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Die Seherin von Prevorst

Justinus Kerner: Die Seherin von Prevorst - Kapitel 9
Quellenangabe
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authorJustinus Kerner
titleDie Seherin von Prevorst
publisherJ. F. Steinkopf Verlag
printrun2. Auflage
year1963
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
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8. Ihre Verhältnisse zur physischen Außenwelt

Es beruhen die hier verzeichneten Einwirkungen der Natursubstanzen auf das äußere Nervensystem der Frau H. hauptsächlich darauf, daß im magnetischen Leben das äußere Nervensystem ebenso intensiv wird, als es im wachen Leben das innere ist. Im magnetischen Leben wird der Nervengeist leicht entbunden, und alle Eigenschaften und Kräfte, die in den Natursubstanzen liegen und dem im wachen Leben gebundenen Nervengeiste unfühlbar bleiben, werden nun dem freigewordenen Nervengeiste im Augenblick offenbar und bringen Erschütterungen im Nervensystem hervor, die den ihnen innewohnenden Eigenschaften entsprechen, da im Gegenteil im wachen Leben der Nervengeist das ihm nur mögliche Gleichgewicht mit allen Natursubstanzen hält.

Einwirkung von Mineralien

Schon in den frühern Krankheitsperioden unserer Seherin sah man Glas und Krystall auf sie von ausgezeichneter Einwirkung. Aus ihrem somnambulen Zustande ließ sie sich immer durch Glas, später Bergkrystall, erwecken, und blieb dieser längere Zeit auf ihrer Herzgrube liegen, so trat eine völlige kataleptische Erstarrung all ihrer Glieder ein. Gleiche Wirkung hatte Sand auf sie. Ja schon das längere Stehen an einem Glasfenster bewirkte diese kataleptische Erstarrung. Der Geruch des Sandes oder der Kieselerde wirkte immer wohltätig auf ihre Nerven, sie hatten für sie einen ganz aromatischen Geruch. Sie ging diesem Geruche oft an die Fenster nach und roch an diesen. Sie fühlte diesen Geruch hauptsächlich auf der Herzgrube, und von da aus wirkte er auf den ganzen Körper wohltätig. Einst vermißte man sie lange, und endlich fand man sie auf dem obern Boden des Hauses in einer Kammer, in der Sand war, auf einem Sandhaufen sitzen, von dem sie nicht mehr herunterkommen konnte, weil sie ganz steif wurde. Dasselbe geschah, wenn sie sich ohne an den Erfolg zu denken, auf eine Bank oder eine Staffel von Sandstein setzte.

Den Geruch der meisten Steine, die zum Kieselgeschlechte gehören, bezeichnete sie als angenehm, und diese Steine, die vermittelst ihrer Kieselerde so große Härte besitzen, daß sie dem Stahl Funken entlocken, erzeugten alle mehr oder weniger jene Muskelrigidität, gleichsam selbst eine Versteinerung in ihr. Dies tat, wie schon bemerkt, der Bergkrystall am ausgezeichnetsten, der häufig 99 Prozent Kieselerde enthält, und als reine krystallisierte Kieselerde, als Repräsentanten derselben, zu betrachten ist. Im mindern Grade war es der Fall bei dem Granat, Haarkrystall, Amethyst, edlem Opal, Holzstein, Basalt, Basalttuff und einigen andern Steinen, die zu diesem Geschlechte gehören.

Die der Kieselerde chemisch entgegengesetzte Flußspatsäure bildete auch hier einen Gegensatz. Erzeugte die Kieselerde in ihr Erstarrung, entzog sie ihr den magnetischen Einfluß und erhielt in ihr das Gehirn wach, so brachte dagegen der Flußspat in ihr höchste Muskelweichheit bis zum Gefühle, als hätte sie Wasser im Unterleib, und helles Schlafwachen, aber schlafendes Gehirn hervor, einen Zustand, aus dem sie wieder Kieselerde (der Bergkrystall) als Gegensatz brachte, so wie nur magnetisches Wasser ihr die Muskelrigidität, in die sie die selbst so rigide Kieselerde versetzt hatte, wieder löste. Wachen und äußere Hellheit erzeugte ihr überhaupt der helle Bergkrystall noch vor dem künstlich gemachten Glase und bestätigte dadurch auch seine Lichtnatur »als das leuchtendste und dem Lichte am nächsten stehende in der Steinwelt«.

Der weiße Schwerspat (die schwefelsaure Schwererde) vermochte hauptsächlich auch ihr die von Krämpfen gekrümmten Glieder wieder zu lösen, er wirkte in jeder Lage nur wohltätig und erwärmend auf sie, welche wohltätige Wärme aber durch den ausgeglühten Schwerspat bis zur Aufreizung ihres Gefäßsystems, heftigem Fieber, gesteigert wurde. Durch das Ausglühen des Schwerspats in Berührung mit Kohle wurde das Krystallisationswasser und ein Teil der Schwefelsäure ausgetrieben, und es blieb dafür geschwefelte Schwererde zurück. Die angenehme Empfindung, die Schwererde auf sie hatte, wurde, denkt man hier an die chemischen Elementarstoffe, vielleicht durch ihre Verbindung mit Kohlensäure in Witherit zur höchsten Aufreizung, namentlich in den Nerven des Zwerchfelles, gesteigert, und machte ihr heftiges Lachen. Wahrscheinlich durch diesen Einfluß der Kohlensäure erzeugte ihr auch der carrarische Marmor eine lebhafte Muskelbewegung, und sie sagte: er gehe ihr durch alles, sie könne ihn nicht leiden, weil sie sich immer bewegen müsse, er sei ihr aber nicht widrig.

Es ist nicht zu verkennen, daß viele der angestellten Versuche noch zu einem weitern Resultate geführt haben würden, hätte man das angewandte Mineral länger und auch mit andern Teilen des Körpers dieser Frau, namentlich mit der Herzgube in Verbindung gebracht, und dies nicht im wachen (wenigstens anscheinend wachen), wie durchgängig geschah, sondern im somnambulen Zustande. Ich konnte aber als Arzt unmöglich auf mich nehmen, diese so äußerst reizbare Frau zu lange diesen siderischen Einflüssen auszusetzen: ich vermied die Herzgrube, als den Zentralpunkt des Gangliensystems, und ließ sie die Steine immer in der linken Hand halten, die nach ihrer Aussage bei weitem fühlender als die rechte Hand war, was mich an die Meinung der Alten mahnt, die dem Diamant und Achat die oben bezeichnete Wirkung hauptsächlich nur dann zuschrieben, wenn sie an der linken Hand getragen wurden. Aus gleicher Ursache und um ihr somnambules Leben nicht zu stören, gab ich ihr auch nie einen Stein in der Stunde des hellen Schlafwachens zur Untersuchung hin, und das Resultat schien mir auch natürlicher und auf andre anwendbarer zu sein, wenn es durch Versuche im gewöhnlichen wachen Zustande erhalten wurde. Sobald man einen Krampf oder sonst einen widrigen Einfluß des Steins auf sie bemerkte, wurde derselbe aus ihrer Hand entfernt, wo er vielleicht bei längerer Verbindung mit ihr noch weitere Erscheinungen gezeigt hätte. Sie äußerte selbst einmal, man solle ihr die Steine länger lassen, weil mancher sehr langsam wirke und zuerst nur auf die Hand, auf den Arm und dann erst auf die entfernten Teile ihres Körpers Einfluß äußere. Gemeiniglich fühlte sie den Einfluß zuerst in Hand und Arm, den sie meistens als ein Gefühl von Laufen den Arm entlang beschrieb, und dann kam der Einfluß vom Arme aus in den Magen, ein Strömen vom Arme ins Sonnengeflecht, und von diesem aus verbreitete sich dann erst die Wirkung nach entfernten Regionen des Körpers, nach der Lunge, dem Herzen, den Augen, dem Gehirne usw. Es wäre auch zu wünschen gewesen, um den größeren oder geringeren Einfluß eines Minerals vor dem andern zu erproben, daß man zu den Versuchen sich immer gleich großer Stücke bedient hätte, aber gleich große Stücke sind in Mineraliensammlungen nicht zu erhalten. Um besonders auch dem Einwurf zu begegnen, als sei die verschiedene Wirkung der Mineralien hauptsächlich von der Vorstellungsart, die der Magnetiseur sich schon zum voraus von der Wirkung jedes gerade zu versuchenden Minerals gemacht, geleitet worden, machte ich mit einer Reihe der stärker wirkenden Mineralien, z. B. Platina, Kupfer, Magneteisenstein, Schwerspat, Bergkrystall, Witherit usw., auch Versuche auf nachstehende Weise: ich ließ der Seherin eine Schnur in die Hand geben, die fünf Ellen lang durch die verschlossene Türe geleitet wurde. Vor der verschlossenen Türe brachte nun eine andre Person das Mineral (ohne daß mir bekannt war, welches gerade) nach eigener Wahl eines um das andre in verschiedenen Stunden durch Umwicklung mit der Schnur in Verbindung mit der Seherin im Zimmer, die ich daselbst stillschweigend beobachtete und meine Beobachtung verzeichnete. Der Erfolg war (wie sich dann aus der niedergeschriebenen Beschreibung und der mir erst später bekannt gewordenen Reihenfolge, in der die Mineralien mit der Schnur in Verbindung gesetzt wurden, ergab) der gleiche mit dem Erfolge, wenn die Seherin das von mir gesehene Mineral in die linke Hand genommen hatte, nur war er langsamer.

Auch Wasser, in das ich Mineralien nur auf kurze Zeit gelegt hatte, wirkte auf gleiche, wenn auch mildere Art, wie die Mineralien, wurde ihr dasselbe innerlich gegeben oder in die linke Hand getröpfelt. Am auffallendsten war dies der Fall mit dem Wasser, in das ich Witherit legte. In diesen für sie zu Mineralwasser gewordenen Wassern hätte die Chemie gewiß auch keine andern Bestandteile entdeckt, als die ihnen gerade als gemeine Brunnenwasser inwohnen, die auf diese Kranke doch nicht diese Wirkung hatten. Dies möchte auch dahin deuten: daß viele Mineralwasser ihre oft sehr auffallende Wirkung nicht gerade ihren palpablen chemischen Bestandteilen allein zu verdanken haben. Von einem und nur so kurze Zeit im Wasser gelegenen Witherit löst sich nichts auf, aber sein Geist (das ihm anhangende besondere imponderable Fluidum, Leben, [van Helmonts Bur]) konnte sich, wie das magnetische Fluidum, mit dem Wasser verbinden.

Auch noch unter einer andern Form wurden die Versuche dadurch gemacht, daß man der Seherin eine Wünschelrute von Haselnuß und auch einen Pendel von gleichem Holz in die linke Hand gab und sie auf die untergelegten Mineralien wirken ließ. Auch dadurch wurden die Versuche, in denen man ihr die Mineralien direkt in die linke Hand gab, völlig bestätigt. Diejenigen Mineralien, die, in ihre Hand gelegt, keine Wirkung auf sie äußerten, zogen auch die Wünschelrute oder den Pendel nicht an, und umgekehrt. So zeigte sich die Platina als mächtig anziehend, Glaskopf sehr stark ziehend, Gold stark ziehend, Silber weniger, Hyacinth sehr stark ziehend, Serpentin ziehend, Olivin stark ziehend, Feldspat mit Porphyr bringt den Pendel in Ruhe, zieht nicht, ebenso Bergkrystall. Grüner Feldspat wirkt ziehend, ebenso Witherit, Tonschiefer wirkt gleichgültig, Schwerspat zieht mild, Strahlstein stark.

Es zeigte sich die Wünschelrute oder der Pendel somit nur als sichtbarer Zeiger der auf die Nerven wirkenden siderischen Kraft, die sich mit einem aus den Nerven über jene Zeiger strömenden geistigen Fluidum zu verbinden schien.

Sicherer hätte man vielleicht auch gehandelt, an einem Tage nur einen Versuch anzustellen, denn die Seherin behielt die Disposition für solche Eindrücke nicht immer in gleichem Grade Doch wurden die Versuche immer in solchen Stunden angestellt, wo die Disposition hauptsächlich vorhanden war: des Abends. Hätte man täglich nur einen Versuch gemacht, so wäre im Interesse dieser Versuche zu befürchten gewesen, daß die Kranke ihre Empfänglichkeit früher verloren, als die Versuche beendigt worden.

Einwirkung des Wassers

Hielt Frau H. die Hände in Wasser, so wurde es ihr bald ganz schwach; trinken konnte sie bei Tage durchaus keine Flüssigkeit irgendeiner Art, sie bekam dadurch jedesmal Schwindel. Sobald aber die Sonne untergegangen war, konnte sie viele Flüssigkeiten ohne alle Beschwerde trinken.

Bei Tage hatte sie aber auch bei der größten Hitze keinen Durst.

Die Striche, mit denen ich ein Glas Wasser magnetisiert hatte, sah sie im halbwachen Zustande in dem Wasser dunkler als das Wasser. Im ganz somnambulen Zustande sah sie dieselben ganz licht, und gab dadurch, ohne zu wissen, mit wieviel Strichen ich ein Glas Wasser magnetisiert hatte, deren Zahl immer richtig an.

Sooft man sie (in hiesigem magnetischen Zustande) in ein Bad bringen wollte, zeigte sich die sonderbare Erscheinung, daß alle ihre Glieder, auch Brust und Unterleib, in ein unwillkürliches Hüpfen, in eine völlige Elastizität kamen, die sie aus dem Wasser immer wieder ausstieß. Gehilfinnen, die bei ihr waren, gaben sich alle Mühe, sie mit Gewalt in das Wasser zu drücken, aber ihre Spannkraft strebte immer nach oben, sie konnte nicht unten gehalten werden, und hätte man sie in einen Fluß geworfen, sie wäre wohl auch in diesem so wenig wie ein Pantoffelholz untergesunken.

Hier erinnert man sich der Hexenproben, wo jene wahrscheinlich auch in einem magnetischen Zustande gewesenen Personen gleichfalls im Wasser nicht untersanken, und sich überhaupt auch auf der Waage gegen die Gesetze der Schwere verhielten.

Wenn Frau H. aus einer magnetischen Ekstase erwachte, war ihr die Schwere der Körper am meisten auffallend. Uns leicht scheinende Menschen kamen ihr aber da oft schwerer vor als andre von größerem körperlichen Umfange. Sie erkannte, daß es auch Schwere ohne Materie gibt, sie erkannte eine moralische Schwere.

Schon früher wurde angeführt, daß Frau H., brachte ich meine Finger gegen die ihrigen, jenen unwillkürlich, wie das Eisen dem Magnet nachfolgen mußte, und daß sie so, gegen alle Gesetze der Schwerkraft, emporgehoben werden konnte.

Einwirkung von Vegetabilien

Ich bemerke hier nur, daß die Pflanzen, wie dort die Mineralien, der Seherin immer nur kurze Zeit in die Hand gegeben wurden, ohne daß man ihr die Pflanze benannte.

Eine ausgezeichnet magnetische Wirkung hatte, wie bei den meisten Schlafwachen, der Lorbeer, und es bestätigt sich auch hier wieder die Ursache seines alten Gebrauches im Tempel zu Delphi, wo die Seherin, ehe sie ihre prophetischen Sprüche kundgab, einen Lorbeerbaum, wahrscheinlich um seine innere Lebensbewegung zu vermehren, schüttelte, und sich alsdann auf den mit Lorbeerzweigen bedeckten Dreifuß niederließ. Auch in Äskulaps und in einigen andern Tempeln wurde der Lorbeer, hauptsächlich um Schlaf und Traum zu bewirken, gebraucht. Er wirkte auf die Seherin völlig schlafwachend.

Als ein besonders starker Ableiter magnetischen Fluidums bewährte sich auch hier abermals wieder die Haselnußstaude, die eben deswegen als Wünschelrute schon längst von dem Volk angewendet wurde. Erst kürzlich sah ich bei Haltung einer Haselnußstaude eine sonst gesunde Frau, die an ihre Wirkung gar nicht glaubte und nicht dachte, an Händen und Armen erstarren. Sie wirkte bei der Seherin dem Lorbeer entgegengesetzt, machte sie völlig wach und entzog ihr alle magnetische Kraft.

Bei der Wirkung mehrerer Pflanzen fiel auf, daß man dieselben in neueren Schriften nicht mehr angeführt findet, während sie in alten vergessenen Kräuterbüchern, so wie sie diese Somnambule angab, verzeichnet sind. Daraus schließe ich weniger, daß die Wirkung jener Pflanzen wohl nur zufällig in Vergessenheit geriet, als darauf, daß jene nur mildwirkenden Pflanzenstoffe auf unser jetziges, von der Natur immer mehr abkommendes Geschlecht keine Wirkung mehr äußern können, und daß dasselbe, wie es in Wahrheit jetzt auch immer mehr der Fall ist, auch immer mehr durchgreifenderer Pflanzenstoffe, namentlich der Pflanzengifte (wie der Gifte aus dem Mineralreiche) zur Einwirkung bedarf.

Einwirkung von tierischen Stoffen

Auch bei den Versuchen mit wenigen tierischen Stoffen wurde das gleiche Verfahren wie bei den Mineralien und Pflanzen beobachtet.

Auffallend war hier besonders, daß einige dieser Stoffe, wie hauptsächlich auch bei mehreren Pflanzen der Fall war, Wirkungen zeigten, wie sie nur noch in Schriften voriger Jahrhunderte verzeichnet sind. So rief zum Beispiel die Klaue eines Elentieres einen der Epilepsie ganz ähnlichen Anfall hervor. Im Altertume wurde aber dieses tierische Organ hauptsächlich gegen Epilepsie angerühmt, und nach mehreren Naturforschern soll das Elentier häufig epileptischen Anfällen unterworfen sein.

Der Gebrauch dieser Klaue gegen Epilepsie und die Hervorrufung derselben durch sie mahnt auch hier wieder an Homöopathie, Gemsenhorn milderte die Krämpfe, und damit könnte übereinkommen, daß in Tirol aus diesem Hörne häufig Fingerringe bereitet werden, die man gegen Krämpfe anrühmt und unter dem Namen Krampfringe verkauft.

Spinngewebe zu einem Kügelchen gemacht, ohne daß sie wußte, was es war, erzeugte ihr Stiche auf der Hand und dem Arm entlang und dann Gefühl von Laufen (Fomikation) im Arme; auch machte sie ihr eine Unruhe in dem ganzen Körper, so daß er sich unwillkürlich bewegen mußte.

Diese so eingreifende Wirkung der Spinnwebe auf das Nervensystem käme vielleicht mit der erprobten Wirksamkeit dieser Substanz in intermittierenden Fiebern überein. In Amerika soll das Volk das Gewebe der schwarzen Spinne in den mannigfaltigsten Formen der Trunkenheit gebrauchen.

Leuchtende Johanniskäfer wirkten auf die Seherin wie phosphoreszierendes Holz, beide brachten in ihr magnetischen Schlaf hervor.

Um den Leser nicht zu ermüden, führe ich auch hier nicht die Versuche in ihrer Ausdehnung an, sondern gebe dem geneigten Leser dafür, was Schubert so geistreich über dieselben schrieb.

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