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Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse

Julie de Lespinasse: Die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse - Kapitel 162
Quellenangabe
typeletter
authorJulie de Lespinasse
titleDie Liebesbriefe der Julie de Lespinasse
publisherLehmannsche Verlagsbuchhandlung
printrun1. bis 5. Tausend
year1920
translatorArthur Schurig
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060904
projectidefb38b95
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162.

Freitags, halb zwölf Uhr abends. [November 1775.]

Kein Herr von Guibert und auch kein Brief von ihm! Das ist recht öde. Mein Bester, ich liebe Sie gewiß tausendmal mehr als Berenike den Titus geliebt hat, aber unglücklicherweise kann ich meine Zeit nicht so anwenden wie sie, nämlich nicht nur dazu, Ihrer zu harren. Im Ernst. Beispielsweise habe ich heute, in der Hoffnung, Sie würden kommen, einen meiner Freunde wieder hinauskomplimentiert. Solange ich Sie erwartete, war es mir verdrießlich; jetzt beunruhigt es mich, denn selbst Freunde können schnell verloren gehen. Es gibt so mannigfache Zerstreuungen und Beziehungen, daß schon viel Liebenswürdigkeit dazu gehört, wenn mir jemand einen Abend schenken will.

Gute Nacht! Ich habe viel ausgestanden, ich kenne nichts mehr als Schmerzen, und trotzdem sagen Sie, man müsse das Leben lieben.

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