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Die lustige Arche

Fred Endrikat: Die lustige Arche - Kapitel 19
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie lustige Arche
authorFred Endrikat
year1935
firstpub1935
publisherG. Hirth
addressMünchen
titleDie lustige Arche
pages54
created20131105
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Lustmord an der Lagune

              Ein Nilpferd lag in süßem Traum
wohl unter dem Bananenbaum.
Ein Affe auf dem Baume saß
und quietschvergnügt Bananen fraß.
Der Affe sah das Nilpferd liegen
und dachte, das wird ein Vergnügen.
Rings alles still an der Lagune.
Der Affe pflückt eine Banune
und fing damit ganz heimlich dann
das Nilpferd gleich zu kitzeln an.
Man hört das Nilpferd schlafend röcheln,
dann fängt es lieblich an zu löcheln.
Der Affe kitzelt immer höher,
das Nilpferd löchelt immer möher.
Das Lächeln sich zum Kichern wandelt,
der Affe weiter es mißhandelt,
bis daß das Nilpferd losgeprustet
und lacht und spuckt und grunzt und hustet,
es wiehert auf dann mit Gebrülle.
Der Aff macht külle-külle-külle.
Des Nilpferds Augen Tränen quellen,
sein Zwerchfell schläget hohe Wellen.
Es perlt ihm von der Stirn der Schweiß.
Der Affe kitzelt es am Steiß
mit der Banane einem Ende,
dann rings herum so um die Lende
und höher an des Bauches Falten,
das mag kein Nilpferd auszuhalten.
Es strampelt wiehernd mit dem Hufe,
doch dann geschieht die Katastruphe,
es hat gegrunzt, gebrüllt, gekracht,
das Nilpferd hat sich tot gelacht.
Der Affe springt zum Baum hinauf,
frißt grinsend die Banune auf.
O, lieber Affe, laß dich mahnen
und kitzle niemals mit Bananen,
was du nicht willst, das man dir tu,
das füg auch keinem Nilpferd zu.

 


 

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