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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 187
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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187.

Halb zehn Uhr. [Januar 1776.].

Ich weiß wohl, Sie schreiben entzückende kleine Briefe, aber sterben lassen Sie mich doch. Mich friert, mich friert so sehr, daß ich in mir eine Kälte verspüre, zwanzig Grad tiefer als die des Thermometers. Dieses Übermaß von Frost, dieser Zustand endloser Qual, das wirft mich in eine so völlige Mutlosigkeit, daß ich nicht einmal mehr die Kraft habe, mir einen besseren Zustand zu wünschen? Was sollte ich auch wünschen? Was für Gefühle mir da noch übrigbleiben, ach, die sind auch nicht besser als die ich jetzt habe.

Mein Ende muß bald da sein! Ich stoße weder Ihr Mitleid noch Ihren Großmut zurück. Ich könnte Ihnen wehe tun, wenn ich mich dem verschlösse. Sie sollen den schönen Wahn behalten, mir Trost gespendet zu haben. Dergleichen darf man selbst seinem Feinde nicht versagen!

Ich bin von Menschen umgeben.

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