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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 220
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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15.

Ich soll mich beruhigen – und Sie sterben!

Der heutige Tag war Ihnen schrecklich, die Nacht wird grauenvoll für Sie werden; für mich reich an Schmerzen und ohne Schlaf. Ich leide gräßlich, mit Leib und Seele.

Ich will zu Bett gehen. Ach, unselige Vorstellungen bestürmen mich! Aus Mitleid, aus Liebe, beste Freundin, stoßen Sie mich in meiner Verzweiflung nicht zurück!

Schicken Sie nach einem Arzt. Trinken Sie Milch, zumal Sie die Empfindung haben, es könne Ihnen Linderung gewähren! Ich schicke nochmals zu Ihnen. Ich muß wissen, wie es Ihnen geht. Um halb elf oder um zwölf kann ich Ihre Antwort haben. Ich werde noch wach sein, in Tränen vielleicht. Wenn ich allein bin, kann ich sie nicht unterdrücken.

Morgen Vormittag bin ich bei Ihnen. Ach, liebe Freundin, daß Sie mir nicht in die Tiefe meiner Seele blicken können! Sie würden gerührt sein. Sie könnten sich unmöglich entschließen, zu sterben.

Leben Sie wohl!

Hippolyte.

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