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Die Thimigs

Arthur Kahane: Die Thimigs - Kapitel 12
Quellenangabe
typebiography
booktitleDie Thimigs
authorArthur Kahane
year1930
firstpub1930
publisherErich Weibezahl Verlag
addressLeipzig
titleDie Thimigs
pages138
created20120404
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Hermann Thimig, der Erbe

Hermann Thimigs Theaterschicksal war es, seines Vaters Erbe zu sein. Zunächst ein Glück: er erbte von Papa Thimig die Frohnatur, des Lebens ernstes Führen, das angenehme Äußere, die Begabung, die Art der Begabung, das Rollenfach und die kleinen Thimigschen Eigenheiten, die durchaus liebenswürdige und angenehme Eigenheiten sind; dann ein Unglück, denn jede Erbschaft belastet, und es ist das am wenigsten beneidenswerte Los, bloß als Sohn seines Vaters durchs Leben zu gehen; und schließlich doch ein Glück, weil es ihn zwang, den ernsten und schweren Kampf mit der Erbschaft so lange durchzukämpfen, bis alles, was nur Erbe war, von ihm abgefallen und er, durch diesen Kampf mit sich selbst, ganz er selbst geworden war. Ohne daß er die Thimigsche Heiterkeit verlor, bewahrte ihn der Thimigsche Ernst vor dem Deszendentenschicksal anderer Söhne berühmter Väter.

 

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