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Die Schildbürger

Karl Simrock: Die Schildbürger - Kapitel 38
Quellenangabe
typesatire
booktitleDie Schildbürger
authorKarl Simrock
publisherVitalis Verlag
addressFurth im Wald
isbn3-934774-37-7
titleDie Schildbürger
pages119
created20011201
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Siebenunddreißigstes Kapitel

Wie ein Schildbürger von dem andern einen Wagen entlehnen wollte.

Zwei Bauern zu Schilde waren Nachbarn, d.h. sie hatten ihre Häuser nahe an einander. Auf einen Morgen gar frühe, etwa um die achte Stunde, kam der eine vor des Andern Fenster und klopfte mit einem Finger daran (damit man nicht meine, es sei mit einem Stiefel geschehen); der andere lag noch hinter dem Ofen (in der Hölle, wie sie es nennen) im Nest und mochte vor Faulheit nicht aus der Streu, sondern schrie mit lauter Stimme hervor: »Wer klopft da so frühe?« – »Ich bins, Nachbar«, sprach der Andre; »was thut ihr?« – Der in der Stube antwortete: »Hier liege ich und schlafe; was beliebt euch, Nachbar?« – Der vor dem Fenster sprach: »Wenn ihr nicht schliefet, so wollte ich euch um euern Wagen gebeten haben; aber ich will über eine gute Weile, wenn ihr erwacht seid, wieder kommen.« – »Das thut«, sprach der in den Strohfedern. Vermeinten also diese beiden, wenn Einer im Bett liege, so schlafe er auch.

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