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Die lustige Arche

Fred Endrikat: Die lustige Arche - Kapitel 21
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie lustige Arche
authorFred Endrikat
year1935
firstpub1935
publisherG. Hirth
addressMünchen
titleDie lustige Arche
pages54
created20131105
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Pferdeapfel im Rauhreif

                O weh, o weh, kein Teufel kümmert sich um mich.
Hier muß ich einsam auf dem Straßenpflaster liegen.
Nicht einen Käfer, oder ein paar Fliegen
hat mir das Schicksal als Genossen zugesellt.
Ich möchte weinen bitterlich.
In grauem Nebel liegt die ganze Welt.
In jener finsteren Nacht, in welcher ich geboren
wurde, als ein frischer pomme de cheval,
inmitten Wiehern, Hufschlag, Peitschenknall
hat mich ein Schimmelwallach im Galopp verloren.
Wir lagen da, im ganzen sieben,
teils auf, teils vor und teils einander-neben.
Es hat kein Huhn, kein Hahn nach uns gekräht.
Die anderen sind schon längst vom Sturm der Zeit verweht,
zermalmt, zerquetscht und aufgerieben.
Nur ich blieb ganz allein am Leben.
Wenn doch der alte Mann mit seinem Besen käme
und mich auf seine milde Schaufel nähme,
dann fände ich den langersehnten Frieden,
denn einem jeden ist sein Mistbeet irgendwo beschieden.

 


 

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