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Die Reden Gotamo Buddhos - Erster Band

Karl Eugen Neumann: Die Reden Gotamo Buddhos - Erster Band - Kapitel 35
Quellenangabe
typetractate
authorKarl Eugen Neumann
titleDie Reden Gotamo Buddhos - Erster Band
publisherR. Piper & Co.
printrunDritte Auflage
year1922
correctorAlfred Wey
senderwww.gaga.net
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Vierter Theil

Erstes Buch der Paare

 

31

Vierter Theil
Erste Rede

Im Gosiṉgam-Walde

I

Das hab' ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Nādikā, in der Steinernen Einsiedelei. Um diese Zeit aber weilte der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo und der ehrwürdige Kimbilo im Forste des Gosiṉgam-Waldes. Als nun der Erhabene gegen Abend die Gedenkensruhe beendet hatte, begab er sich zum Forste des Gosiṉgam- Waldes. Da sah ein Waldhüter den Erhabenen von ferne herankommen, und als er den Erhabenen gesehn sprach er also zu ihm:

»Gehe nicht in diesen Forst; o Asket: drei edle Jünglinge weilen hier, die selbstzufrieden scheinen, störe sie nicht!«

Der ehrwürdige Anuruddho hörte aber des Waldhüters Gespräch mit dem Erhabenen, und als er es gehört sprach er also zum Waldhüter:

»Wehre nicht, Bruder Waldhüter, dem Erhabenen: unser Meister, der Erhabene ist gekommen.«

Und der ehrwürdige Anuruddho begab sich nun zum ehrwürdigen Nandiyo und zum ehrwürdigen Kimbilo und sprach hierauf also zu ihnen:

»Kommt herbei, ihr Brüder, kommt herbei, ihr Brüder: unser Meister, der Erhabene ist da.«

Und der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo und der ehrwürdige Kimbilo gingen nun dem Erhabenen entgegen. Einer nahm dem Erhabenen Mantel und Almosenschaale ab, einer bereitete einen Sitz zurecht, einer brachte Wasser zur Fußwaschung herbei. Es setzte sich der Erhabene auf den dargebotenen Sitz, und als er saß spülte er sich die Füße ab. Jene Ehrwürdigen aber setzten sich, nach des Erhabenen Begrüßung, zur Seite nieder. Und der Erhabene wandte sich nun an den ehrwürdigen Anuruddho, der zur Seite saß, und sprach also:

»Geht es euch, Anuruddher, leidlich, kommt ihr wohl aus, ohne Mangel an Nahrung?«

»Leidlich, Erhabener, geht es uns, wohl, Erhabener, kommen wir aus, wir ermangeln, o Herr, nicht der Nahrung.«

»Vertragt ihr euch aber, Anuruddher, einig, ohne Zwist, mild geworden, und seht euch sanften Auges an?« »Freilich, o Herr, vertragen wir uns, einig, ohne Zwist, mild geworden, und sehn uns sanften Auges an.«

»Inwiefern aber, Anuruddher, vertragt ihr euch, einig, ohne Zwist, mild geworden, und seht euch sanften Auges an?«

»Da gedenk' ich, o Herr, also: ›Erreicht habe ich's, wohl getroffen, fürwahr, der ich mit solchen wahren Asketen vereint lebe.‹ Und ich Glücklicher, o Herr, diene diesen Ehrwürdigen mit liebevoller That, so offen als verborgen, mit liebevollem Wort, so offen als verborgen, mit liebevoller Gesinnung, so offen als verborgen. Und also verweilend, o Herr, denke ich: ›Wenn ich nun meinen eigenen Willen aufgäbe und mich nur dem Willen dieser Ehrwürdigen unterwürfe?‹ Und ich habe, o Herr, meinen eigenen Willen aufgegeben und mich dem Willen dieser Ehrwürdigen unterworfen. Verschieden, o Herr, sind zwar unsere Körper, aber ich glaube wir haben nur einen Willen.«

Und der ehrwürdige Nandiyo, und der ehrwürdige Kimbilo sprach zum Erhabenen:

»Auch ich, o Herr, gedenke also: ›Erreicht habe ich's, wohl getroffen, fürwahr, der ich mit solchen wahren Asketen vereint lebe.‹ Und ich Glücklicher, o Herr, diene diesen Ehrwürdigen mit liebevoller That, so offen als verborgen, mit liebevollem Wort, so offen als verborgen, mit liebevoller Gesinnung, so offen als verborgen. Und also verweilend, o Herr, denke ich: ›Wenn ich nun meinen eigenen Willen aufgäbe und mich nur dem Willen dieser Ehrwürdigen unterwürfe?‹ Und ich habe, o Herr, meinen eigenen Willen aufgegeben und mich dem Willen dieser Ehrwürdigen unterworfen. Verschieden, o Herr, sind zwar unsere Körper, aber ich glaube wir haben nur einen Willen.

»Also, o Herr, verweilen wir verträglich, einig, ohne Zwist, mild geworden, und sehn uns sanften Auges an.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Und verweilt ihr auch ernsten Sinnes, Anuruddher, eifrig, unermüdlich?«

»Freilich, o Herr, verweilen wir ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich.«

»Inwiefern aber, Anuruddher, verweilt ihr ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich?«

»Wer da zuerst von uns, o Herr, vom Almosengang aus dem Dorfe zurückkehrt, der bereitet die Plätze und setzt Trinkwasser, Waschwasser und den Spülnapf vor. Wer zuletzt vom Almosengang aus dem Dorfe zurückkehrt, und es ist noch Speise übrig, und er verlangt danach, so nimmt er davon; wo nicht, so wirft er sie fort, auf grasfreien Grund oder in fließendes Wasser. Dann ordnet er die Sitze, räumt Trinkwasser, Waschwasser und Spülnapf weg und fegt den Speiseplatz rein. Wer bemerkt, dass man den Trinknapf oder den Waschkrug oder den Mistkübel nicht mehr braucht, rittam, √ric, in urspr. Bed.: Wer bemerkt, dass man nicht mehr braucht. Cf. rittāsanam eine verlassene Stätte, rittapesuṇo einer der das Ausrichten aufgegeben hat, muni ritto caranto der entrückt wandernde Einsiedler, Suttanip. v. 963, 941, 823, Theragāthā vv. 502 ff.; rittassādo müßiges Behagen, AN vol. I. p. 280. – Zur »inneren Meeresstille«, p. 488. Zeile 2 v. 0., passim, vergl. Theragāthā v. 372, Suttanipāto vv. 920, 723 und 720:

Das lernet von der Flüsse Fluth,
Vom Bergesbach, vom Stufensturz:
Geschwätzig wellt ihr Wasserschwall –
Verschwiegen wellt der Ozean.
der stellt ihn gesäubert auf. Wenn er es allein nicht kann, so winkt er einen zweiten herbei, und wir kommen und helfen, ohne dass wir, o Herr, aus solchem Grunde das Schweigen brächen. Und jeden fünften Tag, o Herr, sitzen wir die ganze Nacht hindurch in Gesprächen über die Lehre beisammen. Also, o Herr, verweilen wir ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, die ihr also ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich verweilet, ein überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da verweilen wir nach Belieben, o Herr, gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen, in sinnend gedenkender ruhegeborener säliger Heiterkeit, in der Weihe der ersten Schauung. Dies, o Herr, ist von uns, den ernsten Sinnes, eifrig, unermüdlich Verweilenden, errungen worden, ein überirdisches, reiches Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da erwirken wir nach Belieben, o Herr, nach Vollendung des Sinnens und Gedenkens die innere Meeresstille, die Einheit des Gemüthes, die von sinnen, von gedenken freie, in der Einigung geborene sälige Heiterkeit, die Weihe der zweiten Schauung. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da verweilen wir nach Belieben, o Herr, in heiterer Ruhe gleichmüthig, einsichtig, klar bewusst, ein Glück empfinden wir im Körper, von dem die Heiligen sagen: ›Der gleichmüthig Einsichtige lebt beglückt‹; so erwirken wir die Weihe der dritten Schauung. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da erreichen wir nach Belieben, o Herr, nach Verwerfung der Freuden und Leiden, nach Vernichtung des einstigen Frohsinns und Trübsinns die Weihe der leidlosen, freudlosen, gleichmüthig einsichtigen vollkommenen Reine, die vierte Schauung. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da gewinnen wir nach Belieben, o Herr, nach völliger Überwindung der Formwahrnehmungen, Vernichtung der Gegenwahrnehmungen, Verwerfung der Vielheitwahrnehmungen in dem Gedanken ›Gränzenlos ist der Raum‹ das Reich des unbegränzten Raumes. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da gewinnen wir nach Belieben, o Herr, nach völliger Überwindung der unbegränzten Raumsphäre in dem Gedanken ›Gränzenlos ist das Bewusstsein‹ das Reich des unbegränzten Bewusstseins. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da gewinnen wir nach Belieben, o Herr, nach völliger Überwindung der unbegränzten Bewusstseinsphäre in dem Gedanken ›Nichts ist da‹ das Reich des Nichtdaseins. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da erreichen wir nach Belieben, o Herr, nach völliger Überwindung der Nichtdaseinsphäre die Gränzscheide möglicher Wahrnehmung. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum, sälige Ruhe.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Habt ihr aber, Anuruddher, nach Ersteigung und Überwindung dieser Warte noch ein anderes überirdisches, reiches Heilthum der Wissensklarheit errungen, sälige Ruhe?«

»Wie denn nicht, o Herr! Da erreichen wir nach Belieben, o Herr, nach völliger Überwindung der Gränzscheide möglicher Wahrnehmung die Auflösung der Wahrnehmbarkeit, und der weise Sehenden Wahn ist aufgehoben. Nach Ersteigung und Überwindung jener Warte, o Herr, erscheint dieses andere überirdische, reiche Heilthum der Wissensklarheit, sälige Ruhe. Und eine andere sälige Ruhe, höher oder herrlicher als diese, o Herr, kennen wir nicht.«

»Recht so, recht so, Anuruddher. Eine andere sälige Ruhe, höher oder herrlicher als diese, Anuruddher, giebt es nicht.«

Als nun der Erhabene den ehrwürdigen Anuruddho, den ehrwürdigen Nandiyo und den ehrwürdigen Kimbilo in lehrreichem Gespräche ermuntert, ermuthigt, erregt und erheitert hatte, stand er von seinem Sitze auf und ging fort. Der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo und der ehrwürdige Kimbilo gaben nun dem Erhabenen das Geleite und kehrten dann wieder zurück. Da wandte sich der ehrwürdige Nandiyo und der ehrwürdige Kimbilo an den ehrwürdigen Anuruddho:

»Wie ist es doch? Haben wir dem ehrwürdigen Anuruddho gesagt: ›Dieser und jener Heilstufen erfreuen wir uns‹, da uns der ehrwürdige Anuruddho vor dem Erhabenen als bis zur Wahnversiegung gelangt dargestellt hat?«

»Nein, wahrlich, die Ehrwürdigen haben mir nicht gesagt: ›Dieser und jener Heilstufen erfreuen wir uns‹, aber ich habe es im Herzen der Ehrwürdigen gelesen und gesehn: ›Dieser und jener Heilstufen erfreuen sich diese Ehrwürdigen.‹ Und auch Gottheiten haben es mir gesagt: ›Dieser und jener Heilstufen erfreuen sich diese Ehrwürdigen.‹ Den Fragen des Erhabenen gemäß hab' ich geantwortet.«

 

Da nun begab sich Dīgho, ein Fremder, ein Geist, dorthin wo der Erhabene weilte, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig und stellte sich seitwärts hin. Seitwärts stehend sprach nun Dīgho, der Fremde, der Geist, zum Erhabenen also:

»Gesegnet sind die Vajjīner, o Herr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimme Dīghos, des Fremden, des Geistes, vernehmend hallten die Stimmen der Erdgötter wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Erdgötter vernehmend hallten die Stimmen der Götter der Vier großen Könige wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Götter der Vier großen Könige vernehmend hallten die Stimmen der Dreiunddreißig Götter wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Dreiunddreißig Götter vernehmend hallten die Stimmen der Schattengötter wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Schattengötter vernehmend hallten die Stimmen der Säligen Götter wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Säligen Götter vernehmend hallten die Stimmen der Götter der unbeschränkten Freude wieder :

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Götter der unbeschränkten Freude vernehmend hallten die Stimmen der Jenseit der unbeschränkten Freude weilenden Götter wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

Die Stimmen der Jenseit der unbeschränkten Freude weilenden Götter vernehmend hallten die Stimmen der Götter der Brahmawelt wieder:

»Gesegnet sind die Vajjīner, fürwahr, hochgesegnet das Vajjī-Volk, wo der Vollendete weilt, der Heilige, vollkommen Erwachte, und diese drei edlen Söhne, der ehrwürdige Anuruddho, der ehrwürdige Nandiyo, der ehrwürdige Kimbilo!«

So waren da jene Ehrwürdigen in einem Augenblick, in einem Nu bis in die Brahmawelt wahrgenommen worden.

 

»So ist es, Dīgho, so ist es, Dīgho. Wenn die Familie, Dīgho, aus der jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihr lange zum Wohle, zum Heile. Wenn der Familienkreis, Dīgho, aus dem jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihm lange zum Wohle, zum Heile. Wenn das Dorf, Dīgho, aus dem jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihm lange zum Wohle, zum Heile. Wenn die Stadt, Dīgho, aus der jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihr lange zum Wohle, zum Heile. Wenn die Hauptstadt, Dīgho, aus der jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihr lange zum Wohle, zum Heile. Wenn das Land, Dīgho, aus dem jene edlen drei Söhne vom Hause fort in die Hauslosigkeit hinausgezogen sind, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es auch ihm lange zum Wohle, zum Heile. Wenn auch alle Adeligen, Dīgho, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächten, so gereicht' es jedem von ihnen lange zum Wohle, zum Heile. Wenn auch alle Geistlichen, Dīgho, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächten, so gereicht' es jedem von ihnen lange zum Wohle, zum Heile. Wenn auch alle Bürgerlichen, Dīgho, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächten, so gereicht' es jedem von ihnen lange zum Wohle, zum Heile. Wenn auch alle Dienenden, Dīgho, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächten, so gereicht' es jedem von ihnen lange zum Wohle, zum Heile. Wenn selbst die Welt, Dīgho, mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schaar von Büßern und Priestern, Göttern und Menschen, jener edlen drei Söhne in Liebe gedächte, so gereicht' es selbst der Welt mit ihren Göttern, ihren bösen und heiligen Geistern, mit ihrer Schaar von Büßern und Priestern, Göttern und Menschen, lange zum Wohle, zum Heile.

»Siehe, Dīgho, wie weit jene edlen drei Söhne vielen zum Wohle, vielen zum Heile wirken, aus Erbarmen zur Welt: zum Nutzen, Wohle und Heile für Götter und Menschen.«

Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich Dīgho, der Fremde, der Geist, über das Wort des Erhabenen.

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