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Die Miserabeln. Dritter Band

Victor Hugo: Die Miserabeln. Dritter Band - Kapitel 3
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typefiction
authorVictor Hugo
titleDie Miserabeln. Dritter Band
publisherReichardt & Zander
correctorJosef Muehlgassner
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II. Hougomont

Hougomont war ein trauriger Ort. Der Anfang des Hindernisses, der erste Widerstand, welchem in Waterloo jener große Holzfäller Europas begegnete, den man Napoleon nannte: der erste Knorren unter dem Axthiebe.

Damals war es ein Schloß, jetzt ist es nur noch eine Meierei. Für den Alterthumsforscher ist Hougomont » Hugonis mons.« Das Schloß wurde von Hugo, Herrn von Somerel, gebaut, demselben, welcher die sechste Kapellanstelle der Abtey von Villers dotirte.

Der Reisende stieß die Thür auf, stieß mit dem Ellenbogen unter dem Eingange an eine alte Kalesche und trat in den Hof ein.

Das Erste, was ihm auffiel, war eine Thür aus dem sechszehnten Jahrhundert, die einer Arcade glich, um welche herum Alles zusammengestürzt war. Das Ruinenhafte hat oft ein monumentales Aussehen. Bei der Arcade öffnet sich in der Mauer eine zweite Thür mit Schlußsteinen aus der Zeit Heinrich IV., durch welche man die Bäume eines Gartens sieht. Zur Seite dieser Thür ein Düngerhaufen, Hacken und Schaufeln, einige Karren, ein alter Brunnen, ein umherspringendes Füllen, ein radschlagender Truthahn, eine Kapelle mit einem Thürmchen, ein an der Wand dieser Kapelle am Spalier gezogener blühender Birnbaum – das zeigte dieser Hof, dessen Eroberung der Traum Napoleons war. Hätte er dieses Fleckchen Erde erlangen können, so wäre ihm vielleicht damit zugleich die Welt zugefallen.

Hühner scharren Staub auf. Man hört ein Knurren – von einem großen Hunde, der die Zähne zeigt und jetzt die Engländer vertritt.

Die Engländer waren hier bewunderungswürdig.

Die vier Gardecompagnien Cooke's hielten sieben Stunden lang dem Andringen einer Armee Stand.

Sieht man den Plan von Hougomont auf der Karte, mit Gebäuden und Garten, so bildet er ein unregelmäßiges Rechteck, an dem ein Winkel eingedrückt ist. An diesem Winkel befindet sich die südliche Thür, geschützt von jener Mauer, die dicht daran stößt. Hougomont hat zwei Eingänge: den südlichen, den des Schlosses, und den nördlichen, jenen der Meierei. Napoleon schickte seinen Bruder Hieronymus gegen Hougomont. Die Divisionen Guillemminot, Foy und Bachele drangen vor. Fast das ganze Corps Reilles wurde aufgeboten und scheiterte. Die Kugeln Kellermanns vermochten nichts gegen diese heroische Mauer. Die Brigade Baudoin konnte Hougomont nicht im Norden überwinden, die Brigade Soye griff es im Süden an ohne es einzunehmen.

Die Gebäude der Meierei begrenzen den Hof im Süden. Ein Stück der nördlichen Thür, welche die Franzosen zertrümmert hatten, hängt noch angenagelt an der Mauer, Es sind vier über zwei Latten genagelte Bretter, an welchen die Spuren des Kampfes noch wahrnehmbar sind.

Dieses nördliche Thor welches die Franzosen zertrümmert hatten und in das man ein Stück eingesetzt hat, um die an der Mauer aufgehängte Thürfüllung zu ersetzen, befindet sich im Hintergrunde des Gehöftes, es ist viereckig in einer Mauer angebracht, welche unten von Stein, oben von Ziegel ist und den Hof nach Norden schließt. Es ist ein einfacher Thorweg, wie man ihn auf allen Gütern findet, mit zwei großen aus schwerfälligen Balken gemachten Flügeln: jenseits Wiesen. Der Kampf um diesen Eingang war ein wüthender gewesen. Lange Zeit sah man am oberen Rande des Thores allerlei Abdrücke von blutenden Händen. Hier wurde Bauduin getödtet.

Noch heute ist der Sturm des Kampfes in diesem Hofe, noch ist der Schrecken sichtbar, die Zerrüttung des Schlachtgetümmels hat sich hier versteinert. Es lebt und stirbt hier, als wenn erst gestern dies Alles gewesen wäre! Die Mauern liegen im Todeskampf, die Steine fallen, die Breschen schreien, die Löcher sind Wunden, die gebeugten und zitternden Bäume scheinen entfliehen zu wollen.

Im Jahre 1815 war dieser Hof mehr bebaut als jetzt. Gebäude, welche jetzt abgetragen, bildeten damals allerlei Ecken, Winkel und Absätze.

Hier hatten sich die Engländer verbarrikadirt. Die Franzosen drangen ein, konnten sich aber nicht behaupten. Bei der Kapelle steht noch ein Schloßflügel, ganz eingestürzt, man könnte beinahe ausgeweidet sagen. Es ist ein Rest des Herrenhauses von Hougomont. Das Schloß diente als Warte, die Kapelle als Blockhaus. Hier war das Gemetzel am größten. Die Franzosen, auf welche von allen Seiten her, von hinter der Mauer, von den Böden herunter, aus den Kellern, aus allen Fenstern, allen Löchern, allen Steinplatten geschossen wurde, brachten Faschinen herbei und zündeten die Mauern und Menschen an. Die Kartätschen wurden mit Brand beantwortet.

In dem zerfallenen Flügel des Gebäudes sieht man mit mitten durch die mit Eisenstäben versehenen Fenster die eingestürzten Mauern der Wohnung. In diesen Zimmern hatten sich die englischen Garden verschanzt. Der Treppenzug, vom Erdgeschoß an bis hinauf ins Dach zu mit Rissen versehen, erscheint wie das Innere einer zerbrochenen Muschel. Die Treppe hat zwei Absätze. Die Engländer, welche auf derselben belagert wurden und sich auf den oberen Stufen zusammendrängen mußten, hatten die unteren abgebrochen. Es sind große blaue Steinplatten, welche in den Brennnesseln einen Haufen bilden. Ein Dutzend Stufen hängt noch an der Mauer. Auf der ersten ist das Bild eines Dreizacks eingeschnitten. Diese unbesiegbaren Stufen hängen fest in ihrem Gemäuer. Es gleicht dieses Alles einem zahnlosen Kinnbacken. Zwei alte Bäume stehen da, von denen der eine ganz abgestorben ist, der andere am Untertheil verletzt ist und noch im April grünt. Seit 1815 ist er durch die Treppe gewachsen.

In der Kapelle metzelte man sich nieder. Das Innere derselben, wenn es auch wieder ruhig geworden, hat ein sonderbares Aussehen. Seit dem Blutbade ist keine Messe wieder darin gelesen worden.

Der Altar aber aus groben Holz und an rohe Steine angelehnt, ist stehen geblieben. Vier mit weißem Kalk bestrichene Wände, eine dem Altar gegenüber befindliche Thür, zwei kleine Bogenfenster, an der Thür ein großes hölzernes Cruzifix, über dem selben ein viereckiges, mit einem Bund Heu zugestopftes Luftloch, in einem Winkel am Fußboden ein alter ganz zerbrochener Fensterrahmen: das ist die Kapelle. Ueber dem Altar ist eine Holzstatue der heiligen Anna aus dem fünfzehnten Jahrhundert angenagelt. Den Kopf des Jesuskindes hat eine Kartätschenkugel weggerissen. Die Franzosen, welche kurze Zeit im Besitz der Kapelle, dann aber verdrängt worden waren, hatten sie angezündet. Das ganze Gebäude war voll von Flammen, es war ein Brennofen. Die Thür war verbrannt, der Fußboden war verkohlt, nicht aber das aus Holz bestehende Christusbild. Das Feuer hatte zwar an den Füßen desselben geleckt, von welchen man jetzt nur noch die schwarzen Stumpfe sieht, weiter war es aber nicht gekommen. Es war ein Wunder, wie die Leute dort sagen. Das geköpfte Jesuskind war nicht so glücklich, wie Christus gewesen. Die Wände sind mit Inschriften bedeckt. Unter den Füßen des Christus liest man den Namen Henquinez, dann Conde de Rio Maïor. Marques et Marquesa de Almagro (Habana). Auch französische Namen mit Ausrufungszeichen, Aeußerungen des Zornes. Im Jahre 1843 wurde die Wand neu angestrichen. Die Nationen beschimpften sich auf derselben.

An der Thür dieser Kapelle wurde ein Leichnam gefunden, welcher ein Beil in der Hand trug. Dieser Leichnam war der Seconde-Lieutenant Legros.

Wenn man aus der Kapelle herausgeht, so sieht man links einen Brunnen. Es giebt deren zwei im Hofe. Man fragt sich, warum derselbe ohne Schwengel und überhaupt nicht in Ordnung gebracht ist und warum man kein Wasser aus demselben schöpft?

Warum man kein Wasser aus demselben schöpft? Weil er voller Skelette ist.

Der Letzte, welcher Wasser aus diesem Brunnen schöpfte, hieß Wilhelm Van Kylson. Er war ein Bauer, welcher in Hougomont wohnte und daselbst Gärtner war. Am achtzehnten Juni 1815 ergriff seine Familie die Flucht und verbarg sich im Walde.

Der bei der Abtei von Villers befindliche Wald verbarg damals während mehrerer Tage und Nächte jene ganze zersprengte Bevölkerung der Umgegend. Noch heut zu Tage bezeichnen einige sichtbare Spuren, z. B. alte verbrannte Baumstämme den Ort, wo jene Unglücklichen zitternd, mitten im Gebüsch, bivouakirten. Wilhelm Van Kylson blieb in Hougomont, »um das Schloß zu bewachen«, und versteckte sich in einem Keller. Die Engländer entdeckten ihn da, rissen ihn aus seinem Versteck und zwangen den erschreckten Menschen mit flachen Säbelhieben, sie zu bedienen. Da sie Durst hatten, so mußte er ihnen zu trinken bringen. Aus jenem Brunnen schöpfte er das Wasser. Viele tranken damals ihren letzten Trank, und auch der Brunnen, aus welchem so viele Sterbende tranken, mußte sterben.

Nach der Schlacht beeilte man sich, die Todten zu begraben. Der Tod hat seine eigne Art und Weise, den Sieg zu necken. Er treibt die Pest hinter dem Ruhme her. Der Typhus ist ein Annexum des Triumphes. Der Brunnen war tief, man machte ein Grab aus ihm. Dreihundert Todte warf man hinein, vielleicht zu voreilig! Waren sie alle todt? Die Legende sagt nein.

In der Nacht nach dieser Beerdigung will man schwache Hilferufe aus dem Brunnen gehört haben.

Dieser Brunnen steht isolirt mitten im Hofe. Drei, halb aus Stein, halb aus Ziegel bestehende Mauern, welche wie die Blätter eines Schirmes gebaut sind und einen viereckigen Thurm darstellen sollen, umgeben ihn von drei Seiten. Die vierte Seite ist offen; auf dieser schöpfte man das Wasser. In der hinteren Mauer befindet sich eine Art unförmlichen Kapfensters, vielleicht ein von einer Haubitze herrührendes Loch. Dieses Thürmchen hatte eine Decke, wovon nur noch die Balken übrig sind. Der Widerhalt-Beschlag der rechten Mauer hat die Gestalt eines Kreuzes. Wenn man sich über den Brunnen beugt, so verliert sich das Auge in einen tiefen, ausgemauerten Schacht, welchen dichte Finsternis erfüllt. Alles um den Brunnen herum, sowie der untere Theil der Mauern verschwindet in den Brennnesseln.

Als Decke hat der Brunnen nicht jene große bläuliche Steinplatte, welche man sonst in Belgien an den Brunnen findet. Dieselbe ist hier durch einen Querbalken ersetzt, auf den fünf oder sechs unförmliche, knorrige Holzstücke sich stützen, welche riesigen Knochen ähnlich sehen. Eimer, Kette und Kloben fehlen; nur der hohle Stein ist noch da, welcher als Ausguß diente. Jetzt sammelt sich darin das Regenwasser. Zuweilen kommt ein Vogel aus den benachbarten Waldungen hierher, um zu trinken und wieder weg zu fliegen.

In dieser Ruine ist noch ein Haus, das Meiereigebäude, bewohnt. Die Thüre desselben geht auf den Hof. Neben einer hübschen gothischen Schloßblechplatte befindet sich auf dieser Thür ein eiserner Drücker in Gestalt eines querliegenden Kleeblattes. In dem Augenblicke, wo der hannoversche Lieutenant Wilda diesen Drücker ergriff, um sich in das Pachthaus zu flüchten, hieb ihm ein französischer Sappeur mit einem Beile die Hand ab.

Die Familie, welche jetzt das Haus bewohnt, hat den längst Verstorbenen alten Gärtner Van Kylson zum Großvater. Eine Frau mit grauen Haaren erzählte uns: – »Ich war auch da. Ich war damals drei Jahre alt. Meine ältere Schwester hatte Furcht und weinte. Man brachte uns in den Wald, wobei mich meine Mutter in ihren Armen trug. Man legte das Ohr auf den Erdboden, um zu horchen. Ich wollte es den Kanonen nachmachen und rief: Bumm! bumm!«

Wie wir gesagt haben, führt eine Thür des Hofes zur linken Seite in den Garten.

Derselbe ist schrecklich.

Er besteht aus drei Theilen oder, wie man richtiger sagen könnte, aus drei Akten. Der erste ist ein Blumengarten, der zweite der Obst- oder Baumgarten, der dritte ein Gehölz. Diese drei Theile haben eine gemeinschaftliche Umzäunung: nach dem Eingange zu die Gebäude des Schlosses und der Meierei, links eine Hecke, rechts und im Hintergrunde eine Mauer, wovon die erstere von Ziegeln, die letztere von Stein ist. Zunächst gelangt man in den Blumengarten. Derselbe ist von unten nach oben mit Johannisbeersträuchern bepflanzt, von wilder Vegetation bedeckt und von einer Terrasse geschlossen. Derselbe war früher ein herrschaftlicher Garten in jenem ersten französischen Style, wie er vor dem unsrigen Mode war. Jetzt ist er Ruine und Unkraut. Auf den Wandpfeilern ruhen Globusse, welche wie steinerne Kanonenkugeln aussehen. Man zählt noch dreiundvierzig Säulen auf ihren Würfeln, die andern liegen im Grase. Beinahe an Allen nimmt man Spuren von Gewehrfeuer wahr. Eine liegt zerbrochen da wie ein abgeschossenes Bein.

In diesen, niedriger als der Obstgarten gelegenen Blumengarten waren sechs Voltigeure vom ersten leichten Regiment eingedrungen.

Da sie in demselben angegriffen und, wie Bären in der Grube gehetzt, nicht mehr heraus konnten, so nahmen sie mit zwei hanoverschen Compagnieen, von denen die eine mit Karabinern bewaffnet war, den Kampf an.

Die Hanoveraner hatten die Säulen erstiegen und schossen von oben. Die Voltigeure gaben von unten Widerpart. Sechs, gegen zweihundert, unerschrocken, brauchten sie, indem sie nur die Johannisbeersträucher zum Schutz hatten, eine Viertelstunde Zeit, um zu sterben.

Man steigt einige Stufen in die Höhe, und gelangt so von dem Blumen- in den eigentlichen Obstgarten. Hier fielen auf einem Raume von wenigen Quadratruthen in nicht ganz Einer Stunde fünfzehnhundert Mann.

Die Mauer scheint heute noch bereit zu sein, den Kampf wieder aufzunehmen; denn noch heute befinden sich in derselben die von den Engländern in unregelmäßiger Entfernung von einander gemachten achtunddreißig Schießscharten. Vor der sechzehnten liegen zwei englische Grabsteine von Granit. Nur an der südlichen Mauer giebt es solche Schießscharten, denn von da erfolgte der Hauptangriff.

Von außen wird die Mauer durch eine hohe, lebendige Hecke verdeckt. Als die Franzosen hier ankamen, glaubten sie nur die Hecke vor sich zu haben, sie überstiegen sie und stießen auf die Mauer, hinter welcher die englischen Garden im Hinterhalt lagen. Die achtunddreißig Schießscharten gaben zu gleicher Zeit Feuer: ein Sturm von Kugeln und Kartätschen! Die Brigade Soye ging zu Grunde. So fing Waterloo an.

Trotzdem wurde der Garten genommen. Da man keine Leitern hatte, kroch man mit den Nägeln in die Höhe. Unter den Bäumen schlug man sich Mann gegen Mann. Es wäre nicht ein einziges Grashälmchen aufzufinden gewesen, welches nicht von Blut getrieft hätte. Ein Bataillon von Nassau, siebenhundert Mann stark, wurde hier niedergeschmettert. An der Außenseite, gegen welche die beiden Kellermannschen Batterieen gerichtet waren, ist die Mauer von dem Geschoß wie zerfressen.

Im Monat Mai macht dieser Garten auf das Gemüth denselben wohlthuenden Eindruck, wie jeder andere Garten. Er hat seine Goldknospen und seine Gänseblümchen; Ackerpferde werden in dem hochgewachsenen Grase, Wäsche trocknet an den zwischen den Bäumen gezogenen Leinen. Wenn man hindurch gehen will, muß man sich bücken und sinkt wohl auch mit dem Fuße in das Loch eines Maulwurfs. Mitten im Grase sieht man einen entwurzelten grünen Baumstamm liegen, an welchen sich der Major Blackmann lehnte, um seinen letzten Athemzug zu thun. Unter einem großen Baum in der Nähe fiel der deutsche General Duplat, welcher aus einer französischen, nach dem Widerruf des Edictes von Nantes flüchtig gewordenen Familie stammte. Daneben neigt sich ein alter mit Stroh und Lehm verbundener Apfelbaum. Und beinahe alle Apfelbäume in dem Garten sterben vor Altersschwäche ab. Es ist nicht ein einziger darin, welcher nicht seine Kugel oder seine Kartätsche erhalten hätte. Der Garten wimmelt von Baumskeletten.

Bauduin wurde getödtet, Foy verwundet. Der Brand, das Gemetzel, das Blutbad, ein Strom wüthend unter einander gemischten englischen, französischen und deutschen Blutes, ein mit Leichnamen angefüllter Brunnen, das Regiment Nassau und das Regiment Braunschweig aufgerieben, Duplat getödtet, Blackmann getödtet, die englische Garde verstümmelt, zwanzig französische Bataillone decimirt, dreitausend Menschen allein in diesem Hougomont niedergesäbelt, in die Pfanne gehauen, erwürgt, erschossen, verbrannt! Und alles das, damit heute ein Bauer zu dem Reisenden sagen könne: »Mein Herr, geben Sie mir drei Francs, wenn Sie wollen, so erkläre und zeige ich Ihnen Alles, wie es bei Waterloo zuging.«

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