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Die Rote Lilie

Anatole France: Die Rote Lilie - Kapitel 19
Quellenangabe
pfad/france/rotlilie/rotlilie.xml
typefiction
authorAnatole France
titleDie Rote Lilie
publisherVerlag Philipp Reclam jun. Leipzig
printrun4. Auflage
year1974
translatorFranziska Gräfin zu Reventlow
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20090917
projectid3581907b
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19

Es war am nächsten Tage.

Choulette hatte seinen Knotenstock sorgfältig neben seine Pfeife und den alten gestickten Reisesack auf den Tisch des Salons gelegt. Dann begrüßte er Madame Martin, die am Fenster saß und las. Er wollte nach Assisi. Mit einem Gewand aus Ziegenfell angetan, sah er aus wie ein Schäfer aus einem alten Weihnachtsbild.

»Leben Sie wohl, Madame, ich will Fiesole verlassen. Ich verlasse Sie, Dechartre, den viel zu schönen Fürsten Albertinelli und Miß Bell, die niedliche kleine Menschenfresserin, und gehe in die Berge von Assisi. Der Dichter hat gesagt, man soll es nicht mehr Assisi nennen, sondern Morgen, weil von dorther die Sonne der Liebe aufgegangen ist. Ich will vor der heiligen Krypta niederknien, wo Sankt Franziskus ruht. Nackt liegt er dort in einem steinernen Schrein, und ein Stein dient ihm als Kopfkissen. Denn er wollte aus dieser Welt, der er die große Offenbarung der Güte und der Freude gebracht hat, nicht einmal ein Linnentuch mitnehmen.«

»Adieu, Monsieur Choulette. Bringen Sie mir eine geweihte Münze von der heiligen Klara mit. Ich liebe sie sehr.«

»Da haben Sie recht, Madame. Die heilige Klara war eine kluge und energische Dame. Als der heilige Franziskus krank und beinahe erblindet auf ein paar Tage nach San Damiano kam, um seine Freundin zu besuchen, baute sie ihm mit ihren eigenen Händen eine Hütte in ihrem Garten. Er war heiter. Seine quälende Schwäche und das Brennen in den Augenlidern scheuchten den Schlaf von seinen Augen, riesige Ratten kamen des Nachts und wollten ihn anfallen. Und da dichtete er den jubelnden Lobgesang auf die brüderliche strahlende Sonne und das schwesterliche Wasser – das Reine, das Keusche, das Heilspendende. Selbst in den schönsten von meinen Gedichten, im ›Verschlossenen Garten‹, ist nicht so viel ungesuchter Reiz und natürliche Schönheit zu finden. Und das versteht sich von selbst, denn die Seele des heiligen Franziskus war weit schöner als die meine. Obgleich alle meine Zeitgenossen, die ich kenne, hinter mir zurückstehen, bin ich doch nichts wert.

Als Franziskus seinen Sonnengesang gedichtet hatte, war er sehr zufrieden und dachte bei sich: ›Ich will mit meinen Brüdern durch die Städte ziehen, mit einer Leier in der Hand wollen wir uns an den Markttagen mitten auf dem Markt aufstellen. Dann werden die guten Leute kommen und uns umringen, und wir werden zu ihnen sagen: ›Wir sind des lieben Gottes Spielleute, und wir wollen euch ein Lied singen. Wenn es euch gefällt, müßt ihr uns eine Belohnung geben.‹ Sie werden einwilligen. Und wenn wir gesungen haben, werden wir sie an ihr Versprechen erinnern und ihnen sagen: ›Ihr schuldet uns eine Belohnung. Und wir erbitten uns als Belohnung von euch, daß ihr euch untereinander liebet.» Um ihr Wort zu halten und um den armen Spielleuten Gottes kein Unrecht zuzufügen, werden sie sich wahrscheinlich hüten, ihren Mitmenschen etwas zuleide zu tun.‹«

Madame Martin erklärte Sankt Franziskus für den liebenswertesten von allen Heiligen.

»Sein Werk«, fuhr Choulette fort, »wurde noch zu seinen Lebzeiten wieder zerstört. Trotzdem starb er zufrieden, denn er war demütig und frohen Herzens. Er war wirklich der milde Sänger Gottes. Und es ist ganz in der Ordnung, daß ein andrer armer Dichter seine Aufgabe fortführt und der Menschheit die wahre Freude und die wahre Religion verkündigt. Und dieser Dichter will ich sein, Madame, wenn anders es mir gelingt, den Stolz und die Vernunft in mir zu ertöten. Denn nur durch jene unbegreiflich hohe Weisheit, die von Gott kommt und vor den Menschen wie Torheit aussieht, vermag man die innere, sittliche Schönheit zu erlangen.«

»Ich möchte Sie nicht entmutigen, Monsieur Choulette, aber mich beunruhigt der Gedanke, was denn in Ihrer neuen Gesellschaft aus den armen Frauen werden soll. Sie werden sie wohl sämtlich ins Kloster stecken.«

»Ja, ich muß gestehen«, erwiderte Choulette, »daß die Frauen ein großes Hindernis für mein Reformationswerk sind. Die heftige Liebe, die man für sie empfindet, ist schädlich und böse. Sie gewähren uns keine wahre Freude und keinen friedlichen Genuß. Ich habe um ihretwillen zwei- oder dreimal ein abscheuliches Verbrechen begangen, von dem niemand etwas weiß. Und ich zweifle sehr, Madame, ob ich Sie in meinem zukünftigen Kloster Santa Maria degli Angeli zum Souper einladen werde.«

Dann nahm er seine Pfeife, seinen Reisesack und den Stock mit dem geschnitzten Menschengesicht.

»Was Liebe sündigt, wird vergeben werden. Oder vielmehr, wenn man wirklich liebt, tut man nichts Böses. Aber in der sinnlichen Liebe ist ebensoviel Haß, Selbstsucht und Zorn enthalten wie wirkliche Liebe. Der Anblick Ihrer Schönheit, der mich einen Abend lang hier auf diesem Kanapee entzückt hat, brachte eine Flut von wilden Gedanken über mich. Ich kam gerade aus dem Albergo, wo ich zugehört hatte, wie Miß Bells Koch zwölfhundert wunderbare Verse über den Frühling improvisierte. Eine himmlische Freude erfüllte mein Herz, aber durch Ihre Gegenwart wurde sie wieder zerstört. Es muß eine tiefe Wahrheit in dem Fluch liegen, der über Eva ausgesprochen wurde. Denn in Ihrer Nähe wurde ich traurig und schlecht. Milde Worte kamen von meinen Lippen, aber es waren lauter Lügen. Im Grunde meines Herzens war ich Ihr Gegner und Ihr Feind, ich haßte Sie. Und wenn ich Sie lächeln sah, hatte ich Lust, Sie zu töten.«

»Wirklich?«

»O Madame, das ist ein sehr natürliches Gefühl, das schon mancher Mann in Ihrer Nähe empfunden haben wird. Aber gewöhnliche Menschen empfinden es, ohne sich dessen bewußt zu sein, während meine lebhafte Phantasie mir mein eigenes Ich unaufhörlich widerspiegelt. Ich weiß sehr wohl, wie es in meiner Seele aussieht, manchmal strahlt sie in erhabener Größe, und dann wieder ist sie ein Abgrund von Abscheulichkeit. Wenn Sie an jenem Abend in mein Herz geblickt hätten, so würden Sie vor Entsetzen aufgeschrien haben.«

Thérèse lächelte: »Leben Sie wohl, Monsieur Choulette, und vergessen Sie die Münze der heiligen Klara nicht.«

Er stellte seinen Reisesack auf die Erde und erhob den Arm mit aufgerecktem Zeigefinger wie jemand, der hinweisen und belehren will. »Von mir haben Sie nichts zu fürchten, aber der Mann, dem Sie Ihre Liebe schenken werden und der Sie wiederliebt, wird Ihnen Böses zufügen. Leben Sie wohl, Madame.«

Dann nahm er sein Gepäck und ging. Sie sah seine hochgewachsene Bauerngestalt hinter den Goldregensträuchern des Gartens verschwinden.

Am Nachmittag fuhr sie nach San Marco, wo Dechartre sie erwartete. Sie sehnte sich nach ihm, und doch fürchtete sie sich davor, ihn so bald wiederzusehen. Aber ihre Angst wurde durch ein tiefes, süßes Gefühl gemildert, wie sie es nie zuvor empfunden hatte. Es war nicht jener jähe Schrecken über den unwiderruflichen Schritt, der sie damals befallen hatte, als sie sich zum erstenmal einem Manne aus Liebe hingegeben. Was jetzt auf sie einwirkte, war ruhiger, unklarer und doch mächtiger. Holde Träume milderten die brennende Erinnerung an seine Liebkosungen. Sie war in einen Abgrund von Unruhe und Besorgnis gestürzt, aber sie fühlte weder Scham noch Reue. Es war nicht ihr Wille, der sie dazu getrieben hatte, sondern eine innere, bessere Gewalt. Sie war nicht berechnend gewesen, sie rechnete auf nichts, wollte nichts für sich. Das sprach sie frei von aller Schuld. Zweifellos war es unrecht von ihr gewesen, ihm anzugehören, obgleich sie nicht frei war; aber sie hatte ja auch ihrerseits nichts verlangt. Vielleicht war sie für Dechartre nur das Traumbild eines heißen und wahren Begehrens. Sie kannte ihn so wenig. Sie hatte noch nicht die Probe gemacht auf seine schönen, feurig schweifenden Phantasien, die im Guten wie im Bösen weit über das Durchschnittsmaß hinausgingen. Wenn er sich jetzt plötzlich wieder von ihr losrisse und aus ihrem Gesichtskreis verschwände, so würde sie ihm keine Vorwürfe machen, ihm nicht einmal zürnen – so glaubte sie wenigstens. Sie wollte die Erinnerung festhalten an das höchste und seltenste Gut, das das Leben zu bieten vermag. Vielleicht war er einer echten, dauernden Neigung gar nicht fähig. Vielleicht hatte er sich eingebildet, sie zu lieben, oder hatte sie nur während jener einen Stunde geliebt. Sie wagte nicht noch mehr zu wünschen; denn ihr Stolz und ihre Offenheit empörten sich gegen die schiefe Situation, in der sie verstrickt war und die ihr klares Denken verwirrte.

Während ihr Wagen auf San Marco zurollte, versuchte sie sich einzureden, daß er kein Wort davon sagen würde, was sie ihm gestern gewesen war, und daß die Erinnerung an jenes Zimmer, wo sie sich geliebt hatten und vor dessen Fenster die schwarzen Pinienwipfel ins Blaue emporragten, für sie beide nur noch der Schatten eines verflogenen Traumes sein würde.

Er stand vor dem Wagentritt und streckte ihr die Hand entgegen. Und noch ehe er ein Wort gesagt hatte, las sie in seinem Blick, daß er sie liebte, sie noch begehrte, und gleichzeitig fühlte sie, daß sie ihn gerade so wollte.

»Sie sind gekommen – du bist da! Ich bin schon seit Mittag hier. Ich habe auf Sie gewartet – ich wußte ja, daß Sie noch nicht kommen würden, aber ich konnte es nirgends aushalten als an dem Ort, wo ich Sie wiedersehen sollte. Nun sind Sie da! Sagen Sie mir ein Wort, damit ich Sie anschauen und Ihre Stimme hören kann.«

»Sie lieben mich also immer noch?«

»Jetzt erst liebe ich dich. Vorher habe ich es mir nur eingebildet. Sie waren mir damals nur ein Traumbild, in das ich alle meine Wünsche hineinlegte. Aber jetzt bist du der Körper, in dem meine Seele wohnt. Ist es denn wirklich wahr, daß Sie mein sind? Was habe ich denn getan, daß mir das höchste, das einzig wahre Gut des Lebens zuteil geworden ist? Und all diese Menschen, von denen die Erde wimmelt, sie bilden sich ein, daß sie leben. Ich bin der einzige, der wirklich lebt! Sag mir, was habe ich getan, daß du mein geworden bist?«

»Oh, daß es so gekommen ist, das hat nur an mir gelegen. Das sage ich Ihnen ganz offen. Es ist meine Schuld allein. Sehen Sie, die Frauen gestehen es nicht immer ein, aber es ist immer ihre Schuld. Aber was auch kommen mag, ich werde Ihnen niemals Vorwürfe machen.«

Eine behende, lärmende Schar Bettler, Führer und Händler löste sich vom Portal und umgab sie mit einer Zudringlichkeit, in die sich doch die den leichtblütigen Italienern immer eigene Grazie mischte. Ihre Schlauheit ließ sie ein Liebespaar wittern, und sie wußten, daß Liebende immer freigebig sind. Dechartre warf ihnen ein paar Münzen hin, und sie wandten sich wieder ihrem glücklichen Müßiggang zu.

Ein städtischer Führer empfing die Besucher. Madame Martin war enttäuscht, daß es kein Mönch war. Die weißen Kutten der Dominikaner in Santa Maria Novella hatten sich so schön unter den Arkaden des Kreuzganges ausgenommen.

Dann gingen sie durch die Zellen, wo Fra Angelico, unterstützt von seinem Bruder Benedetto, für die Klosterbrüder seine reinen, unschuldigen Bilder auf die nackte Kalkwand gemalt hat.

»Erinnern Sie sich noch an jenen Winterabend, als wir uns vor dem Musée Guimet trafen – auf einem schmalen Brett, das über eine Grube in der Straße gelegt war? Und dann begleitete ich Sie bis zu der kleinen Straße, die zwischen Gärten zum Quai Debilly führt. Ehe wir uns trennten, blieben wir noch einen Augenblick an der Quaimauer mit der dürftigen Buchsbaumhecke stehen. Sie blickten auf die winterdürren Sträucher. Und als Sie fortgegangen waren, habe ich sie noch lange angeschaut.«

Sie standen jetzt in der Zelle, die Savonarola bewohnt hatte, als er Prior des Klosters San Marco war. Der Führer zeigte ihnen das Bild und die Reliquien des Märtyrers.

»Aber was haben Sie denn damals an mir gefunden? Es war dunkel.«

»Ich sah Sie gehen, und in der Bewegung beginnen die Formen zu sprechen. Jeder Ihrer Schritte sprach zu mir von den Geheimnissen Ihrer so klaren und bezaubernden Schönheit. Oh, meine Phantasie ist Ihnen gegenüber niemals diskret gewesen. Ich hatte nur nicht den Mut, Ihnen etwas zu sagen. Wenn ich Sie sah, fürchtete ich mich vor Ihnen, als vor der, die alles über mich vermochte. Voller Zagen betete ich Sie an, wenn ich in Ihrer Nähe war, und fern von Ihnen kamen ungezügelte Wünsche über mich.«

»Das habe ich nicht geahnt. Aber wissen Sie noch, wie wir uns zum erstenmal gesehen haben, damals, als Paul Vence Sie bei mir einführte? Sie saßen neben dem Wandschirm und betrachteten die Miniaturbilder, die dort hängen. Und dann sagten Sie: ›Dieses Damenbild von Siccardi gleicht der Mutter von André Chénier.‹ Darauf antwortete ich: ›Es ist die Großmutter meines Mannes. Wie sah denn Cheniers Mutter aus?‹ Und sie sagten: ›Es gibt ein Bild von ihr, sie sieht aus wie eine heruntergekommene Orientalin.‹«

Er bestritt, sich so ungehörig ausgedrückt zu haben.

»Doch, doch! Ich erinnere mich besser als Sie.«

Sie gingen weiter durch das stille, helle Kloster und besuchten auch die Zelle, die der selige Angelico mit dem lieblichsten Bilde geschmückt hat. Und dort, vor der Jungfrau, die in einem blassen Himmel von Gott dem Vater die ewige Krone empfängt, schloß er Thèrése in die Arme und drückte ihr einen Kuß auf den Mund, beinahe vor den Augen der beiden Engländerinnen, die mit dem Baedeker in der Hand durch den Gang kamen.

Dann sagte sie: »Wir dürfen die Zelle des heiligen Antonius nicht vergessen.«

»Thérèse, mitten in meinem Glück leide ich unter allem, was ein Teil von Ihnen ist und was mir nicht gehört. Ich leide darunter, daß Sie nicht ausschließlich durch mich und für mich leben. Ich möchte, daß Sie mir ganz allein gehören und daß auch Ihr vergangenes Leben mein gewesen wäre.«

Sie zuckte leicht mit den Achseln: »Ach, das Vergangene.«

»Die Vergangenheit ist das einzig Wirkliche im Leben. Alles was ist, ist Vergangenheit.«

Sie blickte ihn an, und ihre Augen glichen einem zauberisch bewegten Himmel, in dem Regen und Sonnenschein miteinander wechseln. »Nun, jetzt darf ich es Ihnen ja sagen: Außer mit Ihnen habe ich noch nie das Gefühl gehabt, als ob ich wirklich lebte.« –

Als sie nach Fiesole zurückkam, fand sie einen kurzen drohenden Brief von Le Ménil vor. Er konnte weder ihre lange Abwesenheit noch ihr Stillschweigen begreifen. Wenn sie ihm nicht gleich schreiben würde, daß sie zurückkäme, wollte er ihr nachreisen.

Sie war nicht überrascht, aber der Gedanke drückte sie nieder, daß nun wirklich alles kam, was kommen mußte, und daß ihr nichts von alledem, was sie gefürchtet hatte, erspart bleiben würde. Noch konnte sie ihn ja beruhigen; sie brauchte ihm nur zu sagen, daß sie ihn liebte, daß sie bald nach Paris zurückkehren würde und daß er auf diese unsinnige Idee verzichten müsse, sie in Florenz zu treffen. Florenz war das reine Dorf, wo sie nicht vermeiden konnten, miteinander gesehen zu werden. Aber dazu mußte sie ihm schreiben: »Ich liebe dich.« Sie mußte ihn mit zärtlichen Worten einschläfern. Und dazu hatte sie nicht den Mut. So ließ sie in ihrem Brief die Wahrheit durchblicken. In verblümten Worten beschuldigte sie sich selbst. Sie sprach dunkel davon, wie der Strom des Lebens die Seele mit sich fortrisse und wie wenig der einzelne im bewegten Meer der Dinge bedeutete. Dann bat sie ihn mit liebevoller Traurigkeit, ihr in einem Winkel seines Herzens ein gutes Andenken zu bewahren.

Sie brachte den Brief selbst auf die Post, die am Markt von Fiesole lag. Kinder spielten dort in der Abenddämmerung Himmel und Hölle. Sie blickte von dem Hügel hinab auf das sanftgeschwungene Talbecken, in dem das schöne Florenz wie ein kostbares Kleinod geborgen liegt. Und der Abendfriede ließ sie leise erschauern. Sie warf den Brief in den Kasten, und in diesem Augenblick stand es ihr plötzlich deutlich vor Augen, was sie getan hatte und was daraus folgen würde.

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