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Die Reden Gotamo Buddhos - Erster Band

Karl Eugen Neumann: Die Reden Gotamo Buddhos - Erster Band - Kapitel 28
Quellenangabe
typetractate
authorKarl Eugen Neumann
titleDie Reden Gotamo Buddhos - Erster Band
publisherR. Piper & Co.
printrunDritte Auflage
year1922
correctorAlfred Wey
senderwww.gaga.net
created20140625
projectid34cdc679
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24

Dritter Theil
Vierte Rede

Die Eilpost

Das hab' ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Rājagaham, im Bambusparke, am Hügel der Eichhörnchen. Da nun begaben sich viele Mönche aus ihrer Heimath, wo sie die Regenzeit zugebracht hatten, zum Erhabenen, begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich zur Seite nieder. An diese Mönche, die da zur Seite saßen, wandte sich nun der Erhabene und sprach:

»Wer von den Mönchen, den Ordensgetreuen, ihr Mönche, hat sich daheim wohl also erwiesen: selbst wenig bedürfend die Bedürfnisslosigkeit mit den Mönchen besprechend, selbstzufrieden die Zufriedenheit mit den Mönchen besprechend, selbst zurückgezogen die Zurückgezogenheit mit den Mönchen besprechend, selbst weltflüchtig die Weltflucht mit den Mönchen besprechend, selbst ausdauernd standhaft die standhafte Ausdauer mit den Mönchen besprechend, selbst ordenstüchtig die Ordenstugend mit den Mönchen besprechend, selbst vertieft das Heil der Vertiefung mit den Mönchen besprechend, selbst weise das Heil der Weisheit mit den Mönchen besprechend, selbst erlöst das Heil der Erlösung mit den Mönchen besprechend, selbst die Erlösung klar kennend das Heil klarer Kenntniss der Erlösung mit den Mönchen besprechend: ein Belehrer, Aufklärer, Verkünder, ein Ermunterer, Ermuthiger, Erheiterer der Ordensgetreuen?«

»Ein Ehrwürdiger Namens Puṇṇo, o Herr, der Sohn der Mantāṇī, hat sich daheim unter den Mönchen, den Ordensgetreuen, also erwiesen: selbst wenig bedürfend die Bedürfnisslosigkeit mit den Mönchen besprechend, selbst zufrieden die Zufriedenheit mit den Mönchen besprechend, selbst zurückgezogen die Zurückgezogenheit mit den Mönchen besprechend, selbst weltflüchtig die Weltflucht mit den Mönchen besprechend, selbst ausdauernd standhaft die standhafte Ausdauer mit den Mönchen besprechend, selbst ordenstüchtig die Ordenstugend mit den Mönchen besprechend, selbst vertieft das Heil der Vertiefung mit den Mönchen besprechend, selbst weise das Heil der Weisheit mit den Mönchen besprechend, selbst erlöst das Heil der Erlösung mit den Mönchen besprechend, selbst die Erlösung klar kennend das Heil klarer Kenntniss der Erlösung mit den Mönchen besprechend: ein Belehrer, Aufklärer, Verkünder, ein Ermunterer, Ermuthiger, Erheiterer der Ordensgetreuen.«

Zu jener Zeit nun hatte der ehrwürdige Sāriputto nicht fern vom Erhabenen Platz genommen. Da kam nun dem ehrwürdigen Sāriputto der Gedanke: ›Gesegnet ist der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto, dessen vielseitiges Verdienst verständige Ordensbrüder vor dem Meister preisen, und der Meister freut sich darüber. O dass wir doch gelegentlich einmal mit dem ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto zusammenträfen, dass wir uns über irgend etwas besprächen!‹

Nachdem nun der Erhabene in Rājagaham nach Belieben geweilt hatte, begab er sich auf die Wanderung nach Sāvatthī, von Ort zu Ort wandernd näherte er sich der Stadt.

In Sāvatthī weilte nun der Erhabene, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos. Da kam es dem ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto zu Ohren: ›Der Erhabene ist in Sāvatthī angekommen, weilt in Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapiṇḍikos!‹ Und der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto räumte sein Lager zurecht, nahm Mantel und Almosenschaale und begab sich auf die Wanderung nach Sāvatthī. Von Ort zu Ort wandernd gelangte er zu der Stadt, zum Siegerwalde, zum Garten Anāthapiṇḍikos, wo der Erhabene weilte. Als er zum Erhabenen gelangt war, begrüßte er den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Diesen Ehrwürdigen, der da zur Seite saß, stärkte nun der Erhabene, ermunterte, ermuthigte, erheiterte ihn in lehrreichem Gespräche. Und nachdem der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto vom Erhabenen in lehrreichem Gespräche gestärkt, ermuntert, ermuthigt, erheitert worden war, erhob er sich, erfreut und befriedigt durch des Erhabenen Rede, von seinem Sitze, begrüßte den Erhabenen ehrerbietig, ging rechts herum und begab sich zum Dunkeln Walde, für den Rest des Tages.

Aber es ging ein Mönch zum ehrwürdigen Sāriputto und meldete ihm: »Jener Mönch, o Bruder Sāriputto, der Puṇṇo heißt, der Sohn der Mantāṇī, den du oft gerühmt hast, der hat sich, vom Erhabenen in lehrreichem Gespräche gestärkt, ermuntert, ermuthigt, erheitert, durch des Erhabenen Rede erfreut und befriedigt, von seinem Sitze erhoben, den Erhabenen ehrerbietig begrüßt und ist gegen den Dunkeln Wald zu gegangen, wo er bis Abend verweilen dürfte.«

Da nahm der ehrwürdige Sāriputto unverzüglich seine Strohmatte und folgte dem ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto Schritt vor Schritt, den Kopf nicht aus den Augen verlierend. Und der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto wandte sich ins Innere des Dunkeln Waldes und setzte sich am Fuß eines Baumes nieder, für den Tag. Und auch der ehrwürdige Sāriputto wandte sich ins Innere des Dunkeln Waldes und setzte sich am Fuß eines Baumes nieder, für den Tag.

Als nun der ehrwürdige Sāriputto gegen Abend die Gedenkensruhe beendet hatte, begab er sich zum ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto, wechselte höflichen Gruß und freundliche, denkwürdige Worte mit ihm und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun der ehrwürdige Sāriputto zum ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto also:

»Wird denn beim Erhabenen, o Bruder, heiliges Leben gepflegt?«

»Freilich, o Bruder.«

»Wie nun, o Bruder: wird beim Erhabenen um reiner Tugend willen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder wird, o Bruder, um reinen Herzens willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder wird vielleicht, o Bruder, um reiner Erkenntniss willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder wird etwa, o Bruder, um reiner Gewissheit willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Wird also vielleicht, o Bruder, um reiner Wissenschaft der Wege willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»So wird also, o Bruder, um reiner Wissenschaft des Pfades willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Wird dann vielleicht, o Bruder, um reiner Wissenschaft willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Wie nun, o Bruder: auf die Frage ›Wird beim Erhabenen um reiner Tugend willen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder wird, o Bruder, um reinen Herzens willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder wird vielleicht, o Bruder, um reiner Erkenntniss willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder wird etwa, o Bruder, um reiner Gewissheit willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Wird also vielleicht, o Bruder, um reiner Wissenschaft der Wege willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›So wird also, o Bruder, um reiner Wissenschaft des Pfades willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Wird dann vielleicht, o Bruder, um reiner Wissenschaft willen beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹. Um wessen willen, sag' an, o Bruder, wird beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt?«

»Um hangloser Wahnerlöschung willen, o Bruder, wird beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt.«

»Ist da wohl, o Bruder, reine Tugend hanglose Wahnerlöschung ?«

»Das nicht, o Bruder.«

»So ist vielleicht, o Bruder, reines Herz hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»So ist wohl, o Bruder, reine Erkenntniss hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Ist nun etwa, o Bruder, reine Gewissheit hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder ist da, o Bruder, reine Wissenschaft der Wege hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder ist, o Bruder, reine Wissenschaft des Pfades hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Oder ist dann, o Bruder, reine Wissenschaft hanglose Wahnerlöschung?«

»Das nicht, o Bruder.«

»So liegt also, o Bruder, hanglose Wahnerlöschung außerhalb dieser Dinge?«

»Das nicht, o Bruder.«

»Wie nun, o Bruder: auf die Frage ›Ist da wohl reine Tugend hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›So ist vielleicht, o Bruder, reines Herz hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›So ist wohl, o Bruder, reine Erkenntniss hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Ist nun etwa, o Bruder, reine Gewissheit hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder ist da, o Bruder, reine Wissenschaft der Wege hanglose Wahnerlöschnng‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder ist, o Bruder, reine Wissenschaft des Pfades hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›Oder ist dann, o Bruder, reine Wissenschaft hanglose Wahnerlöschung‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹; auf die Frage ›So liegt also, o Bruder, hanglose Wahnerlöschung außerhalb dieser Dinge‹ antwortest du ›Das nicht, o Bruder‹. Wie soll da wohl, o Bruder, dieser Rede Sinn verstanden werden?«

»Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Tugend als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reines Herz als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Erkenntniss als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Gewissheit als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Wissenschaft der Wege als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Wissenschaft des Pfades als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Hätte der Erhabene, o Bruder, reine Wissenschaft als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet, so würde ja der Erhabene Hanghaftes als hanglose Wahnerlöschung bezeichnet haben. Wäre aber, o Bruder, hanglose Wahnerlöschung ohne diese Dinge möglich, so erlangte der gemeine Mensch die Wahnerlöschung: denn der gemeine Mensch, o Bruder, ist ohne diese Dinge. Desshalb will ich dir nun, o Bruder, ein Gleichniss geben: auch durch Gleichnisse wird da manchem verständigen Manne der Sinn einer Rede klar. – Gleichwie etwa, o Bruder, wenn den König Pasenadi Kosalo, während er in Sāvatthī residiert, irgend ein dringendes Geschäft nach Sāketam riefe: da würden für ihn zwischen Sāvatthī und Sāketam sieben Eilposten eingestellt werden. Und der König Pasenadi Kosalo, o Bruder, verließe seine Burg zu Sāvatthī, bestiege vor dem Thore die erste Eilpost und führe mit dieser ersten bis zur zweiten. Dann stiege er aus der ersten in die zweite ein und führe mit dieser zweiten bis zur dritten. Dann stiege er aus der zweiten in die dritte ein und führe mit dieser dritten bis zur vierten. Dann stiege er aus der dritten in die vierte ein und führe mit dieser vierten bis zur fünften. Dann stiege er aus der vierten in die fünfte ein und führe mit dieser fünften bis zur sechsten. Dann stiege er aus der fünften in die sechste ein und führe mit dieser sechsten bis zur siebenten. Dann stiege er aus der sechsten in die siebente ein und führe mit der siebenten Eilpost bis nach Sāketam, vor das Thor seiner Burg. Dort angekommen frügen ihn Brüder und Vettern, Minister und Räthe: ›Mit dieser Eilpost, großer König, bist du von Sāvatthī nach Sāketam gefahren, bis zum Burgthor?‹ Wie möchte da wohl, o Bruder, der König Pasenadi Kosalo rechten Bescheid ertheilen?«

»Also, o Bruder, möchte der König Pasenadi Kosalo rechten Bescheid ertheilen: ›Während meiner Anwesenheit in Sāvatthī hat mich ein bestimmtes wichtiges Ereigniss nach Sāketam gerufen. Da befahl ich, sieben Eilposten zwischen Sāvatthī und Sāketam für mich einzustellen. Und ich verließ meine Burg zu Sāvatthī, bestieg vor dem Thore die erste Eilpost und fuhr mit dieser ersten bis zur zweiten. Dann stieg ich aus der ersten in die zweite ein und fuhr mit dieser zweiten bis zur dritten. Dann stieg ich aus der zweiten in die dritte ein und fuhr mit dieser dritten bis zur vierten. Dann stieg ich aus der dritten in die vierte ein und fuhr mit dieser vierten bis zur fünften. Dann stieg ich aus der vierten in die fünfte ein und fuhr mit dieser fünften bis zur sechsten. Dann stieg ich aus der fünften in die sechste ein und fuhr mit dieser sechsten bis zur siebenten. Dann stieg ich aus der sechsten in die siebente ein und bin mit der siebenten Eilpost in Sāketam angekommen, hier vor dem Burgthor.‹ Also, o Bruder, möchte der König Pasenadi Kosalo rechten Bescheid ertheilen.«

»Ebenso nun auch, o Bruder, führt reine Tugend zu reinem Herzen, reines Herz zu reiner Erkenntniss, reine Erkenntniss zu reiner Gewissheit, reine Gewissheit zu reiner Wissenschaft der Wege, reine Wissenschaft der Wege zu reiner Wissenschaft des Pfades, reine Wissenschaft des Pfades zu reiner Wissenschaft, reine Wissenschaft zu hangloser Wahnerlöschung. Um hangloser Wahnerlöschung willen, o Bruder, wird beim Erhabenen heiliges Leben gepflegt.«

Nach diesen Worten sagte der ehrwürdige Sāriputto zum ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto:

»Wie heißt der Ehrwürdige und unter welchem Namen kennen den Ehrwürdigen die Ordensbrüder?«

»Puṇṇo heiße ich, o Bruder, und als Mantāṇiputto kennen mich die Ordensbrüder.«

»Wunderbar, o Bruder, außerordentlich ist es, wie erschöpfend ein so erfahrener Jünger, ein so gründlicher Kenner des Meisterwortes, der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto, diese überaus tiefsinnigen Fragen beantwortet hat. Gesegnet sind die Ordensbrüder, hochgesegnet sind die Ordensbrüder, denen der Anblick, denen die Gesellschaft des ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto gegönnt ist! Und wenn den Ordensbrüdern Anblick und Gesellschaft des ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto nur verhüllten Hauptes gegönnt wäre, so wären sie auch dann noch gesegnet, hochgesegnet. Gesegnet, hochgesegnet sind auch wir, die wir den Anblick und die Gesellschaft des ehrwürdigen Puṇṇo Mantāṇiputto genießen!«

Auf diese Worte sagte der ehrwürdige Puṇṇo Mantāṇiputto zum ehrwürdigen Sāriputto:

»Wie heißt der Ehrwürdige und unter welchem Namen kennen den Ehrwürdigen die Ordensbrüder?«

»Upatisso heiße ich, o Bruder, und als Sāriputto kennen mich die Ordensbrüder.«

»Als wir uns mit euch, dem Jünger, der dem Meister gleicht, wie man sagt, unterhielten, wussten wir nicht: das ist der ehrwürdige Sāriputto. Hätten wir das gewusst, wären wir nicht so ausführlich gewesen. Wunderbar, o Bruder, außerordentlich ist es, wie erschöpfend ein so erfahrener Jünger, ein so gründlicher Kenner des Meisterwortes, der ehrwürdige Sāriputto, diese überaus tiefsinnigen Fragen gestellt hat. Gesegnet sind die Ordensbrüder, hochgesegnet sind die Ordensbrüder, denen der Anblick, denen die Gesellschaft des ehrwürdigen Sāriputto gegönnt ist! Und wenn den Ordensbrüdern Anblick und Gesellschaft des ehrwürdigen Sāriputto nur verhüllten Hauptes gegönnt wäre, so wären sie auch dann noch gesegnet, hochgesegnet. Gesegnet, hochgesegnet sind auch wir, die wir den Anblick und die Gesellschaft des ehrwürdigen Sāriputto genießen!«

 

So, wahrlich, ergetzten sich jene beiden Großen an gegenseitiger trefflicher Rede.

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