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Die lustige Arche

Fred Endrikat: Die lustige Arche - Kapitel 28
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie lustige Arche
authorFred Endrikat
year1935
firstpub1935
publisherG. Hirth
addressMünchen
titleDie lustige Arche
pages54
created20131105
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Zäisig aus der kalten Häimat

        Der Härbst is da. O jeh – o jeh.
De Blätter fallen un der Schnee.
das is fir mich de schlimmste Zäit
wänns hier im Walde friert un schnäit.
Ich pfäif schon immer läiser,
bald bin ich schon ganz häiser.
De Bäinchen sind ganz stäif un starr,
ich läide so am Brustkatarrh.
Ich armer, kläiner Zäisig
bin hinten rum ganz äisig.
De Sterche un de Schwalben ziehn
zum Siden – wo de Palmen blihn.
Se kommen wieder erst im Mäi,
doch ich bläib mäiner Häimat träu.
Äun altes, gutes Sprichwort lehrt:
»Äun äigner Herd is Goldes wert.«
Bäi mir is das jrad umjekehrt.
Der wäiß – wer kalte Bäinchen kennt –
Was nidzt äin Herd – wenn er nich brennd? –
Nu sitz ich da im Kummer –
un warte auf den Summer. –

 


 

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