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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 22
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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22.

Mittwochs.

Guten Morgen, lieber Freund! Haben Sie gut geschlafen? Wie geht es Ihnen? Werde ich Sie bei mir sehen?

Lassen Sie mich nicht zu kurz kommen. Die Zeit ist so flüchtig. Und nur an der ist mir viel gelegen, die ich Ihnen widme.

Mein lieber Freund, Opium habe ich keins mehr in meinem Hirn und in meinem Blute. Aber etwas viel Schlimmeres als das. Etwas, wofür man dem Himmel auf den Knien danken und das Leben preisen sollte, wenn der Geliebte von der nämlichen Wallung durchglüht wäre. Aber der, den ich liebe, ist geradezu geschaffen, die Qual und die Verzweiflung eines zärtlichen Herzens zu sein.

Seien Sie mir gegrüßt. Ich möchte Sie sehen. Sie hätten mit bei Frau Geoffrin zu Tische sein sollen. Ich wagte es Ihnen gestern abend nur nicht zu sagen. Ach, Sie sollten mich bis zur Tollheit lieben! Ich verlange nichts, ich verzeihe alles, und ich habe keinen Augenblick schlechte Laune. Lieber Freund, ich bin vollkommen, da meine Liebe zu Ihnen vollkommen ist.

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