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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 29
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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29.

Mittwoch abends.

Schicken Sie mir noch zwei alte Briefe zurück, aber keine von Cicero oder Plininus!

Ich möchte Sie am liebsten nicht sehen, gar nicht mehr sehen! Ist Wehmut nicht besser als Reue?

In dem Augenblick, wo Sie das lesen, wette ich, haben Sie bereits ein Briefchen erhalten, worin man Ihnen schreibt:

Um Deinetwillen tut mein liebend Herz nur leid,
Du findest ohne mich nie die Glückseligkeit!

Ach, mein Gott, glauben Sie ihr's, geben Sie ihr die Ruhe wieder und, wenn es möglich ist, werden Sie glücklich! Das ist der Wunsch, das Gebet, die Sehnsucht des unglücklichen Geschöpfes, dem jener furchtbare Spruch über der Höllenpforte immerdar vor Augen steht:

Die ihr hier eintretet, laßt alle Hoffnung hinter euch!

Ach, ich hege keine mehr, ich will keine mehr. Ich hätte mich vernichten sollen an dem Tage, da ich allein übrigbleiben mußte. Sie haben mich verführt und nun wissen Sie mich nicht zu trösten.

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