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Die lustige Arche

Fred Endrikat: Die lustige Arche - Kapitel 24
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie lustige Arche
authorFred Endrikat
year1935
firstpub1935
publisherG. Hirth
addressMünchen
titleDie lustige Arche
pages54
created20131105
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Kameraden

        Zwei Seelöwen sollten mit Keulen jonglieren,
doch die Sache wollte nicht recht funktionieren.
Der einfachste Trick mißklappte ständig,
der eine Seelöwe war nämlich linkshändig.
Und außerdem noch eine Hauptrolle spielte,
daß der andere Seelöwe rechtsäugig schielte.
Schaut dieser nach rechts – kam von links eine Keule.
Warf dieser nach links – kriegt er rechts eine Beule.
Es flogen die Keulen – es schwollen die Beulen,
die Beiden fingen vor Wut an zu heulen.
Leider konnten sie sich sehr schwer verständigen,
der schielende Seelöwe mit dem linkshändigen,
denn der eine stammte von Hagenbeck
und der andere aus einem grönländischen Eck.
So sprach denn der Scheele von Hagenbecken:
»Min Jung, dat geit nich – nich ums verrecken.
Paß op, wenn eck met dat rechte Auge peile,
dann smit eck von links achtern Kop de Keule.
Awer kiek eck no links – deit de Keule rechts landen.
Nu paß op, du Dussel. Hest du mi verstanden?«
Der Grönländer grunzte, peilte und schnappte,
und siehe da – die Nummer klappte.
So vermag gute Kameradschaft alles auszuführen,
daß schielende Seelöwen wie Rastelli jonglieren.

 


 

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