Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Fred Endrikat >

Die lustige Arche

Fred Endrikat: Die lustige Arche - Kapitel 16
Quellenangabe
typepoem
booktitleDie lustige Arche
authorFred Endrikat
year1935
firstpub1935
publisherG. Hirth
addressMünchen
titleDie lustige Arche
pages54
created20131105
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Käfer auf dem Rücken

        Wenn doch endlich mal ein kleines Windchen wehte,
das mich wieder auf die andre Seite drehte.
Ob vom Norden oder Süden das wär ganz egal.
immer auf dem Rücken liegen – das ist eine Qual.
Retten könnte mich ein kleines Windstößchen,
ein Taifünchen oder auch ein Tornadöschen,
denn ich strampel mit die Beene in der Luft,
alle Kraft und Energie verpiffpaffpufft.
Summ-summ-summ,
Kein Teufel dreht mich um.

Ich liege auf dem Rücken,
die Beene in die Höh.
Kein Umkipp will mir glücken,
mir fehlt der richt'ge Dreh.
Wie ich mich dreh und biege,
ob so rum – oder so –
das Einz'ge was ich kriege
sind Schwielen rings am Po.
Stripp-strapp-strull
das ist doch jammervull.

Wenn doch endlich eine frische Brise bliese,
die zerfliegen ließe diese Liegekrise,
Daß ich krabbeln könnte – wieder auf den Beinen stehn,
denn ich möcht die Welt doch mal von andersrum besehn.
Aber nirgendwo zeigt sich ein Lebenszeichen.
Kein Mitkäfer will mir seinen Fuß zur Hilfe reichen.
Ein paar Tage dauert nur der schöne Mai.
Wenn der Juni kommt ist meine Zeit vorbei.
Plimm-plamm-plumm,
kumm, Samum, dreh mich um.

 


 

 << Kapitel 15  Kapitel 17 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.