die einzelnen Stücke stets mit großer Kunst verbunden. Holz besaßen sie nicht. Ihre sämtlichen Messer stammten vielleicht von einem einzigen rostigen Reifen irgendeines angeschwemmten Fasses; aber die lanzettförmigen Lanzenspitzen waren unverkennbar Stahl, den sie wahrhaft kunstvoll an den Schaft genietet hatten. Wie ich später erfuhr, erhielten sie das Metall tauschweise von südlicheren Stämmen.

Ihre Kleidung glich fast völlig der schon an Metek beschriebenen, und alle hatten, gleich ihm, den Ausputz von Bärenklauen an den Füßen. Einen um den Hals gewickelten knotigen Lederstreifen, der sehr schmierig und fettig war und den keiner auch nur einen Augenblick missen wollte, hielten wir anfangs für Zierat, bis wir später bei genauerer Bekanntschaft seine eigentliche geheimnisvolle Bestimmung kennenlernten.

Unser alter Freund Schaug Huh

Als sie zuerst an Bord kommen durften, waren sie sehr roh und schwer in Ordnung zu halten. Sie sprachen gleichzeitig zu dreien und vieren untereinander wie zu uns; lachten herzlich, daß wir so unwissend waren, sie nicht zu verstehen, und schwatzten trotzdem weiter. Sie waren in beständiger Bewegung; liefen überall umher; probierten die Türen; drängten sich durch enge Gänge und hinter Fässern und Kisten herum; befühlten alles, was ihnen in die Augen fiel; und alles wollten sie haben oder versuchten zu stehlen. Es war um so schwerer, sie im Zaum zu halten, weil ich nicht wünschte, daß sie auf den Gedanken kommen sollten, als hätten wir irgendwie Furcht vor ihnen. Auch gewisse Merkmale unserer ungünstigen Lage sollten ihnen verborgen bleiben. Namentlich durften sie nicht das Vorderkastell betreten, wo die Leiche unseres armen Baker lag. Da aber alles Zureden nichts half, mußten wir endlich zu gelinden Zwangsmaßregeln greifen. Unsere gesamten Streitkräfte wurden gemustert und auf den Beinen erhalten. Und wenn diese Sicherheitspolizei zuweilen auch etwas unhöflich drängte und knuffte, so lief doch alles gemütlich ab, und die gute Laune blieb ungestört. Unsere Gäste blieben dabei, im Schiffe herum und aus und ein zu laufen, Lebensmittel herein und wieder hinaus zu den Hunden zu schleppen und dabei die ganze Zeit über zu stehlen, was sie irgend konnten. Dies dauerte bis zum Nachmittag, wo sie sich zum Schlafen hinwarfen wie Kinder, die vom Spielen müde sind. Ich befahl, es ihnen im Schiffsraum bequem zu machen. An einem geheizten Ofen breitete man ihnen einen großen Büffelpelz hin. Sie gerieten außer sich vor Staunen über das neue Brennmaterial, das für Speck zu hart, für Feuerstein zu weich war, beruhigten sich aber endlich in der Ueberzeugung, daß man damit wohl ebenso gut kochen könne als mit Seehundspeck. Sie ließen sich einen eisernen Topf mit Wasser geben und kochten einige Stücke Walroßfleisch; aber die Hauptmahlzeit, etwa drei Pfund auf den Kopf, aßen sie lieber roh. Bei alledem zeigten sie eine gewisse Feinschmeckerei in der Art, wie sie ihre Bissen von Fleisch und Speck zusammen ordneten. Von beiden wurden Streifen entweder gleichzeitig oder in genauer Abwechselung in den Mund gebracht; und zwar in so regelmäßiger Folge, daß sie mit Kauen nicht eine Sekunde aussetzten.

Sie aßen nicht alle zugleich, sondern wie dieser oder jener gerade Appetit bekam. Nach dem Essen schlief jeder, sein Stück Rohfleisch neben sich gelegt. Wenn einer erwachte, aß er sofort wieder und schlief dann aufs neue ein. Sie schliefen nicht liegend, sondern in sitzender Stellung, wobei sie den Kopf auf die Brust senkten. Einige schnarchten gewaltig.

Als sie am andern Morgen fortwollten, hatte ich eine letzte Unterredung mit ihnen, und es wurde ein förmlicher Vertrag abgeschlossen – kurzgefaßt, damit er nicht in Vergessenheit geriete; und vorteilhaft für beide Teile, damit er leichter gehalten werde. Ich suchte ihnen begreiflich zu machen, mit welch einem mächtigen und reichen Herrn sie es zu tun hätten, und wie vorteilhaft es für sie sein würde, wenn sie seine Wünsche erfüllten. Als Beweis meiner Gunst und meines Reichtums kaufte ich ihnen alles entbehrliche Walroßfleisch und vier Hunde ab und beglückte sie dafür mit Nadeln, Glasperlen und einem Schatz von alten Faßdauben. In der Ueberfülle ihrer Dankbarkeit verpflichteten sie sich, in einigen Tagen mit mehr Fleisch wiederzukommen und mir ihre Hunde und Schlitten zu einem nördlichen Ausflug zur Verfügung zu stellen. Hiermit entließ ich sie. In weniger als zwei Minuten hatten sie ihre Hunde angeschirrt, saßen auf den Schlitten, knallten mit ihren achtzehn Fuß langen Lederpeitschen und jagten mit einer Schnelligkeit von sieben Knoten die Stunde über das Eis gen Südosten davon.

Sie kamen nicht wieder. Ich hatte auch schon genug von dergleichen Verträgen gelesen, um nicht allzu fest darauf zu bauen. Doch am nächsten Tage kam eine Gesellschaft von fünf Eskimos: zwei alte Männer, einer im mittleren Alter und zwei Jungen.

Wyut, der Eskimo

Sofort nach dem Abzug der ersten Gäste hatten wir mehrere Gegenstände vermißt: eine Axt, eine Säge und mehrere Messer. Späterhin entdeckten wir, daß sie in unsere Niederlage auf der Butlersinsel eingedrungen waren; denn wir waren nicht zahlreich genug gewesen, um eine Wache dorthin zu stellen; außerdem fanden wir bei der Durchsuchung der Umgegend verschiedene Schlitten hinter Hummocks versteckt. Das alles sah allerdings verdächtig genug aus; trotzdem durfte ich nicht wagen, mit den Halunken zu brechen. Denn unter Umständen konnten sie uns bei unseren Schlittenexpeditionen ernstlich beunruhigen, konnten die Jagd um die Bucht gefährlich machen; und die beste Gelegenheit, das so bitter notwendige frische Fleisch zu erhalten, war doch nun mal durch sie geboten.

Die neuen Ankömmlinge behandelte ich mit besonderer Güte, beschenkte sie reichlich, gab ihnen aber gleichzeitig mit aller Deutlichkeit zu erkennen, daß keiner von ihrem Stamm das Schiff wieder betreten dürfe, bevor nicht alle vermißten Gegenstände zurückgegeben seien. Sie entfernten sich, indem sie mit vielen Gebärden ihre Unschuld beteuerten. Gleichwohl ertappte MacGary die unverbesserlichen Schlingel, wie sie im Vorbeigehen von der Butlersinsel ein Kohlenfaß mitgehen hießen, und beschleunigte ihre Heimreise durch Nachsendung einer Schrotladung. Trotzdem gelang es einem, anscheinend dem Anführer des Trupps, unserm späteren treuergebenen alten Freunde Schaug-Huh, sich auf der Westseite herum zu schleichen, unser auf dem Eise gebliebenes Kautschukboot zu zerschneiden und sämtliches Holzwerk davon wegzuschleppen.

Wenige Tage später kam ein gewandter langhaariger Bursche am hellen Tage über das Eis dahergefahren. Er war munter und hübsch, und sein Schlitten wie Gespann waren wirklich nett. Er gab ohne weiteres seinen Namen an – Myuk – und wo er wohne. Ich befragte ihn wegen des Bootes, aber er leugnete, irgend etwas zu wissen, und wollte weder gestehen noch bereuen. Er war erstaunt, als ich befahl, ihn in den Schiffsraum zu sperren. Anfangs weigerte er sich, irgend etwas zu essen, und hockte sich in tiefster Niedergeschlagenheit hin. Nach einer Weile aber begann er zu singen, zu schwatzen, zu schreien und wieder zu singen. Dabei wiederholte er immer dasselbe kurze, eintönige, unendlich ermüdende Solfeggio:

So ging es abwechselnd fort bis spät in die Nacht.

Es lag in diesem Burschen eine Einfachheit und Gutmütigkeit, die mich sehr anzog. Deshalb war ich insgeheim froh, als wir am andern Morgen entdeckten, daß der Vogel über Nacht durch eine Luke entwischt war. Wir argwöhnten, daß er Verbündete an der Küste habe; denn seine Hunde waren ebenso gewandt entkommen als er selbst. Doch war ich überzeugt, daß er in bezug auf seinen Aufenthalt und die Zahl seiner Kameraden die Wahrheit gesagt habe. Meine inquisitorischen Kreuz- und Querfragen hierüber hatten ein vollständiges und befriedigendes Resultat ergeben.

In der nächsten Zeit nach diesen Besuchen war es für uns eine traurige Pflicht, nach dem Observatorium zu gehen und Beobachtungen zu machen und einzutragen. Bakers Leiche lag noch immer im Vorplatz, und nicht lange darauf hatten wir noch einen andern ihm zur Seite zu setzen. So oft wir ein- und ausgingen, mußten wir an ihnen vorüber, und die Mannschaften, geschwächt und nervös geworden, taten dies zur Nachtzeit sehr ungern. Als das Tauwetter kam und wir Steine genug zusammenbringen konnten, bauten wir ein Grab in einer Einsenkung des Felsens und errichteten über ihm einen riesigen Steinkegel.

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