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Gutenberg > Josef Ruederer >

Die Morgenröte

Josef Ruederer: Die Morgenröte - Kapitel 5
Quellenangabe
typecomedy
booktitleTheaterstücke
authorJosef Ruederer
year1987
publisherSüddeutscher Verlag
addressMünchen
isbn3-7991-6365-4
titleDie Morgenröte
pages129-130
created20020608
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1904
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Vierter Akt

Der gleiche Saal wie im zweiten Akt. Es ist am Abend desselben Tages. Der Kristallüster ist angezündet. Auf den Etageren stehen statt der Vasen schwere, goldene Leuchter mit brennenden Kerzen. Auf dem Tischchen rechts die Bonbonnière Mayerhöfers, eine funkelnagelneue Alemannenmütze und ein Schläger. Auf dem Stuhle daneben Lolas breiter, grauer Studentenhut mit karmoisinroter, weitgeschwungener Feder, an den Stuhl gelehnt, ihr zierlicher Schläger. Auf dem Sofa links Xaver. Er trägt volle Korpswichs der Alemannia: Kneipjacke, weiße Lederhose, Kanonenstiefel, Cereviskäppchen, um die Brust die Schärpe. Auf seinem Schoß sitzt Lola in phantastischem Studentenkostüm: enganliegende Pekesche in Karmoisinrot mit goldenen Fangschnüren, grauseidenem Rock, der, an der rechten Seite gerafft, das in Seidenstrümpfe gehüllte Bein nebst Lackschuhen frei läßt. Neben dem Sofa ein niederes Tischchen, worauf eine Champagnerflasche mit zwei Gläsern steht. Aus dem Bankettsaal tönt fein gedämpft eine Melodie herüber, die ein kleines Streichorchester zum Fest aufspielt. Das Paar hält sich im Kuß einige Zeit fest umschlungen, endlich macht sich Lola los.

Lola seufzt echauffiert auf, indem sie sich über die Stirn streicht: Ah . . . ah!

Xaver Ich könnt' so liegen, wer weiß, wie lang.

Lola küßt ihn wieder: Chéri!

Xaver Himmlisches, göttliches Weib! Wann . . .? Wann . . .?

Lola Die Nacht, diese Nacht!

Xaver Erst?

Lola Que c'est drôle! Jetzt mitten in Kommers und fête? Sie lacht laut.

Xaver Nun gut, die Nacht! Er hebt das Glas. Darauf!

Lola ebenso: Darauf! Sie sieht ihn an. Wie du gut aussiehst! So stattlich, so representable! Ah voilà andere Couleurs als die von die alte, stupide Cherusker.

Xaver Red' doch nicht davon.

Lola Also, sie nahmen es krumm? Sie wollten nichts wissen von Freiheit und Größe? Sie schlugen los, als du 's ihnen sagtest?

Xaver Soll ich 's denn noch einmal erzählen?

Lola unbeirrt: Sie haben sich gewundert, sie sind an die Decke gesprungen. Oh, ich sehe vor mir sie alle, diese épiciers!

Xaver Mach' keine Witz' mehr! Schließlich, ich hab' selber dazu gehört, und außerdem, du weißt doch, was im Gange ist.

Lola nickt: Parfaitement, eine Revolution!

Xaver Na also! Darüber lacht man doch nicht.

Lola Pourquoi pas? So was macht Vergnügen, das bringt Leben und Abwechslung. Und nun gar, wenn der Vater des neuen Seniors der Alemannia in eigener Person losschlägt – ha, ha, ha!

Xaver Du nimmst es so leicht? Du fürchtest nichts?

Lola Nichts auf der Welt!

Xaver umfaßt sie glühend: Lola!

Lola Chéri, was bist du für ein aufgeregter Mann! Solche Dinge hab' ich Hunderte erlebt und noch keines hat mir imponiert.

Xaver Weißt du, daß du schöner bist als je? Lola, ich bete dich an . . . ich . . .

Lola Was?

Xaver Sag' mir, was du mir heute morgen gesagt hast, hier an der Stelle.

Lola Heute morgen?

Xaver O du weißt, was ich meine. Sag', – schneller– sag' mir's, daß du mich liebst.

Lola mit entzückendem Ausdruck, aber durchaus spielerisch: Eh bien, je t'aime, je t'aime!

Xaver In unserer Sprache sollst du 's sagen.

Lola Warum denn?

Xaver Wenn ich dich bitte.

Lola ungeduldig: Gut denn, ich liebe dich!

Xaver Das klingt nicht schön, nicht weich, nicht innig.

Lola entwindet sich seiner Berührung: Mon cher, nicht gar zu poetisch. Wir müssen an unsern Kommers denken.

Xaver Muß denn das sein?

Lola Si . . . si! Wir wollen machen ein bißchen Demonstration, wir wollen zeigen den messieurs, daß wir uns nicht fürchten.

Xaver Und ich soll präsidieren?

Lola Wer sonst? Du bist jetzt Senior.

Xaver Neben Peißner!

Lola Was sprichst du von ihm? Er ist abgetan.

Xaver Du schwörst mir 's?

Lola Schwören? Wenn du mir nicht glaubst so, was soll dann ein Schwur? Der ist doch nur da, um gebrochen zu werden.

Xaver Das kann nicht dein Ernst sein?

Lola Jetzt ohne Phrasen, mein Bester. Reich' mir den Schläger. Sie sieht ihn kokett an. Willst du mir ihn legen um?

Xaver legt ihr den Gurt von rückwärts um, plötzlich faßt er sie um die Taille: Lola . . .

Lola Nicht so fest – so, so ist es recht. Oh, du bist sehr galant, sehr geschickt. Jetzt gib mir den Hut.

Xaver holt den Hut und setzt ihn ihr auf: Du hast mit Peißner gebrochen, ich glaub' dir 's ohne Schwur, wie du willst. Aber jetzt, Lola, nicht wahr, jetzt gehörst du mir, mir ganz allein?

Lola während sie die Handschuhe anzieht: Oui, mon cher, ich gehöre dir, ganz allein.

Xaver Du sagst es so gleichgültig. Ach, Lola, wenn du wüßtest, wie mir ums Herz ist.

Lola Je sais . . . je sais, ich kenne die Kämpfe, die du durchgerungen, gut, sehr gut. Und jetzt, wo du ein freier Mann bist, wo alles liegt hinter dir, was Monsieur Mayerhöfer in seine poésie so schön nennt, schwarze Vögel, Nacht und Nebel, jetzt laß uns gemeinsam den Weg der Freiheit gehen. Komm', komm'!

Xaver Einen Augenblick laß uns noch bleiben.

Lola Eh, pourquoi? Ich muß dich doch präsentieren. Ah, quelle surprise pour eux! Was werden sie machen Augen!

Xaver Was liegt uns noch an der Gesellschaft? Wilder: Bleib' hier, hier bei mir, alles andre mag draußen vergehen, sie sollen die Residenz stürmen, sie sollen dem König die Krone herunterreißen. Was kümmert's uns, wenn wir beisammen sind, wenn wir . . .

Lola faßt ihn bei der Hand: En avant!

Xaver Noch einen Augenblick!

Lola stampft auf: Quel idiot!

Xaver Mein Gott, es wird mir so schwer, ich stell' noch nichts vor, ich bin nichts. Soll ich offen sein, fast genier' ich mich vor den anderen.

Lola mit schneidendem Hohn: Vor diesem Gesindel?

Xaver Was?

Lola schlägt ihm mit der Hand leicht auf die Stirne: Grande innocence! Student und Bierbrasseur in eine Person!

Xaver Lola!

Lola Laß . . . laß . . ., ich geh' allein, ich warte auf dich. Da sie Maurice im Vorsaal gewahrt: Voilà, Maurice! Sag' ihm, was du willst werden, und der sagt es dem Berks. Sie geht durch den Vorsaal hastig nach dem Bankettsaal hinüber. Von dort hört man deutlich, wie sie mit Tusch und Hurra empfangen wird.

Maurice nähert sich Xaver lächelnd: Mein sehr verehrter Herr Singlspieler, es sind nur wenige Stunden, daß wir uns hier gegenüberstanden. Und doch – in solch kurzer Zeit, welch' wunderbare Wendung durch Gottes Fügung.

Xaver sehr verlegen: Ja, ja!

Maurice Sie staunen wie ich, aber die Frau Gräfin kann alles. Zu dieser glücklichen Überzeugung sind Sie doch wohl jetzt selbst gekommen?

Xaver Es ist mir im höchsten Grad peinlich, daß sie mich gerade jetzt so allein gelassen hat.

Maurice Weshalb? Ist Ihnen diese Pracht ungewohnt? Finden Sie sich in ihr noch nicht zurecht? Mein Bester, das gibt sich. Warten Sie ein paar Wochen, und Sie disponieren so frei, so ungeniert wie Seine Majestät.

Xaver Vielleicht sind Sie so freundlich . . .

Maurice Einige Anleitungen? Von Herzen gern. Überhaupt, den guten Rat kann ich Ihnen erteilen, halten Sie sich in allen Punkten an mich.

Xaver Bin ja selber froh, hier wenigstens noch einen Menschen zu haben . . .

Maurice Zur Sache! Er zieht ein Notizbuch. Sie wollten etwas werden?

Xaver Mein Gott, ich hab' nur so gemeint –

Maurice Bitte, ganz ungeniert! Freilich, was Ihnen die Frau Gräfin heute morgen versprochen hat – Mit feinem Lächeln: Die Stellen regierender Könige liegen schließlich nicht auf der Straße.

Xaver Ja, Mensch, woher wissen Sie denn?

Maurice mit großer Einfachheit: Ich habe gehorcht.

Xaver Ah, da hört doch alles auf!

Maurice Auch daran werden Sie sich zu gewöhnen haben. Bleiben wir übrigens bei der Sache. Blättert im Notizbuch. Also, wie gesagt, wenn auch ein Thron momentan nicht vakant ist, Minister können Sie zur Not schon noch werden.

Xaver Wollen Sie mich denn zum besten haben?

Maurice Fragt sich nur, welches Portefeuille? Das vom Krieg sitzt sehr fest. Inneres – Herr von Berks, Busenfreund der Frau Gräfin, also nichts zu wollen. Justiz ziemlich fest. Äußeres? . . . Hm, da wäre vielleicht was zu erreichen. Wie stellen Sie sich zur Politik?

Xaver Bis jetzt hab' ich mir wenig Gedanken drüber gemacht.

Maurice Dann bleibt für Sie nur noch das Ministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten.

Xaver Blödsinn! Ja, ich gesteh's ein, einen Augenblick hab' ich so was für möglich gehalten, aber, wie soll ich's denn machen? Ich hab' noch gar nichts gelernt im Leben.

Maurice Um so besser werden Sie so einen Posten ausfüllen.

Xaver läuft aufgeregt herum: Nein, nein!

Maurice Verehrter Freund! Nur nicht prüde in diesem Hause. Und wenn ich Ihnen noch einen Rat geben darf, den letzten für heute: nicht zu glühende Worte der Frau Gräfin gegenüber, sie verträgt das nicht.

Xaver Wieso?

Maurice lächelnd: Sie haben zuviel – Gefühl. Das ist sehr nett, sehr edel, aber auf diesem heißen Boden wird Politik getrieben, und dafür eignet sich mehr die Handgreiflichkeit. Sie verstehen?

Xaver der sich ganz nach dem Hintergrund auf einen Stuhl vor dem Toilettenzimmer retiriert hat: Nicht ganz.

Maurice beiseite: Rindvieh! Laut: Sie müssen doch Kultusminister werden.

Xaver Ja, wenn Sie meinen . . .

Maurice Morgen werden Sie das Portefeuille erhalten.

Peißner ebenfalls in voller Wichs hastig durch den Vorsaal. Er bemerkt Xaver nicht: Mich schickt die Gräfin daher. Es soll eine Überraschung –

Maurice nickt: Eine große.

Peißner Aber jetzt gerade? Ich will eben eine Rede halten.

Maurice Das ist ja sehr interessant.

Peißner Eine Trutzrede! Ich will sagen, was wir in unserer hohen Gönnerin verehren . . ., ich will erwähnen, daß sie das große Weib ist, das dem königstreuen Volke der Bayern die heißersehnte Freiheit gegeben hat . . ., ich will sie feiern als die geniale Schöpferin unserer blühenden Alemannia . . ., ich will sie auf den Schild heben als die große Politikerin, die unserem erhabenen Monarchen bei der Lenkung des Staatsschiffes in schweren Stunden behilflich ist. Am Schlusse aber will ich auch des Halunken, des Singlspieler, gedenken und der Kühnheit, die sie ihm gegenüber bewiesen hat.

Maurice Da haben der Herr Studiosus alle Ursache dazu. Die Art und Weise, wie die Frau Gräfin diesen Fall anpackte, verdient in der Tat die höchste Bewunderung. Er weist nach rückwärts.

Peißner prallt entsetzt zurück: Was? Was? . . . Ei, da will ich doch . . .

Maurice ohne eine Miene zu verziehen: Nur über meine Leiche!

Peißner Also das war der Zweck der geheimen Unterredung? Deshalb wollte sie mit ihm allein sein? Oh, das Frauenzimmer, das miserable!

Maurice Herr von Peißner, etwas mehr Hofton, wenn ich bitten darf.

Peißner Ach, Hofton! Ich pfeif drauf! Auf den ganzen Schwindel pfeif ich, und Gott weiß, auf was noch. Jawohl, mir posiert sie was vor von ihrem Mut, und in Wirklichkeit fängt sie wieder eine ganz gewöhnliche Dummheit an.

Maurice Na, na, na, na!

Xaver der sich eingeschenkt hat und allmählich wärmer wird: Peißner, mußt nicht beleidigt sein, mußt alles ausstreichen. Unter uns gesagt, ich war ein Esel!

Peißner Es freut mich, wenn Sie das selbst einseh'n.

Xaver Müßt ja vernagelt sein, tät ich es nicht. Herrgott, Mensch – ich hab dich verflucht nach allen Dimensionen. Und jetzt – ? Ja, was hättest du denn anfangen sollen? Du hast ja gemußt.

Peißner Nur mit dem einen Unterschied, daß ich mich vorher nicht so albern gesträubt habe wie Sie.

Xaver bissig: Es tut mir ja leid um dich!

Peißner Leid? Das wagst du mir zu sagen?

Xaver immer herausfordernder: Du – warst der Senior, jetzt wirst du das Präsidium abgeben, beim Korps und – bei der Gräfin.

Peißner Freiwillig niemals!

Xaver Pfui! Wer wird sich seinen Kummer so merken lassen?

Peißner Du tust so sicher, Singlspieler, als ob du den Raub schon in der Tasche hättest. Nimm dich in acht, daß du dich nicht verrechnest.

Xaver Wieso?

Peißner geifernd: Du meinst, weil dich die Gräfin mit schönen Worten gelockt hat, weil du einmal gut mit ihr gegessen hast, deswegen seist du ein Teufelskerl. Warte nur ein paar Tage, dann wirst du's selber merken: zum Spielball hast du ihr gedient, und dann, wenn sie dich an ihren Triumphwagen gespannt hat, wirft sie dich weg wie eine ausgepreßte Zitrone.

Xaver heftig: Nein, nein! Er lacht plötzlich. Doch halt, ich vergess' ja, – er greift zum Glas – da, geh her, alter Spezi, trink mit!

Peißner Mit dir? Er zuckt die Achseln. Ich lebe etwas länger in diesem Hause als du –

Xaver Und wirst auch noch länger hier leben, wirst dich an alles gewöhnen, auch daran, daß wir zur Abwechslung wieder einmal Korpsbrüder sind.

Peißner Ich danke für die Kameradschaft.

Xaver immer übermütiger: Mitgefangen, mitgehangen! Ich bin der Senior, du bist der Fuchs.

Maurice Nicht wahr? Jetzt finden Sie sich allmählich zurecht?

Xaver Immer besser, Her Maurice, immer besser!

Maurice Na, da schaffen Sie nur nach Herzenslust an.

Xaver Will ich auch! Er stürzt gegen den Vorsaal. Her mit den anderen! Zum Donnerwetter, wo bleibt ihr denn? Daher, wenn ich sag', daher zu mir!

Durch den Vorsaal nahen von rechts Zeuler, Hirschberg, Mayerhöfer, Baur und von Berks, alle mit gefüllten Sektgläsern.

Hirschberg Ja, was ist denn da los?

Xaver schwingt sein Glas: Alemannia sei's Panier. Jetzt fangt der Kommers erst richtig an.

Mayerhöfer, Baur, Von Berks durcheinander: Wer . . . Wer ist denn das?

Xaver reibt das Glas auf dem Tischchen: Nehmt die Gläser und jetzt: Ad exercitium salamandri, eins, zwei, drei! Eins, zwei, drei! Er haut das Glas fest auf den Tisch, daß es zerspringt. Pfui Teufel, so ein Gelump, das hält ja nicht mal einen Salamander aus!

Von Berks zu Peißner: So erklären Sie uns doch . . .

Xaver Bier her, Bier . . . und einen Stein, dann kann man präsidieren, so nicht.

Baur Herrgott, das ist doch der Cherusker . . .

Mayerhöfer Das rabiate Subjekt . . .

Peißner Herr Mayerhöfer, legen Sie Ihre Worte besser auf die Waagschale. Das rabiate Subjekt ist von heute ab der Senior der Alemannia.

Alle Was?

Xaver Bin ich auch! Schaut mich nur an.

Baur Aber das ist doch derselbe, der gestern abend . . .

Mayerhöfer Heute morgen noch hat er die Frau Gräfin bedroht.

Maurice händereibend in der Mitte der Gruppe: Um so höher müssen wir auch in diesem Fall wieder die Intelligenz unserer gnädigen Herrin bewundern.

Baur Ah, da hört doch alles auf!

Mayerhöfer 's ist zum Kopfstehen, Herr Hauptmann.

Peißner Ja, ja, solche Metamorphosen erlebt man in diesem reizenden Hause.

Mayerhöfer zu Peißner: Und Sie haben uns erst auf den Leim kriechen lassen!

Von Berks Ja, Sie haben sich außerdem erlaubt, heute morgen gegen mich aufzutreten.

Mayerhöfer Das ist eine Frechheit!

Baur Eine Unverschämtheit!

Von Berks Deshalb werden Sie mir Rede stehen.

Baur Mir ebenfalls.

Mayerhöfer Mir ebenfalls.

Maurice Meine Herren! . . . Er verneigt sich vor Xaver.

Xaver bewegt sich mit schwergemachter Grandezza in die Mitte. Die ganze Versammlung gruppiert sich um ihn.

Baur tritt ihm mit einer Verbeugung näher: Verehrter Herr Singlspieler . . .

Mayerhöfer ebenso, Baur verbessernd: Herr – von Singlspieler . . .

Baur Wir hatten keine Ahnung, daß Sie hier . . .

Mayerhöfer Nicht die leiseste Ahnung.

Xaver tritt weiter vor: Schon gut, schon gut. Ich glaube Sie ja alle wiederzuerkennen, nicht wahr? Wir haben uns doch schon in diesem Saale getroffen. Freilich. Das ist der Herr Hauptmann.

Baur verneigt sich: Jawohl.

Xaver Das ist der Konditor . . .

Mayerhöfer verneigt sich: Zu dienen.

Xaver zu Berks: Auch dieses Herrn da besinne ich mich.

Von Berks sich vorstellend: von Berks, Staatsminister.

Xaver Freut mich!

Von Berks Ich bin jedenfalls glücklich, daß ich an den fatalen Ereignissen der Audienzstunde in keiner Weise beteiligt bin. Wenn ich Ihnen jetzt meine Dienste zur Verfügung stellen darf . . .

Xaver Ihre Dienste? Famos! Machen Sie mal den Herrn da – auf Baur weisend– sofort zum Major.

Baur verneigt sich: Oh, Herr von Singlspieler –

Von Berks lächelnd: So kann es natürlich nicht gemeint sein.

Xaver Heute noch sag' ich! Und der da – auf Mayerhöfer weisend – wird Hoflieferant.

Mayerhöfer Komplimente machend: Euer Gnaden . . . ich bin ja so selig . . .

Von Berks Na, na! Nur nicht gar zu hastig.

Xaver Was wollen Sie denn eigentlich? Ich bin jetzt Ihr Kollege, ich bin ein Minister wie Sie.

Peißner lacht gellend.

Von Berks Pardon . . .

Xaver Fragen Sie nur den Haushofmeister, der hat mich dazu gemacht.

Maurice verneigt sich: Im höchsten Auftrage der Frau Gräfin.

Xaver Also für was bin ich denn da? Meint ihr am End – ich wollte auch so das Maul halten wie ihr andern, ich wollte auch so eine konstitutionelle Bedientenseele abgeben? Nichts da, ich red', ich regier'!

Von Berks Jetzt aber, Herr Singlspieler . . .

Xaver Bier her, das ist mein erster Erlaß! und 'naus mit dem Zeug da. Er wirft den Sektkübel um.

Hirschberg Das fängt ja reizend an.

Xaver Bier her, das gibt Kraft, das haut, das sticht, das rüttelt die Geister auf! Er hält einen Augenblick ein und horcht. Da . . . da .. Habt ihr nichts gehört?

Alle Was denn?

Von Berks Ich denke, Sie beruhigen sich erst ein bißchen, dann sagen Sie uns, was Sie eigentlich wünschen.

Xaver Was ich . . . Er hat sich etwas zur Ruhe gesammelt . . . Ja, ja, es muß vieles anders werden hier, es muß Disziplin herrschen . . . alles so nach und nach . . . Starrt auf einmal vor sich hin und langt mit der Hand an die Stirne. Nur eines muß ich sofort wissen.

Von Berks Was, wenn ich bitten darf?

Xaver wirft einen Blick über die ganze Gesellschaft: Sie stehen alle so gemütlich da . . . Sie halten Maulaffen feil, als ob nichts geschehen wäre. Wissen Sie nichts? Gar nichts?

Von Berks Ich verstehe nicht recht –

Xaver Wirklich? Ihr habt nichts gehört, wie ihr da seid, alle miteinander? Na, da nehmen Sie nur gleich Ihren Wagen, Exzellenz, fahren Sie in die Residenz, so schnell als möglich, und wenn er's noch nicht weiß, dann sagen Sie's dem König: die Revolution sitzt ihm auf dem Buckel!

Alle fahren zusammen. Pause.

Maurice Was ist das?

Baur Eine Revolution?

Mayerhöfer War' nicht übel!

Von Berks Sie wollen das sicher wissen?

Xaver Wenn mein eigener Vater dabei ist?

Baur Ihr Vater?

Mayerhöfer Sein Vater?

Peißner Ihr Vater macht Revolution, und Sie sind hier im Palais der Gräfin?

Mayerhöfer Aber, da muß doch etwas geschehen.

Baur Man muß die Kasernen alarmieren.

Maurice Bitte – bitte! Wer wird denn gleich das Schlimmste vermuten?

Xaver Je schlimmer ihr's anseht, um so besser werdet ihr tun. Ja, ja, meine Herren, es gibt einen Sturm, einen regelrechten Sturm. Der alte Singlspieler erlaubt's nicht so ohne weiteres, daß sein Sohn Alemanne wird, und die andern verlangen, daß man die Universität wieder aufmacht.

Peißner Ist ja eine nette Bescherung!

Hirschberg Und das verdanken wir Ihnen.

Von Berks in strengem Ton gegen Peißner und Hirschberg: Pardon, ich denke, wir werden ruhiger verhandeln. Eine kleine Empörung . . .

Xaver Was, kleine Empörung? Ein verzweifeltes Mittel ist angewandt worden, das haut wie der Funke ins Pulverfaß: Mein Alter hat den Bierpreis in die Höh' g'setzt!

Die geängstigten Gesichter Peißners, Hirschbergs, Mayerhöfers, Baurs und einiger anderer Herren erheitern sich nach einer Pause bodenloser Verblüffung. Plötzlich allgemeines, schallendes Gelächter, in das nur Berks nicht einstimmt.

Alle durcheinander: Den Bierpreis! Ha, ha, das ist famos! Trefflicher Witz!

Von Berks Nicht doch!

Die andern lachen noch lauter.

Xaver haut ein Glas auf dem Tisch auseinander: Was grinst ihr, ihr Esel? Ihr wißt ja nicht, was das heißt! Ihr freßt nur Schokolade von dem Konditor da und sauft französischen Champagner. Aber 'n Banzen, n richtigen Banzen hat noch keiner von euch Haderlump'n ang'steckt.

Von Berks Das stimmt!

Xaver Ha, ha! Hört nur mal zu, wenn's da kracht, wenn der Hammer 'runterfallt auf den Spund, und wenn recht saumiserabel eing'schenkt wird –

Peißner Braubursch!

Von Berks Ruhe! Ich will sofort zur Residenz!

Lola ist, eine Zigarette rauchend, durch den Vorsaal gemächlich nach vorne gekommen. In der ruhigsten Weise hält sie von Berks zurück: Non, mon cher, Sie bleiben!

Von Berks Frau Gräfin, wenn Sie wüßten –

Lola Alles.

Mayerhöfer Ja, gibt's am End doch eine Revolution?

Lola Maurice, débarrassez-moi de ces animaux-là. Alles geht, alles, nur son excellence, der Minister, bleiben, und – auf Xaver weisend – meinetwegen auch der da.

Maurice indem er die ganze Gruppe hinausdrängt: Vorwärts, meine Herren, die ganze Sache ist nicht so bedenklich. Musik! Musik!

Er hat mehrere Herren durch den Vorsaal links hinauskomplimentiert, jetzt treibt er auch die noch widerstrebenden Peißner, Mayerhöfer, Baur, Hirschberg und Zeuler hinaus. Die Musik setzt für kurze Zeit mit einer neuen Melodie ein. Lola wirft sich mit der Zigarette auf das Sofa und singt die Melodie erst noch eine Weile mit.

Von Berks Euer Gnaden, es ist meine Pflicht als Staatsmann und, wenn ich so sagen darf, als Freund . . .

Xaver Auch ich bitt' ums Wort . . .!

Lola Quoi donc, mes amis? Bitte, einer hübsch nach dem anderen.

Von Berks Wenn es sich noch um die Universität handeln würde – Sie wissen, ich selbst habe den Rat gegeben, sie zu schließen, und ich vertrete ihn heute noch. Aber unter diesen Umständen . . .

Lola Allons, allons!

Von Berks . . . unter diesen Umständen handelt es sich um das Bier.

Lola De la bière, de la bonne bière de Munich! Sie schlägt die Beine übereinander.

Von Berks In der Tat um das Bier, und das ist, wenn ich mir in dieser schweren Stunde eine Variante des Goetheschen Wortes erlauben darf, ein gar besonderer Saft.

Lola Ça se peut. Ich habe nie noch getrunken davon.

Von Berks Das eben ist es, und deshalb . . . möchte ich Euer Gnaden in diesem Falle große Vorsicht empfehlen. Ich jedenfalls muß mich hier völlig außer Kompetenz erklären, . . . ich muß Verhaltungsmaßregeln erbitten, . . . ich muß hören, was Seine Majestät . . .

Lola wirft die Zigarette weg. Sie wiederholt höhnisch: Se-ine Majesté! Berks, vieil imbécile, vieux crétin, seit wann kommst du mir plötzlich mit so was?

Von Berks Frau Gräfin . . .

Lola Eh, va-t-en! Du kennst mich doch fast so lange wie Maurice? Du . . .

Xaver unterbricht sie: Hören Sie auch auf mich.

Lola über ihn weg zu von Berks: L'état c'est vous, so hast du noch diesen Morgen zu mir gesagt. Was ist geschehen seitdem? Einige bourgeois haben gemacht excès, und der Pöbel rückt bald wieder vor mein Palais. Soll ich mich kuschen vor ihm, soll ich mich flüchten in den Keller?

Xaver Lola! Er will sie fassen.

Lola in ganzer Größe: Pardon, ich bin für Sie die Gräfin Landsfeld!

Von Berks kniet nieder: Dann bitt' ich auf diese Art!

Lola Non, non, ich bleibe! Den Platz' hab ich erobert, ich halte ihn mit beiden Händen, und erst muß man mir herunterhauen eine nach die andere, ehe ich gehe zurück nur einen Schritt!

Von Berks steht auf: Davon ist ja keine Rede!

Lola De quoi donc? Feig und elend wollt ihr mich sehn? Jamais, jamais de la vie! Und wenn der König will ausreißen vor diesen Brüllern – ich nehme statt seiner die Krone, ich werde Königin des Landes!

Xaver Großartiges Weib!

Von Berks Lassen Sie doch!

Xaver Minister bin ich ja schon – da langt's auch zum König! Lola, wirf alles um, ich steig' mit dir auf den Thron.

Von Berks Was fällt Ihnen ein?

Lola ohne auf sie zu achten: Bier . . . Bier ist eine besondere Saft! Bon! Gebt mir von ihm! Maurice, Maurice! Ein Maß, ein volle Maß! Ich will selbst davon kosten, ich will das Gift trinken.

Xaver Bravo! Ich hab' dasselbe verlangt!

Von Berks Hüten Sie sich!

Lola zu Maurice, der auf ihren Ruf im Vorsaal erschienen ist: Ein Maß, ein volle Maß! Da Maurice verlegen die Achseln zuckt: Nicht zu haben? Gut, dann will ich es trinken an der Quelle bei dem revolutionäre selber, bei dem Vater des Singlspieler.

Xaver schreit auf: Du . . . Du . . . willst . . .

Von Berks Unmöglich! Er geht unruhig in den Vorsaal und sucht nach den anderen.

Lola Doch! Ich habe keine Furcht, aber ich will es auch zeigen!

Xaver Beim – Sporerbräu?

Lola Hinaus! Wir müssen hinaus. Wir trotzen allem, was kommt, wir ziehen durch die ganze Stadt, durch den besoffenen Pöbel mitten durch, dorthin, wo unser Feind sitzt, zu die Cherusker.

Xaver Nein!

Lola Dort wollen wir Kommers halten.

Xaver Bist du vom Teufel besessen?

Lola faßt ihn an: Das mag wohl sein. Vorwärts! Nimm deinen Schläger, nimm deine Mütze! Bras dessus, bras dessous! Wir gehen zusammen!

Xaver Hör' mich an, laß dir ein einziges, ruhiges Wort sagen. Du kommst nicht durch, 's ist alles zu spät, die andern haben die Übermacht.

Lola Egal, ich haue mich durch.

Xaver Nein, du tust es nicht. Als Freund sag' ich dir's, und du sollst mich als Freund kennen lernen. Heute morgen hast du verlangt, daß ich mit dir gehen soll bis ans Ende der Erde. Jetzt ist der Augenblick da. Lola! Himmel und Hölle mag mich verfluchen: Ich geh' mit dir, wohin du willst.

Lola Eh bien, zu deinem Vater!

Xaver Nein, hinaus in die Welt laß uns gehen, wohin, ist gleichgültig.

Lola lachend: Was? Darauf hast du es abgesehen?

Xaver Gehörst du mir oder nicht?

Lola Dir oder nicht? Eh, sacré nom de Dieu, wenn du aller Tage gedenkst von Erschaffung der Erde bis zum Jüngsten Gericht, dann magst du so fragen. Wir aber leben im Kriegszustand, wir leben von der Hand in die Mund, wie die Zigeuner.

Xaver Komm' mit mir!

Lola Geh mir mit deine idyllische Pläne oder scher' dich zum Teufel.

Xaver Was soll das heißen?

Lola Xaver Singlspieler, du fängst an, mir lächerlich zu werden.

Xaver Lola!

Lola Weißt du was? Ich mache dir eine andere Vorschlag: Du heiratest mich. Da hast du volle Sicherheit, da sitze ich hinter dem Ofen, ich, Lola Montez, ich stricke Strümpfe, ich bringe alle neun Monate ein Kind zur Welt, genau so, wie es dein Veverl getan hätte.

Man hört einen dumpfen Lärm auf der Straße.

Xaver Nenn' diesen Namen nicht!

Lola Laß' die Gefühlskomödie!

Xaver faßt sie beim Arm: Lola, an dieser Stelle hat mir der Peißner vorhin ein Wort gesagt, ein furchtbares Wort. Es ist mir durch alle Glieder gefahren. Wenn's wahr ist, das Wort, wenn der Bursche ein einziges Mal in seinem Leben nicht gelogen hat, wenn . . .

Lola die ihm nur halb zugehört hat, platzt jetzt, wo der Lärm stärker wird, los: Sie kommen, sie kommen!

Xaver ganz herausgerissen: Wer . . . wer kommt?

Lola Die Rächer! Hörst du sie nicht?

Xaver Lola, weich' mir nicht aus!

Lola Wie sie brüllen, wie sie toben! Das ist Musik für mein Ohr.

Xaver Auf mich sollst du hören, mir sollst du Rede stehen!

Lola eilt umher: Da, da kommt es die Straße herauf . . . dort auch . . . aus allen Ecken kriecht es herbei. Ah, mes amis, seid willkommen! Ihr sollt euer Teil haben, ihr sollt reichlich beschenkt sein. Voilà, voilà, voilà! Sie hat das Fenster aufgerissen und wirft aus der Bonbonnière Hände voll Pralinés auf die Straße hinunter und schließt es hastig wieder. Ein viehisches Geheul hat geantwortet.

Xaver reißt sie vom Fenster zurück: Hierher gehst du, zu mir! Und jetzt auf der Stelle gibst du mir Antwort auf meine Frage.

Lola sucht sich von ihm loszumachen: Hinaus, hinaus auf die Straße!

Xaver Bin ich dir nichts anderes gewesen, hab' ich dir wirklich als Spielball gedient?

Lola reißt sich von ihm los: Und wenn es so wäre?

Xaver Dann – dann – ganz losgelassen – bring' ich dich um.

Er will sich auf sie stürzen. Plötzlich prallt er zurück, denn die Fensterscheibe ist in tausend Splitter zerkracht. Im selben Augenblick sitzt Hemersbacher mit einem Bein auf dem Gesims. Gleichzeitig stürzt von Berks durch den Vorsaal herein.

Von Berks Sie kommen, sie kommen!

Lola wild lachend, indem sie auf Hemersbacher weist, der zunächst verdutzt auf dem Gesims sitzen bleibt: Non, non, sie sind ja schon da! Sie wirft eilends Schläger und Hut ab.

Von Berks Zum Donnerwetter, jetzt wird mir's zu dumm!

Lola Petit Berks, gib acht, jetzt erst sollst du mich lernen kennen. Der Volksansturm hat sich einen Augenblick gelegt. Im Bankettsaal setzt ein rasender Walzer ein. La danse, vive la danse!

Von Berks Her zu mir, und durch die Hintertüre hinaus!

Lola Tänzerin bin ich gewesen und Tänzerin will ich bleiben. Sie wirft das Bein hoch in die Luft. Diesen Fuß auf das Königreich. Sie beginnt, sich in graziösen Windungen zu drehen.

Hemersbacher springt vom Gesims in den Saal: Na so was, hast so was scho' g'sehg'n?

Jetzt stürmen Peißner, Mayerhöfer, Baur, Hirschberg, Zeuler und Maurice herein.

Baur Das Gesindel ist da!

Maurice Im Hinterhaus fliegen die Fenster ein.

Peißner Und sie tanzt!

Alle mit Ausnahme von von Berks und Xaver: Sie tanzt!

Hemersbacher Sie tanzt! Des Luader! Soll mer's für mögli' halten?

Lola immer wilder tanzend und nach der Melodie singend: La, la, la, la, la, la, ich tanze, ja, und ihr tanzt mit mir.

Maurice Wenn draußen die Revolution tobt?

Mayerhöfer in Todesangst: Vielleicht ist's noch die Rettung. Er setzt seine Beine in Bewegung und beginnt zu tanzen.

Hemersbacher haut auf den Schenkel und beginnt zu schuhplatteln: So a Gaudi, so a Gaudi!

Baur setzt sich ebenfalls in tanzende Bewegung: Geht's nicht anders, in Gottes Namen, nur sagt mir, wohin?

Lola wie oben: Munter, munter hinaus auf die Straße!

Peißner dreht Hirschberg und Zeuler im Tanz herum: Wenn doch schon alles kaputt ist –

Lola tanzt gegen den Ausgang zu.

Xaver mit einem furchtbaren Blick auf sie und mit geballter Faust: Ich geh dir voran. Ab durch den Vorsaal.

Lola wieder tanzend: Au voir, mon ami, au voir!

Peißner der wie die andern sich fortwährend dreht: Was will der Bursche? Er droht?

Lola Jetzt keine Frage mehr. Sie reißt im Vorbeigehen den Schläger aus der Scheide und tanzt, indem sie ihn schwingt, dem Hintergrund zu. Durch! Durch!

Die andern torkeln ihr nach, von Berks, der ganz verzweifelt hin- und hergerannt ist, folgt in furchtbarer Aufregung.

Hemersbacher der allein im Saale bleibt und unsinnig lacht: Aber Luader, i sag 's ja, a Luader! Er nimmt das Glas, das Mayerhöfer stehenließ, und trinkt es aus. Das Gebrüll von der Straße setzt wieder ein.

Vorhang

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